Artemis II: NASA-Mondmission mit europäischer Beteiligung vor dem Start

albertus

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Ist das nicht eine direkte Konkurrenz zu Musks Starlink?

Konkurrenz oder Ergänzung? Der ViaSat-3 vs. Starlink Check​

Pauli, Du hast einen wichtigen Punkt angesprochen: Ja, ViaSat und Starlink buhlen um Kunden für Satelliten-Internet. Aber warum startet SpaceX dann den „Feind“? Die Antwort liegt in zwei völlig unterschiedlichen Geschäftsmodellen.

1. SpaceX als „Spedition“ (Launch Service Provider)​

Für Elon Musk ist SpaceX in erster Linie ein Dienstleister. Wenn ViaSat zig Millionen Dollar für einen Start bezahlt, nimmt SpaceX das Geld dankend an. Der Startmarkt und der Internetmarkt sind bei SpaceX zwei getrennte Profit-Center. Eine Falcon Heavy zu verkaufen, ist für SpaceX ein exzellentes Geschäft, egal wer oben draufsitzt.

2. LEO (Starlink) vs. GEO (ViaSat-3)​

Technisch gesehen sind es zwei verschiedene Welten:

Starlink (LEO): Tausende kleine Satelliten in nur 550 km Höhe. Vorteil: Geringe Latenz (Ping), super für Gaming und Videocalls. Nachteil: Man braucht ständig eine riesige Flotte.
  • ViaSat-3 (GEO): Ein einziger Gigant in 35.786 km Höhe. Er deckt ein Drittel der Erde gleichzeitig ab. Die Latenz ist höher (das Signal braucht Lichtgeschwindigkeit bis weit ins All und zurück), aber die Kapazität ist punktuell gewaltig.

3. Die Zielgruppen (Mobility & Defense)​

ViaSat konzentriert sich mit dem ViaSat-3 weniger auf den Gamer auf dem Land, sondern auf Hochpreissegmente:
  • Aviation: ViaSat ist Marktführer bei Internet im Flugzeug (In-Flight Connectivity). Ein ViaSat-3 kann hunderte Flugzeuge über dem Ozean gleichzeitig mit 4K-Streaming versorgen.
  • Maritime: Kreuzfahrtschiffe und Tanker brauchen massive Bandbreite auf festen Routen.
  • Militär: Die US-Regierung nutzt ViaSat für verschlüsselte, stabile Verbindungen, die oft als Ergänzung zu Starlink (Hybrid-Netzwerke) gesehen werden.
Fazit: Starlink ist der „flinke Sportwagen“ für die Masse, ViaSat-3 ist der „riesige Güterzug“ für spezialisierte Großkunden. Dass SpaceX den Start durchführt, zeigt nur, wie sehr sie den Raketenmarkt dominieren – sie verdienen sogar an der Konkurrenz mit!
 

pauli

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OT: Hat es eigentlich jemals so eine Situation gegeben, dass ein Einzelner ein so großes Rad drehen kann wie Elon Musk? Er hat Potential wie man zeitweise in der Ukraine sehen konnte Kriege zu beeinflussen oder zu entscheiden. Irre.
 

albertus

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Re: OT: Macht einzelner Akteure (Elon Musk)​

Hallo Pauli, das ist eine berechtigte Beobachtung. Dass eine Privatperson über Firmen wie SpaceX (Starlink) so direkt in globale Konflikte oder die Infrastruktur ganzer Staaten eingreifen kann, ist in der Tat ein relativ neues Phänomen, aber es gibt historische Parallelen:
  • Die Eisenbahn- und Stahlbarone (19. Jahrhundert): Leute wie Andrew Carnegie oder Cornelius Vanderbilt kontrollierten in den USA die gesamte Infrastruktur. Ohne sie bewegte sich kein Gut und kein Soldat. Sie hatten eine Macht, die Regierungen oft erst durch neue Gesetze (Kartellrecht) brechen mussten.
  • Die Fugger (Renaissance): Wenn wir noch weiter zurückgehen: Jakob Fugger „der Reiche“ hat durch seine Kredite Kaiserwahlen entschieden und Kriege finanziert. Er war quasi die „Zentralbank“ und der „Logistik-Riese“ seiner Zeit in Personalunion.
  • Der Unterschied heute: Was bei Musk neu ist, ist die Geschwindigkeit und die technologische Monopolstellung. Während Vanderbilt Schienen legen musste, kann Musk per Mausklick den Internetzugang (Starlink) über einem Kriegsgebiet an- oder abschalten. Das ist eine Form von „Soft Power“, die früher nur Atommächten vorbehalten war.
Es ist eine „Privatisierung von staatlichen Aufgaben“. Die NASA hat die Raumfahrt an Firmen wie SpaceX ausgelagert, und das Pentagon nutzt zivile Satelliten für die Kommunikation. Damit erkaufen sich Staaten Effizienz, verlieren aber ein Stück weit die Kontrolle.

