Was ist los mit RelativKritisch?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Sebastian Hauk

Registriertes Mitglied
Inwiefern? Was setzte er an deren Stelle? Und inwiefern ist das hier relevant, wenn alle experimentell überprüfbaren Vorhersagen identisch sind?

Die Größe der Längenkontraktion ist noch offen.

Natürlich nicht. Die Natur wird offensichtlich durch eine Poincaré-invariante Theorie beschrieben, darüber waren sich Poincaré, Einstein, Lorenz und später Minkowski einig. Der Nutzen des unbeobachtbaren Äthers ist Null, also lässt man ihn weg.

Nun gibt es das Higgsfeld. Und Poincaré hat wenige Wochen vor Einsteins Veröffentlichung der SRT Gravitationswellen postuliert.
 

TomS

Registriertes Mitglied
Die Größe der Längenkontraktion ist noch offen.
Die Theorien liefern IDENTISCHE Vorhersagen. Das Beispiel zu den Formfaktoren war da nur eines unter vielen.

Was soll da bzgl. der Unterscheidung zwischen experimentell ununterscheidbaren Theorien noch offen sein?

Nun gibt es das Higgsfeld. Und Poincaré hat wenige Wochen vor Einsteins Veröffentlichung der SRT Gravitationswellen postuliert.
Wo hat er dazu was genau veröffentlicht? Und was bitteschön hat das mit dem Higgsfeld zu tun.
 

Sebastian Hauk

Registriertes Mitglied
Wo hat er dazu was genau veröffentlicht? Und was bitteschön hat das mit dem Higgsfeld zu tun.

Hier:

Der nächste entscheidende Schritt auf diesem Gebiet gelang Henri Poincaré im Jahr 1905. Grundlage seiner Arbeit bildete ein zentrales Postulat der zeitgleich von Albert Einstein veröffentlichten Speziellen Relativitätstheorie. Demnach kann sich nichts schneller als das Licht fortbewegen – auch nicht die Schwerkraft beziehungsweise Änderungen in einem Gravitationsfeld. Poincaré schlug vor, dass Gravitationswellen von beschleunigten Massen ausgehen und sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Wie auch bei Heaviside dienten ihm elektrische Ladungen als Vorlage: Werden diese beschleunigt, senden sie elektromagnetische Wellen aus.


Es gibt eine Theorie nach der das Higgsfeld für die Gravitation verantwortlich ist.
 

TomS

Registriertes Mitglied
Zuletzt bearbeitet:

ralfkannenberg

Registriertes Mitglied
War die genauso substanzlos wie deine hier kürzlich geäußerten Ideen?
Hallo Tom,

ich will nun nicht alles einordnen, was Sebastian so sagt, zumal er im Verlaufe der letzten Jahrzehnte einige Privattheorien kommuniziert hat, und ich bitte um Nachsicht, dass ich nicht Buch führe, wer wann welche Privattheorie geäussert hat.

Sebastian hat wenigstens Grundkenntnisse der Physik und auch viel - oftmals ohne alle Details verstanden zu haben - gelesen; er hängt aber letztlich immer noch einer Äthertheorie an, in der sich das Licht wie ein Schwimmer im Fluss und im See fortbewegt, d.h. in Fliessrichtung schneller als dagegen, was dem Postulat der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit natürlich widerspricht. Dies hat er ja kürzlich erst hier wieder mitgeteilt.

Andererseits ist er auch offen für gewisse relativistische Effekte und scheint auch die Zeitdilatation anzuerkennen, d.h. er ist der SRT nicht völlig ablehnend gegenüber eingestellt; aber so weit, dass er die Längenkontraktion als zum Paket notwendig dazugehörig akzeptiert, ist er nicht und wird er vermutlich auch nie sein, weil das seine Ideen dann grundlegend widerlegen würde.

Hier sucht er also nach einem Schlupfloch, dahingehend, dass wenn man die Längenkontraktion hinreichend genau messen könnte, er darauf hofft, dass die Messung nicht den theoretischen Wert hat und er damit dann die SRT als falsch deklarieren könnte.

