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Wie entsteht Antimaterie?
Normale Materie besteht aus positiv geladenen Protonen und negativen
Elektronen. So hat beispielsweise ein Wasserstoffatom ein Proton als Atomkern,
der von einem Elektron umlaufen wird. Antimaterie besteht nun aus
Elementarteilchen, die dieselben Eigenschaften haben wie die normaler Materie,
jedoch eine umgekehrte elektrische Ladung besitzen. So hat ein
Antiwasserstoffteilchen einen (negativ geladenes) Antiproton als Atomkern, der
von einem Positron umrundet wird. Wenn Antimaterie und normale Materie
aufeinander treffen löschen sie sich gegenseitig aus und zerstrahlen.
Positronen entstehen natürlich beim radioaktiven Beta-Plus-Zerfall und bei
Wechselwirkungen von Gammastrahlung mit Materie. Antiprotonen und Antineutronen
entstehen durch kosmische Strahlung in der oberen Erdatmosphäre.
Die künstliche Erzeugung von Antimaterie in unserer "Materie-Welt" ist nur
durch aufwändige Experimente in Teilchenbeschleunigern möglich, allerdings nur
für sehr einfache Atome bzw. Partikel. So lassen sich vergleichsweise einfach
Positronen erzeugen - etwa durch den Beschuss von Bleiatomen mit Elektronen. Am
CERN in Genf gelang sogar die Produktion von Antiwasserstoffatomen.
(ds/18. September
2025)
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