Klimakatastrophe Wüste in Brandenburg danach Eisfach

ispom

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Hallo Jonas,

Sagtest Du nicht, dass Österreich sich zur Atomkraftfreien Zone erklärt hatte?

ja, sicher, Italien auch, und sie kaufen kräftig Strom von den tschechischen und ukrainischen KKW (die Ösis) und in F laufen 4 Leistungsreaktoren ausschließlich für den Export nach I .

ich kenne alle die Argumente der „Sonnenfans“,
allem voran den Bestseller "Solare Weltwirtschaft"
von Hermann Scheer,

http://www.hermannscheer.de/de/

es hat mich nicht überzeugt

überzeugt dagegen hat mich das Buch
Mensch, Umwelt und energie von Eike Roth

http://www.energie-fakten.de/html/autor/autor-roth.html

eine kritische Abwägung der Möglichkeiten und Risiken und ein Vergleich aller Energieträger untereinander

Scheer ist vor allem Ökonom und Politiker,
Roth dagegen Energiepraktiker von der technisch-physkalischen Ausbildung her.

energiepolitische Grüße von Ispom
 

hardy

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Hallo hardy,

Ich suche immer noch die Erklärung der G7 Finanzminister, die - inklusive der deutschen Seite - die Kernkraft wieder empfehlen.

Hallo jonas,

hier ist die gewünschte Information zu finden:

http://www.zdf.de/ZDFheute/inhalt/28/0,3672,5264572,00.html

Im Abschlusskommuniqué der G-7-Minister heisst es:

"Die Vielfalt (der Energieversorgung) kann fortschrittliche Technologien einschliessen wie etwa erneuerbare Energie, Atomkraft und saubere Kohle."

Die breitere Grundlage für die Energieversorgung ist nach Ansicht der G7 nötig, weil die Schwankungen der Ölpreise ein grosses wirtschaftliches Risiko darstellen.

Laut dem französischen Finanzminister T. Breton wurde die Erklärung einmütig gefasst. Für Deutschland nahm der Finanzstaatssekretär T. Mirow (SPD) an dem Treffen teil. Er vertrat P. Steinbrück (SPD).

Gruss
Hardy
 

jonas

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Hi hardy

Danke für den link, ich konnte es kaum glauben.

Ich schätze, dass Herr Mirow jetzt sehr viel erklären werden muss. Und ich schätze auch, dass Kurt Beck seinem Peer nahelegen wird in seinem Stall auf Beachtung der Stallorder hinzuwirken.

Dieser von Mirow auf internationaler Bühne geschossene Bock desavouiert auch Merkel, wie etwas weiter oben in diesem thread geschrieben habe.

Mal sehen, ob sich auf der BMF Seite die Rubrik "Wir über uns" - Liste der Staatssekretäre bald aktualisiert.
 

jonas

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Hi Ispom

Die beiden links von Dir zeigen auf eine Person, die sich völlig der Windkraft verschrieben hat, und auf eine weitere, die ihr Leben lang in der Kerntechnik gearbeitet hat.

Leider sind Auszüge aus dem Buch von Eike Roth nicht zur Verfügung gestellt, auch keine Zusammenfassung. Von daher kann ich mir kein Urteil bilden, ob seine Ansichten durch sein Berufsleben eingefärbt, oder tatsächlich objektiv sind.

Dem Urteil über den Windenergie propagierenden Scheer kann ich allerdings zustimmen. 50% Anteil Windenergie am Gesamtmarkt oder sogar höher ist illusorisch ohne Speichermöglichkeiten für Zeiten der Flaute.

Vielleicht könnte man über drei Modelle diskutieren: Fossile Energieerzeugung, Kernenergie, und als dritte Alternative: Wasserstoffkreislauf, gespeist aus vorwiegend regenerativen Quellen.

