|
Europäische εpsilon-Mission auf der ISS hat begonnen
Redaktion
/ Pressemitteilung der ESA astronews.com
16. Februar 2026
Mit der Ankunft der französischen ESA-Astronautin Sophie
Adenot auf der Internationalen Raumstation ISS am Wochenende begann offiziell
die ESA-Mission εpsilon. Mit einer geplanten Dauer von bis zu neun
Monaten wird εpsilon die bislang längste astronautische ESA-Mission
sein. Dabei soll Adenot zahlreiche Experimente durchführen.

Die Dragon-Kapsel mit der französischen
ESA-Astronautin Sophie Adenot an Bord nähert sich
der ISS.
Bild: NASA / SpaceX [Großansicht] |
Die SpaceX Dragon Freedom-Kapsel mit der ESA-Astronautin Sophie Adenot, der
NASA-Astronautin Jessica Meir, dem NASA-Astronauten Jack Hathaway und dem
Roskosmos-Kosmonauten Andrej Fedjajew hatte am 14. Februar um 21:15 MEZ an
der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Damit hat die εpsilon-Mission der
ESA offiziell begonnen. Die vierköpfige Besatzung startete am Freitag, dem 13
Februar, um 11:15 MEZ mit einer Falcon-9-Rakete vom Kennedy Space Center
der NASA in Florida.
Nachdem sie etwa 34 Stunden lang die Erde umkreist und dabei die
Internationale Raumstation eingeholt hatten, bereiteten sich die Mitglieder der
Crew-12 auf das Andocken vor. Adenot und Hathaway, eine erfahrene
Testpilotin und ein erfahrener Testpilot, fliegen zum ersten Mal ins All und
nutzten diese Zeit, um sich mit dem Leben und Arbeiten in der Schwerelosigkeit
vertraut zu machen. Nach dem Öffnen der Luken wurde die Crew-12 von
NASA-Astronaut Christopher Williams und den Roskosmos-Kosmonauten Sergei
Kud-Swertschkow und Sergej Mikajew begrüßt, die seit ihrer Ankunft mit einer
Sojus-Kapsel im November 2025 auf der Station sind. Adenot und Hathaway
erhielten anschließend in einer kurzen Zeremonie ihre Flugabzeichen von
Stationskommandant Kud-Swertschkow.
Mit Adenot an Bord hat die εpsilon-Mission der ESA offiziell begonnen. Mit
einer geplanten Dauer von bis zu neun Monaten wird εpsilon die bislang längste
astronautische ESA-Mission sein. Während ihres Aufenthalts auf der Station wird
Adenot als Crew-Spezialistin sowohl im Columbus, dem europäischen
Labormodul, als auch im Kibo, dem japanischen Wissenschaftsmodul, tätig
sein. Adenot wird bis zu 36 Experimente aus Europa durchführen, darunter sieben,
die von der französischen Weltraumagentur CNES speziell für die εpsilon-Mission
entwickelt wurden. Die an Bord der Station durchgeführten Forschungsarbeiten
decken ein breites Spektrum wissenschaftlicher Bereiche ab, von der menschlichen
Physiologie über die Klimaforschung bis hin zu Technologiedemonstrationen, und
sollen dem Leben auf der Erde zugutekommen und zukünftige Erkundungsmissionen
unterstützen.
"Die εpsilon-Mission unterstreicht das Engagement der ESA, eine
kontinuierliche menschliche Präsenz in der erdnahen Umlaufbahn und die damit
verbundene Nutzung, insbesondere für die Wissenschaft, aufrechtzuerhalten.
Sophie ist die erste Karriere-Astronautin der Klasse von 2022, den 'Hoppers',
die zur ISS fliegt", sagte Daniel Neuenschwander, ESA-Direktor für
astronautische und robotische Exploration. "Sie ist direkt von der
Grundausbildung zur missionsspezifischen Ausbildung übergegangen und hat
durchweg über den Erwartungen gelegen. Ich bin stolz auf die außergewöhnliche
Arbeit von Sophie und unseren talentierten Teams rund um 'εpsilon', die all dies
möglich gemacht haben."
|
ISS - die astronews.com
Berichterstattung über die Internationale Raumstation |
|