Dass es zahlreiche Experimente gibt, die dann ebenfalls völlig andere Ergebnisse liefern müssten, blendet er dabei aus, und da er sich der Recherche nach solchen Experimenten verschliesst, kommt er da natürlich auch nicht weiter.

Ja schlimmer noch: würde das von ihm vorgeschlagene Experiment die SRT bestätigen, würde er sich ein anderes Experiment aus den Fingern saugen und weiterhin behaupten, man müsse nun eben dieses Experiment durchführen, dann würde die SRT bestimmt wiederlegt werden. Und so macht er - in "guter" Tradition zu anderen SRT-Kritikern, die auch nicht vom Fach sind, weiter.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

ralfkannenberg

Registriertes Mitglied
Die habe ich bereits etliche Male sogar in diesem Forum gepostet. Ohne experimentellen Nachweis sind diese Berechnungen aber nichts wert.
Hallo Sebastian,

vielleicht möchtest Du nochmals eine Version dieser Bewegungsgleichungen und des Wertes der Längenkontraktion in diesem Thread vorstellen. Wenn Du möchtest mache ich Dir einen Thread im GdM auf, dann hast Du 30 Tage Zeit, diese Formeln zusammenzustellen und die konkrete Rechnung durchzuführen. Auch gut, kein Problem.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

TomS

Registriertes Mitglied
Hallo Ralf,

... [Sebastian] hängt aber letztlich immer noch einer Äthertheorie an, in der sich das Licht wie ein Schwimmer im Fluss und im See fortbewegt, d.h. in Fliessrichtung schneller als dagegen, was dem Postulat der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit natürlich widerspricht. Dies hat er ja kürzlich erst hier wieder mitgeteilt.

Andererseits ist er auch offen für gewisse relativistische Effekte und scheint auch die Zeitdilatation anzuerkennen, d.h. er ist der SRT nicht völlig ablehnend gegenüber eingestellt; aber so weit, dass er die Längenkontraktion als zum Paket notwendig dazugehörig akzeptiert, ist er nicht und wird er vermutlich auch nie sein, weil das seine Ideen dann grundlegend widerlegen würde.

Hier sucht er also nach einem Schlupfloch, dahingehend, dass wenn man die Längenkontraktion hinreichend genau messen könnte, er darauf hofft, dass die Messung nicht den theoretischen Wert hat und er damit dann die SRT als falsch deklarieren könnte.
Das ist mir klar, das habe ich verstanden. Details sind mir übrigens egal.

Dass es zahlreiche Experimente gibt, die dann ebenfalls völlig andere Ergebnisse liefern müssten, blendet er dabei aus, und da er sich der Recherche nach solchen Experimenten verschliesst ...
Das ist der erste Punkt. Er kritisiert eine theoretisch und experimentell gesicherte Theorie auf der Basis der Idee, sie könnte ja vielleicht falsch sein, und man könnte das dann evtl. auch messen.

Ja schlimmer noch: würde das von ihm vorgeschlagene Experiment die SRT bestätigen, würde er sich ein anderes Experiment aus den Fingern saugen und weiterhin behaupten, man müsse nun eben dieses Experiment durchführen, dann würde die SRT bestimmt wiederlegt werden. Und so macht er - in "guter" Tradition zu anderen SRT-Kritikern, die auch nicht vom Fach sind, weiter.
Das ist der zweite Punkt. Natürlich kann jenseits der bekannten Experimente immer die Falsifizierung lauern.

Tatsache ist, dass Physiker Kritik gerne annehmen, wenn sie fundiert und gut begründet. Haltlose Vermutungen im Sinne von "es könnte ja sein, dass ..." sind ihnen dagegen völlig egal. Was ich nicht verstehe ist, warum dieses Forum immer wieder Plattform für derartigen Käse sein muss; andere Foren sind daran zugrunde gegangen, dass dies letztlich die Beiträge und die Wahrnehmung dominiert hat.
 

ralfkannenberg

Registriertes Mitglied
Tatsache ist, dass Physiker Kritik gerne annehmen, wenn sie fundiert und gut begründet.
Hallo Tom,

das weiss ich. Ich habe einige wenige Male kleine Fehler in einer Publikation gefunden und dann die Autorenschaft darüber per email informiert, die haben sich immer dafür bedankt.

