Information aus einem sL

prim_ass

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Sky Darmos schrieb:
Erstmal: Was bist du für ein Stringtheoretiker wenn du von einer Singularität ausgehst. Per Definition ist das ein Ort unendlicher Dichte, den es ja nach der Stringtheorie nicht geben könnte.

Nun, einer, der eben keine solche Definitionseinschränkung wie Du sie angibst, und die natürlich wieder einmal vollkommen inkorrekt ist, unterliegt. Singularitäten können ganz unterschiedlich sein. Singularität ist zunächst einmal ein Endzustand, der sich unserem klassischen Verständnis entzieht, mehr nicht. Das ganze macht ja nur Sinn, wenn es einen solchen Endzustand gibt. Ja, an Orte unendlicher Dichte denke ich schon gar nicht mehr, wenn ich von einer Singularität spreche. (Ich schlage Dir nochmals vor, Dich eingehender mit den Grundlagen zu befassen, dann kommst Du nicht so schnell auf den Gedanken in einer qm-Erörterung rein klassisch zu argumentieren, versuch es wenigstens semiklassisch).

ABER: Von stringtheoretischen Aspekten bin ich ja hier noch nicht einmal ausgegangen, sondern allein von quantenmechanischen, jedoch scheint Dir das entgangen zu sein.

Die stringtheoretische Antwort ist natürlich wieder mal viel eleganter, lässt sich aber quantenmechanisch mit einem solch beschriebenen Prozess übersetzen.

Zum Link: Da wird eine pdf-Datei geöffnet.Vielleicht hat Dein Equipment damit ein Problem.
 

Sky Darmos

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prim_ass schrieb:
Nun, einer, der eben keine solche Definitionseinschränkung wie Du sie angibst, und die natürlich wieder einmal vollkommen inkorrekt ist, unterliegt.

Nun, die gängige Definition einer Singularität ist eben dass sie ein Ort unendlicher Dichte ist. Und da du außerdem gesagt hast dass dort etwas ganz besonderes passiert, also dass dort Messungen irgendwie eingeschränkt sind, bin ich davon außgegangen dass du hier eine richtige Singularität meinst, denn eine "fast Singularität" wäre kein Ort der irgendwie so ausgezeichnet ist, dass dort Messungen ganz anders geartet sein müssen.
Die Antwort warum dass so sein soll bist du mir noch schuldig.

Zudem wäre es zu erwarten dass die Materie des Sterns das Schwarze Loch verlässt, wenn man Strings in einem gekrümmten Raum ansiedelt, denn die Stringtheorie sagt vorraus dass kollabierende Materie bei der Planck-Länge rekollabiert, d.h. wieder expandiert. Da sie nicht aus dem Horizont kann, würde sie in einen neuen Raum expandieren. Ich behaupte ja nicht dass das wirklich so ist, aber das wäre Stringtheoretisch zu erwarten, wenn man einen gekrümmten Hintergrundraum benutzt (die Strings können ja leider nicht selbst ihren Raum schaffen).

Gruß, Sky.

PS: Fühl dich doch nicht immer gleich so angegriffen.
 

Zap

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Seth Llloyd Artikel.

prim_ass schrieb:
Natürlich stammt dieser Ansatz nicht von mir, aber mit meiner Analogierechnung, die ich nun fast abgeschlossen habe, schließe ich auf anderem Wege, dass die Information in der Tat nicht verloren geht.

Hier der Link zur Arbeit von Lloyd zum Thema.
Also, ich habe mir die Arbeit von Seth Lloyd mal zu Gemuete gefuehrt (also etwas mehr als ueberflogen) und moechte nur 2 Saetze aus der Zusammenfassung zitieren:

"Even if the time evolution apart from the projection is unitary, a person outside the hole must know the exact interaction that occured between the collapsing matter and the incoming Hawking radiation in order to reconstruct the information escaping from the hole."

Aha, man muss also genau ueber die Interaktion bescheid wissen ;-)

Das Fazit moechte ich auch von ihm uebernehmen:

"It would be premature to jump into a black hole just now."

