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Teleskope
Archiv - Juli
2007 - September 2007
Neues vom Ameisen-Nebel
Der Ameisen-Nebel ist einer der wohl spektakulärsten bekannten planetarischen Nebel. Jetzt haben
Astronomen mithilfe des
Very Large Telescope Interferometer eine flache Staubscheibe im Zentrum des auch als Menzel 3
bekannten Objektes
entdeckt. Solche Scheiben stehen im Verdacht, etwas mit der asymmetrischen Form von
Planetarischen Nebeln
zu tun haben. Die Scheibe des
Ameisen-Nebels allerdings ist dafür viel zu dünn.
28. September 2007
Infrarotteleskop vor Fertigstellung
Das europäische Infrarotteleskop Herschel ist bald fertig: In
den vergangenen Wochen wurden bereits entscheidende Komponenten
zusammengefügt, der gesamte Satellit, der einmal einen bislang unerreichten
Blick auf entstehende Sterne und Planetensysteme bieten soll, wird bis Ende
des Jahres komplett montiert sein. Der Start ist für Ende Juli 2008
vorgesehen.
24. September 2007
Die einsamen Sterne von ESO 137-001
Astronomen haben Sterne entdeckt, die in einem langen Gasschweif
entstanden sind, den die Galaxie ESO 137-001 hinter sich herzieht. Die
dortigen Sonnen dürften zu den einsamsten Sternen gehören, die es
im All gibt. Die Entdeckung ist ein Hinweis darauf, dass es solche Sternenwaisen
häufiger geben könnte als bislang angenommen.
21. September 2007
Astrophysik in der Antarktis
In Potsdam diskutieren Astronomen gerade die Möglichkeiten, die ein
großes Teleskop in der Antarktis der Wissenschaft eröffnen würde. Einen
möglichen Standort haben die Forscher bereits im Visier und am
Astrophysikalischen Institut soll in den nächsten Jahren bereits ein
kleines, robotergesteuertes Teleskop entstehen, das ab 2012 von der
Antarktis aus nach extrasolaren Planeten fahnden wird.
18. September 2007
Auf Galaxienjagd mit SINFONI
Mithilfe des Instruments SINFONI am Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte ESO
in Chile haben Astrononen mit einem Schlag 14 neue Galaxien entdeckt. Die
fernen Galaxien, die wir zu einer Zeit beobachten, zu der unser Universum
nur etwa halb so alt war wie heute, sind so lichtschwach, dass sie nur mit
einem Trick aufgespürt werden konnten. Die Astronomen hoffen nun auf
zahlreiche weitere Funde.
17. September 2007
Herkules-Zwerggalaxie überrascht Astronomen
Eine der ersten wissenschaftlichen Beobachtungen mit dem neuen
Large Binocular Telescope in Arizona lieferte ein verblüffendes
Ergebnis: Eine winzige, erst kürzlich entdeckte Zwerggalaxie unserer
Milchstraße ist so langgestreckt, dass ihr Aussehen eher an eine Zigarre als
an eine Galaxie erinnert. Nun rätseln die Astronomen, wie es zu dieser
ungewöhnlichen Form kommen konnte. Ist etwa unser Milchstraße Schuld?
14. September 2007
Neues Röntgenbild des Weltalls
Die europäische Raumfahrtagentur
ESA hat nun den umfangreichsten Katalog von Röntgenquellen im All publiziert. Er
basiert auf Beobachtungen des europäischen Röntgensatelliten
XMM-Newton und wurde unter Federführung der Universität im englischen
Leicester erstellt. Doch auch deutsche Astronomen waren wesentlich an dem
Projekt beteiligt.
7. September 2007
Die Bausteine des Universums
Das Weltraumteleskop Hubble und das
Infrarotteleskop Spitzer haben in großer Entfernung neun winzige
Galaxien entdeckt. Jede dieser Galaxien hat 100 bis 1.000-mal weniger Masse als
unsere Milchstraße. Die Wissenschaftler vermuten, dass sie es hier mit den
Galaxien zu haben, aus denen im Laufe der Zeit die größeren Galaxien
zusammengesetzt wurden.
