Sonnenfinsternis aus dem Erdorbit
Unser heutiges Bild des Tages zeigt einen Blick auf die ringförmige
Sonnenfinsternis am 17. Februar 2026 aus der Perspektive des ESA-Satelliten
Proba-2. Der Kleinsatellit zur Technologieerprobung umrundet die Erde in
einer Höhe von etwas mehr als 700 Kilometern. Von der Erde aus war die
ringförmige
Sonnenfinsternis nur aus der Antarktis zu sehen; im südlichen Südamerika und
Afrika konnte man eine partielle Sonnenfinsternis beobachten.
Sonnenfinsternisse entstehen, wenn sich der Mond direkt vor die Sonne schiebt
und diese dadurch ganz, teilweise oder ringförmig verdunkelt. Eine totale
Sonnenfinsternis ist dabei nur immer in einem schmalen Streifen zu sehen,
nämlich in den Regionen, auf die der Kernschatten des Mondes fällt. Dieser
Schatten wandert während des Finsternisverlaufs über die Erdoberfläche, so dass
ein Pfad entsteht, in dem die Sonnenfinsternis als totale Finsternis zu
beobachten ist. Außerhalb dieses Pfades ist nur eine partielle Finsternis zu
sehen.
Da der Abstand des Mondes zur Erde während eines Umlaufs schwankt, erscheint
die Mondscheibe am Himmel unterschiedlich groß. Das führt dazu, dass sie
manchmal zu klein ist, um die Sonne komplett zu verdecken - dann ist eine
ringförmige Sonnenfinsternis zu sehen.
Bild: ESA / Royal Observatory of
Belgium [Quelle]
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