Irre ist es allemal – wir erleben gerade live mit, wie sich das Verhältnis zwischen Nationalstaaten und Super-Unternehmern völlig neu sortiert.
 

albertus

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Update Florida: Startfenster für Falcon Heavy öffnet sich!​

Nach den wetterbedingten Zwangspausen der letzten Tage sieht es heute in Cape Canaveral deutlich vielversprechender aus. Hier ist der aktuelle Status für unseren „Sorgenfresser“, die ViaSat-3 Mission:
  • Starttermin: Heute, Mittwoch, 29. April 2026.
  • T-0: Das Fenster öffnet sich um 16:13 Uhr unserer Zeit (10:13 Uhr Lokalzeit).
  • Wetter-Update: Die 45th Weather Squadron hat die Wahrscheinlichkeit für günstige Bedingungen auf 80 % hochgestuft. Die dichten Cumulus-Wolken der letzten Tage haben sich verzogen, und die Windgeschwindigkeiten in der oberen Atmosphäre liegen innerhalb der Toleranzgrenzen.
  • Technik-Check: SpaceX hat das „Go“ für die Betankung gegeben. Da der Center Core heute im Expendable Mode (also ohne Rückkehr) fliegt, wurde die Flugbahn noch einmal feinjustiert, um das Maximum an Performance für den Einschuss in den hohen Geotransfer-Orbit (GTO) herauszuholen.
Was wir heute beobachten sollten: Achtet beim Webcast besonders auf die Trennung der beiden Seitenbooster. Da einer davon heute seinen 22. Einsatz absolviert, ist das ein historischer Moment für die Wiederverwendbarkeit. Die Landung erfolgt auf den Küsten-Pads LZ-2 und LZ-40 – das wird ein Synchron-Spektakel!

Wer den Start live verfolgen will (Fenster öffnet heute um 16:13 Uhr), findet hier den Stream und alle technischen Daten:
Hier ist der direkte Draht zur heutigen Mission:

SpaceX - Falcon Heavy Mission Center

Da die ViaSat-3 Mission die aktuell anstehende Falcon Heavy Mission ist, steht sie dort direkt ganz oben.
Auf dieser Seite findet man den Countdown, den Livestream (sobald er startet) und – was für die Berechnungen weiter unten besonders spannend ist – den „Timeline“-Abschnitt. Dort stehen die exakten Zeiten für MECO, SECO und den Satelliten-Aussetzzeitpunkt. Das sind genau die Daten, mit denen die nachfolgenden Python-Skripte gefüttert werden, um die Realität mit einer Simulation abzugleichen.

Dieses Video zeigt den vollständigen Missionsverlauf und die geplanten Telemetriedaten, die man für den Abgleich mit den Python-Berechnungen nutzen kann.
Missionsprofil der Falcon Heavy ViaSat-3

Viel Spaß beim Mitfiebern – heute ist klassische Mechanik in ihrer gewaltigsten Form gefragt!
 
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albertus

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Exkurs: Warum eigentlich „Vis-Viva“? Die Energie hinter ViaSat-3​

Wer den heutigen Start der Falcon Heavy verfolgt, hört oft Begriffe wie „Einschussgeschwindigkeit“ oder „Delta-v“. Aber wie berechnen Ingenieure eigentlich, wie schnell eine Rakete an einem bestimmten Punkt sein muss? Hier kommt die Vis-Viva-Gleichung ins Spiel.

Warum genau diese Gleichung?
„Vis Viva“ (lateinisch für „lebendige Kraft“) ist im Grunde die Bilanzrechnung des Weltraums. Sie verknüpft die kinetische Energie (Geschwindigkeit) mit der potenziellen Energie (Abstand zum Planeten). In einem stabilen Orbit muss diese Summe immer konstant bleiben.
Während uns Newton sagt, warum sich etwas bewegt, sagt uns Vis-Viva ganz präzise, wie schnell es das tun muss:

svg.image


(Keine Sorge, das sieht komplizierter aus, als es ist! r ist der aktuelle Abstand, a die Form der Bahn).

