Im Rahmen des Hubble Heritage Projektes veröffentlichte das STScI unlängst
eine eindrucksvolle Aufnahme der Sternentstehungsregion "Hodge 301" im 30
Doradus-Nebel in der großen Magellanschen Wolke. Außerdem kündigte das Team an, daß
sich die Öffentlichkeit bald wieder an der Auswahl des nächsten Beobachtungsobjektes
beteiligen kann.

Der Tarantel-Nebel in der Großen Magellanschen Wolke Foto Hubble
Heritage Team (AURA/STScI/NASA) |
Hodge 301 (unten rechts im Bild), gelegen innerhalb des 30 Doradus oder auch
Tarantel-Nebels, ist weder der hellste, noch der jüngste oder bekannteste Sternhaufen in
diesem Nebel, aber aus einem anderen Grund ein interessantes Beobachtungsobjekt: Im
Vergleich zu anderen jungen Sternhaufen in dieser Region ist er relativ alt. So alt, daß
es in ihm schon einige Supernova-Explosionen gab, die stellares Material mit
Geschwindigkeiten von bis zu 500 Kilometer pro Sekunde in den Nebel hinausgeschleudert
haben. Dieses sorgt für die eindrucksvollen Filamente im Tarantel-Nebel, die im Bild zu
sehen sind.
Der Haufen enthält außerdem drei rote Superriesen, von denen die Astronomen erwarten,
daß sie ihr Leben bald in einer gewaltigen Supernova-Explosion beenden und damit weitere
Schockwellen in den Tarantel-Nebel schicken werden.
Wer sich direkt an der Auswahl des nächsten Beobachtungsziels des Hubble Heritage
Teams beteiligen will, hat dazu ab 6. Mai auf der Webseite des Projektes Gelegenheit: Zur
Wahl stehen drei Gruppen wechselwirkender Galaxien. Den Favoriten der Websurfer wird das
Hubble-Weltraumteleskop im Sommer 1999 beobachten.
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