Klimakatastrophe Wüste in Brandenburg danach Eisfach

hardy

Registriertes Mitglied
„Atomrisiko“ oder „Klimarisiko“ ?.

Das Atomrisiko ist m. E. gering, da die Kernenergie eine nach menschlichem Ermessen beherrschbare Technologie ist.

Einen globalen Klimawandel erachte ich dagegen als kaum beherrschbar, es sei denn, man hat genug Energie zur Verfügung. Aber da wären wir wieder bei der Kernenergie.:)

Gruss
hardy
 

ispom

Registriertes Mitglied
Hallo Hardy,

sei willkommen hier im Forum!
ich sehe, Du bist meiner Ansicht, daß wir (wenns den eine menschengemachte Klimakatostrophe ist),
diese praktisch nicht mehr verhindern können,
und uns optimal darauf vorbereiten sollten

vorsorgliche Grüße von ispom
 

UMa

Registriertes Mitglied
Hallo Ispom,

"the day after tomorrow" ist ein typischer Hollywood-Katastrophenfilm. Die ersten paar Minuten waren wohl noch realistisch, der Rest war Unfug und physikalisch nicht möglich.

Außerdem die Massenmedien wie Fernsehn und Tageszeitungen bringen bei den meisten naturwissenschaftlichen Themen auch Unfug und nicht zwangsläufig das, was auch wissenschaftlich korrekt ist. Und das Politiker i.A. keine Klimawissenschaftler sind, brauche ich wohl nicht zu sagen.
Meines Erachtens wird von den Klimawissenschaftlern keine Panikmache betrieben.

Zitat:
"weil es mir zu den (von Dir zitierten) Katastrophen-Argumenten "
Meines Erachtens habe ich keine Katastrophen-Argumente zitiert oder verlinkt.
Könntest Du mir bitte sagen welche Du für Katastrophen-Argumente hältst?

Könntest Du mir bitte auch sagen, was Du unter einer (Klima-)Katastrophe verstehst. Das kann ich mir nicht so richtig vorstellen.

Zitat:"noch zu viele (imho zumindest ebenso seriöse) Gegenargumente gibt:"
Könntest du mir bitte genau sagen, gegen *was* dies Gegenargumente sein sollen.

Zitat:"obwohl die in gleicher unsäglicher Manier verunglimpft werden"
Meiner Meinung nach werden nicht Klima"skeptiker" sondern die Klimawissenschaftler verunglimft (z.B. als Gläubige, Alarmisten, "Ökolügner", Unterdrücker usw. ) wie dies leider auch im Welt-Artikel geschieht.

Zitat:"danke für Deine links, aber ich habe sie noch nicht alle durchlesen können"
Das macht nicht, es waren ja auch etwas viele auf einmal.
Lies in Ruhe sowohl die Links von dir als auch die von mir durch und vergleiche.

Zitat:"Apokalypse-Prognosen"
Was sind das??

Zitat:"ich sehe, Du bist meiner Ansicht, daß wir (wenns den eine menschengemachte Klimakatostrophe ist),
diese praktisch nicht mehr verhindern können,
und uns optimal darauf vorbereiten sollten"

Auf die kommenden Veränderungen im Klima werden wir uns vorbereiten müssen. Aber wie stark und wie schnell diese Veränderungen kommen werden, wird hauptsächlich von unserem Verhalten abhängen. Es ist doch keine binäre Reaktion, "Katastrophe?!" Ja oder nein!


keine-Panik-sondern-Wissen-und-Können-verbreiten-wollende Grüße
UMa
 

Toni

Registriertes Mitglied
Hallo UMa,

"the day after tomorrow" ist ein typischer Hollywood-Katastrophenfilm. Die ersten paar Minuten waren wohl noch realistisch, der Rest war Unfug und physikalisch nicht möglich.
Völlig meiner Meinung! :) Der Film ist eine Aneinanderreihung von wissenschaftlich nicht haltbaren und sich dort ereignenden Katastrophen, die, so zusammengesetzt, niemals zusammen auftreten werden. - Es sei denn, die Sonne verringert ihre Leuchtkraft um die Hälfte ... :eek: :p

Außerdem die Massenmedien wie Fernsehn und Tageszeitungen bringen bei den meisten naturwissenschaftlichen Themen auch Unfug und nicht zwangsläufig das, was auch wissenschaftlich korrekt ist. Und das Politiker i.A. keine Klimawissenschaftler sind, brauche ich wohl nicht zu sagen.
Das ist auch vollkommen richtig. Dem ist wiederum nichts hinzuzufügen.

