Die Theorie der diskreten Materie-Kinematik v3.0 (DMK-Kosmologie + Erweiterung v2.1) – Ein skaleninvariantes Alternativmodell

ThomasVG

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@ralfkannenberg

Du argumentierst vollkommen korrekt innerhalb der heutigen Standarddefinitionen von:

  • Energie,
  • Impuls,
  • Masse,
  • und deren Ableitungsbeziehungen.
Innerhalb dieses bestehenden physikalischen Formalismus ist Dein Einwand absolut logisch nachvollziehbar.

Die DMK setzt allerdings genau an der Frage an, ob diese heutigen Größen auf fundamentaler Ebene überhaupt bereits die primären physikalischen Größen darstellen, oder ob sie erst emergente makroskopische Beschreibungsebenen größerer dynamischer Strukturen sind.

Das bedeutet:
Die DMK versucht nicht einfach nur, die bekannte Gleichung:

E_{kin}=\frac{1}{2}mv^2

durch eine andere Formel zu ersetzen.

Sondern sie stellt wesentlich grundlegender die Frage, ob:

  • Energie,
  • Masse,
  • Impuls,
  • Trägheit
überhaupt ursprünglich getrennte fundamentale Eigenschaften sind.

Der Ansatz der DMK lautet eher:

Bewegung selbst ist die primäre physikalische Realität,
während Energie, Masse und Impuls erst emergente makroskopische Beschreibungsebenen kollektiver Bewegungszustände darstellen.

Deshalb entstehen viele scheinbare Widersprüche zur heutigen Physik genau dort, wo man versucht, die DMK unmittelbar mit den bereits etablierten makroskopischen Definitionen zu identifizieren.

Der Ausdruck:

E = k_v \cdot v

soll innerhalb der DMK daher nicht zwingend dieselbe physikalische Bedeutung besitzen wie im heutigen klassischen Energiebegriff.

Er beschreibt vielmehr den Versuch, fundamentale Bewegung direkt mit physikalischer Wirksamkeit zu verknüpfen.

Die heutige Trennung zwischen:

  • Energie,
  • Impuls,
  • und Masse
könnte innerhalb der DMK erst auf höheren emergenten Ebenen entstehen.

Das bedeutet natürlich nicht automatisch, dass die DMK damit bereits mathematisch vollständig konsistent formuliert wäre.

Aber der Ansatz versucht bewusst nicht, innerhalb der bestehenden Definitionen zu bleiben, sondern gerade die fundamentale Interpretation dieser Größen selbst neu zu betrachten.

In gewisser Weise entsteht genau hier vermutlich der eigentliche Paradigmenkonflikt zwischen DMK und heutiger Standardphysik.

Denn sobald man dieselben Begriffe verwendet, entsteht fast automatisch der Eindruck, sie müssten auch exakt dieselbe fundamentale Bedeutung besitzen.

Genau das stellt die DMK jedoch teilweise infrage.

Zu Deinem zweiten Punkt bezüglich des Urknalls:

Ja, die Ähnlichkeit ist durchaus beabsichtigt.

Die DMK beschreibt allerdings keinen mathematisch singulären Punkt unendlicher Dichte, sondern einen real physikalischen maximal dichten Anfangszustand diskreter Struktur.

In diesem Sinne könnte man die DMK tatsächlich als eine Art:

„Urknall ohne Singularität“

verstehen.

Der Anfangszustand besitzt innerhalb der Theorie bereits:

  • Bewegung,
  • Dynamik,
  • Struktur,
  • und physikalische Eigenschaften,
anstatt erst aus einer mathematischen Singularität hervorzutreten.

Auch hier versucht die DMK letztlich, heutige makroskopische Konzepte nicht als fundamental, sondern als emergent zu interpretieren.

@antaris

Hallo antaris,

Du hast vollkommen recht:
Sobald Begriffe wie:

  • maximale Dichte,
  • lokale Bewegungszustände,
  • Freiheitsgrade,
  • Asymmetrien,
  • Skalenübergänge,
  • oder emergente Leerraumstrukturen
nicht sauber definiert oder ableitbar sind, besteht immer die Gefahr, dass sich Unschärfen durch die gesamte Theorie fortpflanzen.

Das Problem ist mir durchaus bewusst.

Allerdings liegt genau hier auch ein fundamentaler Unterschied zwischen der DMK und vielen heutigen Standardtheorien:

Die DMK versucht nicht, bereits auf der untersten Ebene mit vollständig fertigen mathematischen Objekten zu starten, sondern zunächst eine physikalische Ontologie zu formulieren, aus der spätere mathematische Strukturen überhaupt erst emergieren sollen.

Das bedeutet:
Die DMK versteht ihre Axiome momentan tatsächlich eher als fundamentale physikalische Grundannahmen und nicht als bereits vollständig hergeleitete Endtheorie.

Zur zentralen Frage:

„Was ist der Status dieser lokalen minimalen Unterschiede?“

Aktuell interpretiert die DMK diese Unterschiede tatsächlich als intrinsischen Bestandteil des fundamentalen Anfangszustandes selbst.

Das heißt:
Die Theorie geht momentan nicht von einem absolut perfekten mikroskopisch identischen Zustand aus.

Die minimale lokale Bewegungsdynamik gehört vielmehr bereits zur fundamentalen Struktur der maximal dichten Anfangskonfiguration.

In diesem Sinne sind die lokalen Unterschiede derzeit eher fundamentale Anfangsbedingungen als vollständig aus tieferen Regeln abgeleitete Größen.

Und genau hier liegt vermutlich auch die größte noch offene fundamentale Frage der DMK:
Ob diese Mikrodynamik später selbst noch aus tieferen geometrischen oder kinematischen Prinzipien ableitbar wird, oder ob sie tatsächlich axiomatisch fundamental bleibt.

Ich würde momentan eher Letzteres sagen.

Denn auch heutige fundamentale Theorien besitzen letztlich nicht vollständig weiter ableitbare Grundstrukturen.

Die Quantenmechanik erklärt beispielsweise ebenfalls nicht, warum genau bestimmte Quantenzustände oder Fluktuationen existieren — sie beschreibt zunächst ihre mathematische Struktur.

Ähnlich verhält es sich aktuell in der DMK:
Die fundamentale Bewegungsdynamik der A.K.-Teilchen wird zunächst axiomatisch angenommen.

Die eigentliche Zielsetzung der Theorie besteht dann darin zu zeigen, dass aus dieser fundamentalen Dynamik:

  • Raumstruktur,
  • Zeit,
  • Masse,
  • Gravitation,
  • Energie,
  • Felder,
  • und makroskopische Physik
emergieren können.

Zur Frage deterministisch oder stochastisch:

Die DMK ist momentan eher deterministisch gedacht, allerdings mit extrem hoher Sensitivität gegenüber lokalen Anfangszuständen.

Das bedeutet:
Die fundamentalen Bewegungsregeln selbst wären deterministisch,
die konkrete emergente Entwicklung könnte jedoch aufgrund nichtlinearer Dynamik praktisch chaotische Strukturen erzeugen.

Die lokale Mikrodynamik wird also derzeit nicht als echte fundamentale Zufallsstochastik verstanden, sondern eher als hochkomplexe deterministische Dynamik eines maximal gekoppelten Systems.

Zur Skaleninvarianz:

Innerhalb der DMK bezieht sich diese bislang primär auf die wiederkehrenden strukturellen Organisationsprinzipien diskreter Clusterbildung über verschiedene Größenordnungen hinweg.

Die Idee ist also weniger:
„exakte mathematische Selbstähnlichkeit aller Gleichungen“

sondern eher:
ähnliche dynamische Organisationsmuster auf unterschiedlichen emergenten Ebenen.

Beispielsweise:

  • Cluster innerhalb von Clustern,
  • Rotationsstrukturen,
  • Dichtegradienten,
  • dynamische Grenzflächen,
  • und emergente Leerraumorganisation.
Du hast aber vollkommen recht:
Damit diese Idee langfristig tragfähig wird, müsste die DMK diese Übergänge mathematisch wesentlich präziser formulieren, insbesondere:

  • welche Freiheitsgrade fundamental sind,
  • welche emergent entstehen,
  • und welche Strukturen tatsächlich aus den Axiomen folgen.
Genau dort liegt aus meiner Sicht momentan einer der größten noch offenen Entwicklungsbereiche der Theorie.

Gruß Thomas
 

antaris

Registriertes Mitglied
Die lokale Mikrodynamik wird also derzeit nicht als echte fundamentale Zufallsstochastik verstanden, sondern eher als hochkomplexe deterministische Dynamik eines maximal gekoppelten Systems.
Dann musst du jedes einzelne Objekt deines Ansatzes ableiten und du solltest m.E. zuerst nicht verschiedene Begrifflichkeiten, wie etwas in Art einer prä-Energie und die etablierte Energie, in einen Topf werfen. Eben auch wie bei pi, welches eine sehr etablierte Konstante ist und eben nicht verbogen werden sollte.
und welche Strukturen tatsächlich aus den Axiomen folgen.
Du solltest aufpassen, dass du nicht mehr freie Axiome nutzt, als etablierte Theorien. Auch die Inflationstheorien sind nahe an Beliebigkeit. Die Beweislast der Rekonstruktion der etablierten Physik aus einem "konträren" Modell ist enorm.
 

ralfkannenberg

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In gewisser Weise entsteht genau hier vermutlich der eigentliche Paradigmenkonflikt zwischen DMK und heutiger Standardphysik.

