Forschung
- Galaxien,
Kosmologie, Gamma-Ray-Bursts, Sterne
 |
Ferne Welten
Gesammelte Artikel über die Suche nach extrasolaren Planeten,
außerirdischem Leben und der zweiten Erde |
| |
 |
Forum
Was bringt eine bemannte Marsmission, sollen wir wieder zum Mond? Diskutieren Sie mit anderen Lesern im Forum! |
|
Große
Mengen Wasser um jungen Stern
Mit Hilfe des IRAM-Interferometers haben Astronomen große Mengen Wasser in
einer Scheibe um einen jungen Stern nachgewiesen. Der Fund könnte helfen, auch
mehr über den bislang rätselhaften Ursprung des Wassers in unserem
Sonnensystem zu erfahren. Mit dem entdeckten Wasser könnte man die Ozeane der
Erde hundert Mal füllen. 9.
Februar 2010
Signale
von seltsamen Sternen
Könnten Neutronensterne auch aus seltsamen Quarks bestehen und deswegen
eigentlich keine Neutronensterne, sondern seltsame Sterne sein? Ein Team von
Astrophysikern ist dieser Frage nachgegangen. Am Computer simulierten sie die
Kollision von zwei seltsamen Sternen, um so herauszufinden, was man von einem
solchen Ereignis beobachten könnte. 2.
Februar 2010
Astronomen
entdecken kühlsten Braunen Zwerg
Ein internationales Team von Astronomen könnte das bislang kälteste
substellare Objekt entdeckt haben. Der nahegelegene Braune Zwerg hat eine
Temperatur von knapp über 200 Grad Celsius und wurde mit Hilfe des United
Kingdom Infrared Telescope (UKIRT) auf Hawaii aufgespürt. Er bildet mit
einem anderen Braunen Zwerg ein Doppelsystem. 1.
Februar 2010
Staubgalaxie
im jungen Universum
Ein Astronomen-Team unter Leitung der Universität Bonn hat eine zwölf
Milliarden Lichtjahre entfernte Staubgalaxie entdeckt. Sie existierte zu
einer Zeit, als das Universum erst 1,5 Milliarden Jahre jung war und ist
damit die älteste ihrer Art, die bislang gefunden wurde. Wie am Fließband
entstanden in ihr damals jede Menge neue Sterne. Wenn der Fund keine
Ausnahmeerscheinung ist, könnte er bisherige Theorien in Frage stellen. 25.
Januar 2010
Schwache
Gravitationslinsen zeigen Stärke
Schwache Gravitationslinsen könnten sich in Zukunft zu einem
starken Werkzeug der Kosmologen entwickeln: Wissenschaftlern ist es nun
gelungen, mit ihrer Hilfe nicht nur die Masse von nahen Galaxienhaufen und
-gruppen zu bestimmen, sondern auch die von deutlich entfernteren Strukturen. Die
Astronomen erhoffen sich davon neue Erkenntnisse über die geheimnisvolle Dunkle
Materie. 20.
Januar 2010
Zwei
neue Gezeitenströme um Andromeda
Mit Hilfe des japanischen Subaru-Teleskops und des Keck
II-Teleskops auf Hawaii wurden nun zwei bislang unbekannte Gezeitenströme um unsere
Nachbargalaxie Andromeda entdeckt. Es handelt sich dabei um die Überreste von
Zwerggalaxien, die Andromeda innerhalb der vergangenen ein bis zwei Milliarden
Jahre verschluckt hat. Der Fund liefert Hinweise auf die Entstehung und
Entwicklung von großen Galaxien. 19.
Januar 2010
Problem
um Galaxienentstehung gelöst?
