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Sonnensystem
Archiv
- Juli 2008 bis September 2008
Schnee
auf dem Mars
Der Marslander Phoenix hat Schnee beobachtet, der aus Wolken über
der Landestelle fällt, den Boden allerdings nicht erreicht. Außerdem zeigen
Bodenanalysen, dass es in der Vergangenheit Reaktionen zwischen Mineralien und
flüssigem Wasser gegeben haben muss, wie sie auch auf der Erde vorkommen.
30.
September 2008
Blick
auf Mangala Fossae
Jetzt veröffentlichte Bilder der in Deutschland entwickelten Stereokamera
HRSC an Bord der europäischen Marssonde Mars Express zeigen die
Region Mangala Fossae auf dem Roten Planeten. Zu sehen sind eindrucksvolle
Bruchstrukturen in der Marskruste. Möglicherweise könnte sich hier das
Quellgebiet der Mangala Valles befinden.
29.
September 2008
Hinweise
auf Regen auf dem Mars
Hat es auf dem roten Planeten einmal geregnet? Ja, meint
jetzt ein internationales Forscherteam nach Auswertung von Bildern von drei
verschiedenen Marssonden. Die Forscher entdeckten in der Region Xanthe Terra
nahe dem Marsäquator Hinweise auf Ablagerungen in einstigen Flussdeltas. Die
Täler müssen vor rund 3,8 bis 4 Milliarden Jahren Wasser geführt haben.
25.
September 2008
Das
Geheimnis der südlichen Polkappe
Die südliche Polkappe des Roten Planeten stellt Marsforscher schon seit
längerem vor ein Rätsel: Im Winter legt sich das Kohlendioxid-Eis symmetrisch
über den Südpol. Die im Sommer zurückbleibenden Reste allerdings, sind
deutlich vom Mars-Südpol versetzt. Dank neuer Daten von Mars Express
konnte man jetzt die Ursache dafür ermitteln: Schuld sind das Marswetter und
ein riesiger Einschlagkrater. 22.
September 2008
Fünfter
Zwergplanet heißt Haumea
Seit gestern ist es offiziell: Das Trans-Neptun-Objekt 2003 EL61 ist der
fünfte Zwergplanet des Sonnensystems und wird zukünftig den Namen Haumea
tragen. Das Objekt hat eine äußerst merkwürdige Form, die ein wenig an einen
amerikanischen Fußball erinnert. Die beiden Monde von Haumea erhielten die
Namen Hi'iaki und Namaka. 18.
September 2008
Marslander
fotografiert Staubteufel
Der Marslander Phoenix hat in der vergangenen Woche mehrere
sogenannte Staubteufel beobachtet, die an der Landestelle vorübergezogen sind.
Die Wissenschaftler hatten erwartet, dass in der Region solche kleinen
Wirbelwinde auftreten. Bislang war es aber nicht gelungen, sie auch zu
fotografieren. Gefährlich für den Lander dürften die Staubteufel nicht sein. 15.
September 2008
Klärt
ungewöhnlicher Fund Herkunft von Kometen?
Ein internationales Astronomenteam hat ein ungewöhnliches Objekt aufgespürt,
das helfen könnte, den Ursprung einer bestimmten Gruppe von Kometen zu klären.
Der Brocken mit Namen 2008 KV42 hat einen Durchmesser von etwa 50 Kilometern
und umrundet die Sonne auf einer Bahn, die zum Orbit der Planeten fast
senkrecht steht - und dies rückwärts. 10.
September 2008
Zahlreiche
kleine Magnetfelder entdeckt
Auf der Sonne ist derzeit nichts los? Weit gefehlt: Obwohl man in den
vergangenen Monaten kaum dunkle Sonnenflecken beobachten konnte, gelang es
Göttinger Wissenschaftlern trotzdem Magnetismus auf der Oberfläche unseres
Zentralgestirns nachzuweisen. Mit einer neuen Software identifizierten die
Forscher knapp 3.000 kleine magnetische Gebiete.
8.
September 2008
Das
Geheimnis der Sonnenflecken
Die dunklen Sonnenflecken auf der Oberfläche der Sonne geben
Wissenschaftlern noch immer Rätsel auf. Denn welche Vorgänge Teile ihres
äußeren Kranzes zum Leuchten bringen, war bisher völlig unklar. Jetzt
liefern Forscher erstmals eine Erklärung für dieses Phänomen. Ihre Messungen
zeigen, dass auch in diesen äußeren Bereichen heißes Plasma aufsteigen und
seine Energie in Form von Strahlung abgeben kann.