Denn sobald man dieselben Begriffe verwendet, entsteht fast automatisch der Eindruck, sie müssten auch exakt dieselbe fundamentale Bedeutung besitzen.

Genau das stellt die DMK jedoch teilweise infrage.
Dann musst du jedes einzelne Objekt deines Ansatzes ableiten und du solltest m.E. zuerst nicht verschiedene Begrifflichkeiten, wie etwas in Art einer prä-Energie und die etablierte Energie, in einen Topf werfen. Eben auch wie bei pi, welches eine sehr etablierte Konstante ist und eben nicht verbogen werden sollte.
Hallo Thomas,

ich hatte erst eine (geringfügig) andere Antwort, aber ich denke, Antaris' Ansatz ist hier der richtige, d.h. Du solltest um Verwechslungen auszuschliessen von prä-Energien, prä-Impulsen, prä-Massen und einer prä-Trägheit sprechen, diese dann klar definieren und dann herleiten, wie sich daraus die Begriffe der etablierten Physik, wie Antaris sie nennt, ergeben.

Also:

Energie = Energie (prä-Energie, prä-Impuls, prä-Masse, prä-Trägheit)
Impuls = Impuls (prä-Energie, prä-Impuls, prä-Masse, prä-Trägheit)
Masse = Masse (prä-Energie, prä-Impuls, prä-Masse, prä-Trägheit)
Trägheit = Trägheit (prä-Energie, prä-Impuls, prä-Masse, prä-Trägheit)

wobei die runden Klammern auf der rechten Seite "in Abhängigkeit von" bedeuten.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

ThomasVG

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An @ralfkannenberg @antaris @Jakito @albertus

ich habe in den letzten Stunden über Eure Rückmeldungen nachgedacht, insbesondere über die Fragen zur mathematischen Struktur, den vertrauten Gleichungen und dem Abgleich mit dem Standardmodell.

Dabei ist mir klar geworden, dass meine bisherigen Antworten eher darauf ausgelegt waren, Brücken zu bauen und zu beschwichtigen, anstatt das eigentliche, fundamentale Bestreben meiner Arbeit zu verteidigen. Ich habe versucht, meine Theorie so darzustellen, dass sie irgendwie in Euer vertrautes physikalisches Weltbild passt. Aber das wird der Realität meiner Theorie der diskreten Materie-Kinematik (DMK) im absoluten Raum einfach nicht gerecht.

Die Theorie der diskreten Materie-Kinematik (DMK) ist kein Ergänzungsflicken für das ΛCDM-Modell oder die Allgemeine Relativitätstheorie. Sie soll, nein Sie ist ein fundamentaler Paradigmenwechsel.

Das Ziel der DMK ist es nicht, das Standardmodell zu bestätigen, sondern es durch eine fehlerfreie, rein mechanische Basis zu perfektionieren. Wenn wir uns die Grundpfeiler der modernen Physik anschauen:

  • Energie
  • Impuls
  • Masse
  • Raum
  • Geschwindigkeit
  • sogar die Kreiszahl π usw.,
dann deklariert die etablierte Physik die Werte, die wir in unseren Experimenten messen, als unumstößlich und fundamental. Die DMK zeigt jedoch: Das sind sie nicht.

Was wir heute messen, sind keine fundamentalen Naturkonstanten, sondern bereits relativistische, makroskopische Endprodukte einer viel tieferen, absoluten Realität.

Wenn ich anfangen würde, diese Begriffe umzubenennen oder anzupassen, nur um dem Standardmodell gerecht zu werden, würde ich das fundamentale Bestreben der DMK verleugnen. An den Grundstrukturen des Universums ändert sich durch meine Theorie nichts, wohl aber an „unseren“ den Werten und der physikalischen Bedeutung, die wir ihnen beimessen müssen!

Nehmen wir die zwei konkreten Beispiele aus Eurem Feedback:

1. Die Geometrie und das Missverständnis um π:

Wenn ich in der DMK beschreibe, dass im absolut dichten Urzustand der Materie π = 3 gilt, dann ist das weder mathematischer Humor noch eine rein populärwissenschaftliche Metapher. Es ist die Beschreibung des absoluten, unadulterierten Verhältnisses von Umfang zu Durchmesser im fundamentalen Raumfüllungsfaktor des Mikrokosmos.

In einer absolut lückenlosen, starr gepackten Teilchenmatrix existieren keine euklidischen „Zwischenräume“ mehr.

Das mathematische π ≈ 3,14159...$, welches wir alle kennen, ist aus Sicht der DMK in Wahrheit ein relativistischer Strukturwert. Er entsteht erst makroskopisch, wenn sich das System lockert, Cluster wachsen und Leerräume entstehen. Wir messen heute also einen abgeleiteten Wert und halten ihn für die absolute geometrische Wahrheit des Raumes, was sie aber eben nicht ist, da sie hierein variabler relativistischen Wert darstellt.
Die DMK korrigiert dies aber eben auf das reale, absolute Fundament.

2. Die mathematische Präzision und der quantitative Abgleich (z. B. Periheldrehung):

Die Frage, warum die DMK die beobachteten Effekte der ART (wie die Periheldrehung des Merkur oder die Lichtablenkung) aktuell noch nicht bis auf die letzte Nachkommastelle analytisch ausgibt, berührt genau denselben Kern:

Die Allgemeine Relativitätstheorie nimmt die makroskopisch gemessenen, relativistischen Phänomene und konstruiert daraus ein hocheffektives, geometrisches Beschreibungssystem (die Raumzeitkrümmung). Sie passt ihre mathematischen Werkzeuge den beobachteten Endprodukten an.

Die DMK hingegen flüchtet sich nicht in mathematische Hilfsräume oder Ad-hoc-Variablen. Sie baut die Physik radikal von unten auf, rein aus den festen, unumstößlichen Axiomen der diskreten A.K-Teilchen im absoluten Raum bei absoluter Zeit.

Dass die DMK diese Phänomene (wie die gravitative Zeitdilatation über die mechanische Reduktion der internen Oszillationsgeschwindigkeit $v_{\text{intern}}$) qualitativ und fundamental exakt herleitet, beweist, dass der mechanische Ansatz korrekt ist.

Der Grund, warum für die numerische Exaktheit auf ART-Niveau komplexe N-Körper-Computersimulationen zwingend notwendig sind, liegt in der Natur der Sache: Wir müssen das Verhalten von Billiarden diskreter Teilchen simulieren, um zu sehen, wie sich die uns bekannten, makroskopischen Relativitätswerte exakt aus den absoluten Mikrozuständen herausbilden.


Kurz gesagt:

Die DMK ist nicht angetreten, um zu zeigen, was mathematisch in abstrakten Räumen sein könnte, sondern um exakt und fundamental zu ermitteln, was in der Realität ist.

Sie bricht mit der Konvention, makroskopische Näherungen als absolute Fundamente zu verkaufen.

Ich hoffe, ich stoße euch damit nicht vor den Kopf, denn eure Kritik und eure Anmerkungen sind mir weiterhin wichtig und absolut notwendig. Wenn ich jedoch voll und ganz hinter meiner Theorie stehe, muss ich sie auch als das verteidigen, was sie im Kern ist und sie nicht als etwas behandeln lassen, das aufgrund von Missverständnissen oder Verwechslungen mit dem Standardmodell falsch eingeordnet wird. Ich bleibe natürlich weiterhin völlig offen für jedes Feedback, werde aber ab jetzt versuchen, eure Einwände konsequent auf Basis des eigentlichen Fundaments der DMK zu beantworten. Ich hoffe, ihr könnt das nachvollziehen.

Liebe Grüße,

Thomas
 

ralfkannenberg

Registriertes Mitglied
1. Die Geometrie und das Missverständnis um π:

Wenn ich in der DMK beschreibe, dass im absolut dichten Urzustand der Materie π = 3 gilt, dann ist das weder mathematischer Humor noch eine rein populärwissenschaftliche Metapher.
Hallo Thomas,

π = 3 im Dezimalsystem ist einfach nur falsch und da gibt es leider auch nichts zu diskutieren.

Es ist die Beschreibung des absoluten, unadulterierten Verhältnisses von Umfang zu Durchmesser im fundamentalen Raumfüllungsfaktor des Mikrokosmos.
Man kann π geometrisch als Verhältnis von Umfang zu Durchmesser in der euklidischen Ebene definieren; analytisch ist π über die reelle Cosinusfunktion bzw. deren Taylorreihe definiert, und zwar als das Doppelte der kleinsten reellen Nullstelle.

