Mit Hilfe des Röntgenteleskops Chandra konnten erstmals viele
einzelne Röntgenquellen in diesem Sternentstehungsgebiet aufgespürt
werden. Dabei ist die Stärke der jeweiligen Röntgenquelle farbkodiert:
Grüne Punkte stehen für weniger starke Röntgenquellen, während sich
hinter lila und roten Punkten recht intensive Röntgenquellen verbergen.
Auf dem Bild sind einige Dutzend sehr massereicher Sterne zu erkennen, die
vermutlich während eines Sternentstehungsausbruchs - Astronomen nennen dies Starburst
- entstanden sind, der sich vor rund zwei Millionen Jahren ereignete.
Aus diesem Grunde ist diese Chandra-Aufnahme nicht nur für die
Erforschung unserer eigenen Galaxis interessant. Sie könnte auch Hinweise
darauf liefern, was in entfernten sogenannten Starburst-Galaxien
vor sich geht und woher die dort beobachtete Röntgenstrahlung stammt. Im
Falle von NGC 3603 glauben die Astronomen, dass die Röntgenstrahlen von
massereichen Sternen und stellaren Winden abgestrahlt werden. Die
massereichen Sterne in diesem Sternentstehungsgebiet, so die Theorie, sind
zu jung, um ihr Leben schon in einer Supernova-Explosion beendet zu haben.