2.
September 2008
Wie
die Erdatmosphäre Sauerstoff verliert
Die Erdatmosphäre verliert ständig Sauerstoff. Dank der vier
europäischen Cluster-Sonden gelang es Wissenschaftlern jetzt, den physikalischen
Mechanismus zu entschlüsseln, der für diesen Verlust verantwortlich ist.
Offenbar sorgt das Magnetfeld dafür, dass der Sauerstoff beschleunigt
wird und so ins All entkommen kann. Grund zur Sorge besteht aber nicht.
29.
August 2008
Der
Ursprung der Geysire auf Enceladus
Bei ihrem jüngsten Vorüberflug am Saturnmond Enceladus ist
es der Sonde Cassini gelungen, jene Regionen in der Nähe des Mondsüdpols
im Detail zu beobachten, aus denen die ominösen Geysire kommen. Die
Wissenschaftler erhoffen sich aus den Daten neue Erkenntnisse über die Geologie
des Mondes und darüber, ob es irgendwo lebensfreundliche Bedingungen geben
könnte. 15.
August 2008
Stammt
Ceres aus dem Kuiper-Gürtel?
Der größte Himmelskörper des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter,
der Zwergplanet Ceres, stammt möglicherweise aus der äußeren Region unseres Sonnensystems.
Das glaubt zumindest ein amerikanischer Astronom, der eine entsprechende These
unlängst auf einer Fachtagung präsentierte. Der Wissenschaftler stützt sich
dabei vor allem auf Computersimulationen der Frühphase des Sonnensystems.
13.
August 2008
Tagebuch
einer Sonneneruption
Gewaltige Eruptionen der Sonne, bei denen geladene Teilchen mit hoher
Geschwindigkeit ins All geschleudert werden, können auf der Erde für
erhebliche Schäden sorgen und stellen zudem eine Gefahr für Satelliten und
Astronauten im Weltraum dar. Wissenschaftlern gelang es nun erstmals den
Verlauf einer solchen Eruption zu rekonstruieren.
12.
August 2008
Perchlorate
in Marsboden entdeckt
Nach dem endgültigen - und für die meisten wenig überraschenden - Nachweis
von Wasser auf dem roten Planeten Mars werden die Nachrichten in Sachen
Lebensfreundlichkeit schlechter: Wissenschaftler glauben, in den
Bodenproben, die der Marslander Phoenix analysiert hat,
Perchlorat-Salze entdeckt zu haben - ein Stoff, der zumindest nicht als
lebensförderlich gilt. 6.
August 2008
Marssonde
weist Wasser nach
Endlich: Nach tagelangen Bemühungen eine möglichst eisreiche
Probe in den Analyseofen des Marslanders Phoenix zu bekommen, ist dies
am Mittwoch schließlich geglückt. Beim Erhitzen der Probe, so die NASA gestern,
sei eindeutig Wasserdampf freigesetzt worden. Die Phoenix-Mission
wurde derweil bis zum 30. September verlängert. 1.
August 2008
Ethan-See
auf Saturnmond entdeckt
Mithilfe der Raumsonde Cassini haben Wissenschaftler nun einen See
aus flüssigem Ethan auf dem Saturnmond Titan nachgewiesen. Außerdem fanden
die Forscher weitere Hinweise dafür, dass es auf Titan auch regnet und sich
aus den Niederschlägen Ströme bilden, die über die Oberfläche fließen und
tief eingeschnittene Täler aus der eisigen Landschaft erodieren. 31. Juli 2008
Phobos
aus der Nähe
Vor einer Woche flog die europäische Sonde Mars Express so nahe wie
nie zuvor an dem kleinen Marsmond Phobos vorüber. Die Aufnahmen, die die
hochauflösende Stereokamera HRSC an Bord dabei machte, sind die bislang
detailreichsten Bilder der Mondoberfläche. Heute wurden erste Beispiele vom
DLR veröffentlicht. 30. Juli 2008
Tanz
der drei roten Flecken
In der Atmosphäre des Gasriesen Jupiter spielte sich in den vergangenen
Wochen eine Art planetares Pac-Man ab: Auf kleinstem Raum konnte man hier
den Großen Roten Fleck, einen etwas kleineren Roten Fleck und einen winzigen
Roten Fleck ausmachen. Dem kleinsten Roten Fleck dürfte aber die Begegnung