Kosmologische Modelle mit sogenannter kalter Dunkler Materie können eine
Vielzahl von Beobachtungsbefunden im All erklären. Auf kleinen Skalen
allerdings, etwa bei der Betrachtung einzelner Galaxien, bereiten sie den
Astronomen einiges Kopfzerbrechen. Eine internationale Forschergruppe glaubt
nun, das Problem dank einer aufwendigen Simulation zur Entstehung von
scheibenförmigen Zwerggalaxien gelöst zu haben. 14.
Januar 2010
Erstes
direktes Spektrum eines Exoplaneten
Mit Hilfe des Very Large Telescope der europäischen Südsternwarte
ESO ist es Astronomen nun gelungen, zum ersten Mal direkt das Spektrum eines
extrasolaren Planeten aufzunehmen. Von diesem chemischen Fingerabdruck der
fernen Welt erhoffen sich die Forscher neue Informationen über die
Zusammensetzung des Planeten und seine Entstehungsgeschichte. 13.
Januar 2010
Zahlreiche
Schwarze-Loch-Paare entdeckt
Regelmäßige Kollisionen und Verschmelzungen gehören zur normalen Entwicklung
von Galaxien. In jeder Galaxie befindet sich in der Regel auch ein
supermassereiches Schwarzes Loch, so dass es zahlreiche Galaxien mit zwei
Schwarzen Löchern geben sollte. Bei einer gezielten Suche nach solchen
Schwarze-Loch-Paaren wurden nun zahlreiche neue Doppel-Löcher entdeckt. 12.
Januar 2010
Wie
Galaxien ihre Sterne mischen
Unsere Sonne ist ihrer chemischen Zusammensetzung nach deutlich näher am
Zentrum der Milchstraße entstanden. Französische Astronomen bieten nun eine
Erklärung dafür, wie die Sonne an ihre heutige Position gelangt ist. Schuld
könnten Resonanzen zwischen den Spiralarmen und dem zentralen Balken unserer
Heimatgalaxie gewesen sein. 11.
Januar 2010
Wenn
sich Weiße Zwerge zu nahe kommen
Supernova-Explosionen vom Typ Ia gelten in der Astronomie als wichtige
Hilfsmittel zur Bestimmung von Entfernungen im All. So wurde durch sie etwa
die beschleunigte Expansion des Universums entdeckt. Dass ein Weißer
Zwergstern an diesen Explosionen beteiligt ist, gilt unter Experten als
unstrittig. Es könnten allerdings, so ergaben jetzt Simulationen, auch zwei
sein. 8.
Januar 2010
NASA-Sonde
findet erste fünf Exoplaneten
Die NASA-Sonde Kepler hat ihre ersten fünf extrasolaren Planeten
aufgespürt. Die Funde, die auf Daten der ersten sechs Beobachtungswochen
beruhen, wurden gestern auf einer Konferenz der American Astronomical
Society vorgestellt. Es handelt sich bei allen Welten um "heiße Jupiter",
also Gasriesen, die ihre Sonne in nur geringem Abstand umkreisen. Kepler
soll einmal eine zweite Erde aufspüren. 5.