Was ich nicht verstehe ist, warum dieses Forum immer wieder Plattform für derartigen Käse sein muss; andere Foren sind daran zugrunde gegangen, dass dies letztlich die Beiträge und die Wahrnehmung dominiert hat.
Dieser Thread ist eigentlich ganz gut für so etwas geeignet: zum einen wurden solche Themen im Relativ-Kritisch-Forum ja intensiv besprochen, zum anderen ist das aber schon lange her und nur noch wenige erinnern sich an diese Zeit. Kaum ein neuer Foren-User oder eine neue Foren-Userin werden sich für diesen Thread interessieren; auch ich habe mich hier nur deswegen eingebracht, weil ich Sebastian von früher kenne.

Und als ich einmal von einem meiner Gegner in einem anderen Forum verbal angegriffen wurde war es Sebastian, der mir sofort zu Hilfe geeilt ist. Ich bin nicht jemand, der undankbar ist.


Freundliche Grüsse, Ralf
 

Sebastian Hauk

Registriertes Mitglied
Ich bin in der Lage dieses Gedankenexperiment zu erklären.

Es gibt ein Raumschiff mit 2 Uhren an den Enden des Raumschiffs. In der Mitte des Raumschiffs befindet sich ein Lampe die Licht zu beiden Uhren schickt. Das Raumschiff beschleunigt nun von der Erde aus auf fast Lichtgeschwindigkeit. Die Uhren sollen stehenbleiben, wenn das Licht die Uhren erreicht. Beide Uhren bleiben für die Beobachter im Raumschiff zum selben Zeitpunkt stehen. Danach laufen die Uhren nicht weiter.

Für Menschen auf der Erde bleiben die Uhren zu unterschiedlichen Zeitpunkten stehen. Oder nicht? Und das kann nicht sein.

Ich hänge eben gerade nicht einer Äthertheorie an in dem der Schwimmer mit dem Äther schneller ist als gegen den Äther. Die Higgswellen vermindern die Geschwindigkeit der Lichtstrahlen und anderer Teilchen, wenn sie auf die Higgswellen oder Gravitationswellen treffen. Diese Gravitationswellen gibt es übrigens. Und zwar so, dass die Lichtgeschwindigkeit eine Konstante ist. Das Higgs-Feld ist dazu in der Lage, weil es für die Masse, die Gravitation, für die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit usw. verantwortlich ist.

Also genau das Gegenteil von dem was behauptet wird.

Die Längenkontraktion muss es geben. Die Längenkontraktion wurde auch empirisch nachgewiesen. Die Längenkontraktion zweifele ich nicht an. Ich zweifele die Größe der Längenkontraktion an.

Die Zeitdilatation und die Erhöhung der Masse oder der Energie der Teilchen bei Erhöhung der Geschwindigkeit ist vollkommen richtig.
 
Zuletzt bearbeitet:

ralfkannenberg

Registriertes Mitglied
Ich bin in der Lage dieses Gedankenexperiment zu erklären.
Hallo Sebastian,

das ist doch nur Prosa.

Was man in der Physik benötigt sind Postulate. Eine Theorie fängt also mit einer Anzahl Postulaten an. Und dann folgen die Herleitungen. Du sprichst ja z.B. von der Zeitdilatation und der Erhöhung der Masse/Energie, die Du auch qualitativ anerkennst. Anders bei der Längenkontraktion, da vermutest Du einen anderen Wert.

Nun musst Du irgendwie aus den Postulaten die Zeitdilatation und der Erhöhung der Masse/Energie herleiten, so dass sie denselben Wert wie in der SRT hat, und die Längenkontraktion, dass sie den von Dir vermuteten Wert hat.


Freundliche Grüsse, Ralf
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben