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Internationales Raumfahrertreffen in Köln
Redaktion
/ Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt astronews.com
2. Juli 2013
Es ist wohl einer der exklusivsten Vereinigungen der Welt:
Um Mitglied in der rund 400 Mitglieder umfassenden Association of Space
Explorers (ASE) werden zu können, muss man nämlich schon einmal die Erde
aus dem Orbit betrachtet haben. In dieser Woche trifft sich der Club der
Astronauten und Kosmonauten in Köln zu seinem jährlichen Planetaren Kongress.

Die
Internationale Raumstation ISS ist ein
Forschungslabor in der Schwerelosigkeit. Die
Association of Space Explorers (ASE) hat es sich
zum Ziel gesetzt, Faszination und Nutzen der
bemannten Raumfahrt zu vermitteln.
Foto: NASA |
Die Zulassungsbeschränkungen sind hart: Nur wer schon einmal die Erde
aus der Erdumlaufbahn betrachten konnte, darf Mitglied werden. Zur
Association of Space Explorers (ASE) gehören rund 400 Raumfahrer aus 35
Ländern. Mehr als 80 von ihnen sind in dieser Woche in Köln versammelt, um am
26. "Planetaren Kongress" teilzunehmen, den dieses Jahr das Institut für Luft-
und Raumfahrtmedizin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) für
die ASE ausrichtet.
"Der Mensch ist wie für den Weltraum geschaffen und kann dadurch den
Weltraum auch für die Forschung nutzen," glaubt der deutsche ESA-Astronaut
Reinhold Ewald. Er spricht aus eigener Erfahrung: 1997 führte er Experimente an
Bord der russischen Raumstation MIR durch.
Um Faszination und Nutzen der Raumfahrt der Öffentlichkeit zu vermitteln,
veranstaltet die ASE jedes Jahr in einem anderen Land ihren Kongress.
"Astronauten und Kosmonauten sind die besten Botschafter für die Forschung im
Weltraum", betont Ewald, der Vorstandsmitglied der ASE ist und in diesem Jahr
als einladender Astronaut fungiert, der seine Kollegen nach Deutschland gebracht
hat.
Zum Programm des Planetaren Kongresses gehören dabei Fachsitzungen in Köln,
Aachen und Bonn sowie am Mittwoch deutschlandweit Vorträge an verschiedenen
Universitäten und Forschungseinrichtungen, Treffen mit Vertretern aus Politik
und Wirtschaft, Publikumsdiskussionen und vor allem Gespräche mit Schulklassen
wie beispielsweise in den DLR-School_Labs in Bremen, Berlin oder Köln.
Zum Abschluss des Kongresse am Freitag steht dann die Eröffnung der
DLR-Forschungsanlage :envihab auf dem Programm: ":envihab ist sozusagen das
irdische Schwester-Labor zur Internationalen Raumstation ISS", erklärt Prof.
Rupert Gerzer, Leiter des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin. Das
Gebäude vereint verschiedene Geräte und Anlagen, die Studien unter exakt
kontrollierbaren Bedingungen ermöglichen.
Kernstück der Anlage ist eine Zentrifuge, die eine Beschleunigung bis zur
sechsfachen Schwerkraft ermöglicht, und unter anderem auch während der
Probandenfahrt Ultraschall-Bilder aufnehmen kann. Ein Schlaflabor bietet Raum
für zwölf Probanden, um dort Isolationsstudien über einen längeren Zeitraum
durchführen zu können. Ein Magnetresonanztomographie-Gerät gehört ebenso zur
Ausstattung wie ein Physiologie-Labor und ein Druckbereich, in dem Höhen bis zu
5.500 Metern simuliert werden können.
"Die Einrichtung ist in dieser Ausstattung weltweit einzigartig", betont
DLR-Institutsleiter Prof. Rupert Gerzer. Erste kleinere Studien sollen die neuen
Anlagen erproben, die erste Großstudie ist für 2014 vorgesehen. An der Eröffnung
des :envihab nehmen alle bereits geflogenen deutschen Astronauten teil sowie
Alexander Gerst, der im Mai 2014 zur Internationalen Raumstation starten wird.
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