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Eine neuartige Laserquelle für das Einstein-Teleskop
Redaktion
/ Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik astronews.com
10. Februar 2026
Mit dem Einstein-Teleskop soll in Europa ein
Gravitationswellen-Observatorium der nächsten Generation entstehen. Wichtige
Schlüsseltechnologien dafür werden an der Forschungs- und
Entwicklungseinrichtung ETpathfinder in Maastricht auf Herz und Nieren getestet.
Dazu gehört auch eine neuartige Laserquelle aus Hannover. Diese wurde jetzt
erstmals in den Gesamtsystem integriert.

Forschende bauen die Laserquelle aus Hannover am neuen
Standort bei ETpathfinder auf.
Foto: S. Hild / ETpathfinder [Großansicht] |
Forschende des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik
(Albert-Einstein-Institut, AEI) und der Leibniz Universität Hannover haben in
den vergangenen Jahren gemeinsam eine hochpräzise Laserquelle für die nächste
Generation der Gravitationswellen-Detektoren entwickelt. 2024 transferierten sie
die Technologie aus dem Hannoveraner Labor an das Testzentrum ETpathfinder in
Maastricht, bauten es in der neuen Reinraumumgebung auf und führten zahlreiche
Tests durch. Nun hat das Team einen wichtiger Meilenstein erreicht, denn es hat
die Laserquelle erneut versetzt, damit ihr Licht erstmals im Vakuumsystem des
Großexperiments ETpathfinder zirkulieren und mit optischen Komponenten gekoppelt
werden kann. Die Forschenden werden das Lasersystem weiteren Tests unterziehen.
Ziel ist die vollständige Einbindung in das Großexperiment mit den
entsprechenden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die die hochpräzisen
Messungen des geplanten europäischen Einstein-Teleskops ermöglichen werden.
"Damit kommen
wir der finalen Integration unserer Hannoveraner Laserquelle in den ETpathfinder
einen Schritt näher“, sagt Nicole Knust, Doktorandin am AEI in der Arbeitsgruppe
Laser und gequetschtes Licht. "Wir haben das Licht unserer Laserquelle in einen
optischen Resonator, eine Art Lichtspeicher und -filter, im Vakuumsystem
eingespeist. Damit werden wir im nächsten Schritt das Laserlicht noch einmal
verbessern, also präziser abstimmen können."
Gravitationswellen-Detektoren der
dritten Generation – wie das Einstein-Teleskop in Europa und der Cosmic Explorer
in den USA – unterscheiden sich in einigen Aspekten deutlich von den heutigen
Instrumenten und erfordern den Einsatz ganz neuer Technologien. Dazu gehören
neue Laserquellen mit veränderten Wellenlängen: Die am Max-Planck-Institut für
Gravitationsphysik und an der Leibniz Universität Hannover entwickelte
Laserquelle erzeugt hochpräzises, infrarotes Laserlicht mit einer Wellenlänge
von 1550 Nanometern und einer Leistung von bis zu 10 Watt.
"Am ETpathfinder
können wir unsere jahrzehntelange Erfahrung bei der Entwicklung von Laserquellen
für irdische Gravitationswellen-Detektoren weiter ausbauen", erklärt Benno
Willke, der die Arbeitsgruppe Laser und gequetschtes Licht leitet. "Das ist eine
hervorragende Vorbereitung für unsere Beiträge zum Einstein-Teleskop und Cosmic
Explorer, den Detektoren der dritten Generation auf der Erde."
ETpathfinder ist eine Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur in Maastricht,
die von einer Kollaboration aus mehr als zwanzig Forschungseinrichtungen aus
sieben europäischen Ländern betrieben wird. Sie ermöglicht es Forschenden
gemeinsam an einem Ort für das Einstein-Teleskop erforderliche innovative
Technologien zu entwickeln und zu testen und ihre Kompatibilität zu untersuchen.
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