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Sonnensystem
Archiv
- Januar 2006 bis Juni 2006
CLUSTER
Satelliten
entdecken heiße Blasen über der Erde
Oberhalb der Tagseite der Erde fand das europäische Satelliten-Quartett
Cluster sowie einer der chinesischen Double Star-Satelliten extrem heiße Blasen, die sich ständig bilden und rasch
wieder verschwinden. Vermutlich verdanken sie ihre Entstehung der Wechselwirkung des
irdischen Magnetfelds mit dem Sonnenwind. (26.
Juni
2006)
Die
Caldera von Apollinaris Patera
Neue Bilder der hochauflösenden Stereokamera (HRSC) auf der
ESA-Sonde Mars Express zeigen die Caldera von Apollinaris Patera, einem
Schildvulkan, der am Rande von Elysium Planitia liegt. Eine Caldera
entsteht, wenn sich in einem Vulkan die Magmakammer durch Eruptionen
teilweise oder vollständig entleert hat und die darüberliegenden Felspartien
in die entstandenen Hohlräume stürzen.
(19.
Juni 2006)
Zehntausend
Trojaner auf Neptunbahn?
Neptun, der achte Planet unseres Sonnensystems, wird auf seiner Bahn
möglicherweise von zehntausenden Asteroiden begleitet. Darauf deutet die
Entdeckung eines weiteren "Trojaners" durch amerikanische Astronomen hin,
eines Asteroiden also, der dem Planeten stets um 60 Grad auf seiner Bahn
vorauseilt. Die Forscher berichten in der Online-Ausgabe des Fachblatts
Science von ihren Beobachtungen
(16.
Juni 2006)
Blick
auf Aram Chaos
Neue Bilder der vom Deutschen Zentrum für Luft- und
Raumfahrt (DLR) betriebenen, hochauflösenden Stereokamera (HRSC) auf der
ESA-Sonde Mars Express zeigen die Region Aram Chaos, eine der zahlreichen
so genannten chaotischen Gebiete östlich der Valles Marineris, die durch
stark erodierte Tafelberge und Hügel gekennzeichnet sind.
(9.
Juni 2006)
Schutthalde
im All
Die Mission der japanischen Sonde Hayabusa, die im vergangenen Jahr
Bodenproben vom Asteroiden Itokawa sammeln und diese zur Erde zurückbringen
sollte, war vom Pech verfolgt. Noch immer ist unklar, ob die Sonde je die
Heimreise antreten können wird. Trotzdem lieferte die Mission schon
überraschende Ergebnisse: So scheint der Asteroid Itokawa zum beträchtlichen
Teil aus Nichts zu bestehen.
(2.
Juni 2006)
Lavakanäle
auf dem Mars
Neue Bilder der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
betriebenen, hochauflösenden Stereokamera (HRSC) auf der ESA-Sonde Mars
Express zeigen einen Teil des Vulkans Pavonis Mons. Die auf den
Aufnahmen sichtbaren Lavakanäle sind Zeugnis der vulkanischen Vergangenheit
des Roten Planeten.
(29.
Mai 2006)
Die
Grenze zwischen Hochland und Tiefland
Neue Bilder der hochauflösenden Stereokamera (HRSC) auf der ESA-Sonde
Mars Express zeigen einen Teil der Region Tempe Terra. Das Gebiet ist
Teil des alten Hochlands des Mars. Auf den Aufnahmen ist ein Teil der
Übergangszone zwischen dem alten Hochland und den - zumindest oberflächlich
- geologisch jüngeren, nördlichen Tiefländern zu sehen. Wie und wann es zur
Bildung dieser globalen Zweiteilung in südliche Hochländer und nördliche
Tiefländer kam, zählt zu den großen Rätseln der Marsgeologie.
(23.
Mai 2006)
Riesendünen
auf Saturnmond
Auf Radarbildern der Saturnsonde Cassini entdeckten Forscher jetzt
Strukturen auf dem Mond Titan, die riesigen Sanddünen in den Wüsten Afrikas
und Australiens ähneln. Sie dürften allerdings nicht aus Sand bestehen,
sondern vielleicht aus fein geriebenen Eis. Nun rätseln die Wissenschaftler,
wie sich auf dem Saturnmond dieses feinkörnige Material bilden konnte.
(12.
