Drastische Sanktionen gegen die grössten Absatzmärkte Deutschlands ausserhalb der EU (USA, China, Russland) zu ergreifen wäre auch aus ökonomischen Erwägungen ein Schuss nach hinten.
Wie bei solchen Massnahmen üblich reagieren die gemassregelten mit "tit for tat", d.h. auch gegen den Massregler (hier: Deutschland) würden entsprechende "Strafen" verhängt. Der dadurch verursachte Rückgang der deutschen Wirtschaft sorgt dann von alleine für einen Rückgang des Energieverbrauchs und man müsste sich nicht mehr "bending over backwards" überlegen, wie man auf regenarative Energiequellen umstellen kann.

So kann also eine Lösung nicht aussehen. Man muss mit Konsens arbeiten. Mit Gewalt erreicht man nichts.
Bei den links von UMa, die ich mir jetzt weitgehend durchgelesen habe, werden drei Typen von Klimaskeptikern genannt: Leugner der Klimaänderung, Skeptiker der anthropogenen Klimaerwärmung, und Folgenskeptiker. Ich zähle mich zur letzteren Gruppe. Leider nimmt in all den links der Themenbereich der Folgen nur einen extrem kleinen Raum ein.
So finden sich zum Beispiel keine Szenarien, wie sich die regionalen Niederschlagsgebiete verlagern werden und welche Anpassungen der Landwirtschaft notwendig sind.
Es wird (von mir) unbestritten zu Ausweitungen von Dürregebieten kommen mit den entsprechenden sozialen Folgen für die dort lebende Bevölkerung. Auf der anderen Seite werden Gebiete urbar für landwirtschaftliche Erzeugnisse, die heute noch nicht dort angebaut werden können.
Stichwort: Zunahme von extremen Wetterereignissen (Stürme, Starkregen). Hier kommt für mich die Frage der Anpassungsfähigkeit ins Spiel. Bauwerke können so errichtet werden, dass sie Sturm und Hagelschlag widerstehen. Die Firma Prefa ("Dach, stark wie ein Stier") versucht ja grade in diesem Segment seinen Markt zu finden.
Gegen Überschwemmungen an Flussläufen hilft Hochwasserschutz und weitsichtige Planung der Flächennutzung. Was in den letzten Jahrzehnten in diesem Sektor von den Landratsämtern und Gemeinden getan wurde, ist teils aus Unkenntnis, teils aus Verantwortungslosigkeit geschehen. Ich meine hier: Bebauung von natürlichen Fluträumen der Flüsse, Begradigungen, Vernachlässigung der Pflege von Deichanlagen. Es ist vergleichbar damit, als würde ein schweizer Bürgermeister in der roten Lawinenzone ein Baugebiet ausweisen, den Bergwald abholzen und die Lawinenverbauungen verrotten lassen.
Stichwort: Anstieg des Meeresspiegels
Hier gibt es die wildesten Zahlen und die wenigsten Informationen. Von 1-2 Metern bis zu weit über 100 Metern reicht die Skala. Es scheint jedoch weitgehend Einigkeit zu herrschen, dass zumindest die Antarktis nicht abschmelzen wird. Im Gegenteil: durch verstärkte Niederschläge wird die Eisdicke dort wohl zunehmen.
In den meisten Klimaberichten wird von einer gemessenen Zunahme der Meerestemperatur geschrieben und der damit verbundenen thermischen Ausdehnung des Wassers. Was ich jedoch vermisse: In welchen Tiefen wurde gemessen? Bis zu welcher Tiefe wird sich das Meerwasser erwärmen, bzw. ab welcher Tiefe bleibt die Temperatur auch weiterhin bei 4 Grad (bei der das Wasser seine grösste Dichte hat). Erst daraus könnte man das von der thermischen Ausdehnung betroffene Wasservolumen abschätzen und damit die zu erwartende Erhöhung des mittleren Meeresspiegels.
Versteht mich bitte nicht so, dass ich die Folgen des Klimawandels leugne. Es wird wohl Folgen haben, und die entsprechenden Schutzmassnahmen werden auch einen ordentlichen Schluck aus der Pulle des Sozialprodukts der verschiedenen Länder nehmen. Auch wird es Gebiete geben, die nicht durch Deichanlagen geschützt werden können und damit aufgegeben werden müssen.
Von einer drohenden Katastrophe würde ich aber erst dann reden, wenn Städte wie New York, Tokio, Shanghai, Bombay tatsächlich auch durch Eindeichung nicht mehr zu schützen wären und tatsächlich absaufen, wenn millionen von Quadratkilometern niedrig liegenden Ackerlandes überschwemmt würden. Aber das sehe ich nur auf uns zukommen bei Anstiegen von weit über 10 Metern (wie weit liegt eigentlich Amsterdam unter dem Meeresspiegel?)
Daher glaube ich, dass die Folgen des Klimawandels zwar einigermassen teuer werden, aber wohl nicht global katastrophal - für den einzelnen Betroffenen mag das anders aussehen.