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Welche räumliche Ausdehnung haben die supermassereichen
Schwarzen Löcher in den Zentren von Galaxien?
In einem Schwarzen Loch, so die Theorie der Astrophysiker, ist sämtliche Masse
in einem einzigen Punkt vereint, in der sogenannten Singularität. Die
Gravitationswirkung dieser Punktmasse sorgt aber dafür, dass schon aus einem
Bereich rund um diesen Punkt nichts mehr entkommen kann. Die Grenze, ab wann es
"keinen Weg zurück" mehr gibt, bezeichnet man als "Ereignishorizont". Alle
Materie und alle Strahlung, die diese Grenze überschreitet, wird nie mehr
zurückkehren können. Was sich hinter dieser Grenze befindet, werden wir also
nicht erfahren. Auch der Ereignishorizont selbst wurde bislang noch nicht
beobachtet oder seine Existenz experimentell bestätigt.
Allerdings passte alles, was man bislang beobachten konnte, sehr gut zu den
Theorien der Astronomen über Schwarze Löcher. Mit diesen lässt sich auch eine
Größe des Ereignishorizontes für Schwarze Löcher berechnen, die wesentlich von
ihrer Masse abhängt. Für ein supermassereiches Schwarzes Loch von rund 3,6
Millionen Sonnenmassen, wie man es im Zentrum der Milchstraße vermutet, ergibt
sich ein Radius des Ereignishorizonts von etwas mehr als 10 Millionen Kilometern
- für den Fall, dass das Schwarze Loch nicht rotiert. Sollte es rotieren, könnte
der Radius bis um die Hälfte geringer sein. (ds/
5.
Oktober 2011)
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