Gruss,

Zap
 

Zap

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Keep it as simple as possible...

Sky Darmos schrieb:
Man könnte, dem selbstmörderischen Männchen ja, bevor es sich ins Schwarze Loch stürzt sagen es solle doch bitte den Spin der hineinfallenden Teilchen messen. Das Problem wäre nur: Woher weiss das Männchen welche Teilchen es messen soll? Verschränkte Teilchenpaare muss man ja auch erstmal aus dem Teilchenschauer mit Polarisatoren herausfiltern. Man müsste das Schwarze Loch von jeglicher anderer Strahlung abschirmen. Das geht aber nicht da das Schwarze Loch durch seine Gezeitenkraft, selbst ständig Teilchen aus dem Quantenvakuum erzeugt. Das "Männchen" könnte diese nicht von der richtigen Strahlung die es messen soll unterscheiden.

Uns selbst wenn es wüsste an welchen Teilchen es den Spin messen soll, so wüsste es dennoch nicht bezüglich welcher Richtung es dies tun soll. Und vorher eine Abfolge von Richtungen vereinbaren bringt auch nichts, da das Männchen im Innern des Lochs ja nicht wüsste ob die Teilchen die der Beobachter draußen misst dann tatsächlich eine Polarisation in diese Richtung hatten. Denn wenn dies nicht der Fall ist, wird das Photon vom Polarisator absorbiert und gelangt nicht zum Detektor wo sein Zustand, also die Information gemessen werden könnte.
Natuerlich muss man diese Sachen komplett rausnehmen. Denn es ist ein Gedankenexperiment. Und in diesem kann man annehmen, dass das Maennchen intuitiv weiss, welches Teilchen er messen soll und wie.


Sky Darmos schrieb:
Mir ist keine Ladung-Spin-Unbestimmtheitsrelation bekannt. Zudem kann ein Halbzähliger Spin nicht von einem Photon stammen. Man weiss also schon mit welchem Teilchen man es zu tun hat.
Naja, wie misst man den Spin eines Teilchens? Natuerlich ueber das magnetische Moment. Wie misst man das magn. Moment? Ueber die Interaktion mit einem magn. Feld. Und Bingo, wir muessen wissen, ob das Teilchen, bei dem wir den Spin wissen wollen, positiv (Positron) oder negativ (Elektron) geladen ist, damit uns die Lorentz-Kraft keinen Strich durch die Rechnung macht.

Sky Darmos schrieb:
Da Photonen sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, muss Ihre Spinachse immer in Bewegungsrichtung zeigen. Nehmen wir an wir hätten für ein einzelnes Photon den Quantenzustand:

IR> + q IL>

Dabei ist R der rechtshändige und L der linkshändige Spinzustand (man kann sich zur Veranschaulichung das Photon wie eine Gewehrkugel mit Rechts oder Linksdrall vorstellen). q sei eine bestimmte komplexe Zahl. Sie entspricht einem Punkt auf der Riemannschen Kugel. Denken wir uns die Riemannkugel so ausgerichtet dass die Verbindungslinie zwischen Nord und Südpol die Bewegungsrichtung des Photons anzeigt. Hier entspricht nun Nord und Südpol die Zustände IR> und IL>. Wie du angemerkt hast sind Photonen immer zirkular polarisiert. Um eine Verbindung zwischen q und der Polarisationsellipse herzustellen, müssen wir die Quadratwurzel aus q betrachten. Wir wollen sie p nennen (hätten wir es statt mit Photonen mit hypothetischen Gravitonen zu tun, so müssten wir die Vierte Wurzel von q nehmen. Das liegt daran dass Gravitonen, den Spin 2 hätten, also das vierfache der Grundeinheit h/(4pi)). Betrachten wir nun diejenige Ebene durch den Kugelmittelpunkt die rechtwinklig zur Verbindungslinie zwischen dem Mittelpunkt und dem Punkt p liegt. Diese Ebene schneidet die Kugel in einem Kreis und durch vertikales Projezieren dieses Kreises auf die Äquatorebene erhalten wir die Polarisationsellipse.