Januar 2010
Braunes
Zwerg-Paar verblüfft Astronomen
Astronomen haben zwei Braune Zwerge entdeckt, die einen massereichen Stern
umkreisen. Die Objekte, die weder Planet noch richtiger Stern sind, müssen
sich daher in weniger als zehn Millionen Jahre gebildet haben. Ihre Entstehung
scheint also deutlich schneller und effizienter abzulaufen als man bislang
angenommen hatte. 23. Dezember 2009
Farbige
Röntgenbilder durch Urknall-Detektoren
Eigentlich entwickelt das Team um Professor Wermes vom Bonner Physikalischen
Institut Detektoren für ein Experiment am Large Hadron Collider des
CERN in Genf, mit dem man die Bedingungen unmittelbar nach dem Urknall
erforschen will. Jetzt könnte die Technologie aber auch zu einer neuen
Generation von Röntgengeräten führen, mit der es möglich wird,
unterschiedliche Gewebetypen farbig darzustellen. 22. Dezember 2009
Super-Erde
mit dicker Atmosphäre entdeckt
Astronomen haben jetzt eine zweite sogenannte Super-Erde entdeckt, für die
sie Masse und Radius bestimmen konnten. Damit sind Aussagen über die Struktur
der fernen Welt möglich. Der Planet GJ1214b in nur 40 Lichtjahren Entfernung
ist außerdem der erste Exoplanet dieser Größe, bei dem eine Atmosphäre
nachgewiesen werden konnte. Leben wie wir es kennen, dürfte hier allerdings
nicht möglich sein. 16. Dezember 2009
Mit
Spielkonsolen-Technik auf Wellenjagd
Bislang haben Forscher vergeblich auf die von Albert Einstein vorhergesagten
Gravitationswellen gelauscht. Astronomen der Universität Bonn haben jetzt aber
auf eine vielsprechende Quelle für diese Kräuselungen der Raumzeit hingewiesen
- Schwarze Löcher, die in Sternhaufen dicht umeinander kreisen. Ihre
Simulationen machten die Forscher mit Hilfe von Grafikprozessoren, die
ursprünglich für Spielkonsolen entwickelt worden waren. 15. Dezember 2009
Wie
entstanden Magnetfelder im Universum?
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet Anfang kommenden Jahres
eine neue Forschergruppe ein, die herausfinden soll, wie Magnetfelder im
Universum entstanden sind und welche Wirkung sie auf die Entwicklung von
Galaxien haben. Dazu wollen die Wissenschaftler unter anderem Daten des
Radioteleskops LOFAR nutzten. Für das Projekt stehen rund 1,9 Millionen Euro
zur Verfügung. 10. Dezember 2009
Die
erste Supernova ihrer Art
Eine 2007 beobachtete Supernova könnte sich als Glücksfall
für die Astronomen erweisen. Die ungewöhnlich helle und langleuchtende Supernova
entstand vermutlich durch die Explosion eines äußerst massereichen Sterns, wie
es sie im frühen Universum sehr häufig gegeben haben muss. Es scheint sich zudem
um einen schon lange theoretisch vorhergesagten, aber erst jetzt erstmals
sicher beobachteten Explosionstyp zu handeln. 4. Dezember 2009
Kühler
Planet um sonnenähnlichen Stern?
Bei den ersten Beobachtungen mit HiCIAO, einem neuen Instrument zur Suche nach
extrasolaren Planeten, könnte Astronomen gleich ein besonderer Fund gelungen
sein - die Abbildung eines kühlen Gasriesen um einen sonnenähnlichen Stern.
Sogar Hinweise auf einen zweiten möglichen Planeten entdeckten die
Astronomen in ihren Daten. Sie hoffen nun auf weitere
spektakuläre Funde. 4. Dezember 2009
Nachbarsterne
aus fernem Kugelsternhaufen
Astronomen haben herausgefunden, dass die Sterne der so genannten Kapteyn-Gruppe
die gleiche chemische Zusammensetzung wie Omega Centauri besitzen, der größte
Kugelsternhaufen der Milchstraße. Dies bestätigt nach Ansicht der Forscher den
Verdacht, dass Omega Centauri kein Kugelsternhaufen, sondern der Kern einer
Zwerggalaxie ist, die von der Milchstraße eingefangen und größtenteils
zerstört wurde. 26.
November 2009
Neutronenstern
mit Kohlenstoff-Atmosphäre?
Seit seiner Entdeckung stellt der kompakte Überrest einer Supernova, die vor
330 Jahren im Sternbild Kassiopeia aufleuchtete, die Astronomen vor Rätsel.
Die Strahlung des dort aufgespürten Neutronensterns passt nämlich nicht recht
zu den Vorstellungen der Astronomen von diesen Objekten. Ein neues Modell
könnte nun helfen, hinter das Geheimnis von Cassiopeia A zu kommen. 11.
