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Kann es im Universum auch pinke oder
grüne Sterne geben?
Die Farbe eines Sterns hängt von der Temperatur seiner sichtbaren Oberfläche
ab. Die Sterne mit der geringsten Oberflächentemperatur erscheinen rötlich,
andere Sterne wie etwa unsere Sonne gelblich-weiß, sehr heiße Sterne schließlich
bläulich. Das ist ganz ähnlich wie ein Stück Eisen, das man auf hohe
Temperaturen erhitzt: Es wird - bevor es schließlich schmilzt - erst rötlich
glühen, dann orange und schließlich bläulich-weiß.
Sterne geben allerdings nicht nur Licht einer bestimmten Wellenlänge ab,
sondern senden Photonen mit ganz verschiedenen Wellenlängen aus. Mit der
Temperatur ihrer Oberfläche ändert sich lediglich die Wellenlänge, bei der sie
das meiste Licht abstrahlen. Ein Stern wie die Sonne sendet dabei die meisten
Photonen im bläulich-grünen Bereich des Spektrums aus. Trotzdem erscheint sie
uns weder bläulich noch grün und das liegt daran, dass sie noch immer Licht in
anderen Wellenlängen aussendet. In unserem Auge werden diese Farbinformationen
dann kombiniert und wir sehen ein Objekt, das uns - im Fall der Sonne -
gelblich-weiß erscheint.
Ganz egal, wie man die Temperatur eines Sterns wählt, man wird es aber nie
schaffen, eine Kombination von Wellenlängen zu bekommen, die für das menschliche
Auge grün oder pink aussehen, weswegen es Sterne in diesen Farben auch nicht
gibt. Es gibt natürlich rötlich-pinke Nebel, allerdings leuchtet hier das Gas
des Nebels und nicht ein Stern. (ds/24. Oktober
2025)
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