Man kann beweisen, dass beide Definitionen äquivalent sind.

Das mathematische π ≈ 3,14159...$, welches wir alle kennen, ist aus Sicht der DMK in Wahrheit ein relativistischer Strukturwert. Er entsteht erst makroskopisch, wenn sich das System lockert, Cluster wachsen und Leerräume entstehen.
Wie gesagt, das ist falsch.

Du versuchst, eine Definition im Sinne Deiner Theorie zu verbiegen, aber die Definition ist nun mal so wie sie ist und hat sich in der Praxis auch als äusserst nützlich erwiesen.

Wenn diese Definition für Deine Theorie ungeeignet ist, dann musst Du eben eine andere Zahl verwenden und kannst dann meinetwegen beweisen, dass im Rahmen Deiner Theorie eine Konstruktion existiert, die eine Folge aus Zahlen darstellt, welche gegen die Kreiszahl π konvergiert. Wobei diese "Konstruktion" uralt ist, wir haben sie auch in der Schule gehabt, 8.Klasse oder so.

Diese andere Zahl, also die Zahl 3, brauchst Du übrigens nicht zu definieren, diese folgt elementar aus der Geometrie.

Wir messen heute also einen abgeleiteten Wert und halten ihn für die absolute geometrische Wahrheit des Raumes, was sie aber eben nicht ist, da sie hierein variabler relativistischen Wert darstellt.
Die DMK korrigiert dies aber eben auf das reale, absolute Fundament.
Wie gesagt, nein.

Wenn Du darauf beharrst wird Deine Theorie in kürzester Zeit trotz interessanter Ansätze auf vollumfängliche Ablehnung stossen, mit der Begründung, dass Du den mathematischen Begriff einer Definition nicht verstanden hast.


Gleiches gilt auch für Deine Verwendung physikalischer Grundgrössen wie Energie, Impuls, Masse etc. Es steht Dir frei, diese anders zu definieren und dann z.B. die Äquivalenz zum etablierten Begriff nachzuweisen; ich persönlich würde aber eigene Begriffe verwenden und dann erläutern, warum diese Begriffe wie prä-Energie, prä-Impuls, prä-Masse etc. "sinnvollere" physikalische Begriffe sind und dann daraus die etablierten Begriffe herleiten.

Auch hier gilt: wenn Du einen linearen Zusammenhang zwischen Energie und Geschwindigkeit behauptest, wird Dich jeder auslachen; wenn Du aber statt dessen es so formulierst, dass es da eben eine Grundgrösse namens prä-Energie gibt, welche linear zur Geschwindigkeit ist, dies physikalisch gut begründen kannst und aus der man dann die etablierte physikalische Grösse Energie viel zweckmässiger herleiten kann, hast Du die Leserschaft schon viel eher auf Deiner Seite.

In diesem Falle würde ich an Deiner Stelle aber noch eine Bemerkung anfügen, was die prä-Energie von dem etablierten Impuls unterscheidet, wobei der Ausgangspunkt wohl eher der Zusammenhang zwischen prä-Impuls und etablierter Masse sein dürfte. Hierbei musst Du aber auch erklären können, warum Deine prä-Masse den Wert konstant 0 annimmt.

Allerdings habe ich Dich so verstanden, dass Du diese Beziehung über die Ableitung nach der Geschwindigkeit v gar nicht verwendest, im Gegenteil, diese im Rahmen Deiner Theorie sogar zu einem unzutreffenden Resultat führt, d.h. der prä-Impuls und der etablierte Impuls sind auch bei Dir gleich:

Dort wird die fundamentale Energie-Impuls-Relation der DMK eingeführt:

E = k_v · v

sowie:

p = m₀ · v

und daraus:

E = p · c_DMK

mit:

c_DMK = k_v / m₀

Innerhalb der DMK wird Bewegung selbst als fundamentale Energieform interpretiert. Deshalb wird auf elementarer Ebene zunächst eine lineare Beziehung zwischen Energie und Geschwindigkeit angesetzt und nicht die klassische quadratische Form der Newtonschen Mechanik.
Die prä-Energie E ist also ein (etablierter) Impuls, und der prä-Impuls p ist auch ein (etablierter) Impuls.

Spannend im Rahmen Deiner Theorie ist also, warum k_v / m₀ von 1 verschieden ist.


Freundliche Grüsse, Ralf
 
Zuletzt bearbeitet:

ralfkannenberg

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6. Formel (2.4) – Quadratische Geschwindigkeitsaddition

Dein Einwand ist absolut nachvollziehbar, wenn man zunächst von klassischer Geschwindigkeitsaddition ausgeht.

Die quadratische Addition war hier allerdings als geometrische Kombination unabhängiger Bewegungsanteile gedacht, also analog zur orthogonalen Vektoraddition über den Satz des Pythagoras.

Innerhalb der DMK besitzen Teilchen bzw. Cluster neben einer äußeren translatorischen Bewegung zusätzlich interne dynamische Bewegungsanteile.

Die effektive Gesamtbewegung ergibt sich daher nicht als einfache lineare Summe, sondern aus der geometrischen Kombination mehrerer unabhängiger Bewegungsrichtungen.
Hallo Thomas,

es ist zweifelsohne interessant, hier den Satz des Pythagoras heranzuziehen, allerdings müsstest Du erklären können, warum im Fall der Geschwindigkeit nicht das "normale" Dreieck der Vektoraddition zur Anwendung kommen soll, sondern die Quadrate über den beiden Geschwindigkeitskomponenten.

Bei der etablierten Energie folgt das ziemlich direkt, aber bei den Geschwindigkeiten sehe ich das noch nicht.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

ThomasVG

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Hallo Ralf,

Genau diese Art von detaillierter Kritik bringt die Diskussion auf das Niveau, das notwendig ist, um Missverständnisse sauber aufzulösen.

Ich hoffe, ich stoße dir damit nicht vor den Kopf, denn eure Kritik und eure Anmerkungen sind dennoch wichtig und auch notwendig.

Wenn ich jedoch zu meiner Theorie stehe, dann muss ich sie auch in ihrer eigenen Logik verteidigen und zwar als das, was sie ist und sein soll, nicht als das, wofür sie möglicherweise aus einer anderen Perspektive gehalten wird, weil ihr innerer Aufbau noch nicht vollständig nachvollzogen wurde.

Ich bin weiterhin offen für Kritik und Anmerkungen, aber ab jetzt versuche ich, meine Argumente konsequent aus der inneren Logik der DMK heraus zu begründen. Ich hoffe, ihr könnt das nachvollziehen.

Im Folgenden gehe ich direkt und strukturiert auf deine zentralen Punkte ein, da sie das fundamentale Herzstück dieses Paradigmenwechsels betreffen:

1. Das Missverständnis um π​

Du hast recht: In der Mathematik, insbesondere in der euklidischen Geometrie und der reellen Analysis (zum Beispiel über die Taylorreihe des Kosinus), ist π = 3,14159... eindeutig und unverrückbar definiert. Diese mathematische Definition einer abstrakten Konstanten ist nicht verhandelbar, und ich stelle sie auch nicht infrage.

Wenn in der DMK in Axiom A3 formuliert wird, dass im absolut dichten Urzustand π = 3 gilt, dann ist das keine Neudefinition der mathematischen Kreiszahl, sondern eine Aussage über die physikalische Geometrie eines diskreten Raums.

In einer kontinuierlichen, unendlich teilbaren euklidischen Ebene ist das Verhältnis von Umfang zu Durchmesser festgelegt.

Die DMK hingegen basiert auf diskreten, formvariablen A.K.-Teilchen. Wenn diese Teilchen im Zustand maximaler Dichte lückenlos gepackt sind, deformieren sie sich so, dass kein freier Raum mehr existiert. In dieser physikalisch diskreten Gitterstruktur reduziert sich das effektive Verhältnis von Umfang zu Durchmesser einer eingeschlossenen Struktur auf exakt 3.

Erst wenn sich das System entspannt, Cluster entstehen und makroskopische Hohlräume auftreten, nähert sich die effektive Geometrie wieder der kontinuierlichen euklidischen Beschreibung an, sodass π gegen 3,14159... konvergiert. Die Nachkommastellen von π sind in diesem Bild ein direktes physikalisches Maß für den Anteil des eingeschlossenen leeren Raums.

Es geht dabei nicht um einen mathematischen Definitionsfehler, sondern um den fundamentalen Unterschied zwischen einer kontinuierlichen mathematischen Abstraktion und einer diskreten physikalischen Realität.

2. Warum ich Begriffe nicht in „prä-Größen“ umbenenne​

Dein Vorschlag, Begriffe wie „prä-Energie“ oder „prä-Impuls“ zu verwenden, ist taktisch nachvollziehbar, da er mögliche Missverständnisse im Kontext des Standardmodells reduziert.

Der tiefere Grund, warum ich das bewusst nicht tue, ist folgender:

Wenn ich fundamentale Eigenschaften der Urmaterie als „prä-Energie“ bezeichne, ordne ich meine Theorie begrifflich dem bestehenden physikalischen Rahmen unter.

