Weltuntergangsprophezeiungen wegen gewisser Planetenstellungen gab es
schon viele und auch der 5. Mai 2000 ist seit längerem als Datum für eine kosmische
Katastrophe im Gespräch. An diesem Tag nämlich reihen sich Mars, Jupiter, Merkur, Venus,
Saturn sowie Sonne und Mond von der Erde aus gesehen relativ gut hintereinander auf. Dies,
so wird von Weltuntergangstheoretikern gemutmaßt, wird zu einer Verstärkung der
Gravitationskräfte führen, die auf die Erde einwirken, was allerlei Katastrophen
bewirken soll.
Das einzig wahre an der ganzen Aufregung dürfte sein, daß diese
Planetenkonstellation in der Tat selten ist. Das nächste Mal stehen die Planeten im Jahr
2675 in dieser Anordnung. Und passieren dürfte dann wie auch im nächsten Jahr reichlich
wenig, da die Gravitationskräfte, die von den Planeten ausgehen einen verschwindend
kleinen Einfluß auf die Erde ausüben. Viel entscheidender für die Erde ist der Mond.
Dieser übt eine über doppelt so großen Tidenwirkung auf die Erde aus wie die Sonne. Der
von der Tidenwirkung nächststärkste Planet ist die Venus. Ihr Einfluß auf die
Erde ist jedoch rund 10.000 mal schwächer als der der Sonne.
Und wer immer noch Zweifel hat, sollte einmal seine Tagebucheintrag vom 5.
Februar 1962 studieren: Damals gab es eine ähnliche Konstellation wie am 5. Mai 2000 -
und passiert ist nichts. (ds/25. Mai 1999)
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