Bei Teilchen mit Masse ist die Sache einfacher. Hier ist der Spin direkt durch q bestimmt, oder wenn die erste komplexe Zahl ungleich Eins ist, vom Verhältnis zweier Komplexer Zahlen w und z. Wir haben hier einen Spinzustand:

w I --> > + z I <-- >

Das Verhältnis w:z definiert über die Riemannsche Kugel eine Spinrichtung. Haben wir ein ganzes Atom so steigt die Anzahl der Spinrichtungen die als Messergebnis möglich sind, mit dem Spin. Bei einem Atom etwa mit Spin n* h/(4pi), gäbe es n+1 verschiedene Möglichkeiten, die durch n+1 ungeordnete Punkte auf der Riemannschen Kugel charakterisiert sind. Vielleicht hätte so mancher erwartet dass der Spin in die klassische Rotation übergeht wenn er größer wird, doch das gegenteil ist der Fall: Wir bekommen immer mehr Spinachsen!

Ist IwI^2 = IzI^2 = 0,5, so ist der Spin natürlich völlig unbestimmt und es sind alle Richtungen als Spinachsen möglich.



Man könnte erst nach dem ersten Polarisator die beiden Photonen verschränken. Die beiden Photonen würden dann zu zwei Unterschiedlichen räumlich getrennten Detektoren mit Polarisatoren laufen.
Naja, hier haut mal wieder was mit der Normierung an einigen Stellen nicht hin. Aber da schaue ich drueber hinweg.
Die Betrachtung mit dem Elektronenspin habe ich nicht so verfolgen und verstehen koennen. Das ist ja auch fuer die Fragestellung hier genauso unwichtig, wie die Betrachung von hypothetischer Gravitonen.

Gruss,

Zap
 

Sky Darmos

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Der quantenmechanische Spin

Zap schrieb:
Natuerlich muss man diese Sachen komplett rausnehmen. Denn es ist ein Gedankenexperiment. Und in diesem kann man annehmen, dass das Maennchen intuitiv weiss, welches Teilchen er messen soll und wie.

Nein, ich habe mich ausschließlich auf PRINZIPIELLE Probleme beschränkt. Diese Probleme würden höchstens dann wegfallen, wenn man eine thelepatische Verbindung zu dem Männchen annehmen würde - was du Intuition nennst. Das ist kein rein praktisches Problem.

Zap schrieb:
Naja, wie misst man den Spin eines Teilchens? Natuerlich ueber das magnetische Moment. Wie misst man das magn. Moment? Ueber die Interaktion mit einem magn. Feld. Und Bingo, wir muessen wissen, ob das Teilchen, bei dem wir den Spin wissen wollen, positiv (Positron) oder negativ (Elektron) geladen ist, damit uns die Lorentz-Kraft keinen Strich durch die Rechnung macht.

Ok, da hast du recht. Übrigens kann man so auch das experimentell überprüfen was ich über die n+1 Spinausrichtungen gesagt hab. Beim Stern-Gerlach-Versuch gibt es n+1 mögliche Ergebnisse für den Spin 1/2n, je nachdem wie groß die Spinkomponente in der vom Messapperat vorgegebenen Richtung ist.

Wir müssen dennoch nicht zwingenderweise vorher die Ladung messen. Wenn wir wissen in welchem Prozess das Teilchen entstanden ist, und zusätzlich den linearen Impuls kennen (der Drehimpuls ist ja durch die Richtung gegeben in der das Teilchen durch das Magnetfeld abgelenkt wird), dann können wir mit ein wenig Teilchenphysik sicher auf die Teilchensorte schließen.

Zap schrieb:
Naja, hier haut mal wieder was mit der Normierung an einigen Stellen nicht hin. Aber da schaue ich drueber hinweg.

Wie gesagt ist das irrelevant, wenn wir nur die unitäre Entwicklung betrachten.

Zap schrieb:
Die Betrachtung mit dem Elektronenspin habe ich nicht so verfolgen und verstehen koennen. Das ist ja auch fuer die Fragestellung hier genauso unwichtig, wie die Betrachung von hypothetischer Gravitonen.