mit seinem großen Bruder nicht bekommen sein. Bilder des Weltraumteleskops
Hubble zeigen Einzelheiten. 24. Juli 2008
Vierter
Zwergplanet heißt Makemake
Die Internationale Astronomische Union IAU hat jetzt dem bislang unter der
Bezeichnung 2005 FY9 oder auch Easterbunny bekannten Kuiper-Gürtel-Objekt
offiziell den Status eines Zwergplaneten verliehen und den Namen Makemake
gegeben. Zugleich ordnete die IAU das neue Mitglied der
Zwergplaneten-Familie auch der Gruppe der Plutoiden zu, die erst im Juni
geschaffen worden war. 21. Juli 2008
Kleiner
blauer Punkt im All
Die NASA veröffentlichte jetzt einen faszinierenden Film,
der aus Bildern der Sonde Deep Impact zusammengestellt wurde. Er zeigt
unsere Erde aus einer Entfernung von rund 50 Millionen Kilometern sowie eine
Passage des Erdmondes vor der Scheibe des blauen Planeten. Für die Astronomen
sind die Aufnahmen eine willkommene Hilfe bei der Suche nach erdähnlichen
Planeten um ferne Sonnen. 18. Juli 2008
Sonnensonde
findet 1500. Kometen
Die von NASA und ESA gemeinsam betriebene Sonnensonde SOHO wird ihrem Ruf
als weltbester Kometenjäger weiter gerecht. Am 25. Juni entdeckte man auf
Bildern des Sonnenobservatorium den 1500. Kometen. SOHO ist damit
erfolgreicher als alle Kometenentdecker der Geschichte zusammen. Dabei war
die Sonde gar nicht für die Kometensuche gebaut worden. 14. Juli 2008
Ruhige
Sonne nicht ungewöhnlich
Schon seit vielen Monaten zeigt unsere Sonne außerordentlich wenig
Aktivität. Diese Ruhephase sei überraschend lang, meinten Wissenschaftler im
vergangenen Monat und nährten damit Spekulationen über mögliche Folgen, wie
etwa eine kleine Eiszeit. Jetzt gibt ein Sonnenphysiker der NASA Entwarnung:
Die Sonne verhält sich nicht anders als sonst auch in einem Minimum.
11. Juli 2008
Proben
vom Mond enthalten Wasser
Dank eines neuen Verfahrens ist es Wissenschaftlern jetzt
gelungen, winzige Spuren von Wasser in kleinen Glaskügelchen vulkanischen
Ursprungs nachzuweisen, die von Astronauten der Apollo-Missionen zur Erde
zurückgebracht wurden. Der Fund deutet darauf hin, dass bei der gewaltigen
Kollision, durch die der Mond entstand, nicht alles Wasser verdampft ist. Es
könnte sich also noch irgendwo auf dem Mond befinden.
10. Juli 2008
Schnelle
Bewegungen im Erdinneren
Nicht nur die anderen Planeten unseres Sonnensystems bergen noch so manches
Geheimnis, auch unsere Erde hält für die Forscher noch einige Überraschungen
parat. So gelang europäischen Wissenschaftlern jetzt ein seltener Blick in
den flüssigen Erdkern: Anhand von Magnetfelddaten konnten sie zeigen, dass
die Bewegungen dort erstaunlich schnell vonstatten gehen.
7. Juli 2008
Vulkanismus
formte Merkuroberfläche
Als die NASA-Sonde Messenger im Januar am Merkur
vorüberflog, machte sie zahlreiche Aufnahmen von Regionen, die zuvor noch nie von
einer Sonde fotografiert worden waren. Die Auswertung der Daten lieferte nun ein
neues Bild des sonnennächsten Planeten. So scheint seine Oberfläche deutlich
stärker durch Vulkanismus geprägt worden zu sein als angenommen.
4. Juli 2008
Die
Geräusche der Erde
Das erste was Außerirdische vermutlich von der
Erde hören würden, ist ein eigentümliches Zischen und Gepiepse, das ein wenig an
die Geräusche des kleinen Roboters R2-D2 aus der Science Fiction-Saga Star
Wars erinnert. Es entsteht zusammen mit Polarlichtern. Dank der ESA-Mission
Cluster liegen nun ganz neue Erkenntnisse über diese Signale vor, die
vielleicht einen neuen Weg zur Erforschung auch fremder Planeten und Sonnen
eröffnen könnten.
3. Juli 2008
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