Ich würde damit implizieren, dass das, was in der klassischen Physik als Energie (zum Beispiel E proportional zu v² oder E = m c²) definiert ist, die eigentliche Referenzgröße ist und meine Beschreibung nur eine Vorstufe davon darstellt.

Die DMK behauptet jedoch das Gegenteil: Die reine lineare Bewegung im absoluten Raum ist die fundamentale Energieform, beschrieben durch:

E = k_v * v

Das, was makroskopisch als quadratische kinetische Energie erscheint, ist in dieser Sichtweise kein fundamentales Gesetz auf Elementarebene, sondern ein emergentes, statistisches Resultat aus der Dynamik vieler wechselwirkender Teilchen.

Ein Paradigmenwechsel besteht nicht darin, neue Zwischenbegriffe in ein bestehendes System einzufügen, sondern die ontologische Basis der bekannten Größen neu zu formulieren. In der DMK ist die fundamentale Energie linear; die quadratische Form ist eine makroskopische Näherung.

3. Zur Relation E = p * c_DMK und dem Faktor k_v / m_0​


Du hast korrekt herausgearbeitet, dass sowohl die fundamentale Energie (E = k_v * v) als auch der Impuls (p = m_0 * v) linear mit der Geschwindigkeit skalieren. Die entscheidende Frage ist daher, wodurch sie sich physikalisch unterscheiden und warum c_DMK = k_v / m_0 nicht gleich 1 ist.

In der DMK sind die Masse m_0 und der energetische Kopplungsfaktor k_v zwei grundsätzlich verschiedene physikalische Eigenschaften eines A.K.-Teilchens (gemäß Axiom A3):

Der Impuls p = m_0 * v ist eine vektorielle Größe. Er beschreibt die träge Masse in Bewegung und die Fähigkeit, bei Kollisionen im absoluten Raum mechanische Wechselwirkungen zu übertragen.

Die Energie E = k_v * v ist dagegen eine skalare Größe. Sie beschreibt das absolute energetische Bewegungsäquivalent eines Teilchens.

Da m_0 und k_v unabhängige fundamentale Konstanten sind, ist ihr Verhältnis

c_DMK = k_v / m_0

eine eigenständige Naturkonstante mit der Dimension einer Geschwindigkeit. Sie ist ungleich 1, weil Masse und energetische Kopplung unterschiedliche physikalische Rollen besitzen und erst über diese Konstante miteinander verknüpft sind. Sie bildet die Brücke zwischen skalarem Bewegungsinhalt und vektorieller Trägheitsstruktur.

4. Quadratische Geschwindigkeitsaddition und das „normale“ Vektordreieck

Hierzu fragst du, warum im Fall der Geschwindigkeit nicht einfach das klassische Vektordreieck der Vektoraddition verwendet wird, sondern stattdessen Quadrate der Komponenten auftreten.

Die Antwort ist: Es wird exakt das normale Vektordreieck der Vektoraddition verwendet – ohne jede Abweichung von der etablierten Vektoralgebra.

Wenn zwei Geschwindigkeitsvektoren vorliegen – der interne zyklische Oszillationsvektor (v_intern) und der äußere translatorische Bewegungsvektor (v_extern) – und diese geometrisch senkrecht (orthogonal) zueinander stehen, dann gilt die standardmäßige vektorielle Addition:

v_gesamt = v_intern + v_extern

Bildet man daraus die Länge (den Betrag) des resultierenden Geschwindigkeitsvektors im euklidischen Raum, ergibt sich über das Skalarprodukt bei Orthogonalität (v_intern · v_extern = 0) unmittelbar der Satz des Pythagoras:

v_gesamt² = v_intern² + v_extern²

Die Quadrate entstehen also nicht durch eine willkürliche Definition, sondern sind eine direkte mathematische Konsequenz der orthogonalen Zerlegung im euklidischen Raum.

Der eigentliche Paradigmenwechsel der DMK liegt daher nicht in einer modifizierten Vektoralgebra, sondern in einer fundamentalen physikalischen Annahme über die Urmaterie:

Die absolute Gesamtgeschwindigkeit v_gesamt eines elementaren A.K.-Teilchens im absoluten Raum besitzt eine feste, unveränderliche Obergrenze.

Da die Länge der Gesamtgeschwindigkeit (die Hypotenuse im Vektordreieck) konstant ist, führt jede Änderung der Komponenten zu einer zwingenden Umverteilung:

Wenn ein System als Ganzes beschleunigt wird und seine äußere Translationsgeschwindigkeit v_extern zunimmt, muss die interne Prozessgeschwindigkeit v_intern entsprechend abnehmen. Mathematisch ergibt sich:

v_intern = √(v_gesamt² − v_extern²)

Da alle physikalischen Prozesse, atomaren Schwingungen und auch die Taktung von Uhren in einem solchen System direkt an v_intern gekoppelt sind, führt eine Abnahme dieser internen Geschwindigkeit zu einer Verlangsamung aller physikalischen Abläufe aus Sicht eines externen Beobachters.

Dies entspricht genau dem Effekt, der im Standardmodell als relativistische Zeitdilatation beschrieben wird, hier jedoch nicht als rein geometrische Raumzeit-Eigenschaft, sondern als mechanische Konsequenz einer konstant begrenzten Gesamtgeschwindigkeit im absoluten Raum.



Grüße

Thomas
 

ralfkannenberg

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Wenn zwei Geschwindigkeitsvektoren vorliegen – der interne zyklische Oszillationsvektor (v_intern) und der äußere translatorische Bewegungsvektor (v_extern) – und diese geometrisch senkrecht (orthogonal) zueinander stehen, dann gilt die standardmäßige vektorielle Addition:

v_gesamt = v_intern + v_extern

Bildet man daraus die Länge (den Betrag) des resultierenden Geschwindigkeitsvektors im euklidischen Raum, ergibt sich über das Skalarprodukt bei Orthogonalität (v_intern · v_extern = 0) unmittelbar der Satz des Pythagoras:

v_gesamt² = v_intern² + v_extern²

Die Quadrate entstehen also nicht durch eine willkürliche Definition, sondern sind eine direkte mathematische Konsequenz der orthogonalen Zerlegung im euklidischen Raum.
Hallo Thomas,

wenn Du die Länge bilden möchtest, dann muss da noch eine Quadratwurzel gezogen werden.

Gibt es einen Grund, warum Du das nicht tust ?


Freundliche Grüsse, Ralf
 

ThomasVG

Registriertes Mitglied
Hallo Ralf,

ja — mathematisch hast Du damit natürlich vollkommen recht.

Wenn man aus der orthogonalen Vektoraddition tatsächlich den Betrag des resultierenden Geschwindigkeitsvektors bilden möchte, ergibt sich selbstverständlich:

v_{gesamt}=\sqrt{v_{intern}^2+v_{extern}^2}

Die Quadratwurzel gehört also formal korrekt dazu.

Der Grund, warum ich in der DMK häufig direkt mit:

v_{gesamt}^2=v_{intern}^2+v_{extern}^2

arbeite, liegt daran, dass innerhalb der Theorie weniger die reine geometrische Vektorlänge selbst im Vordergrund steht, sondern eher die quadratische Bewegungsstruktur bzw. deren Erhaltungseigenschaften.

Die quadratische Darstellung wird innerhalb der DMK bewusst genutzt, weil sie die geometrische Kopplung zwischen interner und externer Bewegungsdynamik unmittelbar sichtbar macht.

Der eigentliche physikalische Gedanke dahinter lautet:

Wenn ein System bereits eine fundamentale maximale Gesamtbewegung im absoluten Raum besitzt, dann muss eine Zunahme äußerer translatorischer Bewegung zwangsläufig auf Kosten interner Bewegungsanteile erfolgen.

Die quadratische Form beschreibt dabei die geometrische Verteilung dieser Gesamtbewegung auf orthogonale Bewegungsfreiheiten.

Die Quadratwurzel wird deshalb in der DMK an vielen Stellen nicht explizit ausgeschrieben, weil dort primär mit den quadratischen Anteilen bzw. deren Relationen gearbeitet wird und nicht mit der numerischen Endlänge allein.

Das ist vermutlich eine Stelle, an der ich die mathematische Darstellung künftig präziser formulieren sollte, damit klarer wird, wann die Theorie:
  • die reine geometrische Vektorlänge meint,
    und wann
  • die zugrunde liegende quadratische Bewegungsstruktur betrachtet.
Denn mein Ziel war dabei nicht, die Quadratwurzel „wegzulassen“, sondern den Fokus bewusst auf die geometrische Kopplung der Bewegungsanteile zu legen.

Grüße

Thomas
 

ralfkannenberg

Registriertes Mitglied
Ich hoffe, ich stoße dir damit nicht vor den Kopf, denn eure Kritik und eure Anmerkungen sind dennoch wichtig und auch notwendig.
Hallo Thomas,

Du stösst mich vor den Kopf und meine Antwort wird Dir vermutlich nicht gefallen.

