Durch die Modernisierung eines alt-ehrwürdigen 1,2 Meter Teleskops baut die
NASA die Möglichkeiten des Near Earth Asteroid Tracking (NEAT) Systems
beachtlich aus. Die Astronomen können künftig 20 Prozent weiter in den Weltraum spähen
und ihr Sichtfeld wird um das Zehnfache größer.
Zur Zeit nutzt das NEAT System ein automatisches 1 Meter Teleskop mit einer CCD-Kamera
auf Maui, Hawaii. Ziel des Programms ist es, innerhalb von zehn Jahren alle erdnahen
Asteroiden zu finden, die einen Durchmesser von mindestens einem Kilometer haben. Die NASA
rechnet mit etwa 1.000 bis 2.000 solcher Objekte, die sich unserem Planeten bis auf etwa
48 Millionen Kilometer annähern.
Bisher wurden etwa 20 Prozent dieser Asteroiden entdeckt. Der größte Teil von ihnen
dürfte nie eine Gefahr für die Erde darstellen. Trotzdem wollen die Wissenschaftler
jenen kleinen Bruchteil der Asteroiden im Auge behalten, die eventuell einmal zu einer
Bedrohung für die Erde werden könnten.
Bei dieser Aufgabe dürfte künftig ein altes Teleskop auf dem Palomar in der Nähe der
kalifornischen Stadt San Diego von entscheidender Bedeutung sein: Die NASA ist gerade
dabei, das klassische 1,2 Meter Teleskop an den modernen Stand der Technik anzupassen: Das
Teleskop wird komplett automatisiert und die alten Fotoplatten durch einen moderne
elektronische Kamera ersetzt.
Die Mitarbeiter des NEAT-Projektes sind begeistert: "Das ist, als würde man von
einem kleinen tragbaren Fernseher zu einem mit einem riesigen Bildschirm wechseln",
freute sich Dr. Steven Pravdo über die erweiterten Beobachtungskapazitäten. "Doch
in diesem Fall ist es noch besser: Unser Sichtfeld wird auch deutlich größer und daher
werden wir erheblich mehr Asteroiden in jeder Aufnahme sehen."
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