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STERNSCHNUPPEN
Geminiden ohne störenden Mond
von Stefan Deiters
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12. Dezember 2025

Am Sonntagvormittag erreicht der Meteorstrom der Geminiden sein jährliches Maximum. Der Sternschnuppenstrom gilt als zuverlässigster und aktuell aktivster Schauer im Jahresverlauf und in diesem Jahr stört auch der Mond die Beobachtungen nicht. Ein Blick an den Himmel in der Nacht auf Sonntag könnte sich also überall dort lohnen, wo das Wetter mitspielt.

Geminiden

Die Geminiden erreichen am Wochenende ihr Maximum. Bei diesem Bild handelt es sich um eine Kombination mehrerer Einzelaufnahmen. Bild: NASA/JPL [Großansicht]

Die Geminiden, die jedes Jahr Mitte Dezember ihr Maximum erreichen, gehören mit zu den zuverlässigsten Sternschnuppenströmen im Jahresverlauf. Dieses Jahr fällt das Maximum der Geminiden auf den Vormittag des 14. Dezember - auf etwa 9 Uhr. Das Maximum ist allerdings bei den Geminiden relativ breit, so dass es in der gesamten Nacht davor zu einer erhöhten Sternschnuppenaktivität kommen sollte. Generell nimmt zudem die Sternschnuppen-Häufigkeit im Laufe der Nacht zu, mit einem Höhepunkt in den Morgenstunden. Zu dieser Zeit kommen die winzigen Staubpartikel, die Ursache dieser Leuchterscheinung sind, der Erde entgegen und müssen sie nicht erst einholen.

Die Geminiden leiten ihren Namen - wie alle Sternschnuppenströme - von dem Sternbild ab, aus dem sie zu kommen scheinen. In ihrem Fall sind es die Zwillinge (lateinischer Name Gemini). Der genaue Ausstrahlungspunkt, der sogenannte Radiant, liegt in der Nähe des Sterns Castor. Die Sternschnuppen scheinen also von hier auszugehen, lassen sich aber trotzdem überall am Himmel beobachten. Zum Maximum werden theoretisch (also bei optimalen Bedingungen mit dem Radianten im Zenit) 100 Meteore pro Stunde erwartet. Die Bedingungen sind allerdings, gerade in Mitteleuropa, nie optimal, so dass selbst ohne Mond sehr viel weniger Sternschnuppen pro Stunde zu beobachten sein sollten.

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Gewöhnliche Sternschnuppenströme entstehen durch einen eisigen Kometen, der auf seinem Weg durch das Innere des Sonnensystems quasi antaut und dabei eine Staubspur hinterlässt. Läuft nun die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne durch diesen Staub, dringen die Partikel in die Erdatmosphäre ein und sorgen für die typischen Sternschnuppen.

Ursprung der Geminiden aber ist offenbar kein Komet, sondern ein Objekt namens 3200 Phaethon, das als Asteroid klassifiziert ist. Es umrundet die Sonne alle 1,4 Jahre. Beobachtungen mit einer der beiden STEREO-Sonnensonden zeigten tatsächlich, dass es sich bei Phaethon um eine Art "Gesteins-Komet" handeln könnte, also um einen Asteroiden, der bei Annäherung an die Sonne so stark aufgeheizt wird, dass Staub und kleine Trümmerteile von seiner Oberfläche ins All gelangen. Tatsächlich wurde bei anderen Beobachtungen mit den STEREO-Sonden auch ein kleiner Schweif beobachtet, der von Phaethon ausgeht.

Allerdings haben die Geminiden damit ihr Geheimnis noch nicht ganz preisgegeben: Mit der gegenwärtigen Staubproduktion würde sich nämlich ein so eindrucksvoller und beständiger Sternschnuppenschauer wie die Geminiden nicht erklären lassen. Die Wissenschaftler spekulieren daher, dass Phaethon hin und wieder Ausbrüche zeigt, durch die größere Mengen an Staub und Trümmerteilen ins All geraten. Geminiden-Sternschnuppen sind oftmals hell und intensiv farbig. Im Vergleich zu anderen Sternschnuppenströmen sind die Geminiden allerdings relativ langsam und leuchten nur selten nach.

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siehe auch
Sternschnuppen: Der Ursprung der Geminiden - 12. Dezember 2018
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