Meines Erachtens wird von den Klimawissenschaftlern keine Panikmache betrieben.
Nun ja, Prof. Mojib Latif aus Hamburg ist seit mindestens 10 Jahren im Fernsehen präsent und warnt unentwegt vor den Folgen des (in seinen indischen Augen) einzig und allein vom Menschen verursachten Klimawandels. Es sind immer wieder die selben Worte, die man von ihm hört. Nun gut, diese sind ja auch wissenschaftlich hinterlegt, doch kann ich ihm eine gewisse "Panikmache" nicht absprechen. "Panikmache" kann ja durchaus etwas Positives haben, vor allem, wenn es die Menschen endlich aufrüttelt. Aber weder Politiker noch die Menschen in den Hauptdreckschleudern dieser Welt fühlen sich dadurch angesprochen, sondern immer nur der "kleine Bürger" hier in Deutschland, dem immer drastischere Kosten im Namen des Klimas aufgebürdet werden. USA, China oder Indien (nur um einige der wichtigsten Dreckschleudern zu nennen) machen weiter wie gehabt und führen Organisationen wie die UNO eigentlich ad absurdum. Die benutzen diese Organisation nur, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen.

Dass es längst zu spät ist für die Einführung von Ausstoß-reduzierenden Verträgen sieht man längst an der globalen Erwärmung. Diese ist so schnell nicht mehr umkehrbar. Wenn nicht drastisch international gegen die sich weigernden Länder vorgegangen wird (mit wirtschaftlichen Mitteln, versteht sich), dann sehe ich schwarz und dann brauchen wir hier in Deutschland auch keine "Insel-Lösungen". Die werfen unsere Wirtschaft nämlich nur zurück und führen hier durch Auslagerung der betreffenden Industrien in diese Dreckschleudern zu noch höherer Arbeitslosigkeit.

Also, entweder werden drastische Schritte gegen diese "Dreckschleuder-Länder" auf internationaler Ebene unternommen, oder wir brauchen uns um Umwelt- und Klimaschutz allesamt nicht mehr zu kümmern. Es ist ohnehin schon viel zu spät ...

Zitat:"Apokalypse-Prognosen"
Was sind das??
Hier möchte ich mal einwänden, dass nur der Mensch so etwas wie den Klimawandel als "Apokalypse" bezeichnet. Der Natur selbst macht das nur wenig aus. Sie sieht es als Chance, die Evolution zu beschleunigen. Also hat es für sie etwas Gutes ...

Auf die kommenden Veränderungen im Klima werden wir uns vorbereiten müssen. Aber wie stark und wie schnell diese Veränderungen kommen werden, wird hauptsächlich von unserem Verhalten abhängen.
Selbst für die Vorbereitungen auf die kommenden Klimaveränderungen ist es fast schon zu spät! Und wenn der Meeresspiegel erst einmal steigt, dann geht dieses höchstwahrscheinlich sehr rasant vor sich. Die Evakuierung der davon betroffenen Menschen (mehr als eine Milliarde!) hätte schon längst beginnen müssen, sonst überrennen uns nämlich die Ereignisse! :(

Auf beruhigenden 61 m über NN wohnende Grüße von
Toni
 

ispom

Registriertes Mitglied
Hallo UMa,
ich will Deine vielen Fragen mal zusammenfassend beantworten:

typische „Katastrophen-argumente“ sind solche,
wie sie von dem von Toni zitierten Fernseh-Klimaforscher Mojib immer wieder dem Otto Normalverbraucher untergejubelt werden.
Mit seinem Professorentitel gelingt es ihm auch,
den von den Journalisten hochgezogenen Klimapopanz in ein seriöses Licht zu setzen und die „Apokalypse-Prognosen“
( darunter verstehe ich die Ergebnisse, die aus den horribelsten der Vielzahl der Klimaentwicklungsmodelle hervorgehen)
glaubhaft zu machen.

@ Toni
„drastische Schritte“ gegen Rußland, China, Indien, Australien oder gar USA?
soviel Größenwahn wäre schon wieder lächerlich.

