Ich persönlich bin es gewohnt, "inkonsistent" zu verwerfen,
Nachdem was ich so lese, gibt es kein Modell, dass alle relevanten Beobachtungen zufriedenstellend erklärt, d.h. beide sind "inkonsistent" bzw. “funktionieren nicht”. Meine Meinung als Laie ist da natürlich bedeutungslos, aber die Zahlen von Google untermauern das ein bisschen. Wenn ein Modell zufriedenstellend wäre, würde es auf der anderen Seite kaum noch relevante Forschung geben. Hossenfelders Mond-o-meter ist übrigens aktuell leicht in den MOND-Bereich zurückgependelt >
www.youtube.com/watch?v=WJGHq6VzMjE&t=316s< Grund: Aktuelles zu frühen Galaxien und Little Red Dots.
Wobei beide Grundmodelle ja selbst wieder Myriaden von Untermodellen haben (deshalb schreibe ich auch von Modified Gravity als Gegenspieler von DM. MOND ist da nur ein Untermodell, mit weiteren Untermodellen; mit DM meinen die meisten hier vermutlich ΛCDM, gibt's auch wieder in endlosen Varianten, etc.).
Ein Stück weit können auch beide Berechtigung haben:
Die Zusammensetzung konventioneller Materie (inc. BH) ist noch keineswegs zweifelsfrei bekannt. Auf der anderen Seite ist Newton der Grenzfall der GR ohne Lambda, damit per se nicht korrekt, darüber hinaus wird die Konstanz von Lambda immer mal wieder angezweifelt.
Was die Teilchen angeht: Beobachtung/Experimente wären natürlich ideal, aber hilfsweise könnte man auch Vorhersagen aus der Theorie verwenden, wenn man ein
konsistentes Teilchenmodell hätte, das DM-Teilchen enthält. (MMn gibt es nicht einmal ein konsistentes Teilchenmodell ohne DM-Teilchen, GUT wäre ein Anfang).
Ich verstehe nicht, wie man bei diesem Stand der Dinge eine der beiden Alternativen kategorisch ausschließen kann.