Eine Frage eines schnellen Lesers: Wofür steht PSE und SGE?PSE folgt aus SGE + Pauli, ein neues Element zu finden, das ins PSE passt, war irgendwann keine echte Überraschung mehr.
Eine Frage eines schnellen Lesers: Wofür steht PSE und SGE?PSE folgt aus SGE + Pauli, ein neues Element zu finden, das ins PSE passt, war irgendwann keine echte Überraschung mehr.
Ich will dir nicht zu Nahe treten, aber hast du schon mal entsprechende Originalartikel gelesen? Da geht es bei beiden v.a. darum, wie Beobachtungen zu interpretieren sind. Wie hoch ist der Anteil an Gas in einer Galaxie, wie ist es verteilt? Wie isoliert muss ein Wide Binary sein, damit es ein Binary ist? Wie modelliere ich die Bildung einer Galaxie? etc. Zumindest die “Praktiker” auf beiden Seiten schlagen sich zum großen Teil mit exakt den gleichen Problemen rum.Ich schätze die "MONDler" im Prinzip als wissenschaftliche Pragmatiker ein. Diese Fokussierung auf einzelne Details hat den schönen Vorteil, dass vergleichsweise schnell überprüfbare Vorhersagen erstellt werden können. Ein theoretischer "Overhead" muss nicht mehr berücksichtigt werden.
Bei den "DMlern" ist so eine schnelle Fokussierung auf Messwerte nicht wirklich gegeben. Es müssen vielmehr aufwändige Experimente und Überlegungen gemacht werden, die eine entsprechend starke Aussagekraft bezüglich des theoretischen Hintergrunds haben, und mit den im Artikel beschriebenen Messungen ist genau so etwas scheinbar auch gelungen.
Möglicherweise blenden die MONDler die zitierte Fragestellung also einfach aus oder verschieben sie auf andere, alternative Erklärungsversuche.
Periodensystem der Elemente, SchrödingergleichungEine Frage eines schnellen Lesers: Wofür steht PSE und SGE?
Eine Frage eines schnellen Lesers: Wofür steht PSE und SGE?
Ähm, SGE steht "eigentlich nicht" für Schrödingergleichung, sondern für Stern-Gerlach Experiment.Periodensystem der Elemente, Schrödingergleichung
Dann war es ja gut nachzufragenPSE ist für Chemiker (wie mich) so sehr Standard wie für andere QFT oder ARD & ZDF.
Interessanter Hinweis. Vielleicht liest Sabine hier ja mit. Dann hat sie gleich eine Motivation für einen neuen Clip.Hossenfelder hat dieses Verfahren in einem anderen Zusammenhang charakterisiert als “assumptions based on assumptions based on assumptions”.
Obiger Artikel scheint keine Ausnahme zu sein. Nett z.B. “We assume spherical symmetry. This is not likely to be valid for our sample of galaxies”
na ja ...Vielleicht liest Sabine hier ja mit. Dann hat sie gleich eine Motivation für einen neuen Clip.
Hallo kwrk,Schuldig, eigentlich wollte ich SG schreiben, aber irgendwo spukte noch ein E für Equation. PSE ist für Chemiker (wie mich) so sehr Standard
Hallo Bernhard,Ich schätze die "MONDler" im Prinzip als wissenschaftliche Pragmatiker ein.
Wie gesagt, das sind knallharte Wissenschaftler, welche allerdings - wie in den exakten Wissenschaften leider nicht ganz unüblich, ihre fixe Idee nicht mehr loslassen können, sondern nach irgendwelchen Schlupflöchern suchen. Wobei dabei natürlich auch die Eleganz verloren geht.Diese Fokussierung auf einzelne Details hat den schönen Vorteil, dass vergleichsweise schnell überprüfbare Vorhersagen erstellt werden können. Ein theoretischer "Overhead" muss nicht mehr berücksichtigt werden.
Auch wenn ich persönlich die DM nach wie vor favorisiere möchte ich so nicht zustimmen, ich denke, die DMler sind aus wissenschaftlicher Sicht ähnlich vorgegangen, d.h. man hat experimentelle Werte abweichenden Verhaltens, es gibt theoretische Arbeiten aus diversen Ecken der Physik, die zu Axionen, zu sterilen Neutrinos, zu SUSY-Partner und viele mehr führten, und man versucht nun, ob es möglich ist, diese rein theoretischen Arbeiten mit dem Experiment abzugleichen.Bei den "DMlern" ist so eine schnelle Fokussierung auf Messwerte nicht wirklich gegeben. Es müssen vielmehr aufwändige Experimente und Überlegungen gemacht werden, die eine entsprechend starke Aussagekraft bezüglich des theoretischen Hintergrunds haben, und mit den im Artikel beschriebenen Messungen ist genau so etwas scheinbar auch gelungen.
In der Vergangenheit habe ich schon öfter erlebt, dass da gewisse Thesen ausgeschlossen wurden, aber bei genauerer Lektüre hat man dann gesehen, dass da nur gewisse Massenbereiche ausgeschlossen werden konnten, aber keineswegs der gesamte Ansatz; bei den sterilen Neutrinos und den reaktor-Neutrinos (wenn ich mich nicht irre) war das ja auch so.Möglicherweise blenden die MONDler die zitierte Fragestellung also einfach aus oder verschieben sie auf andere, alternative Erklärungsversuche.