Mai 2006)
Woraus
unser Sonnensystem entstand
Meteoriten haben sich ein weiteres Mal als ein wissenschaftliches
Schatzkästchen entpuppt. Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam konnte jetzt nachweisen, dass primitive Meteoriten auch Spuren ursprünglicher oder
nur wenig veränderter organischer Substanzen enthalten, die
sich vermutlich in der interstellaren Gas- und
Staubwolke bildeten, aus der unser Sonnensystem entstanden
ist.
(9.
Mai 2006)
Huygens'
Landung als Film
Am 14. Januar letzten Jahres landete die Sonde Huygens
auf dem Saturnmond Titan und sandte einmalige Bilder der fernen Welt zur Erde.
Jetzt veröffentlichte des Huygens-Team zwei Filme, die den 147-minütigen
Flug durch die Titanatmosphäre aus der Sicht der Sonde zeigen. Vorausgegangen
war eine monatelange Auswertung der Huygens-Daten. (5.
Mai 2006)
Nanedi
Valles im Xanthe-Hochland
Unlängst veröffentlichte Bilder der vom Deutschen Zentrum für Luft- und
Raumfahrt (DLR) betriebenen, hochauflösenden Stereokamera (HRSC) auf der
ESA-Sonde Mars Express zeigen einen Teil der Region von Nanedi Valles
auf dem Mars. Nanedi Valles ist ein Talsystem, das sich auf einer Länge von
ungefähr 800 Kilometern in nordöstlicher Richtung durch Xanthe Terra
erstreckt, eine von zahlreichen Einschlagkratern geprägte Hochlandregion
südöstlich der Chryse-Ebene.
(2.
Mai 2006)
Ein
Kometenschwarm im Mai
Am 12. Mai 2006 nähert sich der Komet 73P/Schwassmann-Wachmann
3 bis auf rund elf Millionen Kilometer der Erde. Genau genommen kommen die
zahlreichen Bruchstücke dieses Kometen uns relative nahe. Die zwei größten davon
werden vermutlich am dunklen Nachthimmel mit bloßem Auge zu sehen sein, andere
zeigen sich wahrscheinlich nur im Fernglas oder im Fernrohr.
(28.
April 2006)
Ein
Lächeln vom Roten Planeten
Die europäische Sonde Mars Express hat ein im wahrsten Sinne des
Wortes lustiges Foto zur Erde geschickt: Die hochauflösende Stereokamera
HRSC an Bord fotografierte den Galle-Krater, der aus dem Orbit wie ein
riesiges Smiley aussieht. In dem Krater sind Windhosen und vermutlich durch
Wasser geformte Rinnen zu sehen.
(20.
April 2006)
"Zehnter
Planet" kaum größer als Pluto
Anfang Februar sorgten Messungen deutscher Radioastronomen für Aufregung,
nach denen der so genannte "zehnte Planet" 2003 UB313 deutlich größer als
der neunte Planet Pluto war. Schon damals gab es allerdings Zweifel an dem
Befund. Jetzt zeigen Hubble-Beobachtungen, dass das Objekt mit
Spitznamen "Xena" nur minimal größer als Pluto ist. (12.
April 2006)
Was
Propeller über die Ringentstehung verraten
Die Ringe des Saturns geben den Forschern bis heute
Rätsel auf: Zwei konkurrierende Theorien versuchen bislang die Entstehung
dieses eindrucksvollen Phänomens um den zweitgrößten Planeten unseres
Sonnensystems zu erklären. Nun könnte die Saturnsonde Cassini die
entscheidenden Beobachtungen gemacht haben.
(7.
April 2006)
Entstanden
durch gewaltige Kollision?
Der innerste Planet Merkur gibt den Astronomen immer noch Rätsel auf.
So ist den Wissenschaftlern bislang nicht klar, warum Merkur eine so hohe
Dichte hat. Schweizer Forschern könnte es nun mit Hilfe von
Computersimulationen gelungen sein, hinter das Geheimnis des Merkur zu
kommen: Entstand der Planet durch eine gewaltige Kollision? (6.
April 2006)
Beeinflusste
galaktische Bahn Leben?
Könnte es einen Zusammenhang zwischen Artenvielfalt auf der Erde und
der Bahn unseres Sonnensystems um das Zentrum der Milchstraße geben?
Forscher aus den USA glauben jetzt, hierfür eindeutige Anzeichen gefunden zu
haben. Alle 62 Millionen Jahre nämlich pendelt unsere Sonne durch die
Scheibenebene der Milchstraße. Die gleiche Periode fanden die
Wissenschaftler auch bei der Anzahl der Arten. (3.