Wenn wir selbst die Klimaprognosen wirklich ernst nehmen würden und etwas zur Katastrophenmilderung tun wollten,
dann wäre es angebracht, die Kernenergie ernsthaft und schnell auszubauen
(mit Brüter und Hochtemperatur-Technologie, damit das Uran noch tausend Jahre reicht)
und die Schwellenländer davon abzuhalten, ihre Energiebasis auf fossilen Brennstoffen zu errichten.

Aber welche Alternativen bietet D an?
selbst 26 neue Kohlekraftwerke im Bau und in Planung, die Kernkraftwerke abschalten,
und dann den Chinesen Sonne- und Wind –alternativen anzubieten…
so doof sind die auch nicht…

die Kernenergie empfehlende grüße von Ispom
 

jonas

Registriertes Mitglied
Drastische Sanktionen gegen die grössten Absatzmärkte Deutschlands ausserhalb der EU (USA, China, Russland) zu ergreifen wäre auch aus ökonomischen Erwägungen ein Schuss nach hinten.

Wie bei solchen Massnahmen üblich reagieren die gemassregelten mit "tit for tat", d.h. auch gegen den Massregler (hier: Deutschland) würden entsprechende "Strafen" verhängt. Der dadurch verursachte Rückgang der deutschen Wirtschaft sorgt dann von alleine für einen Rückgang des Energieverbrauchs und man müsste sich nicht mehr "bending over backwards" überlegen, wie man auf regenarative Energiequellen umstellen kann. :D So kann also eine Lösung nicht aussehen. Man muss mit Konsens arbeiten. Mit Gewalt erreicht man nichts.

Bei den links von UMa, die ich mir jetzt weitgehend durchgelesen habe, werden drei Typen von Klimaskeptikern genannt: Leugner der Klimaänderung, Skeptiker der anthropogenen Klimaerwärmung, und Folgenskeptiker. Ich zähle mich zur letzteren Gruppe. Leider nimmt in all den links der Themenbereich der Folgen nur einen extrem kleinen Raum ein.

So finden sich zum Beispiel keine Szenarien, wie sich die regionalen Niederschlagsgebiete verlagern werden und welche Anpassungen der Landwirtschaft notwendig sind.

Es wird (von mir) unbestritten zu Ausweitungen von Dürregebieten kommen mit den entsprechenden sozialen Folgen für die dort lebende Bevölkerung. Auf der anderen Seite werden Gebiete urbar für landwirtschaftliche Erzeugnisse, die heute noch nicht dort angebaut werden können.

Stichwort: Zunahme von extremen Wetterereignissen (Stürme, Starkregen). Hier kommt für mich die Frage der Anpassungsfähigkeit ins Spiel. Bauwerke können so errichtet werden, dass sie Sturm und Hagelschlag widerstehen. Die Firma Prefa ("Dach, stark wie ein Stier") versucht ja grade in diesem Segment seinen Markt zu finden.

Gegen Überschwemmungen an Flussläufen hilft Hochwasserschutz und weitsichtige Planung der Flächennutzung. Was in den letzten Jahrzehnten in diesem Sektor von den Landratsämtern und Gemeinden getan wurde, ist teils aus Unkenntnis, teils aus Verantwortungslosigkeit geschehen. Ich meine hier: Bebauung von natürlichen Fluträumen der Flüsse, Begradigungen, Vernachlässigung der Pflege von Deichanlagen. Es ist vergleichbar damit, als würde ein schweizer Bürgermeister in der roten Lawinenzone ein Baugebiet ausweisen, den Bergwald abholzen und die Lawinenverbauungen verrotten lassen.

Stichwort: Anstieg des Meeresspiegels
Hier gibt es die wildesten Zahlen und die wenigsten Informationen. Von 1-2 Metern bis zu weit über 100 Metern reicht die Skala. Es scheint jedoch weitgehend Einigkeit zu herrschen, dass zumindest die Antarktis nicht abschmelzen wird. Im Gegenteil: durch verstärkte Niederschläge wird die Eisdicke dort wohl zunehmen.

In den meisten Klimaberichten wird von einer gemessenen Zunahme der Meerestemperatur geschrieben und der damit verbundenen thermischen Ausdehnung des Wassers. Was ich jedoch vermisse: In welchen Tiefen wurde gemessen? Bis zu welcher Tiefe wird sich das Meerwasser erwärmen, bzw. ab welcher Tiefe bleibt die Temperatur auch weiterhin bei 4 Grad (bei der das Wasser seine grösste Dichte hat). Erst daraus könnte man das von der thermischen Ausdehnung betroffene Wasservolumen abschätzen und damit die zu erwartende Erhöhung des mittleren Meeresspiegels.

