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Woran erkennt man eigentlich die Unterschiede zwischen Supernova-Überresten und Planetarischen Nebeln?

Auf Bildern, die man auch hier bei astronews.com findet, können Supernova-Überreste und Planetarische Nebel tatsächlich recht ähnlich aussehen. Wie erkennen Astronominnen und Astronomen also, um was es sich handelt? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich die Entstehungsgeschichte dieser Objekte anschauen: Planetarische Nebel entstehen, wenn ein alternder Stern seine äußeren Hüllen ins All abstößt und diese durch die Strahlung seines heißen Kerns zum Leuchten anregt. Supernovae sind Explosionen eines Sterns, also deutlich energiereichere Ereignisse.

Dieser Unterschied spiegelt sich auch in der Strahlung wider, die die Objekte aussenden: Das vielleicht 10.000 bis 20.000 Grad Celsius heiße Gas von Planetarischen Nebeln leuchtet zu einem signifikanten Teil im Bereich sichtbarer Wellenlängen. In dem Licht lassen sich zudem die Spektrallinien von Elementen nachweisen, die im Stern erzeugt und später ins All geblasen wurden. Dazu zählen etwa Sauerstoff und Schwefel.

Die Überreste von Supernovae können Temperaturen von mehreren Millionen Grad Celsius aufweisen und leuchten daher bevorzugt im Röntgenbereich. Ältere Überreste lassen sich zwar zuweilen auch im sichtbaren Bereich des Lichts beobachten, weisen dann aber eine deutlich andere spektrale Signatur auf. Die Röntgenstrahlung, die man manchmal auch von Planetarischen Nebeln registriert, unterscheidet sich deutlich von der eines Supernova-Überrests. Auch im Radiobereich gibt es signifikante Unterschiede, mit denen sich Planetarische Nebel und Supernovae auseinanderhalten lassen.

Bilder von Supernova-Überresten fassen oft Daten von Beobachtungen in ganz verschiedenen Wellenlängenbereichen zusammen, die mit rein optischen Teleskopen so gar nicht zu gewinnen wären. Diese Bilder sind also schwer mit Aufnahmen vergleichbar, die man beispielsweise allein im sichtbaren Bereich des Lichtes von Planetarischen Nebeln gemacht hat. Die Ähnlichkeit ist hier also nicht "echt".  (ds/14. Dezember 2020)

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