Ab welchem Durchmesser ist der Einschlag eines Meteoriten
wirklich gefährlich?
Das kommt natürlich ein wenig darauf an, was man unter "wirklich gefährlich"
versteht. In der Regel gelten erdnahe Objekte erst ab einem Durchmesser von
vielleicht 40 Metern als Bedrohung für die Erde, weil kleinere Objekte in der
Erdatmosphäre größtenteils verglühen. Der Einschlag von Objekten bis zu einem
Kilometer kann zu erheblichen regionalen Verwüstungen führen, noch größere
Objekte dürften globale Auswirkungen haben.
Allerdings können auch kleinere Objekte schon für erhebliche Schäden sorgen: Der
Brocken, der im Februar über der russischen Stadt Tscheljabinsk explodierte,
dürfte einen Durchmesser von nur 17 Metern gehabt haben (siehe
Meteor
über Russland: Was explodierte über Tscheljabinsk? vom 27. Februar 2013).
Die Explosion eines Asteroiden über Sibirien im Jahr 1908 knickte großflächig
Bäume um. Über einer heutigen Großstadt hätte ein ähnliches Ereignis sicher zu
gewaltigen Schäden geführt (siehe
Asteroiden: Ein zweites Tunguska verhindern vom 26. Juni 2008).
Gerade bei vergleichsweise kleinen Brocken hängt die Gefährlichkeit auch immer
von der Zusammensetzung ab, die sich von Meteorit zu Meteorit deutlich
unterscheiden kann. Manche Meteoriten verglühen in der Erdatmosphäre leichter
als andere. (ds/28.
Juni 2013)
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