Versteht mich bitte nicht so, dass ich die Folgen des Klimawandels leugne. Es wird wohl Folgen haben, und die entsprechenden Schutzmassnahmen werden auch einen ordentlichen Schluck aus der Pulle des Sozialprodukts der verschiedenen Länder nehmen. Auch wird es Gebiete geben, die nicht durch Deichanlagen geschützt werden können und damit aufgegeben werden müssen.

Von einer drohenden Katastrophe würde ich aber erst dann reden, wenn Städte wie New York, Tokio, Shanghai, Bombay tatsächlich auch durch Eindeichung nicht mehr zu schützen wären und tatsächlich absaufen, wenn millionen von Quadratkilometern niedrig liegenden Ackerlandes überschwemmt würden. Aber das sehe ich nur auf uns zukommen bei Anstiegen von weit über 10 Metern (wie weit liegt eigentlich Amsterdam unter dem Meeresspiegel?)

Daher glaube ich, dass die Folgen des Klimawandels zwar einigermassen teuer werden, aber wohl nicht global katastrophal - für den einzelnen Betroffenen mag das anders aussehen.
 

ispom

Registriertes Mitglied
zum Stern-Artikel:
mir persönlich könnte es nur recht sein,
ich liebe Stark-Regen und Gewitter, milde Winter, die Ostsee um drei Grad wärmer - prima!

aber ich bin trotdem gegen die Kohle- und Öl-kraftwerke :mad:
 

slapper

Registriertes Mitglied
don't panic !
veröffentlicht wird viel, aber gelesen wird fast nur das Katastrophenszenario

Greenpeace
“Das Eis der Polkappen taut. In der Antarktis brechen Eisflächen von der Größe Jamaikas ab, driften ins Meer und schmelzen. ...
Die Treibhauswärme nagt auch am Eis über dem antarktischen Kontinent. Große Teile der Eisschilde sind in jüngster Zeit geschmolzen bzw. befinden sich im Auflösungsprozess, viele der antarktischen Gletscher ziehen sich zurück. ...”
http://www.greenpeace.de/themen/meere/kampagnen/sos_weltmeer/tour/artikel/antarktis/

Greenpace stellt hier die falsche Behauptung auf, dass die Antarktis schmilzt. Der Leser erfährt nicht, dass die Antarktis sich abgekühlt hat und das auch das Abbrechen großer Eisflächen ein natürlicher Prozess ist.


“Forscher überrascht: Plus von jährlich 26,8 Milliarden Tonnen
Die Eismassen der westlichen Antarktis nehmen jüngsten Daten zufolge mit hoher Wahrscheinlichkeit zu, statt wie bislang vermutet zu schmelzen. Das Eis des Ross Eisstromes in der Westantarktis wachse um jährlich 26,8 Milliarden Tonnen, berichten die Glaziologen Ian Joughin vom California Institute of Technology und Slawek Tulaczyk von der University of California im Journal "Science".
http://www.gsfc.nasa.gov/topstory/20020820southseaice.html

so ein unsinn :cool:
wär es glaubt :cool:
 

Daniel99

Registriertes Mitglied
Hallo

Die Klimakatastrophe ist für mich eine Mischung aus natürlichen Klimawandel, eine hohe Aktivität der Sonne und natürlich den wachsenden Treibhauseffekt durch den Ausstoß von CO2.


Das beunruhigende an diesen Klimawandel ist, dass wir in Deutschland mit stetigem Hochwasser durch den Anstieg von Niederschlägen und Schmelzwasser in unseren Flüssen rechnen müssen.
Das sagt sich immer so leicht daher.Doch für viele die in der unmittelbaren Umgebung von Flüssen wohnen, ist das der Verlust ihrer Häuser und Arbeit.

Die großen Flüsse in Deutschland wie Elbe, Rhein und Mosel werden ständig für heftige Überschwemmungen sorgen, dass vielleicht noch schlimmer ist wie das katastrophale Hochwasser von 2002.

Bei einem Anstieg des Meeresspiegels um 100 Meter wohne ich dann 20 Meter unter NN,
dass ist wirklich sehr beunruhigend.

