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JUPITER
Gasriese Jupiter am Wochenende in Opposition
von Stefan Deiters
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9. Januar 2026

Jupiter, der größte Planet des Sonnensystem, erreicht morgen seine Oppositionsstellung zur Sonne. Er ist damit die gesamte Nacht über zu beobachten und der Erde vergleichsweise nah und damit auch besonders hell. Wenn sich also der Himmel über Nacht aufklaren sollte, ist der Gasriese in den nächsten Tagen und Wochen eine markante Erscheinung, die nicht zu übersehen ist.

Jupiter

Jupiter mit seinem Großen Roten Fleck, aufgenommen vom Weltraumteleskop Hubble am 5. Januar 2024. Bild: NASA, ESA, J. DePasquale (STScI), A. Simon (NASA-GSFC)  [Großansicht]

Die Tage rund um die Opposition eines Planeten zur Sonne sind für Freunde nächtlicher Exkursionen am Nachthimmel - und insbesondere für Liebhaber der Objekte unseres Sonnensystems - immer eine besondere Zeit: Bei der Oppositionsstellung liegen Planet, Sonne und Erde praktisch auf einer Linie. Der Planet erscheint damit am hellsten und ist die gesamte Nacht über am Himmel zu beobachten - er geht auf, wenn die Sonne untergeht, steht Mitternacht im Süden und geht unter, wenn die Sonne aufgeht. Zum ungefähr gleichen Zeitpunkt erreicht der Planet auch den geringsten Abstand von der Erde. Dieser fällt wegen der elliptischen Umlaufbahnen der Planeten nicht exakt mit der Oppositionsstellung zusammen, was aber in der Praxis kaum etwas ausmacht.

Der Gasriese Jupiter befindet sich aktuell im Sternbild Zwillinge. Zur Opposition am morgigen Sonnabend erreicht er eine Helligkeit von -2,7 Magnituden. Jupiter ist damit in diesen Tagen ein markantes und kaum zu übersehendes Objekt am nächtlichen Himmel, das am Abend im Südosten steht. Am Himmel hat er einen Äquatordurchmesser von knapp 47 Bogensekunden. Seinen geringsten Abstand von der Erde erreicht Jupiter bereits heute am 9. Januar, er wird dann 633 Millionen Kilometer von uns entfernt sein. Die Entfernung zur Opposition schwankt von Jahr zu Jahr wegen der nicht exakt kreisförmigen Umlaufbahnen der Planeten.

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Egal wie nahe der Gasriese der Erde während der Opposition ist, mit bloßem Auge sieht man von Jupiter nicht mehr als einen hellen Lichtpunkt. Wer jedoch über ein kleines Teleskop verfügt, kann bereits einige Details des Jupitersystems erkennen. So sind die Wolkenbänder des Gasriesen genauso auszumachen wie die vier größten Jupitermonde. Und man erkennt, dass der Jupiter nicht etwa kreisrund erscheint, sondern abgeplattet ist. Grund dafür ist die schnelle Rotation des Planeten um die eigenen Achse.

Wer Glück hat, kann sogar den Großen Roten Fleck sehen. Dabei handelt es sich um einen riesigen ovalen Wolkenwirbel, der mindestens schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts bekannt ist. Manche glauben sogar, dass er bereits Ende des 17. Jahrhunderts erstmals beobachtet wurde, doch ist umstritten, ob es sich bei den damaligen Beobachtungen tatsächlich um den Großen Roten Fleck gehandelt hat.

Seinen Namen trägt der Große Rote Fleck nicht zu Unrecht: Sein Durchmesser ist beispielsweise deutlich größer als der Durchmesser der Erde - zumindest noch, denn der Fleck wird kleiner und ändert seine Form von einem Oval zu einem Kreis. Dieses Phänomen kennt man bereits seit den 1930er Jahren. Ende des 19. Jahrhunderts wies der Fleck noch einen Durchmesser von rund 41.000 Kilometern an seiner breitesten Stelle auf, als die Voyager-Sonden 1979 und 1980 an Jupiter vorüberflogen, waren es nur noch 23.335 Kilometer. Inzwischen ist der Durchmesser auf deutlich unter 20.000 Kilometer geschrumpft.

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siehe auch
Der Sternhimmel im Januar 2026: Jupiter in Opposition und die Erde im Perihel - 1. Januar 2026
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