Übrigens habe ich schon ein paar mal gelesen, dass Kohleverstromung auch ohne Emission von CO2 möglich sein soll, also eine Art "saubere" Kohle. Allerdings habe ich nicht so recht verstanden, wie das funktioniert bzw. besser sein soll, denn soweit ich mich erinnere entsteht bei diesem Prozess Methan, was ja auch nicht besonders klimaneutral ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

hardy

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Denn vor ein paar Wochen hatte Merkel auf dem EU Gipfel sogar auch Frankreich dazu gebracht, dass Klimaschutz auf regenerative Energien setzen muss. Und Frankreich hat soviel ich weiss unter allen EU Ländern den höchsten Anteil von Atomstrom im nationalen Energiemix.

Hallo Jonas,

der Sieg von A. Merkel auf dem EU-Klimagipfel scheint mir nur ein Teilsieg zu sein. Vereinbart wurde, dass bis 2020 der CO2-Ausstoss der EU-Staaten gegeüber 1990 um 20% reduziert werden soll. Die 20% sind ein Mittelwert über alle EU-Staaten. Das Gerangel wird losgehen, wenn festgelegt werden soll und muss, welchen Beitrag jeder einzelne Staat zu leisten hat. Und da kannst du davon ausgehen, dass die Franzosen ihren Anteil von 80% CO2-frei erzeugten Stroms in die Waagschale werfen werden!

Und dass Wachstum und Energie korreliert sind, das ist lediglich eine Scheinkorrelation ... diese Zeiten sind schon sehr lange vorbei.

Wir wissen, dass erfeulicherweise die deutsche Wirtschaft wieder wächst. So ist denn im Jahre 2006 die Stromproduktion gegenüber dem Vorjahr um 2,6% gewachsen. Scheinkorrrelation? Zufall?

Gruss
Hardy
 

ispom

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Wir wissen, dass erfeulicherweise die deutsche Wirtschaft wieder wächst. So ist denn im Jahre 2006 die Stromproduktion gegenüber dem Vorjahr um 2,6% gewachsen. Scheinkorrrelation? Zufall?

Gruss
Hardy

wir werden uns bald mit einer anderen Korrelation konfrontiert sehen:
Wirtschaftswachstum umgekehrt proportional zum Anteil der regenerativen Energieeerzeugung.

Wenn nämlich die Regenerativen (außer Wasserkraft) einen Anteil von über 30 Prozent haben, ist die Energie so teuer, daß die Wirtschaft mit diesen Energiepreisen nicht mehr konkurrenzfähig sein wird.

Ich erinnere daran, daß eine Solaranlage 100 Monate arbeiten muß, um so viel Energie zu erzeugen, daß der Energieverbrauch für ihre Herstellung wieder reinkommt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Erntefaktor

Der deutsche Boom der regenerativen wird nur so lange weitergehen, wie der Steuerzahler und Stromkunde kräftig draufzahlt
und vorallem, solange man die Regenerativen mit billigem konventionellen Strom herstellen kann :(

pessimistische Grüße von ispom
 

hardy

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Ich schätze, dass Herr Mirow jetzt sehr viel erklären werden muss. Und ich schätze auch, dass Kurt Beck seinem Peer nahelegen wird in seinem Stall auf Beachtung der Stallorder hinzuwirken.

Dieser von Mirow auf internationaler Bühne geschossene Bock desavouiert auch Merkel, wie etwas weiter oben in diesem thread geschrieben habe.

Hallo jonas,

also ich glaube nicht an einen Alleingang Mirows.
Solche Treffen wie die der Finanzminister der G7 werden langfristig vorbereitet. Die Taktik der deutschen Seite wurde sicher von Peer Steinbrück - und nicht nur von ihm - abgesegnet.

Sehen wir es doch ganz einfach so: Auch bei SP-Politikern ("Realos") scheint sich langsam die Erkenntnis durchzusetzen, dass die ehrgeizigen Klimaziele nicht ohne Kernkraft durchgesetzt werden können. Bei Politikern braucht aber alles seine Zeit. Schliesslich will keiner gern das Gesicht verlieren!

