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Warum werden manche kurzperiodischen Kometen erst jetzt
entdeckt, obwohl der Himmel doch schon seit Jahrhunderten beobachtet wird?
Als kurzperiodische Kometen bezeichnet man in der Regel Kometen mit einer
Umlaufdauer von weniger als 200 Jahren. Sie stammen vermutlich aus dem
Kuipergürtel, also aus einem Bereich jenseits der Neptunbahn.
Warum entdeckt man aber viele dieser Kometen erst heute? Die Gründe sind
vielfältig: Natürlich sind die Beobachtungsmöglichkeiten heute besser. Schon
Amateurastronomen verfügen oft über Teleskope, die eine bessere Leistung haben
als die Instrumente, die Astronomen in früheren Jahrhunderten zur Verfügung
standen. Dass zudem immer mehr Menschen den Himmel mit leistungsfähigen
Instrumenten absuchen, trägt auch dazu bei, dass mehr dieser Kometen entdeckt
werden.
Und nicht zuletzt können kurzperiodische Kometen ja auch immer wieder neu
entstehen oder ihre Bahnen können sich - etwa durch den Einfluss von Jupiter -
verändern, so dass sie erst in unserer Zeit erstmals der Sonne so nahe kommen
und ein auffälliges Objekt am Himmel werden. (ds/27.
Juli 2015)
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