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Alle 29,5 Tage ist Vollmond, gibt es
eine ähnliche Periode auch für Supermonde?
Von einem "Supermond" spricht man (oder besser die populäre Presse oder die
PR-Abteilungen - ein astronomischer Begriff ist das nämlich strenggenommen
nicht, er wurde sogar von einem Astrologen geprägt), wenn ein Vollmond mit der
Erdnähe des Mondes, dem Perigäum, zusammenfällt. Der Mond umrundet die Erde
nämlich nicht auf einer Kreisbahn, sondern sein Abstand schwankt. Man kennt das
auch von den Sonnenfinsternissen: Ist der Mond während einer totalen
Sonnenfinsternis zu weit von der Erde entfernt, kann er die Sonnenscheibe nicht
komplett verdecken, es kommt "nur" zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis.
Wann wiederholt sich also ein bestimmter Supermond? Zwischen zwei Passagen
des gleichen Bahnpunkts, also in diesem Fall des Perigäums, vergehen im Schnitt
27,5546 Tage, man spricht auch von einem anomalistischen Monat. Zwischen zwei
gleichen Mondphasen liegen durchschnittlich 29,5306 Tage (ein synodischer
Monat). Ein ähnlicher Supermond tritt also wieder dann auf, wenn ganze Vielfache
dieser beiden Periodendauern einander gleichen. Dies ist zum ersten Mal wieder
nach rund 14 synodischen (Vollmond) bzw. rund 15 anomalistischen Monaten (Perigäumsdurchgang)
der Fall.
Es gibt übrigens keine feste Definition für einen Supermond, also wie nahe
der Mond zum Vollmondzeitpunkt dem Perigäum seiner Bahn sein muss, um als
Supermond zu gelten. Das erklärt, warum es im Jahr mehrere Supermonde geben
kann. Einen wirklichen Unterschied zwischen Supermond und "normalem" Vollmond
wird ein Beobachter ohne Hilfsmittel übrigens kaum bemerken. (ds
/ 5. März
2026)
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