Hallo Ralf, TomS hat hier im Forum schon mehrfach die große Schwachstelle von MOND beschrieben. Es ist die Tatsache, dass der dortige Ansatz nicht relativistisch kovariant formuliert wird und ich denke auch, dass die Verfechter von MOND das wissen.ich denke, auch das sind knallharte Wissenschaftler.
Wir kreisen hier z.T. um Begrifflichkeiten. Ich bevorzuge z.B. “Modified Gravity” als allgemeineren Begriff. Es gibt Modelle wie TEVES, etc., die als relativistische Versionen von MOND angesehen werden. Der Kern von MOND ist der Beschleunigungsparameter a_0, das ist eine empirische Größe. Ob man Theorien, die diesem eine zentrale Bedeutung beimessen, unter MOND subsumiert ist mmn Geschmackssache.Hallo Ralf, TomS hat hier im Forum schon mehrfach die große Schwachstelle von MOND beschrieben. Es ist die Tatsache, dass der dortige Ansatz nicht relativistisch kovariant formuliert wird und ich denke auch, dass die Verfechter von MOND das wissen.
Ich zitiere mal den ersten Satz aus dem Wikipedia-Artikel zu MOND:Ob man Theorien, die diesem eine zentrale Bedeutung beimessen, unter MOND subsumiert ist mmn Geschmackssache.
Die Bedeutung von MOND ist also völlig klar. Es geht um den Ansatz von Milgrom aus dem Jahr 1983.Die modifizierte newtonsche Dynamik, abgekürzt MOND, ist eine physikalische Hypothese, ...
Modified Newtonian dynamics (MOND) is a theory that proposes a modification of Newton's laws to account for observed properties of galaxies. Modifying Newton's law of gravity results in modified gravity, while modifying Newton's second law results in modified inertia. The latter has received little attention compared to the modified gravity version. Its primary motivation is to explain galaxy rotation curves without invoking dark matter, and is one of the most well-known theories of this class.
Hallo kwrk, ich halte das aus den genannten Gründen für keine gute Idee. Fachbegriffe sollten nicht zweckentfremdet werden, weil die Diskussion sonst beliebig und damit auch beliebig verwirrend werden kann. Ich hoffe, Du wertest das nicht als persönlichen Angriff.Ob man Theorien, die diesem eine zentrale Bedeutung beimessen, unter MOND subsumiert ist mmn Geschmackssache.
In einer Zusammenschau auf über 500 Seiten werden die wesentlichen Modifikationen, Erweiterungen und teilw. Quantisierungsansätze der Allgemeinen Relativitätstheorie diskutiert. Alleine der Blick ins Inhaltsverzeichnis lohnt. Beim schnellen Durchblättern findet man im ersten Kapitel einige übersichtliche Grafiken, die verschiedene Ansätze einordnen und Verwandtschaften aufzeigen.
Modified Gravity and Cosmology: An Update by the CANTATA Network
https://arxiv.org/abs/2105.12582
Ich verstehe unter MOND die nicht-relativistischen Versionen, weil in der Abkürzung das N für Newton steht.Das Kuddelmuddel ist ja nicht auf meinem Mist gewachsen.
500 Seiten ist was für jemanden, der in diesem Bereich promoviert. Für einen Überblick für den interessierten Laien ist das eher unbrauchbar. (Du lässt dir dass vielleicht von KI zusammenfassen, ich hätte gerne eine Zusammenfassung eines Experten, der das Wichtigste herauspickt.)Ich denke all die relevanten und modernen Ansätze der "Modified Gravity"-Theorien sind in dem zitierten Review gut zusammengefasst (Stand 2023).
Soweit ich das verstehe, ist hier nicht der "nicht-relativistische" Grenzfall gemeint. Newton ist als Grenzfall in der ART enthalten und damit völlig kompatibel, das Problem besteht eher darin, die "Modifkation" kompatibel zur ART zu formulieren.Ich verstehe unter MOND die nicht-relativistischen Versionen, weil in der Abkürzung das N für Newton steht.
Es wurde hier im Forum diskutiert. Einfach im Zitat auf den Pfeil nach oben im Kreis klicken und du wirst zum entsprechenden Thread geleitet.500 Seiten ist was für jemanden, der in diesem Bereich promoviert. Für einen Überblick für den interessierten Laien ist das eher unbrauchbar. (Du lässt dir dass vielleicht von KI zusammenfassen, ich hätte gerne eine Zusammenfassung eines Experten, der das Wichtigste herauspickt.)
Die Diversität und Komplexität der verschiedenen Ansätze und Hypothesen folgt allein daraus, dass sie nicht empirisch eindeutig bestimm- und unterscheidbar sind. Wenn das ein Problem ist, dann sollte man wirklich nicht weiter diskutieren...Vielleicht ist das der Komplexität des Themas tatsächlich angemessen, aber dann brauchen wir hier nicht weiterdiskutieren.