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CANSAT
Die Dosensatelliten sollen wieder starten
Redaktion / Pressemitteilung des DLR
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4. September 2026

Die Bewerbungsphase für den 13. Deutschen CanSat-Wettbewerb 2026/27 hat begonnen. Im Rahmen des Wettbewerbs entwickeln Schulteams einen Minisatelliten in der Größe einer Getränkedose, der während der Startkampagne zwei wissenschaftliche oder technische Missionen erfüllt. Die Bewerbungsfrist endet am 4. Oktober 2026.

CanSat

Beim großen Finale des jährlichen CanSat-Wettbewerbs startet in Rotenburg (Wümme) eine Rakete mit Dosensatelliten an Bord. Foto: DLR [Großansicht]

Ab sofort können sich naturwissenschaftlich und raumfahrtbegeisterte Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren aus ganz Deutschland für den 13. Deutschen CanSat-Wettbewerb bewerben, den das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitorganisiert. Der Wettbewerb bietet Teams die Möglichkeit, einen eigenen Minisatelliten zu entwickeln, zu bauen und zu testen sowie eine selbst konzipierte wissenschaftliche oder technische Mission umzusetzen. So erleben sie Raumfahrt praxisnah von der ersten Idee bis zum Raketenstart.

Ein CanSat ("Dosensatellit") hat die Größe und Form einer handelsüblichen Getränkedose. Trotz seines kompakten Formats vereint er zahlreiche Technologien, die auch in echten Satelliten zum Einsatz kommen. Über einen Zeitraum von rund sechs Monaten übernehmen die Teams den gesamten Entwicklungsprozess ihres Satelliten, von der Konzeption über die Konstruktion und Programmierung bis hin zu Tests und der Auswertung der erhobenen Messdaten. Dabei setzen sie ihre Raumfahrtmission eigenständig um.

Der Höhepunkt des Wettbewerbs findet vom 15. bis 19. März 2027 in Bremen statt. Dort treffen die zehn ausgewählten Teams aus ganz Deutschland zusammen und lassen ihre CanSats mit einer Modellrakete auf rund 700 Meter Höhe steigen. Während des anschließenden Sinkflugs erfassen die Minisatelliten Luftdruck und Temperatur im Rahmen der verpflichtenden Primärmission. Darüber hinaus sammeln sie Daten für ihre selbst entwickelte Sekundärmission, die sie anschließend auswerten und einer Fachjury aus Wissenschaft und Industrie präsentieren.

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Ein CanSat-Team besteht aus mindestens vier Jugendlichen ab 14 Jahren sowie einer betreuenden Person, beispielsweise einer Lehrkraft oder einer Mentorin oder einem Mentor. Neben der verpflichtenden Primärmission entwickelt jedes Team eine eigene wissenschaftliche oder technische Sekundärmission. Frühere Projekte beschäftigten sich unter anderem mit der Messung der Luftqualität, der Erkennung von Waldbrandgefahren, Anwendungen Künstlicher Intelligenz oder innovativen Satellitenkonzepten.

Der Deutsche CanSat-Wettbewerb vermittelt weit mehr als technisches Know-how. Die Teilnehmenden erwerben Kompetenzen in Projektmanagement, Teamarbeit, wissenschaftlichem Arbeiten und Kommunikation. Sie planen und organisieren ihr Projekt eigenständig, dokumentieren ihre Fortschritte und präsentieren ihre Ergebnisse einer Fachjury. So sammeln sie wertvolle Erfahrungen, die sie auf Ausbildung, Studium und Beruf vorbereiten.

Während des gesamten Wettbewerbs werden die Teams von erfahrenen Jurymitgliedern begleitet. Ein vorbereitender Workshop unterstützt zudem Lehrkräfte sowie Mentorinnen und Mentoren bei der Durchführung des Projekts. Bei der Startkampagne in Bremen erhalten die Teilnehmenden außerdem exklusive Einblicke in Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Raumfahrtbranche. Sie lernen die Branche unmittelbar kennen. Der Wettbewerb lädt zum direkten Austausch mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Industrie ein.

Interessierte Teams können sich bis Sonntag, 4. Oktober 2026 online bewerben. Auf der Website des Wettbewerbs finden sich zudem alle Informationen zum Wettbewerb, den Teilnahmebedingungen und den technischen Anforderungen. Der Deutsche CanSat-Wettbewerb wird von der NextGen Space Education gUG im Auftrag von ESERO Germany, dem deutschen Bildungsbüro der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), koordiniert und gemeinsam mit nationalen sowie regionalen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung umgesetzt. Ziel des Wettbewerbs ist es, junge Menschen frühzeitig für Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurwissenschaften und Raumfahrt zu begeistern und ihnen die Möglichkeit zu geben, eigene Ideen in einem praxisnahen Projekt zu verwirklichen.

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Erstes Trio der neuen Meteosat-Satelliten komplett. Diskutieren Sie mit anderen Lesern im astronews.com Forum.
siehe auch

CanSat: Die Getränkedosen-Satelliten starten wieder - 10. März 2026
Links im WWW

Deutscher CanSat-Wettbewerb
DLR
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