April 2006)
Ein
Flusslauf in der Hochlandregion Libya Montes
Neue Bilder der vom Deutschen Zentrum für Luft- und
Raumfahrt (DLR) betriebenen, hochauflösenden Stereokamera (HRSC) auf der
ESA-Sonde Mars Express zeigen einen Bereich der äquatornahen Region Libya
Montes, die sich südlich des Isidis Planitia Einschlagbeckens befindet. Auf
den Bildern findet sich einer der besten Beweise dafür, dass auf dem Mars
einst flüssiges Wasser vorhanden war.
(30.
März 2006)
Schwarze Sonne über der Türkei
Sonnenfinsternisse üben immer noch eine besondere Faszination auf die
meisten Menschen aus. Das ist wohl der Grund, warum viele SoFi-Fans in
diesen Tagen in die Türkei geflogen sind. Sie wollen Zeuge der heutigen
totalen Sonnenfinsternis werden. Doch auch von Deutschland aus, könnte sich
ein - geschützter - Blick an den Himmel lohnen.
(29.
März 2006)
Irdische Bakterien auf Titan?
Könnten Bakterien von der Erde durch Asteroideneinschläge
ins All und dann auf vermeintlich lebensfreundliche Planeten und Monde unseres
Sonnensystems gelangt sein? Ein kanadischer Wissenschaftler hat diese Frage
untersucht. Das Ergebnis: Der Saturnmond Titan wäre für irdische Bakterien, die
Huckepack auf einem Meteoriten reisen, leicht zu erreichen.
(27.
März 2006)
Neuer
Kometen-Typ im Asteroidengürtel?
Gibt es auch im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter eine Population
von Kometen? Drei dieser oft als schmutzige Schneebälle bezeichneten Objekte
wurden hier bereits gefunden. Gehören sie vielleicht zu einem neuen Typ von
Kometen, der in der Frühzeit des Sonnensystems das Wasser auf die Erde
brachte?
(24.
März 2006)
Sonnenmission
bis 2008 gesichert
Auf der Sonne ist zur Zeit nicht viel los. Eine ideale
Gelegenheit also für alle Sonnenforscher, sich einmal selbst in die Sonne zu
legen und auf aktivere Zeiten zu warten? Weit gefehlt: Unser Zentralgestirn hat
den Wissenschaftlern auch jetzt einiges zu bieten. So verlängerte die NASA
jetzt die RHESSI-Mission, die die Ursache von solaren Eruptionen untersuchen
soll.
(22.
März 2006)
Plutos
Monde sind auffallend ähnlich
Vor rund einem Monat bestätigten Beobachtungen des Weltraumteleskops
Hubble, dass Pluto nicht nur von einem, sondern von insgesamt drei
Monden umkreist wird. Jetzt fanden Astronomen weitere Hinweise dafür, dass
die Monde des neunten Planeten alle durch eine gewaltige Kollision
entstanden sind.
(17.
März 2006)
Überraschender
Fund in Stardust-Proben
Eine erste Analyse der Materieproben des Kometen Wild 2, die die Sonde
Stardust Anfang des Jahres zur Erde zurückbrachte, hat mehr neue Fragen
aufgeworfen als beantwortet. So entdeckten die Forscher Mineralien, die
eigentlich nur in der heißen Umgebung von Sternen entstehen. Kometen haben
sich aber nach der gängigen Theorie in den äußeren und kalten Regionen des
Sonnensystems gebildet.
(14.
März 2006)
Cassini
entdeckt wasserspeiende Geysire
Die Saturnsonde Cassini hat auf dem Saturnmond Enceladus eine
unerwartete Entdeckung gemacht. Direkt unter der Oberfläche des Trabanten
scheint es flüssiges Wasser zu geben: Am Südpol von Enceladus entdeckte
Cassini wasserspeiende Geysire. Schon wird die Möglichkeit diskutiert,
dass es auf dem Mond primitives Leben geben könnte.
(13.
März 2006)
Stürmischer
Sonnenzyklus erwartet
Zur Zeit herrscht auf der Sonne relative Ruhe: Kaum ein Sonnenfleck ist
auszumachen. Das wird sich nach Ansicht von Forschern allerdings spätestens
ab Anfang 2007 ändern: Die Wissenschaftler erwarten einen stürmischen
nächsten Sonnenzyklus mit einem Aktivitätsmaximum im Jahr 2012. Dies könnte
auch spürbare Folgen für die Erde haben.