Die Beschreibung des Spins über die Riemannsche Kugel geht auf Majoranas (1932) zurück.

Schöne Grüße,
Sky.
 

Sky Darmos

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Hallo,

Ich will hier mal meine eigene Ansicht zum Informationsparadoxon äußern:

Es ist ja in dem Konflikt zwischen der Informationserhaltung der QT und der Informationszerstörenden Natur eines Schwarzen Lochs der ART begründet.
Aus dem gegenwärtigen Zustand eines Objektes kann man auf seine Vergangenheit schließen kann. Der Informationsgehalt eines Objektes wird als umso höher angesehen, umso besser dies möglich ist.

Wann entstehen Informationen? Wenn wir einfach die unitäre Entwicklung (U) betrachten dann führen unendlich viele Vergangenheiten zum gegenwärtigen Zustand. Das was in der Vergangenheit passiert ist ist nicht festgelegt. In diesem Fall gibt es keine Informationen. Tatsächlich kann es durch den Kollaps der Wellenfunktion (R) im nachhinein festgelegt werden, was in der Vergangenheit passiert ist. Das haben die von John A. Wheeler initierten Delayed Choice Experimente gezeigt. Wenn nun aber Informationen durch R entstehen und R aber nicht aus der konventionellen QT abgeleitet werden kann, wie kann man dann sagen dass unter allen Umständen Informationserhhaltung gelten muss. Die Entsprechende Theorie dafür fehlt ja! Die Informationserhaltung ist mit der Aussage äquivalent, dass R nicht umkehrbar ist. Wir haben aber keine Theorie von R! Zudem sind Fälle bekannt in denen R sich tatsächlich umkehrt!

Die Verfechter der Dekohärenz, die ja die objektive Existenz von R leugnen, sind der Ansicht dass die Quantenmechanik in Prinzip umkehrbar ist, dies jedoch sehr unwahrscheinlich sei. Eine Umkehrung würde aber einem Informartionsverlust entsprechen! Das würde bedeuten dass die QT in der Tat eine Verletzung der Informationserhaltung erlauben würde!

Nur eine zeitlich Asymmetrische Quantentheorie, aus der Etwas dem Prozess R entsprechendes abgeleitet werden kann, kann Aussagen über die Erhaltung von Information machen.

Gruß, Sky.
 

Zap

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Stern-Gerlach und nur 2 Zustaende...

Sky Darmos schrieb:
Ok, da hast du recht. Übrigens kann man so auch das experimentell überprüfen was ich über die n+1 Spinausrichtungen gesagt hab. Beim Stern-Gerlach-Versuch gibt es n+1 mögliche Ergebnisse für den Spin 1/2n, je nachdem wie groß die Spinkomponente in der vom Messapperat vorgegebenen Richtung ist.
Aeh, das verstehe ich nicht. Beim Stern-Gerlach-Versuch spaltet sich der Strahl aus Silberatomen in genau 2 Strahlen auf, welches der Spinstellung +1/2 bzw. -1/2 entspricht. Relevant ist naemlich nur das Valenzelektron.

Sky Darmos schrieb:
Wir müssen dennoch nicht zwingenderweise vorher die Ladung messen. Wenn wir wissen in welchem Prozess das Teilchen entstanden ist, und zusätzlich den linearen Impuls kennen (der Drehimpuls ist ja durch die Richtung gegeben in der das Teilchen durch das Magnetfeld abgelenkt wird), dann können wir mit ein wenig Teilchenphysik sicher auf die Teilchensorte schließen.
Nein, koennen wir so nicht. Das genau ist meine Branche.

Gruss,

Zap
 

Sky Darmos

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Zap schrieb:
Aeh, das verstehe ich nicht. Beim Stern-Gerlach-Versuch spaltet sich der Strahl aus Silberatomen in genau 2 Strahlen auf, welches der Spinstellung +1/2 bzw. -1/2 entspricht. Relevant ist naemlich nur das Valenzelektron.