Gruss
Hardy
 

jonas

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hardy schrieb:
Wir wissen, dass erfeulicherweise die deutsche Wirtschaft wieder wächst. So ist denn im Jahre 2006 die Stromproduktion gegenüber dem Vorjahr um 2,6% gewachsen. Scheinkorrrelation? Zufall?
Dies ist eine konjunkturelle Schwankung, die in den Nachrichten als Wachstum bezeichnet wird, aber nicht in der Volkswirtschaftslehre. In der VWL ist Wachstum der Mittelwert der BIP Veränderung über mehrere Jahre, idR. mindestens fünf Jahre.

Konjunkturelle Schwankungen gehen immer konform mit Energieverbrauchsschwankungen, da bestehende Produktionsanlagen entweder herunter- oder heraufgefahren werden. Längerfristige Wachsumspfade des (inflationsbereinigten) BIP sind jedoch deutlich steiler als die des Energieverbrauchs... behaupte ich jetzt einmal :D Habe versucht einige Daten aus der VGR dem Energieverbrauch gegenüberzustellen, aber da ist das Internet wohl nicht zuverlässig genug.

hardy schrieb:
Auch bei SP-Politikern ("Realos") scheint sich langsam die Erkenntnis durchzusetzen, dass die ehrgeizigen Klimaziele nicht ohne Kernkraft durchgesetzt werden können
Sollte die SPD ihre Position überdenken, und auch den entsprechenden Punkt im Koalitionsvertrag streichen, so wäre der beste Zeitpunkt wohl nach der Bremer Landtagswahl in einem Monat. Danach ist bis zum Januar 2008 Zeit den "Volkszorn" verrauchen zu lassen. Falls Du recht hast, dann wird Kurt Beck vielleicht im Juni die Katze aus dem Sack lassen. Aber wie gesagt, ich kann es mir kaum vorstellen.
 

jonas

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Bei einer statischen Wirtschaft ist das auch so, also einer Wirtschaft, die nur über Kapitalakkumulation und Bevölkerungs(Arbeitskräfte)wachstum wächst.

Volkswirtschaften, die über Verschiebungen des Schwergewichts vom industriellen Sektor zum Dienstleistungssektor wachsen, gilt dies nicht mehr ohne weiteres. Letzterer ist idR. weitaus weniger energiehungrig als der industrielle pro Wertschöpfungseinheit.

Und wenn technische Veränderungen den industriellen Produktionsprozess (energie)effizienter machen, so verliert auch dort Energieeinsatz pro Wertschöpfung an Bedeutung.

Mir ist natürlich klar, dass ohne Energie nichts geht. Ich wollte Dir nur klar machen, dass es keine 1:1 Korrelation per se zwischen Energie und Wachstum gibt. Bei einem bedeutenden Technologiesprung kann es sogar sein, dass die Wirtschaft wächst während der Energiebedarf sinkt.

Als Beispiel dafür eine hypothetische Situation: Die Computerwelt in Haushalten und Industrie ist auf Brownsche Röhren aufgebaut. Diese verbrauchen pro bit Speicherstelle enorme Energien. Nun wird der Transistor erfunden und alle Röhren fliegen raus. Ergebnis: Gleiche Wertschöpfung, aber deutlich geringerer Energieverbrauch.
 

UMa

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Hallo Jonas,

da du dich für New York interessiertest hier eine Untersuchung über die Flutgefährdung von New York in den nächsten Jahrzehnten gibt es hier
http://pubs.giss.nasa.gov/abstracts/2001/Gornitz_etal.html

@all
Außerdem gibt es jetzt den
IPCC WG1 AR4 Final Report
http://ipcc-wg1.ucar.edu/wg1/wg1-report.html

Es gibt in diesem Link 11 Hauptkapitel:
1 Historical Overview of Climate Change Science
2 Changes in Atmospheric Constituents and in Radiative Forcing
3 Observations: Surface and Atmospheric Climate Change
4 Observations: Changes in Snow, Ice and Frozen Ground
5 Observations: Oceanic Climate Change and Sea Level
6 Paleoclimate
7 Couplings Between Changes in the Climate System and Biogeochemistry
8 Climate Models and their Evaluation
9 Understanding and Attributing Climate Change
10 Global Climate Projections
11 Regional Climate Projections
Insgesamt sind es ca 130MB.

Iteressenten mit langsamen Internetanschluss können sich auch nur eine der Zusammenfassungen "Summary for Policymakers" 3MB oder das "Technical Summary" 14MB herunterladen.

Grüße UMa
 

sternchen

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Hallöchen,

zu diesem Thema mal eine ganz andere Überlegung und viele Fragen, die nicht so häufig diskutiert werden (oder habe ich etwas überlesen?)

Vor 55 Millionen Jahren leitete eine Hitzewelle das Eozän ein. Eine globale Erwärmung fand statt, die sehr lange andauerte. Zu jenen Zeiten entwickelte sich der Nordpol zu einem wahren "Paradies" mit Palmen, Zypressen, Alligatoren und riesigen Mücken. Wie Wissenschaftler gerade herausgefunden haben, fand eine Vereisung dann vor 45 Millionen Jahren statt.
Wäre es also denkbar, dass irgendwann (vielleicht in gar nicht all zu ferner Zukunft) noch einmal Palmen am Nordpol wachsen?

Sollten die Polkappen abschmelzen, könnte dann die Erdachse wegen der Wassermassen kippen oder verhält es sich doch eher umgekehrt? Beginnt die Erdachse bereits jetzt schon zu kippen (vielleicht nur sehr geringfügig und kaum messbar) und wäre es denkbar, dass dieser Prozess bereits eine Änderung auf das globalen Klima nimmt?

siehe hierzu:
http://www.astronews.com/news/artikel/2004/11/0411-002.shtml

Welchen Einfluss nimmt der Polsprung, also die magnetische Feldumkehr, auf das globale Klima?
 
Zuletzt bearbeitet:

ispom

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Welchen Einfluss nimmt der Polsprung, also die magnetische Feldumkehr, auf das globale Klima?

Hallo Sternchen,
das weiß keiner so genau,
auch nicht den menschlichen Eifluß auf die derzeitige Klimaerwärmung (obwohl fast alle so tun),
jedenfalls ist eine bipolare Vereisung unseres Planeten (wie derzeit) nicht der Normalzustand.

klimarätselnde Grüße von Ispom
 

JGC

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Hallo Ispom..

Was ich noch vergessen habe zu sagen, ist das,

das unter der zunehmenden Wärme auch immer mehr Wasserdampf in der Atmosphäre "gelagert" wird, was statt zu Dürre-Kathastrophen eher zu immer mehr Gewitter, Dauerregen und sonstigen Niederschlägen führen wird und das dabei ein richtiges Dschungel-Treibhausklima entstehen wird...

Dabei treten dann wieder Verdunstungskälteeffekte auf, die uns vielleicht sogar Schneefälle mitten im Sommer bescheren können..

Es wird also kjeine Katastrophe in dem Sinne, sondern einfach ein Wetterchaos, wenn wir uns nicht darauf beschränken, all die Energien, die wir inzwischen in die Atmosphäre als Abwärme abgeben, zu reduzieren!!

Wenn wir nur ein -zwei Jahre auf das "Geschäfte machen" verzichten könnten, dann würde durch den "Konsumstopp" die Lage bald wieder normalisiert werden, weil dadurch die überschüssige Wärme wieder vollständig an den Weltraum abgegeben werden kann.

Wir leiden nur an einem Wärmestau!!

An sonst nichts!!!

Lassen wir also nicht zu, das wir uns alle verrückt machen lassen.

JGC
 

jonas

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Sternchen schrieb:
Wäre es also denkbar, dass irgendwann (vielleicht in gar nicht all zu ferner Zukunft) noch einmal Palmen am Nordpol wachsen?
Am Nordpol befindet sich kein Land. Deswegen können dort auch keine Palmen wachsen. Aber auch wenn sich das Klima sehr deutlich erwärmen würde und es Land gäbe können dort keine Palmen wachsen, sie würden die Polarnacht wohl nicht überstehen.

Die Tatsache, dass in der Antarktis fossile Ablagerungen gefunden wurden ist wohl darauf zurückzuführen, dass der antarktische Kontinent sich nicht immer am Südpol befunden hat. Die Kontinentaldrift hat ihn aus gemässigteren Breiten dorthin verfrachtet. Die Ablagerungen sind also kein Indiz dafür, dass das Weltklime einmal so warm war, dass an den Polen Palmen wachsen konnten.

Sternchen schrieb:
Sollten die Polkappen abschmelzen, könnte dann die Erdachse wegen der Wassermassen kippen oder verhält es sich doch eher umgekehrt?
Die paar Meter Wasser, um die der Meeresspiegel bei vollständiger Schmelze des Inlandeises ansteigen würde, haben wohl keinen signifikanten Einfluss auf die Erdachse. Sollte jedoch Mittelamerika überspült werden und sich so eine Verbindung zwischen Pazifik und Atlantik ergeben, so kann das den Lauf der Meeresströmungen deutlich verändern. Dies hätte dann einen starken Einfluss auf das jeweilige lokale Klima.

Sternchen schrieb:
Welchen Einfluss nimmt der Polsprung, also die magnetische Feldumkehr, auf das globale Klima?
Vermutlich keinen. Die Zeitpunkte der historischen Polsprünge sind aus Untersuchungen der ozeanischen Krusten recht gut bekannt. Eine Korellation mit klimatischen Änderungen, also z.B. Eiszeiten, wurde meines Wissens nach nicht gefunden.
 

sternchen

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Danke für die Aufklärung. Da habe ich wieder etwas dazu gelernt:)

Das mit den Palmen habe ich mal (ich glaube in der FAZ) gelesen. Angeblich sollen das Wissenschaftler der Yale-Universität herausgefunden haben.
Na ja, man kann nicht alles glauben;)
 

mac

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Hallo Sternchen,

Das mit den Palmen habe ich mal (ich glaube in der FAZ) gelesen. Angeblich sollen das Wissenschaftler der Yale-Universität herausgefunden haben.
Na ja, man kann nicht alles glauben;)
das war nicht falsch. Nur war die Antarktis zu der Zeit, als dort Plamen wuchsen nicht am Südpol, wie Dir Jonas schon geschrieben hatte.

Schau Dir dazu doch mal diesen Wiki-Artikel an:

http://de.wikipedia.org/wiki/Plattentektonik

Herzliche Grüße

MAC
 

mac

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Hallo Jonas,

Aber auch wenn sich das Klima sehr deutlich erwärmen würde und es Land gäbe können dort keine Palmen wachsen, sie würden die Polarnacht wohl nicht überstehen.
also Palmen wohl eher nicht. Aber ob Bäume überhaupt? Was konkretes zum Lichtbedarf hab' ich bisher nicht gefunden.

In den Entsprechenden Artikeln sind die Baumgrenzen eher an Temperaturgrenzen gebunden. Eine Angabe zur nördlichen Baumgrenze hab' ich hier:

http://www.uni-graz.at/geowww/geo/geoweb_magazin_artikel_detail.php?recordID=62

gefunden.

Vielleicht kommt man der Frage aber auf anderem Wege bei? Vor allem in den nördlichen Regionen gibt es ja trotz monatelanger meterhoher Schneebedeckung (vorallem der noch jungen Bäume) trotzdem Wälder. Daraus ließe sich doch schließen, daß es nicht unbedingt an der Dauer des Tageslichts hängt, sondern eher, ob überhaupt welches da ist.

Und wer weis? Wenns warm genug ist, passen sich ja vielleicht auch Palmen an? ;)

Herzliche Grüße

MAC
 

jonas

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Hi Mac

Mir ging es vor allem um die Palmen (;)), die - wie ich vermute - keine Winterruhe haben und deswegen auf regelmässige Energiezufuhr angewiesen sind. Soweit ich mich an Botanik in der Schule erinnere verbrauchen Pflanzen während der Nacht ATP und Sauerstoff. Nur Pflanzen, die während der Polarnacht (oder während der Zeit der Schneebedeckung) ihren Stoffwechsel nahezu komplett einstellen können diese überstehen.

Eine grüne, von Moosen, Flechten, Nadel- und Birkenwäldern bewachsene Antarktis (an heutiger Stelle), kann ich mir allerdings schon vorstellen.
 
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