War die genauso substanzlos wie deine hier kürzlich geäußerten Ideen?
Hallo Tom,
ich will nun nicht alles einordnen, was Sebastian so sagt, zumal er im Verlaufe der letzten Jahrzehnte einige Privattheorien kommuniziert hat, und ich bitte um Nachsicht, dass ich nicht Buch führe, wer wann welche Privattheorie geäussert hat.
Sebastian hat wenigstens Grundkenntnisse der Physik und auch viel - oftmals ohne alle Details verstanden zu haben - gelesen; er hängt aber letztlich immer noch einer Äthertheorie an, in der sich das Licht wie ein Schwimmer im Fluss und im See fortbewegt, d.h. in Fliessrichtung schneller als dagegen, was dem Postulat der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit natürlich widerspricht. Dies hat er ja kürzlich erst hier wieder mitgeteilt.
Andererseits ist er auch offen für gewisse relativistische Effekte und scheint auch die Zeitdilatation anzuerkennen, d.h. er ist der SRT nicht völlig ablehnend gegenüber eingestellt; aber so weit, dass er die Längenkontraktion als zum Paket notwendig dazugehörig akzeptiert, ist er nicht und wird er vermutlich auch nie sein, weil das seine Ideen dann grundlegend widerlegen würde.
Hier sucht er also nach einem Schlupfloch, dahingehend, dass wenn man die Längenkontraktion hinreichend genau messen könnte, er darauf hofft, dass die Messung nicht den theoretischen Wert hat und er damit dann die SRT als falsch deklarieren könnte.
Dass es zahlreiche Experimente gibt, die dann ebenfalls völlig andere Ergebnisse liefern müssten, blendet er dabei aus, und da er sich der Recherche nach solchen Experimenten verschliesst, kommt er da natürlich auch nicht weiter.
Ja schlimmer noch: würde das von ihm vorgeschlagene Experiment die SRT bestätigen, würde er sich ein anderes Experiment aus den Fingern saugen und weiterhin behaupten, man müsse nun eben dieses Experiment durchführen, dann würde die SRT bestimmt wiederlegt werden. Und so macht er - in "guter" Tradition zu anderen SRT-Kritikern, die auch nicht vom Fach sind, weiter.
Freundliche Grüsse, Ralf