Für die Medien ist dieser Klimawandel ein gutes Thema was man ausschlachten kann,
jeder Sender will den anderen mit einer noch schlechteren Prognose für die Zukunft überbieten. Eine Panikmache ohne Gleichen.

Gab es in letzter Zeit überhaupt noch gute Nachrichten, ich glaube nicht.:mad:


Mit freundlichen Grüßen aus „baldigen“ 20 Metern unter NN

Daniel
 

Toni

Registriertes Mitglied
Hi ispom,

„drastische Schritte“ gegen Rußland, China, Indien, Australien oder gar USA?
Ja, aber nicht nur von Deutschland oder der EU, sondern von allen UN-Mitgliedsländern, die das Kyoto-Protokoll unterzeichnet haben, ansonsten ist nämlich dieses Pamphlet nicht das Papier wert, auf dem es verfasst wurde. :mad: Wenn schon solche Beschlüsse international getroffen und vereinbart werden, sich aber ein paar mächtige Staaten nicht daran zu halten gedenken, weil sie z.B. dieses Pamphlet nicht unterzeichnen wollen, dann muss es auch internationale Sanktionen geben, auch gegen solche Wirtschaftsmächte wie z.B. die USA! Entweder ziehen alle in dieser Sache an einem Strang, oder wir können es auch alle lassen, weil nur wir Unterzeichnerländer dann die wirtschaftlich Dummen sind!

soviel Größenwahn wäre schon wieder lächerlich.
Soviel zu meinem "Größenwahn". ;)
Vor einem internationalen Gremium müssen schon alle Beteiligten gleich behandelt werden und nicht nach Größe, Macht, wirtschaftlicher Finanzkraft usw. unterschiedliche Rechte haben. Nur weil einige der sich sträubenden Großen viele finanzschwache Kleine mit zahlreichen "Dollarspenden" zufriedenstellen können, muss dies noch lange nicht gängige Praxis für alle sein.

dann wäre es angebracht, die Kernenergie ernsthaft und schnell auszubauen (mit Brüter und Hochtemperatur-Technologie, damit das Uran noch tausend Jahre reicht)
Das hängt wahrscheinlich mit der "Grünen Vergangenheit" der Bundesrepublik zusammen. Siehe Beispiel Frankreich. Auch die DDR hat da keine Skrupel gekannt, die nukleare Energiebasis auszubauen, zumal deren Braunkohlenvorräte noch schneller zur Neige gegangen wären, als z.B. im Westen Deutschlands. 2 Kernkraftwerke hatte die DDR, das dritte war fast fertig und mehrere andere bereits in fester Planung. Dabei muss ich sagen DDR-Kernkraftwerke waren nicht nur solche kleinen Dinger wie im Westen Deutschlands so üblich. Dir KKW's der DDR waren 2000-MW-Riesen mit jeweils 4 eigenständigen Reaktoren!! Nur das KKW in Rheinsberg nördlich von Berlin war ein 1-Block-Kraftwerk. Demzufolge hätten wir also, wenn das Stendaler KKW fertig geworden wäre, 9 Kernreaktoren zur Stromerzeugung und einen zu Forschungszwecken in Rossendorf bei Dresden. - Das war doch schon was, oder?

Da diese KKW's aber aus russischer Technik waren, ergab sich Anfang der neunziger Jahre für die junge gesamtdeutsche Regierung natürlich eine ideale Propaganda-Gelegenheit, denn man konnte damit protzen, 3 Kernkraftwerke abgeschalten zu haben. :p

Aber welche Alternativen bietet D an? selbst 26 neue Kohlekraftwerke im Bau und in Planung, die Kernkraftwerke abschalten,
und dann den Chinesen Sonne- und Wind –alternativen anzubieten…
Das mit den Kohlekraftwerken ist eine Schande! Als ob wir davon nicht schon genügend hätten ...
Man kann bestehende auch modernisieren, wenn man das wollte.

Das beste Endlager für Atommüll ist übrigens die Sonne. :cool:

die Kernenergie empfehlende grüße von Ispom
Sich dem anschließende Grüße von
Toni
 

ispom

Registriertes Mitglied
Da diese KKW's aber aus russischer Technik waren, ergab sich Anfang der neunziger Jahre für die junge gesamtdeutsche Regierung natürlich eine ideale Propaganda-Gelegenheit, denn man konnte damit protzen, 3 Kernkraftwerke abgeschalten zu haben
Hallo Toni,
wenn ich mich recht erinnere, wars die DDR-Regierung selbst, die noch vor der Wiedervereinigung die Kernkraftwerke in Lubmin abgeschaltet hat und gar nicht schnell genug die Fundamente in Stendal wieder einreißen konnte,
es gab da den berüchtigten Herrn Pflugbeil….
http://www.chronikderwende.de/_/lexikon/biografien/biographie_jsp/key=pflugbeil_sebastian.html

die großen westdeutschen Energieriesen hätten sicher die KKW gern „fürn Appel und nEi“ übernommen und mit West-Sicherheitstechnik nachgerüstet ….

Das beste Endlager für Atommüll ist übrigens die Sonne.

ja sicher, nur:
man müßte ihn dorthin beamen können…
 

Toni

Registriertes Mitglied
wenn ich mich recht erinnere, wars die DDR-Regierung selbst, die noch vor der Wiedervereinigung die Kernkraftwerke in Lubmin abgeschaltet hat und gar nicht schnell genug die Fundamente in Stendal wieder einreißen konnte, es gab da den berüchtigten Herrn Pflugbeil….
Hi ispom,

in Deinem Link, wenn man der weiterfolgenden Links folgt, steht lediglich:
Im KKW Greifswald sind Sebastian Pflugbeil vom Neuen Forum und Klaus Schlüter von der Grünen Liga zu Gast. Sie gehören zu denen, die am Runden Tisch die Abschaltung des KKW Greifswald gefordert haben. Die Argumente sind kontrovers.
Dem Link vom KKW Greifswald weiterverfolgt fand ich dann dieses:
Seit 1974 wurde am Atomkraftwerk Stendal gebaut. Im Jahr 1990/1991 wurde die Großbaustelle wegen Anwohnerprotesten und unzureichender Sicherheitsvorkehrungen aufgelöst. Zwei weitere Atomkraftwerke in Lubmin, etwa 20 km von Greifswald entfernt, und in Rheinsberg nördlich von Berlin wurden in den 60er Jahren in Betrieb genommen. Im Jahr 1990 wurden beide Atomkraftwerke stillgelegt.
Am 3.10.1990 war Wiedervereinigung und ich habe es so in Erinnerung, dass einer der ersten Schritte der neuen gesamtdeutschen Regierung es war, die DDR-KKW's abzuschalten, nicht zu modernisieren und abzureißen. Ob dies die letzte DDR-Regierung noch beschlossen und ausgeführt hatte, weis ich so genau ncht mehr, habe aber meine Zweifel.

die großen westdeutschen Energieriesen hätten sicher die KKW gern „fürn Appel und nEi“ übernommen und mit West-Sicherheitstechnik nachgerüstet ….
Sicher, die hätten (oder haben?) sich gefreut, schon mal zwei Kandidaten für eine eventuell notwendig werdende Abschaltung zu besitzen. :D

ja sicher, nur: man müßte ihn dorthin beamen können…
Ach was! Explosions- und (bei einem Misslingen) verglüh-sicher verpackt, könnte man das Zeug auch mit Raketen dorthin schicken. - Na klar, das wird teuer, aber kommt es unseren Kindern nicht genau so teuer, wenn durch Erdbeben mal so ein Endlager einstürzt und unvorhergesehen Radioaktivität aus dem entstehenden Krater an der Oberfläche austritt? Außerdem könnte man die zur Zeit noch nuklear bestückten Interkontinentalraketen dafür nehmen, denn der Transport zur Sonne verbraucht weit weniger Energie als z.B. ein Flug zum Mars.

Weiterdenkende Grüße von
Toni
 

gekochteshirn

Registriertes Mitglied
... ob mit oder ohne, der Wandel der komme ...

Grüsse euch,

was ich an der ganzen Diskussion (vor allem in den Medien) vermisse ist der Hinweis, dass die Menschheit sich eigentlich am Ende einer globalen Eiszeit entwickelt hat. Der Punkt ist, wir beschleunigen zwar den Klimawandel - und zwar extrem - wissen aber nicht, ob er auch ohne des Menschen stattgefunden hätte (auch wenn ein paar Jahrtausende später).

Der grosse Plus ist, die Menschheit scheint es endlich erkannt zu haben, dass sie zu einem Evolutionsfaktor geworden ist.

