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Thema: Diskussionskultur

  1. #151
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    Zitat Zitat von galileo2609 Beitrag anzeigen
    @pauli,

    Du glaubst also, du kannst mit deiner Islamismusstory ´a la PI-News, Pegida, AfD usw. europäische Rechtsextremisten davon ablenken, dass es einen grundlegenden demokratischen und humanistischen Konsens gibt? Den du persönlich in Frage stellen willst?

    Grüsse galileo2609
    Das ist schon dreist PI-News, Pegida und AfD hier einzuwerfen, ich habe Leute zitiert die mit denen nichts zu tun haben, ist das dein neuer Diskussionsstil?
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  2. #152
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    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    Erzähl keinen Unfug, der Link hier von Özdemir ist von 2015
    Warum meinst Du ich erzähle Unfug?
    Dein Link von 2015 ja. Der von mir zitierte Satz stammt vom Anfang des Jahres. Ich habe es nicht separat verlinkt.
    Aber wenn Du es wünschst, gern auch mit Link: Kommentar: Die rechte Versuchung der Grünen
    Aber um wieder zu 2015 zurückzukommen, der FA hat er 2015 auch ein interessantes Interview gegeben: Ich will nicht, dass Saudi-Arabien Moscheen in Deutschland baut

  3. #153
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    Hallo Aries,

    Ich denke, dass z. B. im Falle von Gauland, als er Frau Özeguz in "Anatolien entsorgen wollte", einfach die Sicherungen durchgebrannt sind.
    Das denke ich nicht, denn diese Formulierung wurde mit Bedacht und langsamer Akzentuierung vorgebracht, statt im Zuge einer immer hitziger werdenden Rede. Ich denke schon, dass da bewusst provoziert wurde, um eine ganz bestimmte Klientel anzusprechen und um ein entsprechendes Medienecho zu erzielen, auf dass seine Provokation in breitere Bevölkerungskreise gelangen, wo es dann genüsslich weiterverbreitet wird ("Man wird ja wohl noch sagen dürfen ...").

    Bei Höcke ist es wohl nicht so einfach, denn er formuliert sehr häufig zweideutig.
    Mit anderen Worten: Höcke provoziert mitunter rhetorisch gekonnter als Gauland. Mitunter jedoch auch nicht ...

    Ich denke nicht, dass man Pegida als Wurzel der AfD ansehen kann.
    Ich denke, dass es da wechselseitige Inspirationen gegeben hat und gibt, die eine erste Eskalationsstufe mit dem Herausekeln des Lucke-Flügels durch Petry genommen hat und eine zweite mit dem Herausekeln von Petry durch Meuthen und Gauland. Die gemeinsamen Auftritte von AfD-Führungspersonal mit Bachmann in Dresden und Chemnitz lassen ebenfalls tief blicken, wes Geistes Kind sich da gegenseitig fördert, auf das es halbstark werde ...

    Mit der Sicherung der Außengrenzen, der Kritik an der Geldpolitik der europäischen Zentralbank und der Rückbesinnung auf das Subsidaritätsprinzip spricht die AfD gerade auf diesem Themenfeld meines Erachtens die richtigen Punkte an.
    Ansprechen ist das eine, praktikable Lösungsansätze vorstellen jedoch etwas anderes. Und der mehr oder minder unterschwellige bis offensichtliche Transport destruktiver Hetze - gerade durch die von Dir genannten "zweideutigen" Formulierungen - bringt das "Ansprechen" der vermeintlich richtigen Punkte in einen Kontext, wo man praktikable Lösungsansätze gar nicht mehr vermuten mag. Und dann wird wieder über die "Lügenpresse" gejammert - ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...

    Aber momentan erfüllt sie schon einen Zweck, indem sie den Finger in wichtige Wunden legt.
    Und darüber hinaus erfüllt sie noch andere Zwecke, die weitere Wunden überhaupt erst aufreißt. Besser wäre in jedem Fall, vor dem "Finger in die Wunde legen" zunächst die Brandfackel zu löschen und zur Seite zu legen. Aber damit ist wohl nicht zu rechnen, weil die Wählerklientel geradezu süchtig nach Brandbeschleunigern geworden ist.

    "Passieren" kann auch etwas, wenn man weiter nicht auf die AfD zugeht, bis sich die Probleme immer weiter anstauen.
    Das interessiert mich nun doch: Wie stellst Du Dir ein "auf die AfD zugehen" vor?

    Radikale Entwicklungen verhindert man am besten dadurch, indem man die Gegenseite fair miteinbezieht, anstatt sie nur zu bekämpfen und auszuschließen.
    Auch hier: Wie stellst Du Dir ein "faires Miteinbeziehen" vor? Die AfD sitzt doch in den Ausschüssen mit drin und wird doch bereits mit einbezogen. Was soll denn Deiner Ansicht nach noch getan werden, um der "Fairness" Genüge zu tun?