Wenn ich jedoch zu meiner Theorie stehe, dann muss ich sie auch in ihrer eigenen Logik verteidigen und zwar als das, was sie ist und sein soll, nicht als das, wofür sie möglicherweise aus einer anderen Perspektive gehalten wird, weil ihr innerer Aufbau noch nicht vollständig nachvollzogen wurde.
Ich bitte um Nachsicht, dass ich ehrlich kommuniziere: man nennt so etwas auch Unbelehrbarkeit.

Warum ? - In der Naturwissenschaft ist die Referenz die Lehrmeinung und nicht eine davon abweichende Privattheorie, die obendrein keinem Peer-Review unterzogen wurde. Wenn Du ernst genommen werden möchtest musst Du also Deine Theorie mit der Logik der Lehrmeinung verteidigen.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel: ich kann behaupten, dass der Mond viereckig ist und aus Schweizer Käse besteht. In der Logik dieser - natürlich lächerlichen - Theorie ist das alles richtig, d.h. alle Argumente der Astronomie werden im Rahmen einer solchen Behauptung auf Ablehnung stossen. Das ändert aber nichts daran, dass die Behauptung, dass der Mond viereckig ist und aus Schweizer Käse besteht, unzutreffend ist.

Ich bin weiterhin offen für Kritik und Anmerkungen, aber ab jetzt versuche ich, meine Argumente konsequent aus der inneren Logik der DMK heraus zu begründen. Ich hoffe, ihr könnt das nachvollziehen.
Nein, und wie soeben dargelegt ist das auch der logisch falsche Weg.

Wenn in der DMK in Axiom A3 formuliert wird, dass im absolut dichten Urzustand π = 3 gilt, dann ist das keine Neudefinition der mathematischen Kreiszahl, sondern eine Aussage über die physikalische Geometrie eines diskreten Raums.
Auch das ist falsch: es ist eben nicht so, dass Deine Theorie die mathematischen Zahlen beeinflusst. Auch im absolut dichten Urzustand gilt π = 3.14159265........

Es steht Dir völlig frei, eine eigene physikalische Grösse zu definieren, welche im absolut dichten Urzustand den Wert 3 hat und dann im makroskopischen den Wert π erhält (und zwar 3.14159265......), aber π = 3 ist schlicht und ergreifend falsch, völlig unabhängig davon, in welchem Kontext man das einführt.

Dein Vorschlag, Begriffe wie „prä-Energie“ oder „prä-Impuls“ zu verwenden, ist taktisch nachvollziehbar, da er mögliche Missverständnisse im Kontext des Standardmodells reduziert.
Hier muss ich Dir vorwerfen, dass Du mir unterstellst, irgendwie "taktisch" vorzugehen, was ich nicht tue.

Der tiefere Grund, warum ich das bewusst nicht tue, ist folgender:

Wenn ich fundamentale Eigenschaften der Urmaterie als „prä-Energie“ bezeichne, ordne ich meine Theorie begrifflich dem bestehenden physikalischen Rahmen unter.

Ich würde damit implizieren, dass das, was in der klassischen Physik als Energie (zum Beispiel E proportional zu v² oder E = m c²) definiert ist, die eigentliche Referenzgröße ist und meine Beschreibung nur eine Vorstufe davon darstellt.
Und hier muss ich Dir erneut die Unbelehrbarkeit vorwerfen, die Argumentation ist fast analog zu oben:

In der Naturwissenschaft ist die Referenz die Lehrmeinung und nicht eine davon abweichende Privattheorie, die obendrein keinem Peer-Review unterzogen wurde. Wenn Du ernst genommen werden möchtest musst Du also in Deiner Theorie die Begriffe der Lehrmeinung nutzen und nicht umgekehrt der Lehrmeinung Deine Notation "aufzwingen".

Bleiben wir bei dem einen Beispiel, über das wir schon gesprochen haben: die Energie ist nicht linear zur Geschwindigkeit, eine solche Abhängigkeit liegt beim Impuls vor. "Deine" Energie (also die "prä-Energie") ist definitiv nicht die physikalische Energie; betreffend des prä-Impulses kann das so sein, dann musst Du aber nachweisen, dass der prä-Impuls äquivalent zum physikalischen Impuls ist.

Und die Nachweispflicht liegt bei Dir, nicht bei der Lehrmeinung.

Die quadratische Darstellung wird innerhalb der DMK bewusst genutzt, weil sie die geometrische Kopplung zwischen interner und externer Bewegungsdynamik unmittelbar sichtbar macht.

(...)

Denn mein Ziel war dabei nicht, die Quadratwurzel „wegzulassen“, sondern den Fokus bewusst auf die geometrische Kopplung der Bewegungsanteile zu legen.
Es ist in Ordnung, einen Fokus zu setzen, der die Zusammenhänge in Deiner Theorie hervorhebt, aber dies darf nicht auf Kosten der Korrektheit geschehen. Geschwindigkeiten addieren sich nun mal nicht-quadratisch, auch dann nicht, wenn Du einen Fokus auf Inhalte Deiner Theorie setzen möchtest.


Ich fasse zusammen:

Obgleich ich nur 3 ganz elementare Punkte herausgegriffen habe ergibt sich in Deiner Argumentation das Muster, dass Du quasi Deine Theorie zum Standard zu erheben versuchst und dabei auch bewusst offensichtliche Fehler in Kauf nimmst, weil Du glaubst, diese Fehler im Rahmen Deiner Theorie "erklären" zu können. Darin irrst Du Dich aber. Zwar könntest Du dieses Problem einfach umgehen, jedoch stelle ich in der bisherigen noch jungen Diskussion leider fest, dass Dir dazu die Bereitschaft fehlt und leider auch die Einsicht, Deine Methodik entsprechend zu korrigieren.

Leider habe ich auch wenig Grund zur Annahme, dass Du diese "Methodik" in den anderen Kapiteln nicht ebenfalls so handhabst, nur dass es dort aufgrund der grösseren Komplexität möglicherweise weniger offensichtlich zutage tritt.

Was mir auch auffällt - aber darin mag ich mich irren - ist, dass Deine Herleitungen in wenigen Zeilen erfolgen; hier müsste sich das ein Physiker näher anschauen, ob in diesen Beweisen wirklich genügend Beweiskraft drinsteckt. Betrachten wir 2 Beispiele: bei der Zeitdilatation habe ich den Eindruck, dass Du Deine Theorie so zurechtbiegst, dass das experimentelle Ergebnis herauskommt, bei den Rotationskurven sehe ich nicht, wie Du darauf kommst, dass man ohne Dunkle Materie auskommt, zumal Du ja auch nicht den MOND-Ansatz verwendest. Aber wie gesagt, das muss sich ein Physiker anschauen, ich bin hierbei keine Referenz.


Es ist verfrüht, Dir zu empfehlen, Deine an sich interessante Theorie zu verwerfen, aber wenn es Dir nicht gelingt, Deine Methodik anzupassen, wird sich diese Empfehlung von mir dieser noch jungen Diskussion nicht vermeiden lassen, auch wenn ich das ein Stück weit bedauern würde.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

Bernhard

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Auch das ist falsch: es ist eben nicht so, dass Deine Theorie die mathematischen Zahlen beeinflusst. Auch im absolut dichten Urzustand gilt π = 3.14159265........
Hallo Ralf, der bekannte Wert von pi ergibt sich für mich aus den Gesetzen der euklidschen Geometrie.

Das eigentliche Problem liegt aber meiner Meinung nach bei den Zielen gewisser Voraussetzungen. Im alten Griechenland hatten die Menschen noch ganz naheliegende und alltägliche Sorgen und deshalb wurden auch Hilfsmittel (wie die euklidsche Geometrie) entwickelt, um sich den harten Arbeitsalltag zu erleichtern.

Mit den Bedürfnissen ändern sich nun möglicherweise auch die Hilfsmittel. Steht der unmittelbare Bezug zur Realität nicht mehr im Vordergrund, können natürlich beliebig viele, logisch korrekte Systeme entwickelt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:

ThomasVG

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@ralfkannenberg

Hallo Ralf,

ich habe über Deine Kritik inzwischen nochmals sehr intensiv nachgedacht — insbesondere über den methodischen Teil — und ich denke inzwischen, dass Du in mehreren Punkten tatsächlich recht hast.

Vor allem bei der begrifflichen und symbolischen Trennung.

Die grundlegende physikalische Idee der DMK möchte ich zwar weiterhin beibehalten, allerdings sehe ich inzwischen deutlich klarer, dass ich bestimmte Begriffe und Symboliken nicht einfach direkt aus der etablierten Physik oder Mathematik übernehmen kann, wenn die DMK ihnen auf fundamentaler Ebene teilweise einen anderen ontologischen Status zuweist.

Genau dort entsteht verständlicherweise der Eindruck, ich würde:

etablierte Definitionen „verbiegen“,

mathematische Größen umdeuten,

oder offensichtliche Inkonsistenzen einfach innerhalb der Theorie rechtfertigen wollen.

