Epistemische Interpretation

antaris

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Ich bin dabei- ist aber auch nicht ganz einfach ;-)
Wenn du einen ontischen Zufall willst, dann musst du daraus irgendwie den Determinismus gewinnen. Da ist die Lesart der TI mit ontischen Determinismus und subjektiven Zufall einfacher, da dies mit den etablierten Theorien einhergeht. Man mag die Konsequenz nicht mögen aber sie existiert und das als realistisch modellierbare Möglichkeit.
 

Jakito

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Ich weiß immer noch nicht, was genau die Nutzung einer AI als Assistent überhaupt aus deiner Sicht so problematisch macht.
Ich sagte hier doch gar nicht, dass die Nutzung einer AI problematisch sei. Ich beschrieb zunächst nur meinen Eindruck, dass aveneers Beiträge und Dokumente sich so lesen, als hätte er sie selbst formuliert und geschrieben.

Gerade fällt mir auf, dass jetzt in diesem Thread TI schon wieder inflationär erwähnt wird. Dabei will ich gar nicht behaupten es wäre unpassend, oder ich müsste wieder einen Thread starten wie Die real existierende TI. Ich will nur erwähnen, dass aveneer nicht damit angefangen hat. Er hat nur brav seine epistemische Interpretation (EI) der Quantenmechanik vorgestellt und verteidigt.

Allerdings sind wir hier im Forum "Gegen den Mainstream". Entsprechend bin ich schon ein wenig vorsichtig mit Zustimmung. Aber inhaltlich darf ich ja trotzdem ein wenig über das Vorgeschlagene diskutieren, ohne dadurch gleich zum Mainstream-Gegner zu werden.
 

antaris

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Ich sagte hier doch gar nicht, dass die Nutzung einer AI problematisch sei. Ich beschrieb zunächst nur meinen Eindruck, dass aveneers Beiträge und Dokumente sich so lesen, als hätte er sie selbst formuliert und geschrieben.
Das Thema AI und wie sich verschiedene Beiträge lesen, hat aber noch viel weniger mit Aveneers Intention bei diesem Thread zu tun. Ich arbeite in einem sehr technischen Beruf und habe viel mit entsprechende Dokumente, Zeichnungen, Datenblätter, Tabellen, Listen, usw. zu tun. Ich muss auch selber umfangreiche Dokumentationen erstellen. Vielleicht sieht mein Schriftbild deswegen schon auch anders aus. Letztlich sollte es aber um Inhalte gehen und nicht um die Form.
Allerdings sind wir hier im Forum "Gegen den Mainstream". Entsprechend bin ich schon ein wenig vorsichtig mit Zustimmung.
Es hat sich ja gezeigt, dass einizig ein echter Zufall irgendwo zwischen bewusste Entscheidung und der Natur eingeführt werden soll. Das ist ja vielleicht nicht mal gegen den Mainstream?!
Aber inhaltlich darf ich ja trotzdem ein wenig über das Vorgeschlagene diskutieren, ...
Ja natürlich.
 

aveneer

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Man mag die Konsequenz nicht mögen...
Es geht nicht um mögen- sondern Option 2. Du sprachst von Option 3, ist doch auch nur 1 am Ende.

Also meine Gedanken sind nur unnötig wenn Option 1 richtig ist, doch dann sind sie es alle, auch die deinen. Wenn Option 2 richtig ist, wäre es schlicht falsch es nicht zu betrachten.
Es ist nicht mögen -> es gebietet die Logik.

Wenn du einen ontischen Zufall willst, dann musst du daraus irgendwie den Determinismus gewinnen.
Das ist schwer zu verstehen doch auch schon logisch.
Aber das subjektive Weltbild ist doch determiniert (subjektiver freier Wille). Hardware+Informationen. Alles was du ändern kannst ist "dI/dt - wie ein Buch lesen oder auch nicht...
Nicht der Determinismus - der Zufall ist zu schwer zu erreichen. Das benötigt Phantasie.

Es besteht doch aber kein Zweifel die Gedanken bestehen nur aus Information. Wenn auch über dE/Materie gespeichert.

Doch erzeugen echte Wechselwirkung - Störungen im Umfeld. Schon erstaunlich- oder nicht? Ein Gedanke kann wahrlich die Welt verändern. Muss nicht mal richtig/logisch dabei sein :) Das kennt Mutter Natur nicht - sie würfelt nicht. Der Mensch vielleicht schon?

