Es gibt zunächst mal keine
globale Krümmung, nur eine
lokale je Ort und eine mittlere,
gemittelt über alle Orte. Das gilt für die 2-dim. Erdoberfläche und einen 3-dim. Raum.
Was meinst du also mit einer globalen Krümmung?
..ergibt sich aus der unterschiedlichen Neigung in großen Entfernungen … Dieser [Krümmungsradius] ist nicht von Null unterschiedbar, da kannst Du vollkommen vergessen …
Das verstehe ich nicht. Aber das lassen wir mal beiseite, wir wollen das ja in der Kosmologie anwenden.
Der Rückschluss aus CMB und BAO ist nicht von ΛCDM abhängig.
Falsch.
Alle Beobachtungen sind letztlich von a(t) oder Integralen über a(t) abhängig. a(t) ist aber modellabhängig (Werte der Dichten für Materie, Strahlung und Lambda). Diese folgen aus Modellen, also hängt a(t) und alles daraus berechnete von diesen Modellen ab.
Kannst oder willst Du das nicht verstehen?
Ich kann nicht verstehen, wie zu Du derartigen Fehlschlüssen gelangst.
Was soll daran denn idealisiert sein? Die Homogenität wird ausreichend beobachtet. In der CMB ist diese sogar lokal überall mindestens 99.9973 % gleich.
Das ist
hinfällig, in dem Moment, wo man die Inhomogenitäten diskutiert.
Der Arzt sagt auch nicht zu seinem leicht fiebernden Patienten mit 38 °C, die mittlere Körpertemperatur sei mit ca. 37 °C ausreichend beobachtet.
Was war die Ausgangsfrage? Dass man die
lokalen Krümmungen im Universum nur jeweils
lokal vor Ort messen kann, und dass eine
globale mittlere Krümmung nur als Mittelwert über diese mittleren Krümmungen folgen könnte.
Ein FRW-Modell verwendet aber per Definition nur eine Krümmung, die aufgrund der Homogenität
global konstant ist, d.h. jede Diskussion über lokal variierende Krümmungen muss mit Abweichungen von FRW arbeiten.
Ursprünglich ging es in der Diskussion auch nur um das zu Beginn verlinkte Paper. Die Bestimmung lokaler Dichten wäre ein zweiter, und die lokaler Krümmungen ein dritter Schritt; all das ist nicht Gegenstand des Papers, aber natürlich die eigentlich interessante Frage.