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Januar
2001
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Mondlauf |
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Entfernung |
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Entfernung |
Neumond: 24. Januar
Erstes Viertel: 2. Januar
Vollmond: 9. Januar
Letztes Viertel: 16. Januar |
Sonne
Merkur
Venus
Mond
Mars
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0.984 AE
1,257 AE
0,697 AE
59,1 ER
1,645 AE
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Jupiter
Saturn
Uranus
Neptun
Pluto |
4,415 AE
8,603 AE
20,856 AE
31,075 AE
31,059 AE |
| Planetenentfernungen für 15.
Januar 2001, 22 Uhr MEZ, Angaben in Astronomischen Einheiten bzw. Erdradien |
Das neue
Jahrtausend hält gleich zu Beginn eine astronomisches Spektakel bereit, das
wirklich jeder sehen kann - vorausgesetzt der Himmel ist nicht durch Wolken
bedeckt: eine totale Mondfinsternis. Am 9. Januar tritt der Mond in den
Kernschatten der Erde ein und verfinstert sich für 62 Minuten total und das
alles geschieht familien- und arbeitnehmerfreundlich in den frühen
Abendstunden. Eine totale Mondfinsternis entsteht dann, wenn Sonne, Erde und
Mond sich auf einer Linie befinden und der Mond durch den Kernschatten der
Erde wandert.
| Mondfinsternis
am 9. Januar |
Beginn: 19:42 Uhr (MEZ)
Beginn totale Phase: 20:50 Uhr
Ende totale Phase: 21:52 Uhr
Ende: 22:59 Uhr |
Wer Glück und Gelegenheit hat, die Mondfinsternis selbst beobachten zu
können, wird feststellen, dass der Mond gar nicht so finster wird, wie der
Name "Mondfinsternis" vermuten lässt. Selbst im Maximum der
Verfinsterung ist der Erdbegleiter nicht schwarz oder gar unsichtbar,
sondern eher kupferfarben rötlich, mitunter auch bräunlich. Die Ursache
dafür liegt in der Streuung und -filterung des Sonnenlichts in der
Erdatmosphäre, die insbesondere das langwellige rote Sonnenlicht hindurchlässt
und in Richtung des Kernschattens umlenkt.
Wolkenfreie Sicht vorausgesetzt, besteht in ganz Europa die beste
Sichtbarkeit abends zwischen 20.50 Uhr und 21.52 Uhr, wenn der Mond komplett
durch den Kernschatten der Erde zieht. Bereits eine Stunde früher kann auf
der Ostseite des Mondes das Eintauchen in den Kernschatten, die so genannte
partielle Phase, mitverfolgt werden. Während der Finsternis befindet sich
der Mond im Sternbild Zwillinge, wo er sich in der Nachbarschaft von
Jupiter,
Saturn und Siebengestirn im so genannten "Wintersechseck" zeigt
(siehe Sternenhimmel für Dezember 2000).
Die Finsternis vom 9. Januar wird hierzulande für mehr als zweieinhalb
Jahre vorerst die letzte totale Mondfinsternis sein. Erst am 9. November
2003 wird es in Mitteleuropa eine vergleichbar gute Möglichkeit geben, eine totale Mondfinsternis von Anfang bis Ende
verfolgen zu können, dann allerdings erst nach Mitternacht. Der
Erdbegleiter wird während der Finsternis Anfang Januar 2001 relativ groß
erscheinen, weil er zu diesem Zeitpunkt auf seiner Bahn besonders nahe an
der Erde ist. Am darauf folgenden Tag um 10 Uhr MEZ wird er dann den erdnächsten
Punkt, das so genannte Perigäum, erreicht haben und dann "nur"
357.130 Kilometer entfernt sein.
Der Fixsternhimmel im Januar ist ansonsten geprägt von den
Wintersternbildern. Unter den Planeten bleibt Venus hell leuchtender Abendstern, Mars am Morgenhimmel und Jupiter
und Saturn sind die Stars am Abend. Außerdem kann man mit etwas Glück den
ersten von insgesamt acht großen Meteoritenschauer des Jahres beobachten,
die Quadrantiden, die aus dem Sternbild Bootes zu kommen scheinen. Ihr
Maximum ist in der Nacht zwischen dem 3. und 4. Januar zu erwarten. Ihren
Namen haben die Quadrantiden übrigens von dem heute nicht mehr
gebräuchlichen Sternbild Quadrant erhalten. Durchschnittlich ist mit rund
hundert recht schwachen Meteoriten zu rechnen.
Weitere
Informationen über den Fixsternhimmel im Januar entnehmen Sie bitte den
folgenden Karten. Gültigkeitszeit und -datum sind jeweils unter der Karte
angegeben:
In Kürze werden Sie auf die Sternkarten über eine Extraseite zugreifen
können, die es erlauben wird, Karten für unterschiedliche Tage und Zeiten
abzurufen.
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