Das dI -> das "dE" ist so betrachtet real (verwirklicht) in diesem Sinn, wie das dE aus der objektiven Realität kann es Wechselwirkung zeigen.

Das Wissen der subjektiven Welt Si, ist sicher stets kleiner als Oi (objektive Realität) Si<=Oi

Es ist schon erstaunlich wie sehr die Information in Bezug auf Verwirklichung (Handeln) dem "Verhalten" der Teilchen mit dE ähnelt.
Ruhemasse, Trägheit, Information und "Anti-Information" (im Sinne von falsch), beide +dI doch eines gegen "dt" (in Bezug Richtung Wahrheit). Bewusstsein- Kausal - on-shell und Unterbewusst "nicht kausal" - off-shell und beide besitzen Entropie und ja alles determiniert...Das ist sicher übertrieben, aber im Sinne der Mimikry vielleicht sogar benötigt.

Und warum sollte uns subjektiv handelnden Menschen nur Materie überraschen -Unvorhersagbarkeit erzeugen (aus Mangel an Wissen)? Vielleicht können wir Menschen die objektive Welt auch mal erschrecken.
Ein ~ - kb ln2 erzeugen...ect..pp..

Also die Phantasie wäre da ;-)
 

aveneer

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@antaris

Wenn ich deine Arbeit betrachte, stellt sich mir die Frage: Was wäre, wenn dies den Weg beschreibt, wie das Gehirn Informationen importiert, speichert und exportiert <in/out>?

Die Information wird in Fraktale zerlegt und an verschiedenen Orten im Gehirn gespeichert (Raum, Zeit, Geruch, Gefühl etc.). Der Rückweg wird gekappt – in diesem Sinne wird vergessen, wie es dorthin gelangte.

Zurück kommt der Gedanke daher auf einem neuen Weg, indem die Fraktale nun mit neuen Informationen kombiniert werden. Hinzu kommen subjektive Informationen darüber, wie es werden könnte (rein fiktiv) und ähnliche Situationen, die nicht 1:1 passen. Objektiv gibt es Wahres und Falsches (dS als dI), doch ohne die Weg-Information, also ohne die Information, woher es kam. So entsteht ein konstruktiver, unberechenbarer neuer subjektiver Gedanke. Teils wahr und falsch...

Betrachtet man es so, könnte es unberechenbare, konstruktive Wege geben? Was, wenn die Information über den Weg (in der Zeit – durch das dt) verloren ging und diese "rückwärts" anders interferieren? Damit meine ich nicht, die massiven Teilchen – nur das dI

Aus dI (dE) mal dt (gelöschter Weg, da er in der Vergangenheit liegt und nicht im Jetzt, da die synaptischen Brücken abgebrochen sind) entsteht „Js“ (~Is) aus dem „Nichts“. Aus dem, was war, wird über die Zeit eine neue Wirkung, ein neuer Gedanke kreiert. Kreativität braucht eben Zeit.
 

antaris

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Es geht nicht um mögen- sondern Option 2. Du sprachst von Option 3, ist doch auch nur 1 am Ende.
Ich habe erst nicht verstanden was du meinst aber das hat sich hier in der Diskussion geklärt. Option 3 war vor allem darauf bezogen, sich auf vorhandene Arbeiten, insbesondere der TI, zu beziehen. Das hatte ich im Tread Die Axiomatik interagierender physikalischer Systeme versucht aufzuarbeiten. Letzteres mit Hinblick auf A.Neumaier seine Äußerungen zur Vollständigkeit der Physik. Ich war erst geschockt, dass dies wirklich bereits eine Möglichkeit sein könnte machte mich an den versuch den Hintergund zu verstehen (es ging mir nicht darum die so zahlreich vorhandenen Details bis ins Kleinklein nachzuvollziehen, sondern einen Überblick zu verschaffen).

Ich habe einfach den Gedanken die objetiven Eigenschaften von den subjektiven Eiogenschaften mit einer roten Linie hart voneinander zu trennen, um mit der AI zu prüfen, ob die objektivierbaren Eigenschaften tatsächlich auf eine vollständige M;odellierung führt, die wirklich nur noch die letzten weißen Flecken enthält. Dem scheint tatsächlicjh so zu sein und das wirft m.E. ganz andere Fragen auf.
Das ist schwer zu verstehen doch auch schon logisch.
Aber das subjektive Weltbild ist doch determiniert (subjektiver freier Wille). Hardware+Informationen. Alles was du ändern kannst ist "dI/dt - wie ein Buch lesen oder auch nicht...
Nicht der Determinismus - der Zufall ist zu schwer zu erreichen. Das benötigt Phantasie.

