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Wieso sucht man nicht erst nach einer zweiten Sonne und
dann nach einer zweiten Erde?
Nach einer zweiten Sonne muss man nicht lange suchen, weil unsere Sonne nämlich
kein wirklich besonderer Stern ist und es unzählige ähnliche Sterne in der
Milchstraße gibt. Aber tatsächlich konzentriert man sich bei der Suche nach
extrasolaren Planeten in der Regel auf Sterne, die sonnenähnlich sind. Hier
vermutet man nämlich stabile Bedingungen, die die Entstehung von Planeten und
eventuell auch die Entstehung von Leben ermöglichen könnten. Zudem haben sie -
im Vergleich zu massereicheren Sternen - eine sehr lange Lebensdauer.
Allerdings sollte man seine Suche auch nicht zu sehr einschränken, weil man
dadurch ja wichtige Beobachtungen verpassen könnte. Unser Sonnensystem könnte ja
beispielsweise eine große Ausnahme in der Milchstraße darstellen. Trotzdem
könnten sich erdähnliche Planeten ja unter ganz anderen Bedingungen um andere
Sterne gebildet haben - etwa um Rote Zwergsterne, die leuchtschwächer als die
Sonne sind, aber noch viel zahlreicher in der Milchstraße. Lange Zeit hielt man
es beispielsweise für unwahrscheinlich, dass sich in Doppel- und
Mehrfachsternsystemen Planeten bilden können - inzwischen wurden schon in
mehreren solcher Systeme Planeten entdeckt. (ds/21.
Juni 2012)
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