6. September 2007
Bessere
Bilder als Hubble
Astronomen der englischen Universität in Cambridge und vom
California Institute of Technology haben mit einem neuen Verfahren von
der Erde aus Aufnahmen gemacht, die schärfer sind als alle Bilder, die das
Weltraumteleskop Hubble bislang gemacht hat. Die Methode, bei der
eine adaptive Optik und eine neue Kamera zum Einsatz kommt, nennen die
Forscher Lucky Imaging.
5. September 2007
Wasserdampf-Regen um neue Sonne
Das Infrarot-Weltraumteleskop Spitzer hat um eine gerade
entstehende Sonne genug Wasserdampf nachweisen können, um fünf Mal die
Ozeane der Erde zu füllen. Nach Ansicht der Astronomen regnet der
Wasserdampf aus der Geburtswolke des Sterns auf die staubige Scheibe um die
neue Sonne, wo vielleicht einmal Planeten entstehen werden.
4. September 2007
Eine Supernova in NGC 1288
Die Europäische Südsternwarte ESO hat heute ein Bild der
spektakulären Spiralgalaxie NGC 1288 veröffentlicht, das eindrucksvoll zeigt,
wie gewaltig Supernova-Explosionen sind. Mitten in der Spiralgalaxie ist nämlich
ein heller Punkt zu erkennen, der allein so hell leuchtet wie die gesamte
Restgalaxie: die Supernova SN 2006dr, ein explodierter Weißer Zwergstern.
3. September 2007
Blick auf die Ringe des Uranus
Der Saturn gilt gemeinhin als der Ringplanet, doch auch
andere Planeten unseres Sonnensystems verfügen über ein Ringsystem. Im Falle von
Uranus allerdings sieht man von den Ringen derzeit recht wenig, weil wir gerade fast
genau auf die Kante des Ringsystems schauen. Bilder des Weltraumteleskops
Hubble veranschaulichen dies eindrucksvoll.
29. August 2007
Das exotische Innere von Neutronensternen
Mit einer neuen Methode haben Astronomen versucht, mehr über das Innere
von Neutronensternen zu erfahren. Mithilfe der Röntgensatelliten
XMM-Newton und Suzaku beobachteten sie Spektrallinien von
heißen Eisenatomen um drei Neutronensterne. Das Verfahren lieferte nicht nur
den Durchmesser der exotischen Objekte, sondern überprüfte gleichzeitig noch
Einsteins Relativitätstheorie.
28. August 2007
Erdrotation fast in Echtzeit beobachtet
Wie lange benötigt die Erde für eine Umdrehung um die eigene Achse?
Einen Tag natürlich, doch dies ist nur ein Teil der Wahrheit: Die Erde dreht
sich nämlich jedes Jahr ein wenig langsamer, so dass regelmäßig die Uhren
angepasst werden müssen. Mithilfe mehrerer Radioteleskope können
Wissenschaftler die Erdrotation nun erstmals nahezu in Echtzeit verfolgen.
27. August 2007
Astronomen finden riesiges Loch im All
Amerikanische Astronomen haben ein gewaltiges Loch im
Universum gefunden: In dem fast eine Milliarden Lichtjahre durchmessenden
Bereich gibt es weder Gas, noch Sterne oder Galaxien. Noch nicht einmal Dunkle
Materie scheint sich hier zu befinden. Solche Löcher im All wurden schon früher
entdeckt, allerdings waren diese bedeutend kleiner als der jetzige Fund.
24. August 2007
Neues Infrarot-Auge für Yepun
Das Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte ESO auf
dem Gipfel des Paranal in Chile hat ein neues, leistungsstarkes Instrument:
HAWK-I. Das Gerät, das am VLT-Teleskop Yepun montiert wurde,
erlaubt Beobachtungen im nahen Infrarot und ist damit ideal für die
Erkundung von lichtschwachen Objekten wie entfernten Galaxien, kleinen
Sternen oder Planeten geeignet.
23. August 2007
Neue Rätsel um Dunkle Materie
Beobachtungen mit dem Röntgenteleskop Chandra
lassen die Astronomen zweifeln, ob ihre bisherigen Vorstellungen über Dunkle
Materie zutreffend sind. Mit dem Teleskop beobachteten die Wissenschaftler
die Folgen einer Kollision von zwei Galaxienhaufen und entdeckten dabei einen
Kern aus Dunkler Materie, in dem es nahezu keine Galaxien gibt. Verhält sich
Dunkle Materie also ganz anders als bislang angenommen?
