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Wenn man mit besseren Teleskopen immer
mehr bislang unbekannte Objekte entdeckt, könnte es sich dabei nicht um die
Dunkle Materie handeln?
Die Idee ist naheliegend: Moderne Teleskope entdecken durch empfindliche
Durchmusterungen des Himmels immer mehr Objekte, von deren Existenz man zuvor
gar nichts wusste. Mit immer besseren Teleskopen könnte man also mehr und mehr
Objekte entdecken und diese würden vielleicht ausreichen, um das
Dunkle-Materie-Problem zu lösen, nach dem im Universum große Teile der Masse
fehlen, was sich etwa durch die Messung des Rotationsverhaltens von Galaxien
zeigt.
Leider funktioniert das nicht. Als ein Dunkelmaterie-Kandidat galten etwa lange
Zeit sogenannte "MACHOS", was für "massereiche astrophysikalische kompakte
Halo-Objekte" steht, also kompakte Schwarze Löcher oder ausgebrannte Sterne. Man
hat sogar nach ihnen gesucht und hat etwa nach winzigen Gravitationseffekten
geschaut, die ein solches kompaktes Objekt erzeugen müsste, wenn es durch die
Sichtlinie von der Erde zu einem hellen Hintergrundobjekt läuft. Man hat nicht
annährend so viele solcher Ereignisse entdeckt, wie man hätte entdecken müssen,
um die Dunkle Materie - oder auch nur einen bedeutenden Teil davon - damit
erklären zu können.
Es gibt aber noch einen ganz anderen Grund: Die Existenz von Dunkler Materie und
Dunkler Energie lässt sich bereits aus den Aufnahme der kosmischen
Hintergrundstrahlung, also dem Bild des Universums nur rund 380.000 Jahre nach
dem Urknall, ableiten, so dass Erklärungen mit Objekten, die erst später
entstanden sein können, nicht helfen. (ds / 6. August
2026)
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