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Deutsche Institute beteiligen sich an der Zwicky Transient Facility
Redaktion
/ Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) astronews.com
8. Mai 2026
In Görlitz entsteht gerade das Deutsche Zentrum für
Astrophysik (DZA). Nun ist das neue Forschungszentrum offiziell der Zwicky-Transient-Facility-Partnerschaft
beigetreten. Zusammen mit weiteren Partnern in Deutschland will man die
einmaligen Daten zu plötzlich auftretenden Phänomen am Himmel für die eigenen
Forschungen nutzen.

ZTF-Aufnahme eines Nebels im Sternbild
Orion.
Bild: Caltech
Optical Observatories [Großansicht] |
Die Zwicky Transient Facility (ZTF) ist darauf ausgerichtet, den
Nachthimmel wiederholt zu scannen und soll so schnell vorübergehende
astronomische Ereignisse zu erkennen. Dazu zählen Objekte, die sich schnell
verändern oder plötzlich erscheinen – etwa Supernovae, veränderliche Sterne,
Asteroiden und andere kosmische Phänomene. ZTF befindet sich am
Palomar-Observatorium in Kalifornien und verwendet eine Weitfeldkamera, die am
Samuel-Oschin-Teleskop montiert ist. Mit ZTF werden zeitvariable Ereignisse im
Universum nahezu in Echtzeit erfasst. So werden schnelle Nachbeobachtungen
möglich und das Verständnis dynamischer kosmischer Prozesse vorangebracht.
“Das sind spannende Neuigkeiten. Das Deutschen Zentrums für Astrophysik zieht
rasch außergewöhnliche Talente aus aller Welt an und entwickelt eine moderne
Wissenschafts- und Forschungsinfrastruktur. Ich bin überzeugt, dass wir eine
verlässliche und langfristige Partnerschaft aufbauen werden, die der Astrophysik
sowohl in den USA als auch in Europa zugutekommen wird", sagt Mansi Kasliwal,
Professorin für Astronomie am Caltech und leitende Forscherin des ZTF.
Das im Aufbau befindliche Deutsche Zentrum für Astrophysik (DZA) in Görlitz
wird als neues Zentrum für wissenschaftliche Innovationen in der Lausitz
aufgebaut. Das Zentrum möchte mit modernster Forschungsinfrastruktur und
Nachhaltigkeit bestmögliche wissenschaftliche Forschung in der Astrophysik
ermöglichen, mit anfänglichem Fokus auf Radio- und Multi-Messenger-Astronomie.
Prof. Stefan Wagner von der Universität Heidelberg und DZA, Prof. Matthias
Steinmetz vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) und Prof. Samaya
Nissanke, Leitende Wissenschaftlerin bei DESY, die eine langjährige
Zusammenarbeit mit Mitgliedern der ZTF-Multimessenger-Wissenschaftsgruppe
pflegt, leiten verschiedene Forschungsschwerpunkte im DZA und sind nun
ZTF-Co-Forschende.
"Schon im Jahr 2009 habe ich begonnen, eng mit dem ZTF-Kollegium
zusammenzuarbeiten – damals mit dem Vorgänger, der Palomar Transient Factory.
Umso mehr freue ich mich, nun offizielle Partnerin bei ZTF zu sein. ZTF ist für
eine Vielzahl von Entdeckungen ein außergewöhnliches Instrument und hat
buchstäblich den Weg bei der optischen Nachverfolgung von
Gravitationswellen-Mergern in den vergangenen sieben Jahren beschrieben", sagt
Samaya Nissanke, deren Forschung sich auf die Untersuchung von verschmelzenden
Schwarzen Löchern und Neutronensternfusionen als Quellen von Gravitationswellen
konzentriert.
"Mit ZTF und unserer gut etablierten Zusammenarbeit mit dem DZA kann das AIP
nun unser spektroskopisches Survey-Portfolio um eine neue Dimension erweitern –
die Zeitdomänen-Astrophysik", fügt Matthias Steinmetz vom AIP hinzu. Stefan
Wagner interessiert sich außerdem dafür, Big-Data-Methoden und -Technologien
einzusetzen, um die Survey Science voranzubringen. Als Partner bei ZTF werden er
und Steinmetz die Übertragung der Echtzeit-Daten von Caltech IPAC nach
Deutschland sicherstellen und dabei das Rechenzentrum der TU Dresden nutzen.
"Die Erforschung des dynamischen Universums erfordert derzeit ständige
Innovationen in der Datenwissenschaft, damit Astronomen große Datenströme
mehrerer Teleskope schnell analysieren können. Ich freue mich darauf, mit
unserem Kollegium am DZA exzellente Vermessungsdaten von ZTF für die
astronomische Gemeinschaft weltweit bereitzustellen", sagt Matthew Graham, ein
leitender Forscher von ZTF. Unter Federführung des DZA wird die Kollaboration
ein Haupt-Partner von ZTF mit vollem Zugang zu den proprietären Daten von ZTF.
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