Und ich glaube inzwischen, dass Du mit dieser Kritik nicht unrecht hast.

Gerade beim Beispiel:

π = 3 (neu vielleicht so. π_DMK = 3 )

ist mir inzwischen klar geworden, dass diese Schreibweise zwangsläufig als mathematische Aussage gelesen wird, unabhängig davon, wie ich sie innerhalb der DMK ursprünglich gemeint habe.

Dasselbe gilt vermutlich dann auch für:

Energie,

Impuls,

Masse,

und teilweise sogar die Bewegungsnotation selbst.

Ich denke daher inzwischen, dass die sauberere Vorgehensweise tatsächlich darin besteht, die fundamentalen DMK-Größen künftig explizit als eigene theoretische Größen zu kennzeichnen, beispielsweise über:

eigene Symboliken,

eigene Indizes,

oder klar getrennte Definitionsräume.

Dazu werde ich mich die Tage mal hinsetzen und die Ausarbeitung starten.

Nicht deshalb, weil ich die physikalische Grundidee der DMK aufgebe,
sondern weil ich inzwischen verstehe, was Du meinst, dass andernfalls zwangsläufig eine Vermischung mit den etablierten mathematischen und physikalischen Definitionen entsteht.

Und genau das erzeugt dann berechtigterweise die methodischen Probleme, die Du angesprochen hast.

Was ich allerdings weiterhin etwas anders sehe als Du, ist die Frage, ob ein fundamentaler Paradigmenwechsel vollständig innerhalb der bestehenden Lehrmeinung formuliert werden kann.

Ich stimme Dir zu:
Eine neue Theorie muss sich letztlich mathematisch und experimentell an der etablierten Physik messen lassen.

Und selbstverständlich liegt die Nachweispflicht vollständig bei mir.

Ich glaube allerdings weiterhin, dass fundamentale Paradigmenwechsel historisch oft gerade dadurch entstanden sind, dass bestimmte Grundannahmen selbst hinterfragt wurden, nicht nur einzelne Gleichungen innerhalb des bestehenden Rahmens.

Das bedeutet natürlich nicht, dass dadurch mathematische Konsistenz unwichtig würde.

Im Gegenteil.

Gerade wenn die DMK einen fundamentalen Anspruch erhebt, muss sie mathematisch noch wesentlich präziser und sauberer formuliert werden, als sie es aktuell vermutlich ist.

Auch daran arbeite ich aktuell dran.

Und genau dort hat mir Deine Kritik tatsächlich geholfen.

Ich werde daher die Theorie in den kommenden Überarbeitungen methodisch deutlich sauberer strukturieren:

insbesondere die fundamentalen DMK-Größen klarer definieren,

emergente Größen deutlicher von fundamentalen Größen trennen,

sowie Symbolik und Notation konsequenter voneinander abgrenzen.

In diesem Punkt war Deine Kritik für mich tatsächlich wertvoll, auch wenns vin m
einer Seite ein wenig gedauert hat.

Vielen Dank dafür.

Viele Grüße,
Thomas
 

antaris

Registriertes Mitglied
Was ich allerdings weiterhin etwas anders sehe als Du, ist die Frage, ob ein fundamentaler Paradigmenwechsel vollständig innerhalb der bestehenden Lehrmeinung formuliert werden kann.

Das bestreitet hier vermutlich niemand.

Eine neue Theorie muss sich letztlich mathematisch und experimentell an der etablierten Physik messen lassen.
Ich glaube allerdings weiterhin, dass fundamentale Paradigmenwechsel historisch oft gerade dadurch entstanden sind, dass bestimmte Grundannahmen selbst hinterfragt wurden, nicht nur einzelne Gleichungen innerhalb des bestehenden Rahmens.

Auch das wird wohl niemand bestreiten. Aber ein Paradigmenwechsel macht etablierte Physik nicht einfach falsch.

Physikalische Theorien beschreiben zunächst das, was in einem bestimmten Regime gemessen und mathematisch stabil erfasst werden kann. Die Interpretation oder der tiefere ontologische Kontext kann sich ändern; der gemessene physikalische Effekt verschwindet dadurch aber nicht.

Ein gutes Beispiel ist die Thermodynamik. Sie ist als Theorie physikalisch real und in ihrem Regime extrem erfolgreich, auch wenn sie nicht ontisch fundamental ist. Die Mikrophysik ersetzt sie nicht einfach, sondern erklärt ihre Herkunft und ihren Gültigkeitsbereich.

Deshalb muss eine fundamentale Theorie m.E. nicht den Wetterbericht direkt aus der Mikrostruktur berechnen. Das wäre praktisch unsinnig. Aber sie muss zeigen können, warum die etablierten effektiven Theorien in ihren Regimen entstehen und warum sie dort funktionieren.

Der entscheidende Punkt ist also nicht:
„Darf man Grundannahmen hinterfragen?“
Natürlich darf man das.

Der entscheidende Punkt ist:
Wie wird aus den neuen Grundannahmen die bereits bestätigte Physik als Grenzfall oder Effektivtheorie wieder sichtbar?

Oder anders gesagt: Die etablierte Physik muss nicht als Fundament übernommen werden, aber ihre Provenienz aus dem neuen Fundament müsste erkennbar werden.

Der für mich härteste offene Punkt bleibt aber Ralfs Hinweis auf deine prä-Energieformel.

Wenn ich dich richtig verstehe, setzt du für ein A.K.-Teilchen eine Ruhemasse
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an. Zugleich verwendest du aber

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und

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Dann folgt

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Das sieht strukturell eher wie eine lineare, masselose Energie-Impuls-Relation aus, nicht wie eine massive Kinematik.

Für massive Teilchen erwartet man klassisch eher

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oder relativistisch

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Wenn deine A.K.-Teilchen also wirklich eine Ruhemasse
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besitzen, müsste erklärt werden, wie aus der linearen DMK-Prä-Energie später die massive Energie-Impuls-Struktur entsteht. Ohne diesen Ableitungsschritt wirkt der Kern der Kinematik für mich weiterhin inkonsistent.
 

antaris

Registriertes Mitglied
Ein gutes Beispiel ist die Thermodynamik. Sie ist als Theorie physikalisch real und in ihrem Regime extrem erfolgreich, auch wenn sie nicht ontisch fundamental ist. Die Mikrophysik ersetzt sie nicht einfach, sondern erklärt ihre Herkunft und ihren Gültigkeitsbereich.
Ich würde sogar noch stärker sagen: Die Mathematik einer etablierten epistemischen Theorie ist in ihrem bestätigten Regime nicht einfach „falsch“. Falsch oder unvollständig kann der ontologische Kontext sein, in den man diese Mathematik einordnet.
Die gemessenen Effekte und die funktionierende Mathematik des Regimes bleiben aber nach wie vor erklärungsbedürftig.
 

ralfkannenberg

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der bekannte Wert von pi ergibt sich für mich aus den Gesetzen der euklidschen Geometrie.

Das eigentliche Problem liegt aber meiner Meinung nach bei den Zielen gewisser Voraussetzungen. Im alten Griechenland hatten die Menschen noch ganz naheliegende und alltägliche Sorgen und deshalb wurden auch Hilfsmittel (wie die euklidsche Geometrie) entwickelt, um sich den harten Arbeitsalltag zu erleichtern.

Mit den Bedürfnissen ändern sich nun möglicherweise auch die Hilfsmittel. Steht der unmittelbare Bezug zur Realität nicht mehr im Vordergrund, können natürlich beliebig viele, logisch korrekte Systeme entwickelt werden.
Hallo Bernhard,

selbstverständlich, ich hatte ja auch die entsprechende Definition weiter oben genannt:
Man kann π geometrisch als Verhältnis von Umfang zu Durchmesser in der euklidischen Ebene definieren; analytisch ist π über die reelle Cosinusfunktion bzw. deren Taylorreihe definiert, und zwar als das Doppelte der kleinsten reellen Nullstelle.

Man kann beweisen, dass beide Definitionen äquivalent sind.
In allgemeineren Geometrien findet man immer noch irgendwie π mit entsprechenden Korrekturtermen vor.

Aber niemals, dass π=3 sei !
Das ist eine andere Grösse - nennen wir sie der Einfachheit halber σ, und zwar σ(ρ) mit dem Parameter ρ als Dichte des wie auch immer noch näher zu definierendem Zustandes - und im absolut dichten Urzustand hat diese Grösse σ(ρ₀) den Wert 3 und im Verlaufe der Entwicklung des Universums konvergiert diese Grösse σ(ρ) gegen π (stillschweigend voraussetzend, dass sich Thomas in der Herleitung nicht geirrt hat); bei einem Gravitationskollaps konvergiert diese Funktion σ(ρ) gemäss Thomas' Theorie - wenn ich das korrekt verstanden habe - ja dann wieder gegen 3.