Was bringt uns das?
Mit dieser einen Formel können wir alles berechnen:
  1. Wie schnell muss ich im Erdorbit sein, um nicht abzustürzen?
  2. Wie viel „Zunder“ muss ich geben, um zum Mond zu gelangen?
  3. Wann erreiche ich die Fluchtgeschwindigkeit?
Beispiel ViaSat-3:

Der Satellit soll in den Geostationären Orbit (GEO) in ca. 35.786 km Höhe. Die Falcon Heavy bringt ihn aber zuerst auf eine langgestreckte Ellipse (den GTO).
  • An der erdnächsten Stelle (Perigäum) rast der Satellit mit über 10 km/s (36.000 km/h) dahin.
  • Dank Vis-Viva wissen wir: Wenn er sich von der Erde entfernt, wird er langsamer. Am höchsten Punkt (Apogäum) ist er nur noch etwa 1,6 km/s schnell.
  • Dort muss der Satellit dann noch einmal „Gas geben“, um die Ellipse in einen Kreis zu verwandeln.
Ohne diese Gleichung wüssten wir nie, wann wir das Triebwerk abstellen müssen – wir würden entweder im Ozean landen oder ziellos ins Sonnensystem driften.

Zum Mitrechnen: Die Geschwindigkeiten der ViaSat-3 Mission​

Um die Vis-Viva-Gleichung greifbar zu machen, schauen wir uns die drei kritischen Phasen an, die der Satellit heute und in den nächsten Tagen durchläuft.

Die Eckdaten der Mission:
  • Niedriger Erdorbit (LEO): Hier startet die Reise (ca. 300 km Höhe).
  • Geotransfer-Orbit (GTO): Die langgestreckte Ellipse, auf die die Falcon Heavy den Satelliten schießt.
  • Geostationärer Orbit (GEO): Das Ziel in 35.786 km Höhe.
PhaseEntfernung zum Erdmittelpunkt (r)Geschwindigkeit (v)Zustand
LEO6.671 km7,73 km/sStabiler Kreisorbit
GTO (Start)6.671 km10,24 km/sStart der Ellipse (Perigäum)
GTO (Ziel)42.157 km1,61 km/sHöchster Punkt (Apogäum)
GEO42.157 km3,07 km/sZiel erreicht (Kreisorbit)

Das Python-Tool für eure eigene „Mission Control“​

Hier ist ein kleines Skript, mit dem ihr die Geschwindigkeiten selbst berechnen könnt. Ihr müsst nur die Höhe (hoehe_geo ) eingeben – den Rest erledigt die Physik für euch.

Python:
import math

# Konstanten
MU = 3.986004418e14  # Gravitationsparameter der Erde (m^3/s^2)
R_ERDE = 6378137  # Erdradius in Metern (Aequatorradius)

def vis_viva(hoehe_km, halbachse_a_km):
    """
    Berechnet die Geschwindigkeit v in m/s.
    hoehe_km: Aktuelle Höhe über der Oberfläche
    halbachse_a_km: Die 'Größe' des Orbits (halbe Gesamtlänge der Ellipse)
    """
    r = R_ERDE + (hoehe_km * 1000)
    a = halbachse_a_km * 1000
 
    # Die Vis-Viva-Formel: v = sqrt( mu * (2/r - 1/a) )
    v = math.sqrt(MU * (2/r - 1/a))
    return v

# BEISPIEL: Geschwindigkeit im GEO-Zielorbit (Kreisbahn, also r = a)
hoehe_geo = 35786
v_geo = vis_viva(hoehe_geo, R_ERDE/1000 + hoehe_geo)

print(f"Ziel-Geschwindigkeit im GEO: {v_geo/1000:.3f} km/s")

Test bei mir mit pyCharm ergibt die Ausgabe:
Ziel-Geschwindigkeit im GEO: 3.075 km/s

Warum interessant?​

Schaut euch den Sprung im GTO an: Der Satellit kommt am höchsten Punkt mit nur 1,61 km/s an, braucht aber 3,07 km/s, um dort oben im Kreis zu bleiben. Die Differenz von knapp 1,46 km/s muss der Satellit mit seinem eigenen Triebwerk aufbringen.

Genau diese Rechnungen entscheiden darüber, wie viele Jahre der Satellit im All arbeiten kann, bevor ihm der Sprit für die Lageregelung ausgeht!
 
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albertus

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Vis-Viva zum Selberrechnen: Die Etappen der ViaSat-3 Mission​

Um das Ganze noch greifbarer zu machen, habe ich das Python-Skript so erweitert, dass es uns die Geschwindigkeiten für die vier entscheidenden Phasen der heutigen Mission berechnet.

Die vier Marken im Skript:
  1. Parkorbit (LEO): Wo die Falcon Heavy den Motor kurz ausschaltet (ca. 300 km).
  2. GTO-Start: Nach der zweiten Zündung – hier „schießen“ wir Richtung GEO (Perigäum).
  3. GTO-Ziel: Der höchste Punkt, an dem der Satellit ankommt und fast „stehen bleibt“ (Apogäum).
  4. GEO-Endstadium: Die finale Kreisbahn, in der er 15 Jahre lang über uns schwebt.
Python:
import math

# Physikalische Grundlagen
MU = 3.986004418e14  # Gravitationsparameter Erde (m^3/s^2)
R_ERDE = 6378.137       # Erdradius in km (Aequatorradius)

def berechne_v(h_km, a_km):
    r = (R_ERDE + h_km) * 1000
    a = (R_ERDE + a_km) * 1000
    v = math.sqrt(MU * (2/r - 1/a))
    return v / 1000  # Rückgabe in km/s

# Missions-Profile (Höhen in km)
h_leo = 300
h_geo = 35786

# Die große Halbachse 'a' für die Transfer-Ellipse (GTO)
a_gto = (h_leo + h_geo + 2*R_ERDE) / 2 - R_ERDE

etappen = [
    ("Niedriger Parkorbit (Kreis)", h_leo, h_leo),
    ("GTO Startpunkt (unten)",      h_leo, a_gto),
    ("GTO Zielpunkt (oben)",        h_geo, a_gto),
    ("GEO Zielorbit (Kreis)",       h_geo, h_geo)
]

print(f"{'Phase':<30} | {'Höhe (km)':<10} | {'Speed (km/s)':<12}")
print("-" * 58)
for name, hoehe, achse in etappen:
    geschwindigkeit = berechne_v(hoehe, achse)
    print(f"{name:<30} | {hoehe:<10,d} | {geschwindigkeit:<12.3f}")

# --- Ergänzung für die Delta-v Berechnung ---

# Wir holen uns die Ergebnisse aus der Berechnung oben
# Index 2 ist 'GTO Zielpunkt (oben)', Index 3 ist 'GEO Zielorbit'
v_gto_oben = berechne_v(etappen[2][1], etappen[2][2])
v_geo_ziel = berechne_v(etappen[3][1], etappen[3][2])

delta_v_zirkularisierung = v_geo_ziel - v_gto_oben

print("-" * 58)
print(f"Das Manöver-Ergebnis für dein Forum:")
print(f"Der Satellit muss im Apogäum um {delta_v_zirkularisierung:.3f} km/s beschleunigen.")

Test bei mir mit PyCharm ergibt:

Code:
Phase                          | Höhe (km)  | Speed (km/s)
----------------------------------------------------------
Niedriger Parkorbit (Kreis)    | 300        | 7.726  
GTO Startpunkt (unten)         | 300        | 10.151
GTO Zielpunkt (oben)           | 35,786     | 1.608
GEO Zielorbit (Kreis)          | 35,786     | 3.075  
----------------------------------------------------------
Das Manöver-Ergebnis somit:
Der Satellit muss im Apogäum um 1.467 km/s beschleunigen.

Was uns das Programm verrät: Man sieht sehr schön: Im GTO-Startpunkt ist der Satellit mit über 10 km/s extrem schnell. Oben im GTO-Zielpunkt ist er auf mickrige 1,6 km/s abgebremst. Er muss also am Ziel noch einmal von 1,6 auf ca. 3,07 km/s beschleunigen, um im GEO-Kreisorbit zu bleiben.

Wer möchte, kann im Skript einfach die Werte für h_leo oder h_geo ändern – zum Beispiel, um zu schauen, wie schnell man in der Höhe der ISS (ca. 400 km) sein müsste!
 
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albertus

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Update: Zweiter Startversuch Falcon Heavy – Jetzt live!​

Nach dem gestrigen Scrub 23 Sekunden vor dem Start geht es jetzt in die heiße Phase. Das Wetter in Florida sieht gut aus, und der Countdown läuft wieder.

Hier ist der direkte Link zum SpaceX-Livestream (geht in wenigen Minuten los): https://www.spacex.com/launches/viasat3f3
(Alternativ auf YouTube: SpaceX Official Stream)

Ich werde die Telemetriedaten (Höhe und Geschwindigkeit) genau beobachten und schauen, ob sie meine PyCharm-Berechnung von 7,726 km/s im Parkorbit bestätigen. Wer das Skript von heute Vormittag zur Hand hat: Achtet mal auf den Moment kurz vor dem Abschalten der zweiten Stufe (SECO)!

Viel Spaß beim Zuschauen – das ist echte Bahnmechanik zum Anfassen!
 

albertus

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So, nun sind wir mitten drin. Hohmanntransfer hat begonnen. Beobachtet mal die Telemetrie: Bei 400 km Höhe ist der Speed schon auf 34.360 km/h gesunken. Warum? Weil die Erde am Satelliten zieht! Jedes km/h, das er verliert, investiert er in Höhe. Mit der Vis-Viva-Gleichung lässt sich jetzt schon vorhersagen: Dieser Schwung reicht exakt aus, um ihn bis auf 35.700 km Höhe zu tragen. Bahnmechanik ist wie Buchhaltung – am Ende muss die Energiebilanz auf Null aufgehen!
 

albertus

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Update: Wir haben die 20.000 km Marke geknackt! Beeindruckend zu sehen: Der Speed ist auf unter 30.000 km/h gesunken. Wir tauschen hier gerade massiv kinetische Energie gegen Höhe. Das ist der 'Hügel', den der Satellit erklimmen muss, bevor er am Zielpunkt wieder beschleunigt wird, um den Orbit kreisförmig zu machen. Die Naturgesetze arbeiten mit Schweizer Präzision.
 

albertus

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Wir nähern uns dem dramatischen Höhepunkt. Der Satellit wird immer langsamer, je höher er steigt – wie ein Wanderer kurz vor dem Gipfel. Aber Vorsicht: Am höchsten Punkt (Apogäum) ist er eigentlich zu langsam, um dort zu bleiben! Ohne einen finalen 'Kick' würde er wieder zur Erde zurückfallen. Die spannende Frage ist: Wann zündet die Technik den entscheidenden Stoß, um aus der Ellipse einen Kreis zu machen?
 

albertus

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Live-Update: Wir haben die 3.000-km-Marke hinter uns gelassen! Schaut euch den Speed an: 27.314 km/h. Wir haben in den letzten Minuten fast 8.000 km/h 'bezahlt', um so hoch zu kommen.

Die Prognose: Da die Erdschwere nach außen hin schwächer wird, wird der Geschwindigkeitsverlust jetzt langsamer ablaufen. Wir werden die nächsten 3.000 km mit deutlich weniger 'Zoll' überwinden. Die Vis-Viva-Gleichung zeigt uns hier die Krümmung des Raums in Echtzeit!
 

albertus

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4.000 Kilometer über der Erde! Der Tacho steht bei 25.726 km/h.

Merkt ihr was? Der Geschwindigkeitsverlust pro Höhenkilometer nimmt ab! Wir verlassen die dichten Gravitationsschichten. Die Vis-Viva-Gleichung zeigt uns hier mathematisch präzise, wie die Anziehungskraft mit dem Quadrat der Entfernung schwindet. Wir 'rollen' jetzt quasi den langen Hügel zum Apogäum hinauf.

Übrigens: Wir sind jetzt höher, als die ISS jemals fliegen wird (die kreist bei ca. 400 km). Wir haben die bemannte Raumfahrt gerade um den Faktor 10 hinter uns gelassen!
 

albertus

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5.000 Kilometer Höhe erreicht! Tachostand: 24.032 km/h.

Das ist Rekordverdächtig für unseren Thread: Wir sind jetzt so weit von der Erde entfernt, dass man den gesamten afrikanischen Kontinent fast auf einen Blick aus dem Fenster sehen könnte.

Physik-Check: Während wir hier schreiben, verbraucht die Rakete keinen Tropfen Sprit. Alles, was ihr seht – das Steigen der Höhe und das Sinken der Geschwindigkeit – ist der reine Austausch von Energien. Die Vis-Viva-Gleichung, die ich euch vorhin als Python-Skript gepostet habe, rechnet in diesem Moment im Hintergrund die Realität aus. Wer hat behauptet, Mathematik sei trocken?
 

albertus

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Meilenstein erreicht: 6.371 km Höhe! Wir sind jetzt genau einen vollen Erdradius von der Oberfläche entfernt. Der Abstand zum Erdmittelpunkt hat sich verdoppelt.

Die Geschwindigkeit ist auf 21.954 km/h gesunken. Wir sehen hier das perfekte Zusammenspiel von potenzieller und kinetischer Energie. Der ViaSat-3 klettert unermüdlich weiter. Ab hier wird der Geschwindigkeitsverlust pro Kilometer spürbar abnehmen, da die Gravitationskraft mit zunehmender Entfernung schwächer wird. Wir haben die 'tiefe' Erdumgebung nun endgültig verlassen.
 

albertus

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Live-Update: Wir haben die 16.000 km Marke passiert! Die Telemetrie zeigt 12.470 km/h.

Analyse: Die Beschleunigungsphase ist beendet (SECO). Der Satellit gleitet jetzt rein passiv. Ab jetzt übernimmt wieder die reine Gravitationsmechanik. Jedes weitere km/h, das wir an Speed verlieren, wird eins zu eins in kostbare Höhe umgemünzt. Wir steuern jetzt majestätisch auf das Apogäum zu!
 
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albertus

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Check bei 17.000 km:

Mein Modell zeigt jetzt eine Geschwindigkeit von 11.677 km/h an – die Telemetrie bestätigt 11.787 km/h. Wir reden hier von einer Abweichung im Promille-Bereich! Das bedeutet: Die Bahnparameter sind jetzt glasklar.

Wir befinden uns in einem hochelliptischen Orbit mit einer großen Halbachse von ca. 24.500 km. Von hier an können wir den weiteren Verlauf der Mission fast auf die Sekunde und das km/h genau vorhersagen. Die Schwerkraft verliert ihren Schrecken, wir gleiten dem Ziel entgegen.
 

albertus

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Wir knacken die 19.000 km Marke! Der Tacho im Stream zeigt 10.533 km/h. Mein Modell liegt mit 10.700 km/h nur hauchdünn daneben – eine Abweichung von gerade einmal 1,5 %.

Das zeigt: Wir haben die Bahnparameter fast perfekt bestimmt. Die kleine Differenz ist der 'Zoll', den die Rakete für die Korrektur der Bahnneigung zahlt. Wir sehen hier live, wie der ViaSat-3 in die tiefe Schwere-Leere des Weltraums gleitet. Der nächste Halt ist die 20.000-km-Grenze!
 

albertus

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BREAKING: Wir sind vierstellig! > Punkt 20.000 km Höhe hat der ViaSat-3 die 10.000 km/h-Marke nach unten durchbrochen. Die Telemetrie zeigt aktuell 9.959 km/h.

Mein Modell lag mit 10.225 km/h wieder sehr nah am Geschehen. Dass die Realität etwas langsamer ist, zeigt uns, wie viel Energie SpaceX gerade in die Richtungsänderung steckt, um den Zielorbit über dem Äquator perfekt zu treffen. Wir verlassen jetzt das 'Erd-Umfeld' und begeben uns auf die lange Reise zum Apogäum. Die Schwerkraft verliert den Kampf – der Satellit gleitet jetzt fast schon mit Standgas weiter nach oben!
 

albertus

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Wir nähern uns der 25.000-km-Marke. Mein PC berechnet für diesen Punkt eine Geschwindigkeit von 7.924 km/h.

Schaut mal auf den Stream: Wenn die Telemetrie dort eintrudelt, achtet darauf, wie viel langsamer der Geschwindigkeitsabbau geworden ist. Wir verlassen den 'steilen' Teil der Flugbahn. Wer wettet mit, dass wir punktgenau im Zielkorridor ankommen?
 

albertus

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Update bei 24.000 km: Wir haben soeben die 8.000-km/h-Marke nach unten durchbrochen (Telemetrie: 7.999 km/h).

Mein Skript liefert mit 8.400 km/h einen leicht höheren Wert. Diese Differenz von knapp 5 % ist hochspannend – sie zeigt uns vermutlich die laufenden Bahnkorrekturen der Oberstufe, die kinetische Energie opfert, um den Satelliten präzise auf den Äquator auszurichten.
 
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