November 2009
Neue
Art von Sternenexplosion?
Vor sieben Jahren entdeckten Astronomen eine ungewöhnliche
Supernova, die sich schneller entwickelte als andere explodierende Sterne. Jetzt
präsentierten Wissenschaftler eine Erklärung für die damaligen Beobachtungen: Es
könnte sich um eine bislang unbekannte Sternenexplosion gehandelt haben, bei der
Helium an der Oberfläche eines Weißen Zwergs thermonuklear explodierte. 10.
November 2009
Weg
vom astronomischen Geozentrismus
Warum sollte Leben sich eigentlich nur dort entwickeln können, wo es Wasser
gibt? Und wieso muss es auf Kohlenstoff basieren, nur weil wir von der Erde
nichts anderes kennen? Dieser und weiterer Fragen will sich nun eine
Wissenschaftlergruppe in Wien annehmen und in den kommenden drei Jahren
versuchen, den Geozentrismus in Astronomie und Biologie ein wenig aufzubrechen. 5.
November 2009
Maya-Geschichte
208 Jahre später?
Die Mayas hinterließen in Mittelamerika nicht nur eindrucksvolle Bauten,
sondern auch Aufzeichnungen von besonderen astronomischen Ereignissen. Diese
versuchte ein Berliner Wissenschaftler nun zu identifizieren und damit eine
Verbindung zwischen dem Kalender der Mayas und unserem Kalender herzustellen.
Das überraschende Ergebnis: Die Maya-Geschichte könnte sich 208 Jahre später
ereignet haben als bislang angenommen. 2.
November 2009
Wolkiges
Wetter mit Regen aus Kieselsteinen
Schon seit einiger Zeit ist Astronomen klar, dass die von der europäischen
Sonde CoRoT entdeckte Super-Erde namens CoRot-7b ein sehr eigentümlicher Ort
ist. Simulationen über die Atmosphäre dieses und ähnlicher Planeten haben
diese Vermutung jetzt bestätigt: Auf CoRot-7b könnte es Wolken aus Natrium-
und Kalium-Dampf geben und zuweilen Kieselsteine regnen. 26. Oktober 2009
Exoplanet
mit organischen Molekülen
Schon zum zweiten Mal haben Astronomen Grundbausteine des Lebens bei einem
fernen Planeten nachweisen können. Der Fund gelang mit Hilfe der beiden
Weltraumteleskope Hubble und Spitzer beim Gasriesen HD
209458b, der seine Sonne alle dreieinhalb Tage umrundet. Dass sich auf dieser
fernen Welt auch Leben entwickelt hat, halten die Wissenschaftler aber für
ausgeschlossen. 21. Oktober 2009
Dunkle
Materie verhält sich anders als erwartet
Eine neue Beobachtung stellt Astronomen vor ein Rätsel. Demnach scheint
zwischen der Verteilung dunkler und sichtbarer Materie in Galaxien ein
unerwarteter Zusammenhang zu bestehen. Nach Ansicht der Forscher lassen die
neuen Daten nur zwei Schlüsse zu: Entweder sind die bisherigen Annahmen über
die Natur der dunklen Materie in einem wichtigen Punkt falsch - oder es gibt
die dunkle Materie gar nicht. 1. Oktober 2009
Doch
kein Problem mit Einstein
Verletzt der Doppelstern DI Herculis Einsteins Relativitätstheorie? Manche
Wissenschaftler hielten dies für möglich, nachdem die gemessenen Daten so gar
nicht mit den Vorhersagen aus den etablierten Theorien in Übereinstimmung zu
bringen waren. Jetzt hat ein internationales Forscherteam sich DI Herculis
noch einmal genauer angesehen und den Grund für das ungewöhnliche Verhalten
des Sternenpaars gefunden. 28. September 2009
Das
Universum mit Spektroskopie entschlüsseln
Vom 21. bis 25. September 2009 findet in Potsdam die 82.