Warum gerade Silberatome? Was ist an denen so besonders? Ich kann doch durch das Magnetfeld schicken was ich will. Wenn eben viele Elektronen in der Hülle sind, dann gibt es auch viele mögliche Messergebnisse für den Gesamtspin. Erklär bitte genauer was du meinst.
 

Sky Darmos

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Eine Frage an Prim_ass:

Welche Indizien gibt es deiner Meinung nach, dafür dass die Informationen die in Schwarzen Löchern verschwinden, tatsächlich wieder zum Vorschein kommen?

Gruß, Sky.
 

Zap

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Stern-Gerlach-Versuch

Sky Darmos schrieb:
Warum gerade Silberatome? Was ist an denen so besonders? Ich kann doch durch das Magnetfeld schicken was ich will. Wenn eben viele Elektronen in der Hülle sind, dann gibt es auch viele mögliche Messergebnisse für den Gesamtspin. Erklär bitte genauer was du meinst.
Wenn man von dem Stern-Gerlach-Versuch spricht, legt man sich auf den Aufbau und auch auf die verwendeten Atome fest.
Klar kann man durch ein Magnetfeld schicken, was man moechte. Aber man moechte in diesem Fall einen Spin messen bzw. nachweisen, dass dieser in diesem Fall nur 2 Werte annehmen kann. Somit kommen nur Atome mit ungerader Kernladungszahl, also damit auch ungerader Elektronenanzahl, in Frage. Und die von Dir postulierten Freiheitsgrade des Spins gibt es im Atom sowieso nicht. Silber hat die Kernladungszahl 47. 46 Elektronen sind aufgrund des Pauli-Prinzips gepaart. Deren Spins kompensieren sich somit und spielen absolut keine Rolle bei der Messung. Nur das Valenzelektron ist ungepaart und hat genau 2 Moeglichkeiten, seinen Spin auszurichten.
Zudem macht es auch Sinn, ein neutrales Atom, bei dem sich die Ladung halt kompensiert, zu nehmen. Die Gruende dazu nannte ich schon.

Aber warum im Speziellen Silber? Das kann ich jetzt nicht unbedingt sagen. Aber ich vermute, dass das mit der Herstellung des Strahls aus neutralen Atomen zusammenhaengt. Vielleicht eignet sich Silber dazu auf besondere Art und Weise.

Gruss,

Zap
 

Sky Darmos

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Spinmessung am Atom

Zap schrieb:
Wenn man von dem Stern-Gerlach-Versuch spricht, legt man sich auf den Aufbau und auch auf die verwendeten Atome fest.
Klar kann man durch ein Magnetfeld schicken, was man moechte.

Gut dann einigen wir uns eben auf deine Terminologie. Ich meine eine ganz allgemeine Spin-Messung an Atomen.

Klar, heben sich die Spins auf wenn die Energieniveaus voll besetzt sind. Wenn aber ein Niveau nicht voll besetzt ist dann verbietet das Paulische Ausschließungsprinzip ja auch nicht dass Spins gleichgerichtet sind. Ich hab mich ja auch nur auf Atome mit einem merklichen Spin bezogen, indem ich von Atomen mit Spin 1/2n sprach. Mit n ist natürlich NICHT die Anzahl der Elektronen gemeint. Ich zitiere mal aus "Schatten des Geistes" Seite 345, Abb.5.20: "Der Stern-Gerlach-Versuch. Es gibt n+1 mögliche Erghebnisse fpr denb Spin 1/2n, je nachdem wie groß der Spin in der vom Messapperat vorgegebenen Meßrichtung ist."

Gruß, Sky.
 

Zap

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Angeregte Atome?

Sky Darmos schrieb:
Klar, heben sich die Spins auf wenn die Energieniveaus voll besetzt sind. Wenn aber ein Niveau nicht voll besetzt ist dann verbietet das Paulische Ausschließungsprinzip ja auch nicht dass Spins gleichgerichtet sind.
Wir reden nicht von angeregten Atomen. Ansonsten darf man sich gerne an die Besetzungsregel erinnern. Und wie Silber zu seinem merklichen Spin kommt, habe ich dargelegt.