...

Also die Phantasie wäre da ;-)
Meine Phantasie ist auch reichhaltig aber im Bezug zur Physik hat sie mich auch oft in die Irre geführt. Mich leitet eher weniger meine Phantasie, sondern mehr die Erfahrungen, die ich gesammelt habe un d welches mein Weltbild ziemlich stark geprägt hat. Ich will mich dann lieber an bereits formulierten Theorien entlanghangeln. Ich bin nach wie vor (wie vor mehr als 3 Jahre auf Quanten.de) davon überzeugt, dass die wesentlichen Teile schon gefunden sind und das Puzzle nur richtig zusammengesetzt werden muss...in der Hoffnung überhaupt nix Neues finden zu müssen.
 

antaris

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Wenn ich deine Arbeit betrachte, stellt sich mir die Frage: Was wäre, wenn dies den Weg beschreibt, wie das Gehirn Informationen importiert, speichert und exportiert <in/out>?
Bitte nenne das nicht meine Arbeit. Es sind AI-gestützte Zusammenstellungen und die Arbeit in der Erstellung liegt wirklich eher darin, die AI exakt das machen zu lassen, was sie soll. Bitte kurz verlinken was genau du meinst und ich sag dir dann, ob ich das nicht schon längst wieder verworfen habe. Ich will auch gleich dazu sagen, dass mich das Bewusstsein zwar interessiert, ich mich aber eigentlich nicht bezüglich der physikalischen Beschreibung beschäftigen will.
 

aveneer

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Bitte kurz verlinken was genau du meinst und ich sag dir dann, ob ich das nicht schon längst wieder verworfen habe.
Wer weiß...je mehr ich mich mit mein Thema beschäftige, desto mehr unerwartetes zeigt sich. Ich glaube noch ein paar Tage zu benötigen aber dann habe ich einiges zusammen für ein wirklich ausführlichen PoC.

Vor ein paar Tagen habe ich das hier beim stöbern gefunden (wiki):

Fractal_tree.gif



Wirklich interessant, was so alles in soolch einem mathematischen Objekt steckt. Wusstest du, dass es in einem ST-Graphen immer mehrere kürzeste Wege gibt? Das Teil steckt voller Überraschungen und möglicherweise eine ganz neuartige Ontologie. Bisher musst ich nach wie vor auf nix klassisches zurückgreifen aber ja, da steckt massig Arbeit drin um überhaupt das Fundament so wenig angreifbar, wie möglich zu gestalten.
Ich dachte, das wäre dein Thema. Ich bezeichne es nur als Arbeit, weil du dich damit beschäftigst.
Das Dreieck stellt die objektive Realität dar, während der Baum (die Äste) die Speicherform (Ort) der Information ist. Wenn du die Äste und Zweige entfernst, kannst du das Dreieck theoretisch deterministisch rekonstruieren, ich vermute jedoch, dass es nicht funktioniert. Denn bei der Umwandlung von dE -> dI und dI ->dp als Reaktion - ein intrinsisches dS vorhanden ist, ein kb. Es geht immer Information und Energie verloren.

dE (objektiv) * dI (subjektive) >= kb

wen man so möchte.
 

antaris

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Ich dachte, das wäre dein Thema.
Ja ist es aber das ist ein ganz anderes Thema und würde ausschließlich die von A.Neumaier genannten weißen Flecken betreffen.

Nach meiner Vorstellung hat das aber nur damit etwas zu tun, wie die Bühne der offenen physikalischen Systeme (im Sinne der TI) überhaupt erst entstehen kann. Das ist vom Bewusstsein, welches erst viel später ins Spiel kommt, genau im gleichen Sinn, wie für die TI, vollkommen unerheblich. Ich versuche mich aber der Problematik von 2 Seiten zu nähern. Einmal die Kontinuumsmechanik, die gemäß A.Neumaier's Aussage - eben bis auf die paar weißen Flecken - vollständig ist und zum anderen via Konstruktion einer pre-geometrischen Phase für die weißen Flecken, aus der die gesamte Kontimuumsmechanik emergiert bzw. emergieren soll. Dabei wäre es mir natürlich sehr recht, wenn diese Emergenz schwach wäre, denn das würde dem ganzen die schwer verdauliche Magie nehmen (besiegelt dann aber gleichzeitig den Tot der objektiv/ontischen Stochastik, was bei starker Emergenz nicht der Fall wäre). Sollte die Kontinuumsmechanik wirklich vollständig sein, im Sinne von in sich geschlossen, dann ist das m.E. ein sicherer Hinweis auf zumindest schwache Emergenz der gesamten Kontinuumsmechanik (inkl. der darin enthaltenen bewusst (er)lebenden Agenten), aus einer fundamentalen Struktur heraus.

Skalen und Kopplungen (Energiedichte/Temperatur, Längenskalen, Korrelationslängen, Symmetriebrechungen) beeinflussen in welche Form physikalische Systeme entstehen/emergieren können. Bei sehr kurzen Skalen und hohen energiedichten bricht die Kontinuumsmechanik zusammen und im Gegensatz dazu enstehen bei geringen Energien und weitreichenden Korrelationen, stabile und effektiv beschreibbare Phänomene, welche man innerhalb der Kontinuumsmechanik zusammenfassen kann. Um zwischen den Ebenen dieser emergierenden Effekte/Energien/Skalen zu transformieren, werden Renormierungsverfahren bzw. coarse grainig-Methoden benötigt.
 
Zuletzt bearbeitet:

aveneer

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Du hältst eben weiterhin an einer einzigen Realität fest, doch es gibt ein Gesetz.
Zwischen der materiellen und der informellen Welt gibt es eine Art Ereignishorizont mit einer Entropie von mindestens kb.
Er sorgt für Zufälle auf beiden Seiten, die unberechenbar „off-shell” bleiben - wenn Sie auf einander wirken.
 

antaris

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Du hältst eben weiterhin an einer einzigen Realität fest
Ja, weile eine wie auch immer geartete viele-Welten-Variante gar nicht nötig ist und ganz andere Fragen aufwirft, die dann ebenso gelöst werden müssen. Alles andere, wie eine obektive Realität, ist m.E. nur schwer zu erklärender aber vor alllem unnötiger Ballast.

doch es gibt ein Gesetz
Bitte eine Quelle nennen.
 

aveneer

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Bei aveneer ....Mit allen Vor- und Nachteilen, wie z.B. der Sache, dass bei der Übersetzung von Entropie in Energie noch die absolute Temperatur als Faktor hätte auftauchen müssen.
@Jakito
Das Argument verstehe ich zwar erst jetzt. Aber die absolute Temperatur spielt im Grunde keine Rolle für das grundsätzliche Prinzip.
Eine Wechselwirkung ist lokal und daher isothermal. Also die Wechselwirkung zwischen zwei QM-Objekten...

Aber dazu gerade gefunden:
Mass-Energy-Information Equivalence Principle - Melvin Vopson 2019
https://pubs.aip.org/aip/adv/articl...mass-energy-information-equivalence-principle

Hier hat ein Bit sogar eine Masse.
 

antaris

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aveneer

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Es gibt Arbeiten, welche die Argumente entkräften:
Mir war es formal auch zu wenig. Er hatte im Prinzip nur die Löschenergie durch c^2 dividiert und Masse erhalten.

Je mehr ich mich gerade damit beschäftige, desto komplizierter wird es damit.
Es hat zumindest dazu geführt Dinge zu betrachten und zu verstehen, die ich zuvor als uninteressant sah. Die Wick-Rotation hat mich viel gelehrt und neuen Impuls gegeben mal sehen, wohin es mich führt...
 
Zuletzt bearbeitet:

sanchez

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Hallo aveneer,
ich antworte hier mal auf deinen Eingangspost.

Diese subjektive Realität enthält – im Sinne von Roger Penrose – nicht berechenbare Elemente
Was andeutet, dass es einen freien Willen gibt.

Der in der Quantenmechanik beobachtete Zufall entsteht nur lokal, als Folge einer zeitlich begrenzten Wechselwirkung zwischen dieser objektiven Ordnung und der subjektiven, nicht-algorithmischen Realität
Wie kann man definieren was objektiv und subjektiv ist ohne auf subjektiv wahre Informationen zurück zu greifen?
Objektivität geht nicht. In einem anderen Forum, da gibt es den Kurt, und wenn es hart bei Sache kommt, fragt er, wie es ein „Alpha Beobachter“ sieht. Einer, der alles wie es ist, sieht. Das geht nur begrenzt. Ein Alpha Beobachter müsste zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort sein, um alles wahrzunehmen.
Aber da es keinen allgemein gültigen Beobachter gibt, gibt es nur den subjektiven Beobachter, denn der ist an einem Ort und beobachtet.
 
