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MONDERKUNDUNG
Industriekonsortium für europäischen Mondlander Argonaut vorgestellt
Redaktion / Pressemitteilung der ESA
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20. November 2025

2030 soll der europäische Mondlander Argonaut erstmals zum Erdtrabanten starten. Bei der Realisierung ist man nun einen wichtigen Schritt weiter: In Köln wurde das Industriekonsortium vorgestellt, das den Lander in den kommenden Jahren bauen soll. Neben Firmen aus Italien, Frankreich und Großbritannien zählt auch ein Bremer Unternehmen dazu.

Argonaut

Der europäische Mondlander Argonaut soll 2030 erstmals starten. Bild: ESA / EAC XR Lab - D. Reiter [Großansicht]

Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat heute im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln das von Thales Alenia Space Italy geleitete Konsortium für ihr Mondlandeprogramm Argonaut vorgestellt. Thales Alenia Space in Italien, der Hauptauftragnehmer, hat Vereinbarungen mit Thales Alenia Space in Frankreich, der OHB AG in Bremen sowie Thales Alenia Space und Nammo Space im Vereinigten Königreich unterzeichnet. Das Konsortium ist verantwortlich für die Konzeption, Entwicklung und Produktion des Argonaut Lunar Descent Element, dem Transportelement von Argonaut, das Europa einen autonomen Zugang zur Mondoberfläche ermöglichen soll.

 Argonaut wird auch eine Schlüsselrolle bei der internationalen Mondforschung spielen und das Artemis-Programm der NASA unterstützen. Der europäische Lander soll eine Vielzahl von Frachtgütern transportieren können, darunter lebenswichtige Ressourcen für Astronauten wie Nahrung, Wasser und Luft sowie Rover, wissenschaftliche Instrumente und Infrastrukturen für Kommunikation und Stromerzeugung. "Heute haben wir die europäische Familie vorgestellt, die die Entwicklung unseres Argonaut-Mondlandemoduls leiten wird, einer Schlüsseltechnologie für die zukünftigen Missionen Europas zur Mondoberfläche. Diese hochmoderne Ausrüstung wird es uns ermöglichen, mit Unterstützung der europäischen Trägerrakete Ariane 6 eine Masse von etwa 1500 Kilogramm zur Mondoberfläche zu befördern. Ein autonomer Zugang zum Mond für unsere Mitgliedstaaten", sagte Daniel Neuenschwander, Direktor für bemannte und roboterische Exploration bei der ESA.

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 Thales Alenia Space in Italien ist der Hauptauftragnehmer für das Mondlandemodul und End-to-End-Systemintegrator, einschließlich Montage, Integration und Testaktivitäten. Thales Alenia Space in Frankreich wird verantwortlich für den Entwurf, die Entwicklung und die Validierung des Datenverarbeitungssubsystems des Mondlandemoduls, einschließlich Middleware-Software, sowie für die Beschaffung der Komponentenausrüstung, einschließlich Bordcomputern. Thales Alenia Space in Großbritannien wird sich um die Entwicklung des Antriebssubsystems des Mondlandungsmoduls und auch um die Beschaffung der Hauptkomponenten, insbesondere der Treibstofftanks und Triebwerke, kümmern. OHB System AG wird als weiteres Kernmitglied des Thales Alenia Space-Konsortiums für das Subsystem für die Steuerung, Navigation und Kontrolle des Mondlandungsmoduls, die Stromversorgungssysteme und die Telekommunikation sowie für die Beschaffung der Komponenten - Solarzellen, Batterien, LIDAR, Transponderreihe - verantwortlich sein. Nammo Space schließlich wird für die Konstruktion und Beschaffung des Haupttriebwerks, das nicht nur für das Antriebssubsystem, sondern für das gesamte Argonaut LDE-Endprodukt von entscheidender Bedeutung ist, sorgen.

Der Argonaut-Lander besteht aus drei Hauptelementen: dem Mondlandemodul, der Frachtplattform und der Nutzlast. Das Landemodul hat die Aufgabe, die Nutzlast sicher auf die Mondoberfläche zu bringen. Der Lander hat eine Höhe von sechs Metern, einen Durchmesser von 4,5 Metern und eine Startmasse von fast 10.000 Kilogramm. Er kann etwa 1500 Kilogramm zur Mondoberfläche transportieren und wird so konstruiert, dass er beim ersten Flug mit einer Genauigkeit von mindestens 250 Metern landet. Der Lander soll extremen Bedingungen der Mondnächte mit Temperaturen von bis zu -150 °C und völliger Dunkelheit für bis zu 14 Tage standhalten. Die erste Mission für Argonaut soll 2030 an Bord einer Ariane-64-Trägerrakete starten, also mit einer Ariane 6 mit vier Feststoffboostern.

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siehe auch
Argonaut: Vertragsunterzeichnung für den Bau von Europas erstem Mondlander - 17. Februar 2025
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