Ein automatisches Teleskop zur Entdeckung von Asteroiden hat ein
ungewöhnlichen Begleiter der Erde geortet: Wie die Zeitschrift "New Scientist"
in ihrer morgigen Ausgabe berichtet, entdeckten Astronomen einen Felsen von etwa 50 Meter
Durchmesser, der wie die Erde um die Sonne kreist.
Das Objekt wurde von den Asteroiden-Jägern in New Mexiko am 10. Februar entdeckt und
in sechs weiteren Nächten beobachtet. Die daraus abgeleiteten Bahndaten ergeben, daß der
Felsbrocken die Sonne alle 1,09 Jahre umrundet und nur etwa neun Millionen Kilometer
weiter von der Sonne entfernt ist als die Erde.
Normalerweise neigen Asteroiden zur sehr exotischen Bahnen, so daß Objekte mit einer
erdähnlichen Umlaufbahn oft zunächst für ausgediente Raumfahrzeuge gehalten werden, die
der Gravitationskraft der Erde entkommen konnten. Doch das nun entdeckte Objekt mit dem
Namen 1999 CG9 ist zu groß, um als "Weltraumschrott" durchzugehen.
Den wahrscheinlichste Heimat des Objektes vermuten die Astronomen trotzdem in relativer
Erdnähe: Bei 1999 CG9 könnte es sich um ein Stück Mondgestein sein, das der relativ
geringen Anziehungskraft des Erdtrabanten entkommen ist. Ob die Wissenschaftler mit dieser
Vermutung richtig liegen, müssen weitere Untersuchungen zeigen.
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