Während die NASA gerade ihre künftige Marsmission überdenkt (astronews.com
berichtete), macht die Europäische Weltraumagentur ESA Ernst: Mars Express soll
im Juni 2003 starten. Das beschloß kürzlich das wissenschaftliche Programm-Komitee. Mit
an Bord wird auch ein Landefahrzeug namens Beagle 2 sein, für das noch Geldgeber
gesucht werden.
Mit Mars Express betreten die Europäer Neuland in doppeltem Sinne: Es wird
die erste europäische Mars-Mission werden und mit einem Gesamtbudget von rund 150
Millionen Euro zudem die billigste Mars-Mission, die es je gab. Ziel der Mission soll die
Suche nach Wasser und Leben auf dem roten Planeten sein. Dazu werden sieben Instrumente an
Bord installiert, die von europäischen Instituten entwickelt werden.
Kurz vor Ankunft wird Mars Express einen kleines Landefahrzeug aussetzen, das
in Großbritannien entwickelt wird. Dieser - nach dem Schiff von Charles Darwin - Beagle
2 benannte Lander, soll die Suche nach Lebensspuren auf der Oberfläche des Planeten
fortsetzen. Doch genauso wie Darwin Probleme hatte, seine Expedition zu finanzieren,
werden auch noch weitere Geldgeber für die Beagel 2 gesucht.
Das Jahr 2003 ist für eine Mars-Mission ideal, weil zu diesem Zeitpunkt die Stellung
der Planeten besonders günstig ist. Mars Express ist für die ESA finanzierbar
geworden, da die Mission schneller und billiger als jede andere Mission vorher
verwirklicht werden soll. Dazu werden bereits getestete Technologien von früheren
Missionen einfach wiederverwendet. Im Fall der Mars Express Mission werden
Anleihen bei der Kometenmission Rosetta gemacht.
Darüber hinaus sollen im größerem Ausmaß als bisher fertige Techniken genutzt und
durch strategische Partnerschaften mit Industrieunternehmen Kosten gesenkt werden.
Trotzdem stand die endgültige Befürwortung von Mars Express auf Messers
Schneide: Die jüngsten Budgetplanungen der ESA machen die Mission geradeso möglich.
Links im WWW:
- ESA, Science-Homepage der ESA
siehe auch: