Artemis II: NASA-Mondmission mit europäischer Beteiligung vor dem Start

Yadgar

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Da wir schon mal dabei sind - mir fällt auf, dass noch nie ein Angehöriger der Aboriginees bei einer Raumfahrtmission dabei gewesen ist. Hier sehe ich einen dringenden Nachholbedarf, um die internationale Ausgewogenheit zu wahren. Immerhin vertreten diese die indigene Bevölkerung eines ganzen Kontinents.

Und was ist mit den Polynesiern? Deren ursprüngliches Siedlungsgebiet reicht von Hawaii bis Neuseeland und von Fidschi bis zur Osterinsel - mithin von der Fläche her weitaus größer als die USA, wenn man die Meeresgebiete mit hinzurechnet.

Ich finde, man sollte Protestaktionen initiieren, um diese zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit endlich anzuprangern und zu beseitigen ... !!!
Und nur ein einziger!!! Afghane war jemals im All - und der war natürlich Paschtune! Was ist mit den Tadschiken, Hazara, Usbeken, Turkmenen, Belutschen, Chahar Aimak, Taimani, Moghol, Kirgisen, Wakhi, Ormuri, Parachi, Pashai, Jats, Gujur und vor allem den Nuristani? Das Universum gehört ALLEN Afghanen, daher müssen auch ALLE Afghanen das Recht haben, ins All zu fliegen! Und natürlich auch alle nachgemachten und selbsternannten Afghanen...
 

Monod

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Und nur ein einziger!!! Afghane war jemals im All - und der war natürlich Paschtune! Was ist mit den Tadschiken, Hazara, Usbeken, Turkmenen, Belutschen, Chahar Aimak, Taimani, Moghol, Kirgisen, Wakhi, Ormuri, Parachi, Pashai, Jats, Gujur und vor allem den Nuristani? Das Universum gehört ALLEN Afghanen, daher müssen auch ALLE Afghanen das Recht haben, ins All zu fliegen! Und natürlich auch alle nachgemachten und selbsternannten Afghanen...
Und bitte auch anteilig die Vertreter von LGBTQ sowie FLINTA pro Ethnie berücksichtigen ... 🙂
 

albertus

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Naja, ich schlage vor, wir kommen mal wieder auf das eigentliche Thema zurück. Wenn jemand über alte, weiße Männer sprechen möchte, dann kann er ja einen eigenen Thread aufmachen. Ich erzähle dann gern, wie toll das Leben mit 76 ist.

Zum eigentlichen Thema: Ich betrachte es als Glücksfall, dass ich Sigmund Jähn noch persönlich - vor allen in MRRK - kennen lernen konnte. Ein alter, weißer Mann der viel geleistet und erreicht hat, aber immer sehr bescheiden in seinem Leben auftrat.
"Wenn er etwas sagt, dann hat man das Gefühl, das Herz spricht mit. Das sind mir die liebsten Leute."
Johann-Dietrich Wörner, ehemaliger Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA 2015 bis 2021, über Sigmund Jähn

Ich kann versichern, das Jähn bei weitem nicht alles gefallen hatte, wozu er benutzt wurde. Aber er hat vermittelt und unterstützt, dass viele deutsche Astronauten - die meisten durfte ich ebenfalls in MRRK erleben - im Sternenstädtchen bei Moskau ausgebildet und für einen Flug mit russ. Sojusraumschiffen zur ISS vorbereitet wurden. Als keine US-Trägermittel zur Verfügung standen, sind deutsche, amerikanische und andere Astronauten mit russ. Raketen und Raumschiffen von Baikonur zur ISS geflogen.

In einigen Jahren wird ein deutscher Astronaut (Gerst oder Maurer) als erster Europäer den Mond betreten. Gerst und Jähn waren sehr eng miteinander befreundet. Da hat Gerst einen wesentlichen Beitrag dran und es wäre im Sinne einer friedlicheren Welt sehr angebracht, wenn das gute Miteinander von Astronauten und Kosmonauten weiter bestehen würde und Taikonauten einbezogen würden. Am Ende könnnte sich die gesamte Welt ein Beispiel daran nehmen und den derzeitigen, unverzeihlichen, gefährlichen und unverantwortlichen Unsinn beenden.

Nochmals einige Jahrzehnte zurück. Der deutsche Astronaut Ulf Merbold hat Sigmund Jähn zu einem Rundflug in einer kleinen Maschine (Privatjet/Kleinflugzeug) eingeladen. Dies ereignete sich am Rande eines International Astronautical Federation (IAF)-Kongresses in Innsbruck, als die beiden trotz der Trennung durch den Eisernen Vorhang gemeinsam über Tirol und Bayern flogen.
  • Der Vorfall: Merbold und Jähn kannten sich von internationalen Kongressen und trafen sich in Innsbruck.
  • Der Flug: Merbold schlug Jähn spontan einen Rundflug vor. Obwohl Jähn als DDR-Bürger zunächst zögerte, willigte er ein.
  • Historischer Kontext: Der Flug fand vor den strengen Sicherheitsbestimmungen des 11. Septembers statt.
Ulf Merbold war der erste westdeutsche Astronaut, während Sigmund Jähn der erste deutsche Kosmonaut der DDR war. Merbold hat nach 1990 Jähn beim Neustart geholfen. Derart hahnebüchener Unsinn, wie hier z. Teil diskutiert wird, hat ihr Wirken zum Glück nicht beeinflusst.
 

Monod

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Achso, inwiefern?
Na ja, am 7. Oktober 1974 wurde die DDR-Verfassung per Gesetz von allen Bezugnahmen auf die Einheit Deutschlands "gereinigt" und stattdessen die DDR als "sozialistische Nation" bezeichnet - ohne auf das Deutschsein dieser Nation hinzuweisen. Das war das besondere Steckenpferd von Erich Honecker, um sich von der "kapitalistischen Nation" der BRD als eigenständige Nation abzugrenzen. Die Einheit der "deutschen Nation" war damit obsolet geworden - und damit das Deutschsein als Charakteristikum der Nation der DDR. Von daher war es eine Ausnahme, dass Siegmund Jähn als "erster Deutscher im All" durch DDR-Medien bezeichnet wurde.
 
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albertus

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Von Artemis II zu „Astro-Alex“ oder Matthias Maurer auf dem Mond?​

Nachdem die Crew von Artemis II am 10. April 2026 sicher im Pazifik gewassert ist, stellt sich die Frage: Was kommt jetzt? Während Reid Wiseman, Christina Koch und Co. aktuell in Houston ihre medizinischen Debriefings durchlaufen und die Daten ihres historischen Mond-Vorbeiflugs auswerten, richten wir in Europa den Blick schon weiter nach vorn.

Der aktuelle Stand der Dinge: Die NASA hat den Fahrplan nach dem Erfolg von Artemis II leicht präzisiert. Während Artemis III (geplant für 2027) wichtige Tests im Erdorbit und mit dem Starship-Lander durchführen wird, rückt für uns Europäer vor allem Artemis IV (geplant ab 2028) ins Rampenlicht.

Warum Artemis IV für uns so besonders ist: Es gilt mittlerweile als sicher, dass bei dieser Mission zum ersten Mal ein ESA-Astronaut mit an Bord sein wird. Und die Chancen stehen extrem gut, dass wir ein deutsches Gesicht im Mond-Orbit oder sogar auf der Oberfläche sehen werden:
  • Alexander Gerst („Astro-Alex“): Mit seiner enormen Erfahrung aus zwei ISS-Missionen gilt er bei vielen Experten als der logische Favorit. Er hat die nötige Ruhe und das wissenschaftliche Profil für diesen historischen Moment.
  • Matthias Maurer: Auch er ist ganz vorne mit dabei. Er hat bereits bewiesen, wie perfekt er komplexe Systeme (wie zuletzt auf der ISS) beherrscht und träumt – genau wie Gerst – offen vom Mond.
Die Aussicht: Es wäre ein geschichtsträchtiger Moment: Über 50 Jahre nach Apollo könnten wir erleben, wie ein Deutscher als erster Europäer den Mond betritt. Während die NASA aktuell noch die Raumanzüge finalisiert, trainieren unsere Jungs im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln bereits für die nächste Ära der Exploration.

Was meint ihr? Wer hat am Ende die Nase vorn – Gerst oder Maurer? Oder überrascht uns die ESA mit einer ganz anderen Personalie?
 

SFF-TWRiker

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Diese Quoten dürften v. a. an den Bewerbern liegen, die es bis in den Trainingsprozess schaffen.

Bei SPACEFACTS (Eigenschreibweise) gibt es diverse Listen, auch eine in der alle Frauen aufgelistet sind. Der Gesamtschnitt dürfte immer noch bei ca. 7 Männer, 1 Frau liegen.
Über Wikipedia, Raumfahrer wird man auch an die Listen der astronautischen Auswahlgruppen, besonders UdSSR, RF, USA und PRC kommen.
 

SFF-TWRiker

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Na ja, am 7. Oktober 1974 wurde die DDR-Verfassung per Gesetz von allen Bezugnahmen auf die Einheit Deutschlands "gereinigt" und stattdessen die DDR als "sozialistische Nation" bezeichnet - ohne auf das Deutschsein dieser Nation hinzuweisen. Das war das besondere Steckenpferd von Erich Honecker, um sich von der "kapitalistischen Nation" der BRD als eigenständige Nation abzugrenzen. Die Einheit der "deutschen Nation" war damit obsolet geworden - und damit das Deutschsein als Charakteristikum der Nation der DDR. Von daher war es eine Ausnahme, dass Siegmund Jähn als "erster Deutscher im All" durch DDR-Medien bezeichnet wurde.
Der Text der National-Hymne "Auferstanden aus Ruinen und dem Fortschritt zugewandt" wurde wegen "Deutschland einig Vaterland" dann auch nicht mehr gesungen.
 

albertus

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Wenn kein Interesse an Raumfahrt besteht - gut dann nicht. Bei mir besteht kein Interesse, die alten Kamellen der Erde, die mehr als 50 Jahre her sind und die ich selbst oft genug gehört und erlebt habe, hier noch weiter durchzukauen. Wenn ihr lieber über olle Kamellen und weiße Mäner euch auslassen wollt, bitte dann tut das. Nur mir ist meine Restlebenszeit dazu zu schade.
 

Monod

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Der Text der National-Hymne "Auferstanden aus Ruinen und dem Fortschritt zugewandt" wurde wegen "Deutschland einig Vaterland" dann auch nicht mehr gesungen.
Die ersten beiden Liedzeilen lauteten "Auferstanden aus Ruinen/Und der Zukunft zugewandt" - dem Fortschritt war man damals zwar auch zugewandt (insbesondere dem gesellschaftlichen!) - aber dies fand nicht in der Nationalhymne Niederschlag. Ich denke aber, dass wir das Off-Topic hier nicht vertiefen sollten, um @albertus nicht zu verärgern. Dessen Einwand halte ich für berechtigt und sollte berücksichtigt werden.
 
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