(8.
März 2006)
Ein
Zeugenberg in Hesperia Planum
Die neuen Bilder der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
betriebenen, hochauflösenden Stereokamera (HRSC) auf der ESA-Sonde Mars
Express zeigen einen Teil der südwestlichen Region von Hesperia Planum.
Das Gebiet befindet sich in einer ausgedehnten Ebene am Rande von Hellas,
dem größten Einschlagbecken auf dem Mars.
(2.
März 2006)
Plutos
neue Monde bestätigt
Jetzt besteht kein Zweifel mehr: Der Planet Pluto
hat nicht nur einen, sondern drei Monde. Das Weltraumteleskop Hubble
visierte vor einer Woche den neunten Planeten an und bestätigte dabei einen
Befund aus dem vergangenen Jahr. Bei den beiden neuen Monden scheint es sich
nicht um eingefangene Asteroiden zu handeln. Sie sind vermutlich gemeinsam
mit Charon durch eine gewaltige Kollision entstanden.
(23.
Februar 2006)
Polarlichter
über dem Mars
Auch der Mars ist magnetisch und zeigt über seiner Südhalbkugel
"Polarlichter". Nun haben Wissenschaftler mit dem Teilchenspektrometer ASPERA-3
an Bord des europäischen Satelliten Mars Express die Plasmaphysik dieser
Aurora näher untersucht. Dabei fanden sie geladene Teilchen, die aus der
Atmosphäre des Planeten in den freien Weltraum geschleudert werden. Die
Beobachtung könnte dabei helfen zu klären, wie der Mars seine Atmosphäre
verloren hat.
(22.
Februar 2006)
Das
Rätsel der anomalen kosmischen Strahlung
Als die Sonde Voyager 1 im Dezember 2004 den Rand des
Sonnensystems erreichte, erlebten die Astronomen eine Enttäuschung. Sie hatten
gehofft, dort die Quelle der anomalen kosmischen Strahlung zu finden. Stattdessen stellte sich heraus, dass alle theoretischen Überlegungen der letzten 20
Jahre falsch waren. Doch jetzt scheinen zwei Forscher eine Erklärung gefunden zu
haben.
(21.
Februar 2006)
Der
Schatten von Phobos
Die Kamera am Bord von Mars Express konnte Ende letzten Jahres
beobachten, wie der Schatten des Marsmondes Phobos über die Marsoberfläche
huschte. Zufall war das allerdings nicht: Den Aufnahmen gingen langwierige
Vorbereitungen voraus. Sogar die Sonde selbst wurde für die Aufnahmen leicht
gekippt.
(20.
Februar 2006)
Polarlichter
schießen Elektronen ins All
Polarlichter sind ein faszinierendes Naturschauspiel, das
sich auch auf anderen Planeten beobachten lässt. So untersuchten deutsche
Wissenschaftler jetzt mit dem Teilchenspektrometer MIMI an Bord der Raumsonde
Cassini die
Polarlichtregion des Saturn. Dabei fanden sie heraus, dass hier
Elektronen nicht nur zum Planeten hin, sondern auch von ihm weg beschleunigt
werden.
(17.
Februar 2006)
So
entstand der "Mann im Mond"
Lange haben Forscher gerätselt, wie der "Mann im Mond", eine Formation von
dunklen Flächen auf der Mondoberfläche, die irgendwie an einen Smiley
erinnert, entstanden ist. Jetzt fanden amerikanische Wissenschaftler
Hinweise darauf, dass ein gewaltiger Einschlag auf der erdabgewandten Seite
des Mondes dafür verantwortlich sein könnte.
(15.
Februar 2006)
Die
ältesten Gesteine im Sonnensystem
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Universitäten Köln und
Bonn 1,2 Millionen Euro für den Kauf eines hochpräzisen Massenspektrometers
bewilligt. Mit dem Gerät wollen die Mineralogen unter anderem nach der
ältesten Materie im Sonnensystem fahnden. In einem neuen Bonn-Kölner Labor
für Isotopengeochemie soll auch Mondgestein unter die Lupe genommen werden.
(9.
