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Offiziell hatte die NASA die Mission des Marslanders Phoenix für beendet erklärt, nachdem der Kontakt im November 2008 abgebrochen war. Die zunehmende Dunkelheit in der Nordpolarregion des Mars hatte die Energieversorgung immer schwieriger gemacht. Nach Ende des Winters könnte sich Phoenix aber theoretisch reaktivieren. Wissenschaftler wollen ab Januar nach entsprechenden Signalen suchen.
Der Marslander Phoenix hatte im Mai 2008 in der Nordpolarregion des Mars aufgesetzt und hier mehrere Monate lang seine direkte Umgebung untersucht. Mit einem Greifarm konnte er beispielsweise Bodenproben nehmen und diese in Analyseöfen untersuchen. Dabei machte Phoenix einige faszinierende Entdeckungen, über die wir bei astronews.com immer wieder berichtet haben. Die Landestelle in der Nähe des Marsnordpols hatte allerdings einen Nachteil: Im Marswinter wird es hier praktisch nicht mehr hell, so dass auch die Solarzellen von Phoenix keinen Strom mehr erzeugen können. Dies machte sich schon zum Ende des Sommers bemerkbar, als die Energieversorgung des Landers immer schwieriger wurde und der Kontakt schließlich abbrach. Die NASA erklärte die Mission dann im November 2008 für beendet. Sie hatte schon damals länger gedauert als ursprünglich geplant worden war. Doch jetzt könnte Phoenix seinem Namen alle Ehre machen: Sollte der Lander die bittere Kälte des Marswinters überstanden haben, ist eventuell eine neue Kontaktaufnahme möglich. "Wir werden ab Januar auf Signale unseres Landers achten", sagte Peter Smith, vom Lunar and Planetary Laboratory der University of Arizona und verantwortliche Wissenschaftler der Phoenix-Mission der amerikanischen Nachrichtenseite space.com. "Unser Ingenieurteam ist gespannt darauf, wie widerstandsfähig die elektronischen Systeme angesichts dieser Temperaturen des nördlichen Marswinters sind."
Zu große Hoffnungen sollte man sich allerdings nicht machen, da die Systeme von Phoenix nur für Temperaturen von bis zu minus 55 Grad Celsius ausgelegt sind, während des Marswinters die Werte aber bei durchschnittlich minus 126 Grad Celsius liegen. Smith hält die Chancen daher für nicht sonderlich hoch, der wissenschaftliche Nutzen eines wieder funktionierenden Landers aber, wäre gewaltig. Als der Kontakt Anfang November abbrach, hatten noch alle Instrumente von Phoenix einwandfrei funktioniert, so dass man, wenn das immer noch so ist, zahlreiche Untersuchungen fortsetzen und auch weitere Grabungen durchführen könnte. Phoenix verfügt über einen sogenannten "Lazarus-Modus", durch den sich der Lander praktisch selbst wieder in Betrieb nehmen kann, wenn ausreichend Energie zur Verfügung steht. Vollkommen unklar ist den Ingenieuren allerdings noch, in welchem Zustand sich die Solarzellen nach der Kälte des Marswinters befinden.
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