Die alte russische Weisheit stimmt aber auch weiterhin - "Der Bauer bekreuzigt sich erst NACH dem Donner". ich bin also wegen der Zukunft nicht optimistisch.

Gruss aus Aachen,
Igor.
 

ispom

Registriertes Mitglied
Am 3.10.1990 war Wiedervereinigung und ich habe es so in Erinnerung, dass einer der ersten Schritte der neuen gesamtdeutschen Regierung es war, die DDR-KKW's abzuschalten, nicht zu modernisieren und abzureißen. Ob dies die letzte DDR-Regierung noch beschlossen und ausgeführt hatte, weis ich so genau ncht mehr, habe aber meine Zweifel.

Hallo Toni,
aus der Liste in dieser wiki-site (letzte spalte):

http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Greifswald

kannst Du ersehen, daß alle Reaktoren bis Juli 1990 abgeschaltet wurden.
Die DDR-Regierung stand unter dem Druck von grünen Gruppen, die damals die Bürger verängstigt haben.

Ach was! Explosions- und (bei einem Misslingen) verglüh-sicher verpackt, könnte man das Zeug auch mit Raketen dorthin schicken
verglühsicher verpacken läßt sich nichts. Das Risiko ist zu hoch.
Ein Endlager auf der Erde ist da viel sicherer, man sollte schon darauf vertrauen, daß unsere Nachfahren damit umgehen können. Ich finde die Seiten von
www.kernenergie.de
viel glaubwürdiger als die Greenpeace-Seiten. Konkrete links habe ich jetzt nicht zur Hand, ich habe mir schon vor Jahren meine Meinung dazu gebildet.

sich nicht in Panik bringen lassende Grüße von Ispom
 

UMa

Registriertes Mitglied
Hallo Toni,

(Bezieht sich auf Beitrag #84)
- Es sei denn, die Sonne verringert ihre Leuchtkraft um die Hälfte

auch dann nicht...

Dass es längst zu spät ist für die Einführung von Ausstoß-reduzierenden Verträgen sieht man längst an der globalen Erwärmung.

Nein, ich meine, dass es nicht zu spät ist.

"Insel-Lösungen" sind prinzipiell nicht sinnvoll.

Selbst für die Vorbereitungen auf die kommenden Klimaveränderungen ist es fast schon zu spät! Und wenn der Meeresspiegel erst einmal steigt, dann geht dieses höchstwahrscheinlich sehr rasant vor sich. Die Evakuierung der davon betroffenen Menschen (mehr als eine Milliarde!) hätte schon längst beginnen müssen, sonst überrennen uns nämlich die Ereignisse!

Nein, falsch. Zum Meerespiegel unten mehr.

Grüße UMa
 

UMa

Registriertes Mitglied
Hallo Ispom,

(Bezieht sich auf Beitrag #85)
typische „Katastrophen-argumente“ sind solche,
wie sie von dem von Toni zitierten Fernseh-Klimaforscher Mojib immer wieder dem Otto Normalverbraucher untergejubelt werden.

Mojib Latif, den Nahmen habe ich schon gehört, aber ich kenne seine Aussagen nicht. Ich informiere mich über wissenschaftliche Themen wie dieses praktisch nicht über Massenmedien wie Fernsehen oder Zeitungen. Daher weiß ich nicht was du mit „Katastrophen-argumente“ meinst.

dann wäre es angebracht, die Kernenergie ernsthaft und schnell auszubauen
(mit Brüter und Hochtemperatur-Technologie, damit das Uran noch tausend Jahre reicht)

Was schlägst du vor? Brutreaktoren für alle Staaten des nahem Ostens?

und dann den Chinesen Sonne- und Wind –alternativen anzubieten…
so doof sind die auch nicht…

Die USA und China sind gegenwärtig die größten Wachstumsmärkte für Windenergie. Sie werden von der installierten Leistung her Deuschland wahrscheinlich in wenigen Jahren überholen. Warum sollte Deutschland als (hoffentlich-noch-lange) Marktführer in dieser Technologie darauf verzichten?

Grüße UMa
 

UMa

Registriertes Mitglied
Hallo Jonas,

(Bezieht sich auf Beitrag #86)
"So finden sich zum Beispiel keine Szenarien, wie sich die regionalen Niederschlagsgebiete verlagern werden und welche Anpassungen der Landwirtschaft notwendig sind. "

Die regionale Niederschlagsveränderung ist wohl der wirtschaftlich bedeutendste Teil, leider aber auch am schwersten vorhersagbar. Erste Ergebnisse gibt es hier www.ipcc.ch
(unter, WG1 Release, Download SUMMARY FOR POLICYMAKERS) auf Seite 16. Der ganze AR4 ist noch nicht verfügbar.

