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Gibt es ein Ende für ein Schwarzes Loch oder endet einmal
alles in einem Schwarzen Loch?
Schwarze Löcher, also Objekte, deren Anziehungskraft so groß ist, dass nicht
einmal das Licht ihnen wieder entkommen kann, wachsen zunächst so lange weiter,
wie Material aus ihrer Umgebung in sie hineinstürzt. Gibt es in ihrem direkten
Umfeld kein Material mehr, kann ihre Masse nicht weiter zunehmen und sie bleibt
dann konstant.
Es gibt allerdings eine Theorie, nach der ein solches "inaktives" Schwarzes
Loch über einen sehr langen Zeitraum, der deutlich länger ist, als das
gegenwärtige Alter des Universums, wieder schrumpfen kann. Grund dafür ist ein
quantenmechanisches Phänomen, das als "Hawking-Strahlung" bezeichnet wird.
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass einmal die gesamte Materie des Universums
in einem Schwarzen Loch versammelt sein wird. Man darf sich ein Schwarzes Loch
nämlich nicht wie einen riesigen Staubsauger vorstellen, der alles Material in
seiner Umgebung unkontrolliert aufsaugt. Genau wie Planeten einen Stern
umrunden, umkreisen auch die Sterne auf sehr stabilen Bahnen das Schwarze Loch
im Zentrum der Galaxien - solange es keine Störungen von außen gibt. Hinzu
kommt, dass sich das Universum immer weiter ausdehnt und sich damit auch die
Galaxien mit ihren Schwarzen Löchern immer weiter voneinander entfernen.
Theoretisch denkbar wäre allenfalls, wenn man wirklich sehr lange
Zeiträume betrachtet, dass praktisch das gesamte Material einer einzelnen
Galaxie in ihrem zentralen Schwarzen Loch endet, da die Sterne der Galaxie ganz
allmählich an Energie verlieren und sich dadurch dem Schwarzen Loch immer weiter
annähern. (ds/20.
Mai 2015)
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