17. August 2007
Helle Galaxien im jungen Universum
Mit Hilfe mehrerer Teleskope haben Astronomen extrem
leuchtkräftige Galaxien im jungen Universum aufgespürt. Ihre Helligkeit
verdanken die zwölf Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxien einer extrem hohen
Sternentstehungsaktivität. Es handelt sich bei ihnen um die leuchtkräftigsten
und massereichsten Galaxien, die bislang in dieser Entfernung entdeckt wurden.
16. August 2007
Riesenkamera für besseren Blick ins All
Die weltgrößte Bolometer-Kamera für astronomische
Submillimeter-Beobachtungen ist vor Kurzem am 12-Meter APEX-Teleskop in
Betrieb genommen worden. Das Teleskop liegt in 5.100 m Höhe auf dem
Chajnantor-Plateau in den chilenischen Anden. Die Kamera wurde am
Max-Planck-Instituts für Radioastronomie in Bonn gebaut und ist speziell für
die Untersuchung astronomischer Objekte mit extrem niedrigen Temperaturen
ausgelegt.
14. August 2007
Gewaltiger Galaxien-Crash
Das Infrarot-Weltraumteleskop Spitzer hat
in fünf Milliarden Lichtjahren Entfernung die Kollision von gleich vier Galaxien
aufgespürt. Es ist eine der größten kosmischen Karambolagen, die je beobachtet
wurde. Aus den vier Galaxien könnte einmal eine der größten Galaxien im
Universum werden. Für die Astronomen sind die
Beobachtungen eine seltene Gelegenheit, die Entstehung der massereichsten
Galaxien zu verfolgen.
7. August 2007
Der Himmel über dem VLT
Dass die Beobachtungsbedingungen in der chilenischen Atacama-Wüste,
dem Standort des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen
Südsternwarte ESO, nahezu optimal sind, beweisen regelmäßig die eindrucksvollen
Bilder der Teleskope. Als zusätzlichen Beweis veröffentlichte die ESO jetzt
Aufnahmen, die zeigen, was man dort ohne die Hilfe eines Großteleskops sehen
kann. Das Resultat ist nicht weniger beeindruckend.
3. August 2007
Riesentransporter für Mega-Teleskop
Über Lastkraftwagen berichtet eine astronomische
Nachrichtenseite eher selten. Jetzt gibt es dafür aber einen guten Grund: Die
Europäische Südsternwarte ESO stellte nun den ersten von zwei riesigen
Transportern vor, mit dem einmal die Teleskopeinheiten des ALMA-Teleskops
positioniert werden sollen. Das Gefährt wiegt 130 Tonnen und verfügt über 28
Räder.
1. August 2007
Detailansichten des Cirrus-Nebels
Die Reste von Supernova-Explosionen zeugen von der
Vergänglichkeit der Sterne und sind zugleich wunderschöne kosmische
Sehenswürdigkeiten. Dies stellen auch die Detailaufnahmen des Cirrus-Nebels
wieder
unter Beweis, die das Weltraumteleskop Hubble gemacht hat und die heute der
Öffentlichkeit vorgestellt wurden.
31. Juli 2007
25-Meter-Teleskop in der Atacama-Wüste
Es soll 100 Millionen Dollar kosten und das größte Teleskop
seiner Art werden: Fünf Institutionen aus Nordamerika und Europa haben jetzt ein
Konsortium gegründet, um bis 2013 in der chilenischen Atacama-Wüste ein 25-Meter
Submillimeter-Teleskop zu errichten. Die Astronomen erhoffen sich von dem
Instrument einen ganz neuen Blick auf Phänomene, die im sichtbaren Bereich
des Lichtes nicht beobachtet werden können.