Sky Darmos schrieb:
Ich hab mich ja auch nur auf Atome mit einem merklichen Spin bezogen, indem ich von Atomen mit Spin 1/2n sprach. Mit n ist natürlich NICHT die Anzahl der Elektronen gemeint. Ich zitiere mal aus "Schatten des Geistes" Seite 345, Abb.5.20: "Der Stern-Gerlach-Versuch. Es gibt n+1 mögliche Erghebnisse fpr denb Spin 1/2n, je nachdem wie groß der Spin in der vom Messapperat vorgegebenen Meßrichtung ist."

Meinst Du Spin n/2? Ich denke mal ja. Dann nenn mir mal Atome, bei denen im Grundzustand ein Orbital nicht zumindest paarweise besetzt wird. Da ich kein Chemiker bin, faellt mir keins ein. Aber vielleicht gibt es ja eins.
Im angeregten Zustand kann man natuerlich zu so einer Spinaddition kommen. Das macht die Sache allerdings beliebig schwierig, weil man dann auch noch Atome mit einem metastabilen Zustand braucht.
Kann aber auch sein, dass ich das Problem nicht verstanden habe.

Gruss,

Zap
 

Sky Darmos

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Zap schrieb:
Meinst Du Spin n/2?

Ja, genau - hab ja keine Klammer gesetzt.

Zap schrieb:
Ich denke mal ja. Dann nenn mir mal Atome, bei denen im Grundzustand ein Orbital nicht zumindest paarweise besetzt wird.

Das Paulische Ausschließungsprinzip verbietet ja erst dann gleichgerichtete Spins wenn es sehr Eng wird auf einem Energieniveau.
Gleichgerichtete Spins werden aber wohl bevorzugt, da es sich um Energieärmere Zustände handelt. Zumindest Braucht man den Spin-Freiheitsgrad um die Spektren von Atomen zu erklären. Entgegengesetze Spins lassen sich aber bestimmt lange genug aufrecht erhalten um die gemessen zu werden. Und in dem Fall haben wir n+1 mögliche Messergebnisse.
 

Flozifan

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Hallo zusammen,

ich mische mich ja nur ungern in diese von so hoher Fachkompetenz (Sarkasmus!) gepraegte Diskussion ein. Aber um zumindest mal eine Frage in diesem Thread zu beantworten: Neben dem Pauli-Prinzip bestimmen die Hundschen Regeln die Besetzung der Orbitale mit Elektronen. Und in der Tat ist es danach so, dass die Elektronenkonfiguration den energieaermsten Zustand einnimmt (im Grundzustand).
Bei Gadolinium beispielsweise hat die Elektronenhuelle den Gesamtspin 4, demzuolge gibt es hier 9 verschiedene Einstellungen im Magnetfeld, +4,+3,...,-3,-4.
Gesamtspin 4 ist uebrigens der hoechste bekannte fuer ein Atom im Grundzustand, darunter ist so ziemlich alles vertreten.

Gruss,
Flozifan
 

Zap

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Endlich!

Flozifan schrieb:
Hallo zusammen,

ich mische mich ja nur ungern in diese von so hoher Fachkompetenz (Sarkasmus!) gepraegte Diskussion ein. Aber um zumindest mal eine Frage in diesem Thread zu beantworten: Neben dem Pauli-Prinzip bestimmen die Hundschen Regeln die Besetzung der Orbitale mit Elektronen. Und in der Tat ist es danach so, dass die Elektronenkonfiguration den energieaermsten Zustand einnimmt (im Grundzustand).
Bei Gadolinium beispielsweise hat die Elektronenhuelle den Gesamtspin 4, demzuolge gibt es hier 9 verschiedene Einstellungen im Magnetfeld, +4,+3,...,-3,-4.
Gesamtspin 4 ist uebrigens der hoechste bekannte fuer ein Atom im Grundzustand, darunter ist so ziemlich alles vertreten.
Von Dir wollte ich diese Erklaerung zwar nicht hoeren, aber immerhin ist sie mal gefallen und es erinnert sich jemand an die Besetzungsregeln! Mir hat es ganz schoen in den Fingern gejuckt, selber den seeligen Hund einzufuehren. Aber das falsch laufen hat mehr Spass gemacht.

