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Geht der Mond wirklich jeden Tag 50
Minuten später auf?
Ja, genau sind es sogar 51 Minuten. Warum sich die Mondaufgänge jeden Tag um
etwa 51 Minuten verschieben, kann man sich schnell mithilfe einer kleinen
Rechnung klarmachen: Der Mond umkreist die Erde etwa alle 28 Tage, legt also in
dieser Zeit 360 Grad zurück. Jeden Tag verschiebt sich seinen Position am Himmel
damit um 360/28 Grad, also um rund 13 Grad. Das entspricht pro Tag 3,6 Prozent
eines Vollkreises. Bezieht man dies nun auf die Aufgangszeiten, sollten sich
diese entsprechend der Mondposition verschieben, also jeden Tag um 0,036 mal
24*60 (24 Stunden pro Tag, 60 Minuten pro Stunde). Man erhält so einen Wert von
51,84 Minuten.
Die Rechnung geht allerdings davon aus, dass die Mondbahn exakt kreisförmig ist,
was nicht stimmt. In Wirklichkeit schwankt die Mondgeschwindigkeit entsprechend
des Abstandes des Mondes von der Erde. Außerdem variiert die Deklination des
Mondes, also der Winkelabstand vom Himmelsäquator, im Laufe eines Umlaufs um den
Wert der Inklination der Mondbahn von etwa 5°. Auf- und Untergangszeiten
verschieben sich dadurch entsprechend. Die 51 Minuten stellen also nur einen
Durchschnittswert dar, von dem es teils deutliche Abweichungen geben kann. (ds
/ 2. Oktober
2026)
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