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Wenn sich das Universum immer schneller ausdehnt, sollte
man doch irgendwann keine Sterne mehr sehen können, oder?
Die Ausdehnung des Universums betrifft nur gravitativ ungebundene Strukturen,
wirkt sich also nicht im Sonnensystem, in der Milchstraße oder auch in unserem
lokalen Galaxienhaufen aus. Die Sterne, die wir am Nachthimmel sehen, sind aber
ausschließlich Sterne der Milchstraße, so dass sich dieser Anblick nicht ändern
wird.
Das gilt allerdings nicht für weit entfernte Galaxien: Wenn sie sich immer
schneller von uns entfernen, wird auch ihr Licht so stark ins Rote verschoben,
dass wir sie im Optischen nicht mehr sehen können. Das ist übrigens auch einer
der Gründe dafür, dass der wissenschaftliche Nachfolger von Hubble, das
James Webb Space Telescope, im Infraroten beobachtet. Einige Kosmologen
sagen daher auch voraus, dass es im Universum in der Zukunft sehr einsam werden
kann - damit meinen sie aber die Sichtbarkeit entfernter Galaxien und nicht die
der Sterne der Milchstraße am Nachthimmel.
(ds/26. Juli
2023)
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