    Wenn die Gegenseite auf dem Wege des Kompromisses nichts erreichen kann, dann haben es radikale Kräfte dort umso leichter die Meinungsführerschaft zu erreichen.
    Und noch mal: Welche Art von Kompromiss schwebt Dir in Bezug auf die AfD vor?

  4. #154
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    Zitat Zitat von TomS Beitrag anzeigen
    Jetzt zum Dilemma: Für jede Therapie braucht‘s eine Diagnose. Meine lautet, dass die meisten AFD-Wähler keine Nationalsozialisten sein dürften, jedoch dennoch eine Partei wählen, deren führende Köpfe sich teilweise einer an den Nationalsozialismus angelehnten Sprache bedienen (vorsichtig genug formuliert?) Dies nun z.B. in der Bundespressekonferenz breit zu treten ist evtl. keine so gute Idee. Es überall totzuschweigen und zu ignorieren aber auch nicht.

    Ich denke, der wesentliche Punkt ist, seitens der Politik überhaupt wieder ins Gespräch mit Menschen zu kommen und deren objektiv vorhandenen und subjektiv wahrgenommen Probleme kennenzulernen.
    eine sehr gute Formulierung, wie ich finde.

  5. #155
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    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass z. B. im Falle von Gauland, als er Frau Özeguz in "Anatolien entsorgen wollte", einfach die Sicherungen durchgebrannt sind.
    Das glaube ich nicht. Wenn es ein Disput gewesen wäre, vielleicht. Aber es war eine vorbereitete Rede. Und sowas ist immer auf Wirkung getrimmt.

    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Ich denke nicht, dass man Pegida als Wurzel der AfD ansehen kann. Die heute führenden Figuren waren alle schon bei der AfD als es Pegida noch garnicht gegeben hat.
    Von der Chronologie der Entstehung hast Du Recht. Nur war die AFD vor den Pegidademos völlig bedeutungslos. Erst mit deren Erscheinen, bzw. kurz danach, erlebte sie einen deutlichen Aufschwung.

    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Was meinst Du damit?
    Die AFD ist gegen die Gleichbehandlung von Mann und Frau.

  6. #156
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    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen
    Das interessiert mich nun doch: Wie stellst Du Dir ein "auf die AfD zugehen" vor?

    Auch hier: Wie stellst Du Dir ein "faires Miteinbeziehen" vor? Die AfD sitzt doch in den Ausschüssen mit drin und wird doch bereits mit einbezogen. Was soll denn Deiner Ansicht nach noch getan werden, um der "Fairness" Genüge zu tun?

    Und noch mal: Welche Art von Kompromiss schwebt Dir in Bezug auf die AfD vor?
    Ich sehe in der Mehrheitsdemokratie, die wir in Deutschland haben, im Gegensatz zu konkordanz-/konsens-/proporzdemokratischen Modellen ein Problem, wenn manche Kräfte dauerhaft aus der Regierung ausgeschlossen sind. Dieses Demokratiemodell bedeutet quasi eine Diktatur der Mehrheit für die Dauer einer Wahlperiode. Im Gegensatz dazu werden bzw. wurden in diversen österreichischen Bundesländern und in der Schweiz nicht nur die Parlaments- und Ausschusssitze nach Proporz verteilt, sondern auch die Sitze in der Regierung. Es bedarf aber vor allem der Bereitschaft der Parteien einen Konsens zu finden, die vor allem in der Schweiz viel ausgeprägter ist. Es dürfte sich dabei um die stabilste Demokratie handeln, die es weit und breit gibt.

    Desweiteren sehe ich ein Problem darin, wenn irreversible Entscheidungen mit einfachem Mehrheitsbeschluss gefasst werden. Wenn es für eine irreversible Entscheidung in einem Jahr eine Mehrheit von 51% gibt, kann sie durchgesetzt werden, ohne dass sie, wenn es ein paar Jahre später eine 51%iger Mehrheit dagegen gibt, revidiert werden kann. Bei solchen Fragen sollte man meines Erachtens vorher einen gesamtgesellschaftlichen Konsens anstreben. Die Aufnahme von Migranten ist so eine Entscheidung, da diese im Falle eines abgelehnten Asylantrages meist dennoch nicht zurückgeschickt werden können.

    Ein konkreter Kompromiss zwischen der AfD und den anderen Parteien in Bezug auf die Flüchtlingspolitik wäre natürlich die Aufnahme einer Zahl von Flüchtlingen, die über den Vorstellungen der AfD liegt aber unter den Vorstellungen der anderen Parteien. Das könnte z. B. eine Zahl von 50.000 pro Jahr sein, aber auch eine andere Zahl.