Herbsttagung der Astronomischen Gesellschaft (AG) statt. Im Internationalen Jahr
der Astronomie 2009 steht sie unter dem Motto Deciphering the Universe
through Spectroscopy. Die Veranstalter, die Astronomische Gesellschaft
gemeinsam mit dem Astrophysikalischen Institut Potsdam (AIP) und der Universität
Potsdam, erwarten knapp 400 Teilnehmer aus der ganzen Welt. 21. September 2009
Größe
der Erde optimal für Leben?
Ob auf einem Planeten Leben entstehen kann, hängt nicht nur
von seiner Entfernung vom Zentralstern ab, sondern auch noch von verschiedenen
anderen Faktoren. Eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Deutschland glaubt nun,
dass gerade Planeten von Erdgröße optimale Bedingungen aufweisen müssten. Für
sogenannte Super-Erden hingegen würde es schlecht aussehen. Andere Experten sind skeptisch. 11. September 2009
Rolle
von Magnetfeldern unterschätzt?
Sterne, so das Standardmodell der Astronomen, entstehen
durch den gravitativen Kollaps riesiger Wolken aus Gas und Staub. Doch allein
durch die Gravitationskraft kann die beobachtete Sternentstehung nicht erklärt
werden. Auch andere Kräfte müssen noch am Werk sein. Forscher haben nun
Hinweise darauf gefunden, dass Magnetfelder
wohl eine wichtigere Rolle spielen als bislang angenommen. 10. September 2009
Wie
die Sonne den Raum krümmt
Wissenschaftler haben mit Hilfe eines über den gesamten amerikanischen
Kontinent verteilten Netzwerks aus Radioteleskopen die Krümmung des Raums
durch die Masse der Sonne mit großer Genauigkeit bestimmt. Von weiteren
ähnlichen Messungen erhoffen sie sich auch neue Hinweise auf das
Verhältnis der allgemeinen Relativitätstheorie zur Quantenphysik. 10. September 2009
Vom
interstellaren Wind verweht?
Um junge Sterne finden sich oft Scheiben aus Gas und Staub, in denen
eventuell bereits Planeten entstanden sind oder noch entstehen. Oft haben
diese Staubscheiben allerdings ein ungewöhnliches Aussehen und sind
beispielsweise gebogen. Eine Gruppe von Astronomen hat dafür nun eine recht
einfache Erklärung gefunden: Der betreffende Stern könnte sich gerade durch
interstellares Gas bewegen. 8. September 2009
Aktivität
zentraler Schwarzer Löcher untersucht
Mit Hilfe einer umfangreichen Analyse von über 60 Galaxienhaufen haben
Astronomen der Universität Bonn jetzt den Zusammenhang zwischen Schwarzen
Löchern im Zentrum von Galaxienhaufen und dem Gas, das ihnen als "Nahrung"
dient, untersucht. Dabei gelang es ihnen, eine schon länger bestehende Theorie
über die Aktivität der zentralen Schwarzen Löchern in Galaxienhaufen zu
bestätigen. 2. September 2009
Neues
über das Schicksal der Milchstraße
Unsere Milchstraße ist, genau wie andere große Galaxien, von
zahlreichen kleineren Satellitengalaxien umgeben, die auch immer wieder mit
unserer Heimatgalaxie zusammenstoßen. Amerikanische Astronomen haben nun
untersucht, ob durch dieses galaktische Bombardement die Scheibenstruktur der
Milchstraße irgendwann zerstört werden könnte. Sie kamen zu einem beruhigenden
Ergebnis. 1. September 2009
Halbwertzeit
bislang deutlich unterschätzt
Der Zerfall von radioaktiven Elementen im Universum dient Wissenschaftlern
als wichtiger Zeitmesser, um den Verlauf kosmischer Ereignisse rekonstruieren
zu können. Wichtig dabei ist, dass man die Halbwertzeit eines bestimmten
Isotops möglichst genau kennt. Im Falle von Eisen-60 lagen die Forscher bisher
offenbar deutlich daneben. Dies könnte Konsequenzen etwa für die Untersuchung
von Supernova-Explosionen haben. 27.