Zuletzt bearbeitet:

aveneer

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@sanchez
Wozu sollte (alpha) Beobachtung dienen, wenn man alles weiß? Nur wer Lücken in seinem Wissen hat, würde anfangen dieses abzugleichen.
Ein göttliches Wesen (alpha Beobachtung) würde uns nur Beobachten, wenn wir es schaffen es zu überraschen in diesem Sinn ;-)
 

aveneer

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Genau auf Ihre folgende Aussage wollte ich hinaus und ich glaube das war auch @aveneer sein Gedanke bezüglich seinem Thread zu seiner epistemischen Interpretation, nur das dabei aus Sicht der TI kein (von ihm erhoffter) ontischer Zufall eine Rolle (Unabhängigkeit des objektivierbaren Wissens der Modelle von alle denkbaren Agenten) spielt?
@antaris
meine Beschreibung würde ich so nicht mehr formulieren. Eine Wechselwirkung ist eine Wechselwirkung, ob geplant (aus deterministischer Sicht) oder ungeplant (wie bei mir aus einer "speziellen Sichtweise" heraus). Dank des lokalen Zufalls sind diese prinzipiell nicht unterscheidbar. Es ist also nicht so, dass sich ein echter Zufall (bewusste Handlung) physikalisch von einem lokalen Zufall (deterministische Sicht) unterscheiden ließe. Das könnte meiner Interpretation am Ende erst die physikalische Grundlage geben. Ohne lokalen Zufall würde sich ein echter Zufall physikalisch unterscheiden. Die Natur handelt immer gleich, ob gewollt oder ungewollt - auf dieselbe Weise.

Mit der deterministischen Sicht, wie sie allgemein gesehen wird, kann ich jedoch noch nicht viel anfangen, da sie einem berechenbaren Film gleicht, wenn man alles wüsste. Vollständige Berechenbarkeit im theoretischen Sinne.

Zumindest wenn man den Mittelwert (Naturkonstanten, Raumzeit etc.) als emergent betrachtet, dann ist es aus meiner Sicht aktuell noch so, dass dieser Mittelwert aus dem Nicht-Kausalen emergent sein könnte. Das, was links und rechts vom Mittelwert liegt, entspricht einer Normalverteilung und ist in der Summe ohne Information. Daher denke ich nicht, dass der Mittelwert berechenbar ist – auch nicht für die Natur.

Nur das, was wir unter Kausalität verstehen, ist mit Information verbunden. Dies ist determiniert. Die Off-Shell-Welt muss es jedoch nicht sein, sie kann auch von Natur aus unberechenbar sein, solange es stets denselben Mittelwert gibt. Die Natur den Mittelwert jedesmal wiederfindet. Nur der Lichtkegel muss determiniert sein, in seinem Verlauf.

Das bewusste Handeln bringt Zufall in die Natur, da es umgekehrt handelt, also im metaphorischen Sinn. Wir schließen aus der On-Shell-Welt auf Informationen und handeln danach, wodurch wir die Natur mit lokalen Störungen versehen, die sich in der Off-Shell-Welt ausbreitet und die on-shell Welt neu gestalltet.
<IN I OUT> vs. <OUT I IN> so ungefähr - Aber das ist nur der Stand von jetzt – es kann sich ja noch wandeln. Wenn es der Zufall so will.
 

antaris

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Die Wick-Rotation hat mich viel gelehrt
Was genau? Das war mal Thema auf dem Physikeboard und da war nach meiner Erinnerung der Tenor, dass die Wick-Rotation nicht einfach naiv angewendet werden kann/darf. Müsste ich mal raussuchen. Letztlich scheint diese aber in der AQFT eine Rolle zu spielen, wenn man dem Abschnitt auf Wiki bezüglich des Haag-Kastler-Theorem glauben schenkt.
 

antaris

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meine Beschreibung würde ich so nicht mehr formulieren. Eine Wechselwirkung ist eine Wechselwirkung, ob geplant (aus deterministischer Sicht) oder ungeplant (wie bei mir aus einer "speziellen Sichtweise" heraus). Dank des lokalen Zufalls sind diese prinzipiell nicht unterscheidbar. Es ist also nicht so, dass sich ein echter Zufall (bewusste Handlung) physikalisch von einem lokalen Zufall (deterministische Sicht) unterscheiden ließe.
...
Ohne lokalen Zufall würde sich ein echter Zufall physikalisch unterscheiden.
Was meinst du mit lokalen Zufall?
Mit der deterministischen Sicht, wie sie allgemein gesehen wird, kann ich jedoch noch nicht viel anfangen, da sie einem berechenbaren Film gleicht, wenn man alles wüsste. Vollständige Berechenbarkeit im theoretischen Sinne.
Genau das ist der Knackpunkt...
1. wissen wir nicht alles und werden das niemals
2. unterliegt jedem physikalischen System ein Rauschen durch die ausgespurte Umgebung