    Zitat Zitat von Protuberanz
    Die AFD ist gegen die Gleichbehandlung von Mann und Frau.
    Woraus schließt Du das? Also ich kann das überhaupt nicht feststellen.

  7. #157
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    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Woraus schließt Du das? Also ich kann das überhaupt nicht feststellen.
    Wirklich nicht? Das Internet ist voll mit Beispielen.
    Ich verlinke jetzt hier einfach mal das Erste, Beste. Ein Frauenbild aus dem vorigen Jahrhundert Die anderen findest Du auch ohne meine Hilfe.

  8. #158
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    Hallo Aries,

    Ich sehe in der Mehrheitsdemokratie, die wir in Deutschland haben, im Gegensatz zu konkordanz-/konsens-/proporzdemokratischen Modellen ein Problem, wenn manche Kräfte dauerhaft aus der Regierung ausgeschlossen sind.
    O.K., aber was hat das mit meiner Frage zu tun, wie Du Dir ein "auf die AfD zugehen" vorstellst? Die Art und Weise, wie bei uns die repräsentative Demokratie geregelt ist, soll ja möglichst stabile Verhältnisse sichern, ohne dass eine Zersplitterung des Parlaments in einige Dutzend Fraktionen erfolgt (was ein Grund von vielen gewesen ist, warum die Nazis die Weimarer Republik zerstören konnten). Darum z.B. die 5-Prozent-Hürde, um die Splittergruppen (wie z.B. links- und rechtsradikale oder -extreme Krakeeler) aus den Parlamenten draußen zu halten und ihnen keine Propaganda-Plattform zu bieten.

    Dieses Demokratiemodell bedeutet quasi eine Diktatur der Mehrheit für die Dauer einer Wahlperiode.
    Mit der Wortwahl diskreditierst Du Dich nur selbst. Es ist weder quasi noch sonstwie eine wie auch immer geartete Diktatur.

    Es bedarf aber vor allem der Bereitschaft der Parteien einen Konsens zu finden, die vor allem in der Schweiz viel ausgeprägter ist.
    Das ist im Prinzip zwar richtig, aber hier übersiehst Du geflissentlich, dass die Schweiz eine andere historische Tradition in der Demokratiekultur hat als Deutschland. Es dürfte also schwierig sein, hier einen Konsens zu finden, da es hierzu auch einer entsprechenden Änderung des Grundgesetzes bedarf, welche ohne große Mehrheiten in Bundestag und Bundesrat nicht leicht zu schaffen ist.

    Die Aufnahme von Migranten ist so eine Entscheidung, da diese im Falle eines abgelehnten Asylantrages meist dennoch nicht zurückgeschickt werden können.
    Das ist falsch. Die Aufnahme von Migranten ist gesetzlich geregelt. Und Migranten sind keine Asylbewerber, die zurückgeschickt werden könnten. Du verwechselst da gerade etwas ganz enorm.

    Ein konkreter Kompromiss zwischen der AfD und den anderen Parteien in Bezug auf die Flüchtlingspolitik wäre natürlich die Aufnahme einer Zahl von Flüchtlingen, die über den Vorstellungen der AfD liegt aber unter den Vorstellungen der anderen Parteien.
    Das heißt also, Du verrechnest die 13 Prozent AfD mit Wunsch von Null Flüchtlingen mit den 87 Prozent anderer Parteien mit z.T. Wunsch ohne zahlenmäßige Begrenzung und landest bei ca. 50.000 pro Jahr? Wo ist da die rationale Basis?
    Geändert von Mahananda (11.11.2018 um 16:18 Uhr)

  9. #159
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Warum meinst Du ich erzähle Unfug?
    Dein Link von 2015 ja. Der von mir zitierte Satz stammt vom Anfang des Jahres. Ich habe es nicht separat verlinkt.
    Aber wenn Du es wünschst, gern auch mit Link: Kommentar: Die rechte Versuchung der Grünen
    Was soll ich mit dem Link, du hast suggeriert Özdemir sei islamkritisch weil seine Partnerin von arabischen Migranten angemacht wurde und das habe ich widerlegt


    Aber um wieder zu 2015 zurückzukommen, der FA hat er 2015 auch ein interessantes Interview gegeben: Ich will nicht, dass Saudi-Arabien Moscheen in Deutschland baut
    Eben, er weiß wie die Saudis in dieser Beziehung ticken und wie sie vorgehen, u.a. deswegen fordert er auch eine Islamdiskussion.
    meine Signatur

  10. #160
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Wirklich nicht? Das Internet ist voll mit Beispielen.
    Ich verlinke jetzt hier einfach mal das Erste, Beste. Ein Frauenbild aus dem vorigen Jahrhundert Die anderen findest Du auch ohne meine Hilfe.
    Also da steht wenig Konkretes zur angeblich geforderten "Rückabwicklung zahlreicher Errungenschaften der Gleichberechtigung"
    meine Signatur

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