August 2009
Gasriese
vor Sturz in seine Sonne?
Astronomen ist jetzt ein extrem unwahrscheinlicher Zufallsfund geglückt: Die
Wissenschaftler entdeckten einen Riesenplaneten, der vermutlich in Kürze in
seinen Zentralstern stürzen wird. Schon jetzt benötigt WASP-18b weniger als
einen Tag für die Umrundung seiner Sonne. Die Gezeitenkräfte zwischen den
Objekten sollten schon innerhalb der nächsten Jahre für eine messbare
Veränderung der Umlaufbahn sorgen. 27.
August 2009
Rechenzeit
für Simulation des Frühkosmos
Mit Hilfe von Hochleistungsrechnern simulieren Wissenschaftler des
Astrophysikalischen Instituts in Potsdam die Entstehung der ersten Galaxien im
Universum. Das Projekt erschien Fachleuten jetzt so wertvoll, dass es als
Exzellenz-Projekt 2009 ausgewählt wurde und dadurch besonders viel Rechenzeit
an einem Supercomputer des Forschungszentrums Jülich erhält. 25.
August 2009
Beschreibung
eines fernen Planetensystems
Der rund 150 Lichtjahre von der Erde entfernte Stern HR 8799 ist eine von
wenigen Sonnen, um die mehrere Planeten entdeckt wurden. Dieses extrasolare
Planetensystem bietet somit die Möglichkeit, Ähnlichkeiten und Unterschiede zu
unserem Sonnensystem zu studieren, um so herauszufinden, ob unsere Heimat im
All eher die Regel oder eine Ausnahme ist. Astronomen der Universität Jena
machten nun einen Anfang. 21.
August 2009
Nichts
verrät einiges über frühen Kosmos
Gravitationswellen bieten Astronomen wohl die einzige Möglichkeit, um etwas
über den Zustand des Universums unmittelbar nach dem Urknall zu erfahren.
Trotz intensiver Suche hat man bis heute jedoch noch keine Gravitationswelle
direkt messen können. Allerdings können Forscher aus diesen Nicht-Messungen
einiges über die frühe Entwicklung des Universums und über kosmische Strings
folgern. 20.
August 2009
Strikte
Diät für erste Schwarze Löcher
Mit Hilfe von umfangreichen Computersimulationen haben
Astronomen jetzt versucht, dem Schicksal der ersten Schwarzen Löcher im
Universum auf die Spur zu kommen. Zu ihrer Überraschung stellten sie dabei fest,
dass diese ersten Schwerkraftfallen offenbar nicht wie erwartet sehr schnell
wachsen konnten, sondern nur ganz allmählich massereicher wurden. Ihr Einfluss
auf ihre Umgebung war aber trotzdem enorm. 17.
August 2009
Planetenkollision
bei jungem Stern
Mit Hilfe des Weltraumteleskops Spitzer haben
Astronomen die Überreste einer planetaren Kollision in einem rund 100 Lichtjahre
entfernten Sonnensystem aufgespürt. Um den etwa zwölf Millionen Jahre alten
Stern HD 172555 fanden sie Hinweise auf den Zusammenprall eines Planeten von der
Größe des Merkur mit einem etwa mondgroßen Objekt. 12.
August 2009
Supernovae
erklären mysteriöse Strahlung
Seit einiger Zeit rätseln Forscher über eine mysteriöse Komponente der
kosmischen Partikelstrahlung, deren Ursprung sie bislang nicht erklären
konnten. So vermuteten einige Wissenschaftler gar, dass Dunkle Materie für
ihre Entstehung verantwortlich sein könnte. Doch es geht offenbar einfacher:
Astrophysiker konnten die Strahlung nun durch Supernova-Explosionen
massereicher Sterne erklären. 6.
