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Nutzt auch James Webb den Gravitationslinseneffekt, um noch
weiter ins All zu schauen?
Die Existenz von Gravitationslinsen folgt aus Einsteins Allgemeiner
Relativitätstheorie, nach der Massenansammlungen den sie umgebenden Raum krümmen
und so auch Lichtstrahlen ablenken. Als Gravitationslinsen können etwas
massereiche Galaxien oder Galaxienhaufen dienen. Entfernte Objekte, die aus
unserer Perspektive hinter diesen "Linsen" liegen, können durch sie nicht nur
dupliziert, sondern auch verzerrt, verstärkt oder vergrößert werden. Auf diese
Weise erlauben Gravitationslinsen oft einen Blick auf Objekte, die so weit von
uns entfernt sind, dass sie selbst mit modernen Teleskopen kaum mehr zu
beobachten sind.
Diesen Effekt macht sich selbstverständlich auch das Weltraumteleskop James
Webb zunutze: So konnte das Infraroteleskop beispielsweise eine Supernova
in einer entfernten Galaxie beobachten, die durch eine Gravitationslinse gleich
drei Mal zu sehen war - und zwar zu jeweils leicht anderen Zeiten, da das Licht
auf unterschiedlich lange Wege abgelenkt wurde. So ist das Aufleuchten und das
Verschwinden der Supernova deutlich zu erkennen. (ds
/ 4. November
2026)
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