"Es wird (von mir) unbestritten zu Ausweitungen von Dürregebieten kommen mit den entsprechenden sozialen Folgen für die dort lebende Bevölkerung. Auf der anderen Seite werden Gebiete urbar für landwirtschaftliche Erzeugnisse, die heute noch nicht dort angebaut werden können.
... Lawinenverbauungen verrotten lassen."

Ja, volle Zustimmung.

"Stichwort: Anstieg des Meeresspiegels ...
.... unter dem Meeresspiegel?)"

Maximal wären ca. +75m möglich, wenn alles Eis abschmölze. +100m sind definiv nicht drinn.
Zum Höhepunkt der letzten Kaltzeit war der Meeresspiegel allerdings 130m niedriger als heute.

Die diskutierten Werte für einen Meeresspiegelanstieg bis zum Jahr 2100 liegen so zwischen 10cm und 140cm.
Die Hauptunsicherheit liegt dabei im Mittel- bis langfristigen Verhalten des antarktischen Eisschildes. Die meisten bisher verwendeten Modelle ergeben sowohl für das 20. Jh. als auch für die Szenarien des 21. Jh eine Nettozuname des Eises, wobei sowohl das Abschmelzen als auch die Niederschläge zunehmen. Die gegenwärtigen Beobachtungen deuten aber eher auf eine Abnahme des Eises der Antarktis. Langfristig ist bei einer größeren Erwärmung von mehreren Grad ein stärkerer Anstieg des Meeresspiegels zu erwarten, durch ein Abschmelzen der Eisschilde von Grönland und der Westantarktis, die insgsamt jeweils etwa 7m beitragen könnten. Der Zeitraum dafür ist wegen fehlen geeigneter Modelle für die Eisdynamik usw. noch sehr unsicher, diskutiert wurden wohl Werte zwischen 300 und 10000 Jahren.

Das Oberflächenwasser des Ozean erwärmt sich vergleichsweise schnell und dehnt sich auch schnell aus. Über einen Zeitraum von ca. 1000Jahren wird sich auch das Tiefenwasser erwärmen und dementsprechend ausdehnen. Das Meerwasser hat keine Dichteanomalie, es ist bei -1,9°C dem Gefrierpunkt am dichtesten.

Der gemessene Anstieg des Meeresspiegel war in den letzten Jahren 3mm/yr. Dies ist etwas doppelt so viel, wie in Mittel im 20 Jh.

Zusammenfassende Informationen über den Meeresspiegel und anderes finden sich z.B. im
TAR des IPCC: The scientific basis.
http://www.grida.no/climate/ipcc_tar/wg1/index.htm

Grüße UMa
 

UMa

Registriertes Mitglied
Hallo Daniel,

(Bezieht sich auf Beitrag #90)
Bei einem Anstieg des Meeresspiegels um 100 Meter wohne ich dann 20 Meter unter NN,
dass ist wirklich sehr beunruhigend.

Nein, überhaupt nicht, siehe oben.

Grüße UMa
 

UMa

Registriertes Mitglied
Hallo Igor,

die Bedingungen die zum gegenwärtigen Eiszeitalter geführt haben werden noch einige Millionen Jahre anhalten. Das Holozän, das du vielleicht mit "Ende einer globalen Eiszeit" meinst ist nur
eine Warmzeit zwischen den Kaltzeiten. Zwischen diesen Warm- und Kaltzeiten schwingt das Klima angestoßen durch die Veränderung der Erdbahnparameter. Amveränderlichsten ist dabei die Schnee und Eisbeckung der Nordhalbkugel, die auf Schnee im Winter und die Sommertemperaturen besonders stark reagiert. Gegenwärtig leben wir in einem etwas kühleren Abschnitt dieser Warmzeit, der aber nicht kühl und feucht genug ist um eine neue Kaltzeit auszulösen, da die Exzentizität der Erdbahn gerade gering ist. Ohne menschnlichen Einfluß würde eine neue Kaltzeit erst in ca 50000 Jahren beginnen.

Grüße UMa
 
Oben