Gruss,

Zap
 

Sky Darmos

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Flozifan schrieb:
Und in der Tat ist es danach so, dass die Elektronenkonfiguration den energieaermsten Zustand einnimmt (im Grundzustand). Bei Gadolinium beispielsweise hat die Elektronenhuelle den Gesamtspin 4, demzuolge gibt es hier 9 verschiedene Einstellungen im Magnetfeld, +4,+3,...,-3,-4.

Ja, wie gesagt n+1 mögliche Einstellungen. Das der energieärmste Zustand eingenommen wird hab ich doch auch schon gesagt. Und auch dass der Spin höher sein kann wenn sich das Atom in einem angeregten Zustand befindet.
Dass die Obergrenze für den Gesamtspin der Elektronen in der Hülle 4 ist, wusste ich nicht. Aber für die Info kann ich mich wohl kaum bedanken...
 

Sky Darmos

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Zurück zum Thema

Zurück zum Eigentlichen Thema:

@Prim_ass: Du hast mir immer noch nicht die Frage beantwortet wie die Hineinfallende Materie mit der Singularität in Wechselwirkung treten soll.
Neben den von mir schon genannten Problemen, kommt, wie mir scheint, noch ein weiteres hinzu:
Wenn wir den Ereignishorizont überschreiten, dann sehen wir natürlich nicht die Singularität. Das kann man dadurch begrunden, dass die Rollen von Raum und Zeit vertauscht sind. Man kann aber auch alternativ argumentieren:
Wir haben zwei Körper, bei denen der Abstand der Mittelpunkte immer gleich sein soll. Wir lassen den einen Körper so weit schrumpfen dass er seinen kritischen Umfang unterschreitet. Dadurch wächst sein absoluter Horizont von der Größe Null bis zum kritischen Umfang an. Der scheinbare Horizont erscheint unmittelbar. Nun können Lichtstrahlen die von dem geschrumpften Körper ausgehen nicht den anderen Körper erreichen. Nun wirft man mehr Materie in das Schwarze Loch hinein und vergrößert so den Ereignishorizont. Irgendwann ist er so groß dass der andere Körper im Horizont liegt. Nun wäre es absurd anzunehmen dass den Körper jetzt die Lichtstrahlen des kompremierten Körpers erreichen, denn das hinzufügen von Massenenergie sollten sich ja die Lichtstrahlen noch weiter krümmen. Die Vorstellung dass auch die Grenze bis zu der Licht kommt mit dem Horizont nach außen verschoben wird ist also absurd. Der Horizont ist nur die Grenze bis zu der ein hineinfallender Beobachter ein Signal nach außen senden könnte. Die Lichtstrahlen die vom kompremierten Körper ausgehen, können gar nicht bis zum Horizont gelangen. Die Grenze bis zu der die Lichtstrahlen gelangen können, wird mit dem Kollaps immer weiter ins Zentrum des Schwarzen Lochs verschoben. Also selbst wenn man sich direkt vor der Singularität befände gäbe es keine Möglichkeit mit ihr zu wechselwirken, weil sie von einem Horizont umgeben ist.
Wenn man aber sagt, die Rollen von Raum und Zeit seien vertauscht kommt das aufs gleiche hinaus: Man kann die Singularität niemals sehen, egal wie weit man sich ihr annähert!

Außerdem würde mich interessieren welche Hinweise du für die Informationserhaltung bei Schwarzen Löchern siehst. Ich hab meine Ansicht zur Informationserhaltung allgemein ja schon aufgeschrieben.

Hast du eigentlich vor die Theorien von denen du gesprochen hast hier zu veröffentlichen? Mir fällt da primär das mit den drei imaginären Dimensionen ein. Das würde mich interessieren. Außerdem hast du ja davon gesprochen dass du durch Analogierechnungen (was auch immer du damit meinst) Hinweise gefunden hast dafür dass die Information erhalten bleibt. Was sind das für Hinweise?

Gruß, Sky.
 
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