Freundliche Grüsse, Ralf


EDIT 13:24 Uhr:
Die ursprünglich als ρ bezeichnete Grösse in σ umbenannt, und die Abhängigkeit zur Zeit t durch eine Abhängigkeit zu einer Dichte ρ geändert
 
Zuletzt bearbeitet:

ralfkannenberg

Registriertes Mitglied
Die grundlegende physikalische Idee der DMK möchte ich zwar weiterhin beibehalten
Hallo Thomas,

super, das klingt für mich nun sehr vielversprechend.

Und selbstverständlich ist es in keiner Weise meine Intention, dass Du die physikalische Idee der DMK aufgeben sollst, ganz im Gegenteil !

Ich habe als Mitt-Zwanziger ja auch einmal eine mathematische Theorie formuliert, in der die klassische Theorie 1:1 eingebettet war, und ich habe dann auch "meine Notation" zu absoluten Wahrheit erhoben, einfach weil ich einen anderen "erweiterten" Blickwinkel hatte. Aber nachdem ich mich - u.a. auch in diesem Forum - mit zahlreichen Ideen anderer User beschäftigt habe ist mir klar geworden, dass ich das in meiner Theorie nicht richtig handhabe.

Letztlich aus der Erfahrung heraus, dass ich einmal auf der anderen Seite "Platz" genommen habe, habe ich die Notwendigkeit dieser Vorgehensweise erkannt; als Mitt-Zwanziger habe ich solche Einwände überhaupt nicht verstanden oder als kleinlich oder engstirnig abgetan.

Ich gehe noch einen Schritt weiter: selbst wenn Deine Notation viel besser ist sollte man - bis zur Etablierung der neuen Theorie, die meistens 1-2 Generationen benötigt - bei der Notation der Lehrmeinung bleiben, denn nichts ist in Diskussionen unangenehmer, als wenn verschiedene Teilnehmer für verschiedene Inhalte dasselbe Wort verwenden.

Manchmal ist das aber auch mir zu mühsam, so dass ich auf der Wikipedia inzwischen nicht mehr als Autor tätig bin, jedenfalls nicht im Bereich der äusseren Bereiche unseres Sonnensystems.

allerdings sehe ich inzwischen deutlich klarer, dass ich bestimmte Begriffe und Symboliken nicht einfach direkt aus der etablierten Physik oder Mathematik übernehmen kann, wenn die DMK ihnen auf fundamentaler Ebene teilweise einen anderen ontologischen Status zuweist.
Gegenüber letzterem ist ja auch überhaupt nichts einzuwenden !!

π = 3 (neu vielleicht so. π_DMK = 3 )

ist mir inzwischen klar geworden, dass diese Schreibweise zwangsläufig als mathematische Aussage gelesen wird, unabhängig davon, wie ich sie innerhalb der DMK ursprünglich gemeint habe.
Genau. Wobei Dein π_DMK nicht konstant ist, so dass ich hier noch eine Abhängigkeit zur Dichte ρ des Zustandes einbringen würde; Du weisst besser als ich, wie diese Abhängigkeit korrekt zu bezeichnen ist.

Also z.B. π_DMK(ρ)

Dasselbe gilt vermutlich dann auch für:

Energie,

Impuls,

Masse,

und teilweise sogar die Bewegungsnotation selbst.
Das weiss ich nicht; ich wäre nicht allzu überrascht, wenn Du zeigen kannst, dass p_DMP(v) = p(v) und m_DMK(v) = m(v) gilt, wobei nicht-relativistisch m von v unabhängig ist.

Dazu werde ich mich die Tage mal hinsetzen und die Ausarbeitung starten.
Das ist sehr viel Arbeit; ich würde hier für den Anfang einfach eine Bemerkung im Abstract anbringen und das dann erst nach und nach tun.
Insbesondere solltest Du Dir Zeit lassen, wie Du das konkret benennen möchtest, denn eine entsprechende Anpassung ist äusserst langweilig, zeitintensiv und fehleranfällig.

Mir persönlich genügt es völlig, wenn Du die Bereitschaft hast, das zu tun und ich denke, dass ein entsprechender Hinweis in der jetzigen Phase auch völlig genügend ist. Was zur Umsetzung der beste Ansatz ist wirst Du natürlich als Autor Deiner Theorie viel besser beurteilen können als ich.

Nicht deshalb, weil ich die physikalische Grundidee der DMK aufgebe,
Das sollst Du auch ausdrücklich nicht tun !!

sondern weil ich inzwischen verstehe, was Du meinst, dass andernfalls zwangsläufig eine Vermischung mit den etablierten mathematischen und physikalischen Definitionen entsteht.
Korrekt.

Und genau das erzeugt dann berechtigterweise die methodischen Probleme, die Du angesprochen hast.
Korrekt.

Was ich allerdings weiterhin etwas anders sehe als Du, ist die Frage, ob ein fundamentaler Paradigmenwechsel vollständig innerhalb der bestehenden Lehrmeinung formuliert werden kann.
Da habe ich mich vermutlich nur missverständlich ausgedrückt: der Paradigmenwechsel kann natürlich im Allgemeinen nicht innerhalb der Lehrmeinung vollständig stattfinden, da teile ich völlig Deine Ansicht. Aber die Beweise sollten im Rahmen der bestehenden Lehrmeinung stattfinden. Möglicherweise ist es hierfür erforderlich, Hilfsgrössen einzuführen wie beispielsweise das π_DMK(ρ), p_DMK(v).
Oder bei der Geschwindigkeitsaddition ein +_DMK : v3 = v1 +_DMK v2.

Und selbstverständlich liegt die Nachweispflicht vollständig bei mir.
(y)

Ich glaube allerdings weiterhin, dass fundamentale Paradigmenwechsel historisch oft gerade dadurch entstanden sind, dass bestimmte Grundannahmen selbst hinterfragt wurden, nicht nur einzelne Gleichungen innerhalb des bestehenden Rahmens.
Selbstverständlich und ich will Dich davon auch ganz gewiss nicht abbringen, ganz im Gegenteil !


Freundliche Grüsse, Ralf
 
Zuletzt bearbeitet:

ThomasVG

Registriertes Mitglied
@antaris

Hallo antaris,

vielen Dank für Deine sehr präzise und sachliche Analyse.

Ich glaube, Du formulierst hier tatsächlich einen der zentralsten offenen Punkte der gesamten DMK momentan sehr klar heraus.

Denn genau die Frage:

wie aus einer fundamentalen linearen Bewegungsbeschreibung später die bekannte massive Energie-Impuls-Struktur emergiert,

ist letztlich einer der entscheidenden Prüfsteine der Theorie.

Und ich stimme Dir zu:
Solange dieser Übergang nicht mathematisch sauber hergeleitet wird, bleibt dort selbstverständlich eine erhebliche offene Baustelle bestehen.

Der entscheidende Punkt innerhalb der DMK ist allerdings, dass die Theorie momentan nicht davon ausgeht, dass die heute bekannte massive Kinematik fundamental ist.

Die Grundidee lautet vielmehr:

Die bekannten makroskopischen Energie- und Impulsbeziehungen könnten emergente kollektive Näherungsstrukturen größerer dynamischer Systeme sein — nicht zwingend die fundamentalste Beschreibung einzelner A.K.-Teilchen.

Wenn ich innerhalb der DMK aktuell beispielsweise schreibe:

EDMK = kv · v


dann ist damit inzwischen weniger die etablierte physikalische Energie im heutigen Sinn gemeint, sondern eher eine fundamentale Bewegungsgröße bzw. elementare Bewegungsdynamik des diskreten Systems.

Und genau dort hat Ralf vermutlich auch völlig zurecht darauf hingewiesen, dass die begriffliche Trennung bislang noch nicht sauber genug erfolgt.

Denn sobald man direkt den etablierten Begriff „Energie“ verwendet, entsteht automatisch die Erwartung, dass sofort die vollständige bekannte Energie-Impuls-Struktur gelten müsse.

Die eigentliche Zielrichtung der DMK ist aber eher:

dass die bekannten Beziehungen wie

klassisch:

Ekin = ½ · m · v²

oder relativistisch:

E² = p²c² + m²c⁴

nicht fundamental vorausgesetzt werden, sondern erst emergent aus kollektiver Clusterdynamik, Bewegungskopplung, Dichteänderungen und makroskopischer Strukturbildung entstehen.

Genau dieser Emergenzschritt ist momentan allerdings tatsächlich noch nicht mathematisch vollständig ausgearbeitet.

Und ich glaube, das ist letztlich auch der Punkt, den Du ansprichst.

Die DMK besitzt aktuell eher:
  • eine ontologische Grundidee,
  • erste mathematische Strukturansätze,
  • sowie qualitative Emergenzmechanismen,

aber die vollständige strenge Rekonstruktion der bekannten Physik aus diesen Fundamenten steht noch aus.

In diesem Sinne sehe ich Deine Kritik nicht als Widerlegung der Grundidee selbst, sondern eher als berechtigten Hinweis darauf, wo die Theorie mathematisch noch wesentlich präziser und vollständiger werden muss.

Und genau dort liegt vermutlich momentan die größte eigentliche Arbeit der DMK.

