Der Start der Raumfähre Discovery wurde erneut um 24 Stunden
verschoben. Grund diesmal war ein kleiner vergessener Bolzen, den man nach
der Betankung bei einer Inspektion entdeckt hatte. Nun soll das Shuttle
in der kommenden Nacht zur Internationalen Raumstation starten.
Erst waren es Probleme mit einem Ventil und einem Haltebolzen, dann zu
starke Winde, die eine Betankung der Discovery verhindert hatten
und eigentlich dachte man, dass - nach den Wettervorhersagen - der starke
Wind auch den gestrigen Startversuch verhindern würde. Es kam jedoch
anders: Nach dem Betanken des großen Tanks der Raumfähre wurde von einem
Inspektionsteam ein kleiner Bolzen an einer Strebe zwischen Shuttle
und Außentank entdeckt, der normalerweise verwendet wird, um während
Bodenarbeiten Ausrüstungsgegenstände oder Arbeitsplattformen zu
befestigen.
Da das Flugteam befürchtete, dass dieser Bolzen beim Start zu Schäden
führen kann, entschloss man sich das vergessene Teil zu entfernen, wozu
man aber die gesamte drehbaren Serviceeinrichtungen wieder an das Shuttle
schwenken und daher den Start verschieben musste. Nun soll die Discovery
1.17 Uhr MESZ starten - wenn denn das Wetter mitspielt. Die Chancen für
eine erneute wetterbedingte Startverschienung stehen derzeit bei ungefähr
40 Prozent.
Gelingt der Start in der kommenden Nacht dürfte die Discovery
am frühen Sonnabend morgen an der Internationalen Raumstation ISS
andocken. Von Sonntag bis Mittwoch soll die Crew dann insgesamt vier
Weltraumspaziergänge unternehmen und am Freitag nächster Woche die ISS
wieder verlassen. Die Rückkehr der Raumfähre zur Erde wäre nach dem
derzeitigen Zeitplan für übernächsten Sonntag vorgesehen.