ich interpretiere deine folgende Aussage der Mittelwerte mit dem Rauschen:
Zumindest wenn man den Mittelwert (Naturkonstanten, Raumzeit etc.) als emergent betrachtet, dann ist es aus meiner Sicht aktuell noch so, dass dieser Mittelwert aus dem Nicht-Kausalen emergent sein könnte. Das, was links und rechts vom Mittelwert liegt, entspricht einer Normalverteilung und ist in der Summe ohne Information. Daher denke ich nicht, dass der Mittelwert berechenbar ist – auch nicht für die Natur.
Der Begriff Emergenz wurde ja auch schon bezüglich zu zahlreicher Verwendung moniert aber ja ich sehe das ähnlich.
Im Prinzip leben wir in einem Universum, das ausschließlich als Ganzes einer unitären Entwicklung unterliegt und jedes Subsystem (physikalisches System) des Universums unterliegt einer nicht-unitären Entwicklung aber das bedeutet ja noch lange nicht, dass der Determinismus nicht mehr gilt. Das heißt der Zufall emergiert aus dem unitär deterministischen ganzen Universum in den nicht-unitär deterministischen physikalischen Systemen. Damit wäre der Zufall nicht intrinsisch aber nur aus dem gesamten Universum ableitbar (nur ein Gott könnte das) und damit echt/ontisch aber deterministisch-emergent in den physikalischen Systemen vorhanden. Das ist der Grund, warum ich bezüglich des freien Willens hin und her gerissen bin (mal dafür, mal dagegen, meist irgendwas dazwischen).

Nur das, was wir unter Kausalität verstehen, ist mit Information verbunden. Dies ist determiniert. Die Off-Shell-Welt muss es jedoch nicht sein, sie kann auch von Natur aus unberechenbar sein, solange es stets denselben Mittelwert gibt. Die Natur den Mittelwert jedesmal wiederfindet. Nur der Lichtkegel muss determiniert sein, in seinem Verlauf.
Ich glaube damit treffe ich zum Teil auch deine Aussage, nur mit anderen Worten.


Das bewusste Handeln bringt Zufall in die Natur, da es umgekehrt handelt, also im metaphorischen Sinn.
Streng genommen hat das Bewusstsein damit nix zu tun, bis drauf, dass es in einem physikalischen System unterliegt, welches den gleichen Naturgesetzen folgt, wie bei alle anderen physikalischen Systeme.

Wir schließen aus der On-Shell-Welt auf Informationen und handeln danach, wodurch wir die Natur mit lokalen Störungen versehen, die sich in der Off-Shell-Welt ausbreitet und die on-shell Welt neu gestalltet.
<IN I OUT> vs. <OUT I IN> so ungefähr - Aber das ist nur der Stand von jetzt – es kann sich ja noch wandeln. Wenn es der Zufall so will.

Kannst du bitte kurz definieren (oder verlinken) was du genau mit on- und off-shell meinst?
 
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aveneer

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@antaris
Es ist kompliziert, aber es gibt viele Aussagen zu vielen Universen und wir sind in einem wo das Fine-Tuning stimmt. Ähnlich der Viele Welten Interpretation etc.
Ich würde eher sagen, diese Welten und Universen etc. sind alle im off-shell "raumartigen" Bereich vereint. Sie alle existieren und erzeugen in Summe was wir als Kausalität verstehen. Ein Mittelwert aus alle dem. Der Mittelwert aus allem ist 1 also c, so kann jede Naturkonstante als eine 1 verstehen.
Das Fine-Tuning ist dann kein Zufall und c einfach nur ein Wert der zu allen anderen 1ern - in dem wir leben- in unseren Sein passt.
Die Frage ist, kann sich die Kausalität allein dadurch ergeben, wenn alles mittelmäßig ist :) ?
Zu off- und on-shell kannst du sicher die KI oder andere Quellen fragen. Sorry aber ich habe keine aufgeschrieben.
Dasselbe gilt für die modernere Bezeichnung für <IN | OUT> Die den off-shell Bereich ignoriert - wenn man es so sagen darf.
 
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