Gruß Thomas


@ralfkannenberg

Hallo Ralf,

Ich glaube inzwischen tatsächlich, dass wir uns methodisch jetzt deutlich besser verstehen als noch zu Beginn der Diskussion.

Vor allem Deinen Hinweis bezüglich der sauberen Trennung zwischen:
  • etablierter physikalischer Definition,
    und
  • theoretisch fundamentaler DMK-Beschreibung
halte ich inzwischen für extrem wichtig und kann es jetzt auch nachvollziehen.

Rückblickend sehe ich inzwischen selbst, dass ich viele Begriffe und Symboliken zu direkt aus der etablierten Physik übernommen habe,, was wohl an meinen eigenen Interpretationen lag obwohl die DMK ihnen teilweise einen anderen fundamentalen ontologischen Status zuweist.

Dadurch entstand zwangsläufig der Eindruck, ich würde:
  • etablierte Mathematik „umdefinieren“,
  • Begriffe vermischen,
  • oder methodische Inkonsistenzen einfach innerhalb der Theorie rechtfertigen wollen.
Und genau das war letztlich auch der Kern Deiner Kritik.

Dass Du dabei sogar eigene Erfahrungen aus früheren theoretischen Arbeiten schilderst, fand ich ehrlich gesagt besonders interessant, weil ich mich darin teilweise durchaus wiedererkenne.

Vor allem dieser Punkt:

dass man gedanklich irgendwann beginnt, die eigene theoretische Sichtweise implizit als neuen Referenzrahmen zu verwenden,

trifft vermutlich tatsächlich auf viele fundamentale Theorieansätze zu.

Gerade deshalb war Dein Hinweis methodisch wahrscheinlich wichtiger, als ich anfangs verstanden habe.

Deine Idee mit einer expliziten funktionalen Schreibweise wie beispielsweise:

π_DMK(ρ)

finde ich inzwischen ebenfalls sehr sinnvoll.

Denn genau dadurch würde wesentlich klarer werden, dass innerhalb der DMK keine mathematische Konstante selbst ersetzt werden soll, sondern dass eine zustandsabhängige physikalisch-geometrische Beschreibung gemeint ist.

Dasselbe gilt vermutlich tatsächlich auch für andere fundamentale Größen innerhalb der Theorie, beispielsweise:
  • Bewegungsgrößen,
  • Impulsgrößen,
  • Energiebeschreibungen,
  • oder emergente makroskopische Parameter.
Und vermutlich ist genau diese saubere Trennung notwendig, damit die Theorie überhaupt sinnvoll diskutierbar wird, ohne ständig unbeabsichtigte Konflikte mit etablierten Definitionen zu erzeugen.

Deinen Hinweis, diese Anpassungen nicht überstürzt umzusetzen, sondern zunächst sauber konzeptionell zu planen, halte ich ebenfalls für sehr vernünftig.

Denn je fundamentaler die Begriffe angesetzt werden, desto wichtiger wird letztlich eine konsistente und langfristig tragfähige Notation.

Was den Paradigmenwechsel betrifft, glaube ich inzwischen, dass wir dort inhaltlich wahrscheinlich weniger weit auseinanderliegen als zunächst gedacht.

Denn ich stimme Dir inzwischen völlig zu:
Auch ein fundamentaler Paradigmenwechsel muss seine mathematischen Nachweise letztlich innerhalb einer klar nachvollziehbaren formalen Sprache liefern.

Und genau dort muss die DMK in Zukunft methodisch deutlich präziser werden.

In diesem Sinne war Deine Kritik für mich tatsächlich mehr als wertvoll, auch wenn ich ein wenig gegen an diskutiert habe.

Grüße

Thomas


Nachtrag:

Mal abgesehen von den „kleinen“ Unebenheiten/Verwechslungen in der Symbolik und den physikalischen Größen:

Was hält Ihr von meiner Idee, die ich in meiner Theorie (DMK) darzustellen versuche?

Bedenke aber, ich bin lediglich Autist + Savant. Ich habe weder einen Hochschulabschluss noch eine akademische Laufbahn, und ein Studium auch nicht. Alles ist autodidaktisch erlernt, weshalb sich mit Sicherheit der ein oder andere Fehler in die Struktur und andere Dinge eingeschlichen hat. Aber mal abgesehen davon würde mich sehr interessieren, was du persönlich davon hältst. (Neugier halt)
 

antaris

Registriertes Mitglied
Der entscheidende Punkt innerhalb der DMK ist allerdings, dass die Theorie momentan nicht davon ausgeht, dass die heute bekannte massive Kinematik fundamental ist.
Die bekannten makroskopischen Energie- und Impulsbeziehungen könnten emergente kollektive Näherungsstrukturen größerer dynamischer Systeme sein — nicht zwingend die fundamentalste Beschreibung einzelner A.K.-Teilchen.
Ich persönlich bin überzeugt davon, dass der Makrokosmos vollständig emergent ist. Das Problem ist herauszufinden wo/warum Emergenz "das erste mal" auftritt.
Die eigentliche Zielrichtung der DMK ist aber eher:

dass die bekannten Beziehungen wie

klassisch:

Ekin = ½ · m · v²

oder relativistisch:

E² = p²c² + m²c⁴

nicht fundamental vorausgesetzt werden, sondern erst emergent aus kollektiver Clusterdynamik, Bewegungskopplung, Dichteänderungen und makroskopischer Strukturbildung entstehen.
Ja aber das etablierte E ist ja gar nicht global definierbar, denn E hängt vom jeweiligen Beobachter ab und ist somit nicht invariant und höchst wahrscheinlich selbst emergent/effektiv. Warum E also überhaupt so tief in die Theorie legen, siehe auch Jakito's Nachfrage am Anfang deines Threads?
Genau dieser Emergenzschritt ist momentan allerdings tatsächlich noch nicht mathematisch vollständig ausgearbeitet.
Er wäre m.E. ein unnötiger Schritt. Wenn man sich wie gesagt mal die Thermodynamik anschaut, dann ist deren Grundlage keine prä-Thermodynamik. E mit einer prä-E zu beschreiben klingt doch auch irgendwie zirkulär.
In diesem Sinne sehe ich Deine Kritik nicht als Widerlegung der Grundidee selbst, sondern eher als berechtigten Hinweis darauf, wo die Theorie mathematisch noch wesentlich präziser und vollständiger werden muss.

Und genau dort liegt vermutlich momentan die größte eigentliche Arbeit der DMK.
Ich verfolge im Prinzip die gleiche Grundidee -> Emergenz, nur hat sich meine Sichtweise stark durch Kritiken geändert.
Umso früher du anfängst Axiome abzubauen, umso besser. Setze möglichst nur Invarianten an den Anfang.

Was hält Ihr von meiner Idee, die ich in meiner Theorie (DMK) darzustellen versuche?
Na ja, wie gesagt. Ich habe sowas ähnliches auch schon mal erdacht, Kopplung sehr groß -> Box-Dimension gerade. Prinzipiell finde ich Emergenz total spannend und ich finde es bereichernd andere Denkweisen zu hören. Nicht zuletzt kann ich aus solchen Diskussionen ja selbst vielleicht etwas lernen.
Bedenke aber, ich bin lediglich Autist + Savant.
Das sollte aber nicht der Grund sein, um sich Gehör zu verschaffen. Ich glaube es sollte auch nicht unbedingt im Vordergrund stehen.
Ich habe weder einen Hochschulabschluss noch eine akademische Laufbahn, und ein Studium auch nicht.
Ich auch nicht. Ich bin 10. Klasse mit "Fachoberschulreife" abgegangen und habe mich doch recht erfolgreich in die Arbeitswelt gestürzt.
Nutzt du AI oder hast du alles selber ausgearbeitet?
 

ralfkannenberg

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Was hält Ihr von meiner Idee, die ich in meiner Theorie (DMK) darzustellen versuche?
Hallo Thomas,

mir ist klar, dass Dich dieser Punkt am meisten interessiert. So weit, dass ich mir hierzu ein Urteil erlauben könnte, bin ich aber noch lange nicht, und werde ich als Nicht-Physiker vielleicht auch niemals sein.

1. ich denke, Deine Idee mit der π_DMK-Funktion ist zwar richtig, aber leider eben auch ziemlich trivial, wir hatten das in der Schule in der 8. oder 9.Klasse.

2. die Idee mit der Energie_DMK ist bislang nur ideenmässig vorhanden, aber noch nicht ausgearbeitet; hierzu kann ich mir kein Urteil erlauben.

3. Deine Idee mit der quadratischen Geschwindigkeitsaddition erscheint mir ebenfalls nicht ausgearbeitet zu sein und würde mir besser gefallen, würdest Du statt Geschwindigkeiten im Rahmen Deiner Theorie etablierte Energien addieren.

4. Zeitdilation: könntest Du bitte die Formel (2.7) herleiten ? - Ich habe hier ein Problem mit dem Quadrat in der Masse.

5. Rotationskurven / Dunkle Materie: könntest Du mir bitte die Formel (14.1) herleiten ?


Freundliche Grüsse, Ralf
 
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