Februar 2006)
Flug
über die Tharsis-Hochebene
Ein neues während nur eines Überflugs entstandenes Bild der vom Deutschen
Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebenen, hochauflösenden
Stereokamera HRSC an Bord der ESA-Raumsonde Mars Express zeigt ein
Gebiet namens Claritas Fossae im südlichen äquatorialen Marshochland. In
diesem Teil der Tharsis-Hochebene sind Strukturen zu sehen, die durch
Spannungen in der Marskruste entstanden sind.
(6.
Februar 2006)
Trojaner-Asteroid
ist eigentlich Komet
Als Trojaner bezeichnet man für gewöhnlich Objekte, die etwas ganz anderes
sind als sie vorgeben zu sein. Nun entdeckten amerikanische Astronomen, dass
dies offenbar auch für mindestens einen Asteroiden gilt, der zur Gruppe der
sogenannten Trojaner gehört: Der Asteroid Patroclus scheint in Wirklichkeit
ein Komet zu sein.
(3.
Februar 2006)
2003 UB313
"Zehnter
Planet" deutlich größer als Pluto?
Nach Beobachtungen deutscher Astronomen ist das oft als
zehnter Planet bezeichnete Kuiper-Gürtel-Objekt 2003 UB313 deutlich größer als
Pluto. Die Forscher bestimmten durch Messung der Wärmeabstrahlung den
Durchmesser von 2003 UB313 auf 3.000 Kilometer. Pluto hat einen Durchmesser
von 2.300 Kilometern.
(2.
Februar 2006)
MARS EXPRESS
Wassereis
und verschüttete Krater Über ein Jahr lang mussten die Wissenschaftler warten, bis
das Radarexperiment MARSIS an Bord der Sonde Mars Express endlich seinen
Betrieb aufnehmen konnte. Doch die Geduld hat sich gelohnt: Mithilfe der ersten
Daten von MARSIS wurden jetzt unterirdisches Wassereis und verschüttete Krater
nachgewiesen. (30.
Januar 2006)
Asteroidenkollision
hüllte Erde in Staubwolke
Astronomen ist es erstmals gelungen eine Verbindung
zwischen Sedimentablagerungen am Meeresboden und dem Auseinanderbrechen
eines Asteroiden herzustellen. Danach wurde die Erde vor rund 8,2 Millionen
Jahren in eine Wolke aus interplanetarischem Staub gehüllt, was sogar Folgen
für das Erdklima gehabt haben könnte.
(25.
Januar 2006)
MARS EXPRESS
Wasserhaltige
Sulfate in Juventae Chasma
Neue Bilder der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
(DLR) betriebenen, hochauflösenden Stereokamera HRSC an Bord der
ESA-Raumsonde Mars Express zeigen das Gebiet von Juventae Chasma. Die
mehr als 5.000 Meter tief in die Hochebene Lunae Planum eingeschnittene
Senke Juventae Chasma ist ein Teil der Valles Marineris, einem riesigen,
4.000 Kilometer langen System tektonisch entstandener Täler.
(20.
Januar 2006)
PLUTO
Neunter
Planet zehn Grad kälter
In wenigen Tagen startet die NASA-Sonde New Horizons
zum Pluto. Doch auch von der Erde aus lässt sich Überraschendes über den
neunten Planeten feststellen: So haben Forscher jetzt die
Oberflächentemperatur des Pluto gemessen und die Größe seines Mondes Charon
extrem genau bestimmt. Pluto ist demnach zehn Grad kälter als er eigentlich
sein sollte.
(10.
Januar 2006)
URANUS
Hubble
entdeckt neue Monde und Ringe
Das Hubble-Weltraumteleskop fotografierte ein neues
Ringpaar um Uranus und zwei neue kleine Monde. Weitere Analysen der
Hubble-Daten zeigen, dass das Ring-Mond-System um den blauen Gasplaneten
ständigen Änderungen unterworfen ist. Sogar zu regelmäßigen Zusammenstößen
könnte es kommen.
(4.
Januar 2006)
TITAN
Huygens
enthüllt lebensfeindliche Welt
Die Bedingungen auf dem Saturnmond Titan mit seiner dichten
Atmosphäre ähneln jenen, die in der Frühzeit des Sonnensystems auf der Erde
geherrscht haben. Bilder und Spektren der Titan-Oberfläche, die ein
internationales Wissenschaftlerteam, darunter auch Forscher des
Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS), mit der Raumsonde
Huygens aufgenommen haben, zeigen eine ausgetrocknete Flusslandschaft.
(2.
Januar 2006)
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