August 2009
Surfen
auf der kosmischen Welle
Das Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching bei
München versucht mit ungewöhnlichen Mitteln die Öffentlichkeit mit einem
Forschungsschwerpunkt des Instituts vertraut zu machen: Es veröffentlichte jetzt einen Internet-Comic, in dem zwei Astrophysiker einen Surftrip auf den
Wellen des Urknall-Plasmas planen. Der Leser lernt dabei einiges über die ersten 400.000
Jahre des Universums. 3.
August 2009
Kosmischer
Tanz macht Galaxien schlank
Die Zwerggalaxien der Lokalen Gruppe, also des
Galaxienhaufens zu dem Milchstraße und Andromeda-Galaxie gehören, beschäftigen
die Astronomen schon seit vielen Jahren. Eine in dieser Woche in der
Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie könnte nun einen Erklärung für
den Ursprung der sogenannten sphäroidalen Zwerggalaxien liefern: Ein kosmischer
Tanz machte die Galaxien schlank. 30.
Juli 2009
Grüne
Erbsen-Galaxien entdeckt
Das Team von Galaxy Zoo kann einen neuen Erfolg vermelden: Dank der
Mithilfe von zahlreichen Internetnutzern auf der ganzen Welt entdeckten die
Wissenschaftler nun einen neuen Typus von Galaxien, der durch seine Form und
Farbe auffällt. Von der Untersuchung dieser "Grüne Erbsen"-Galaxien erhoffen
sich die Forscher wichtige Informationen über die Entwicklung von Galaxien im
jungen Universums. 28.
Juli 2009
Element
112 soll Copernicium heißen
Das in Darmstadt entdeckte Element 112 soll auf Vorschlag
des Entdeckerteams den Namen Copernicium mit dem chemischen Symbol Cp erhalten.
Damit soll der Astronom Nikolaus Kopernikus geehrt werden, der als Wegbereiter
unseres modernen Weltbilds mit der Sonne im Mittelpunkt gilt. Dem Vorschlag
muss die Chemiker-Union IUPAC noch zustimmen. 15.
Juli 2009
Schwarze
Löcher erlauben Galaxien-Ruhestand
Astronomen unterscheiden im Universum zwei Typen von
Galaxien: In jungen, aktiven Galaxien entstehen zahlreiche neue Sterne, in alten,
passiven Galaxien gibt es nahezu keine Sternentstehung. Neue Beobachtungen
lassen nun vermuten, dass das zentrale Schwarze Loch der Galaxien für deren
Ruhestand eine wichtige Rolle spielt. Es heizt das Gas in den Galaxien auf und
verhindert so die Entstehung neuer Sterne. 9.
Juli 2009
Erklärung
für Altersstruktur der Sterne?
Astronomen der Universität in Bonn glauben eine Erklärung für die
beobachtete Altersstruktur der Sterne in Kugelsternhaufen gefunden zu haben.
Lange Zeit glaubte man, dass Sterne in diesen Haufen alle das gleiche Alter
haben, doch wurden in den vergangenen Jahren wiederholt Sternhaufen entdeckt,
in denen man mehrere Sternengenerationen nachweisen konnte. 7.
Juli 2009
Milchstraße
überlebte nur durch Dunkelmaterie
Unsere Milchstraße überstand ihre Jugendzeit nur dank eines schützenden
Polsters aus Dunkler Materie. Darauf deuten zumindest neue, jetzt vorgestellte
kosmologische Simulationen hin. Viele kleinere Galaxien konnten der Hitze im
jungen Universum allerdings nicht standhalten und verdampften. Deswegen, so
die These, gibt es in unserer Umgebung auch so wenige Zwerggalaxien. 1.
Juli 2009
Ältere Meldungen aus dem Bereich Forschung finden Sie
hier.
|