30. Juli 2007
Gefräßige Schwarze Löcher im jungen Universum
Beobachtungen mit dem Röntgenteleskop Chandra haben
jetzt gezeigt, dass supermassereiche Schwarze Löcher offenbar schneller wachsen,
wenn sie sich in jungen Galaxienhaufen befinden. Diese gefräßigen
Schwerkraftfallen können die Entwicklung ihrer Muttergalaxien und ihrer
Galaxienhaufen entscheidend beeinflussen.
25. Juli 2007
Komplexe Chemie im interstellaren Raum
Mithilfe des Robert C. Byrd Green Bank
Radioteleskops haben Astronomen das bislang größte negativ geladene Molekül im
interstellaren Raum aufgespürt. Es ist bereits das dritte negativ geladene
Molekül, das entdeckt wurde. Bis vor einem Jahr hatte man die Existenz dieser
Moleküle im Weltall für nahezu unmöglich gehalten. Die wiederholten Funde
dürften nun eine Überarbeitung der bisherigen Theorien nötig machen.
24. Juli 2007
Die größten Kollisionen im Universum
Wenn zwei Galaxien kollidieren ist das schon ein
eindrucksvolles Spektakel. Ungleich gewaltiger ist aber die Kollision von zwei
Galaxienhaufen. Die Beobachtung dieser Ereignisse ist allerdings deutlich
komplizierter. Dank der Röntgenteleskope Chandra und XMM-Newton
gelang es jetzt aber zwei Galaxienhaufen aufzuspüren, die gerade zu einem neuen, noch
größeren Haufen verschmelzen. Und das kann offenbar schneller gehen als bislang
angenommen.
18. Juli 2007
Wenn Weiße Zwerge zu gierig sind
Supernovae vom Typ Ia spielen in der Astronomie eine wichtige Rolle: Da
sie sehr hell sind und offenbar immer gleich ablaufen, dienen sie als
Entfernungsindikatoren und damit zur Messung der Ausbreitungsgeschwindigkeit
des Universums. Jetzt fanden Forscher mit Hilfe des Very Large Telescope
Beweise dafür, dass diese Supernova-Explosionen tatsächlich so
funktionieren, wie sie vermutet hatten.
16. Juli 2007
Eindrucksvolle Infrarot-Karte des Himmels
Ein Jahr nach Beginn des wissenschaftlichen Betriebs liefert
der japanische Infrarotsatellit AKARI immer noch eindrucksvolle Aufnahmen des
Infrarot-Universums. Die jetzt von der japanischen Raumfahrtagentur JAXA
vorgestellten Bilder gewähren eine ungewohnten Blick auf die Milchstraße und
einige ihrer bekanntesten Objekte.
12. Juli 2007
Entfernteste Galaxien entdeckt?
Ein internationales Astronomen-Team will die bislang
entferntesten Galaxien aufgespürt haben. Mithilfe des
Gravitationslinsen-Effektes glauben die Wissenschaftler Hinweise auf eine Gruppe
von Galaxien gefunden zu haben, deren Licht mehr als 13 Milliarden Jahre zu uns
unterwegs war. Wir sehen die Galaxien also zu einer Zeit, zu der das Universum
gerade einmal 500 Millionen Jahre alt ist.
11. Juli 2007
Auf der Jagd nach Gamma-Ray Bursts
Gamma Ray Bursts, also kurze und heftige Strahlungsausbrüche
im Gammastrahlenbereich, sind vermutlich so etwas wie der Geburtsschrei eines Schwarzen Lochs. Sie
dauern aber nur einige Sekunden und
auch ihr Nachleuchten ist von der Erde oft nur innerhalb weniger Stunden zu beobachten. Um
diese Ereignisse besser und schneller untersuchen zu können, haben Astronomen
jetzt ein
neues Instrument am La Silla Observatorium in Chile in Betrieb genommen.
9. Juli 2007
Ein stellares Feuerwerk in NGC 4449
In der rund 12,5 Millionen Lichtjahre entfernten
Zwerggalaxie NGC 4449 geht es derzeit turbulent zu. Auf einer heute
veröffentlichten Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble erkennt man, dass
die Galaxie gerade eine Phase heftigster Sternentstehung durchläuft. Für die
Astronomen eine günstige Gelegenheit, ein solches Ereignis im Detail zu
studieren und gleichzeitig ein indirekter Blick in die Frühphase des Universums.
3. Juli 2007
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