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Thema: Diskussionskultur

  1. #171
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    @galileo2609

    Dass Du mich nicht für diskussionsfähig hältst, sagtest Du bereits. Warum hältst Du Dich dann nicht dran?

    Ich bin übrigens nicht Mitglied der AfD und zu vielen Fragen hat die AfD in der Tat nur mangelhaftes anzubieten. Ich bin aber nicht Dein Erklärbär in Bezug auf die AfD.

  2. #172
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    Aries,
    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Ich bin aber nicht Dein Erklärbär in Bezug auf die AfD.
    dann wäre es nur konsequent, wenn du deine Agitationen für die AfD beendest.
    Für andere, dir gegebenenfalls verbundene rechtsextreme Parteien und Konglomerate kannst du aber weiterhin sprechen ...

    Grüsse galileo2609
    Geändert von galileo2609 (11.11.2018 um 22:51 Uhr)
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  3. #173
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    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Passieren" kann auch etwas, wenn man weiter nicht auf die AfD zugeht, bis sich die Probleme immer weiter anstauen. Die AfD hätte es ohne Merkels Euro- und Flüchtlingspolitik nicht gegeben. Und der Nationalsozialismus wäre auch nicht an die Macht gekommen, wenn die Bedingungen des Versailler Friedensvertrages nicht so hart gewesen wären. Radikale Entwicklungen verhindert man am besten dadurch, indem man die Gegenseite fair miteinbezieht, anstatt sie nur zu bekämpfen und auszuschließen. Wenn die Gegenseite auf dem Wege des Kompromisses nichts erreichen kann, dann haben es radikale Kräfte dort umso leichter die Meinungsführerschaft zu erreichen.
    Es ist nicht Merkels Europolitik, sondern die Europolitik aller Eurostaaten seit Kohl, Mitterand usw. Es ist auch nicht Merkels Flüchtlingspolitik, sondern es sind Assads Verbrechen - u.a. Ja, der Versailler Vertrag hat zum Erstarken radikaler Kräfte beigetragen, die Gaskammern er nicht verursacht.

    Radikale Entwicklungen verhindert man am besten dadurch, indem man die Gegenseite fair miteinbezieht - richtig.

    Warum nur fordern extremistischen Demagogen für sich immer Fairness, halten sich aber selbst nicht dran? Warum nur begründen Extremisten - rechts wie links - eigene Gewalttaten immer mit den Verfehlungen anderer? Warum soll man Kompromisse mit extremen Kräften - egal ob rechts oder links - schließen und sich der Diktatur einer Minderheit beugen? Warum fordern rechtsextreme Kräfte einen wehrhaften Staat und wundern sich dann, wenn er sich wehrt?

    Mal andersum: Man hätte den Holocaust wohl besser dadurch verhindern können, Hitler u.a. nicht aus Landsberg rauszulassen - nicht dadurch, sie nicht reinzustecken und Kompromisse mit ihnen zu schließen. Viele haben diese Lektion gelernt, der Rest ist herzlich eingeladen, zu verstehen.
    Geändert von TomS (11.11.2018 um 23:32 Uhr)
    Gruß
    Tom

    «while I subscribe to the "Many Worlds" theory which posits the existence of an infinite number of Toms in an infinite number of universes, I assure you that in none of them am I dancing»

  4. #174
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    Zitat Zitat von TomS Beitrag anzeigen
    Warum nur fordern extremistischen Demagogen für sich immer Fairness, halten sich aber selbst nicht dran? Warum nur begründen Extremisten - rechts wie links - eigene Gewalttaten immer mit den Verfehlungen anderer?
    Die Antwort darauf ist doch ganz einfach. Sie machen es aus propagandistischen Gründen.

    Zitat Zitat von TomS
    Warum soll man Kompromisse mit extremen Kräften - egal ob rechts oder links - schließen und sich der Diktatur einer Minderheit beugen?

    Mal andersum: Man hätte den Holocaust wohl besser dadurch verhindern können, Hitler u.a. nicht aus Landsberg rauszulassen - nicht dadurch, sie nicht reinzustecken und Kompromisse mit ihnen zu schließen. Viele haben diese Lektion gelernt, der Rest ist herzlich eingeladen, zu verstehen.
    Es geht nicht darum Kompromisse mit Extremisten zu machen sondern innerhalb des demokratischen Spektrums, und da gehört auch die AfD größtenteils noch dazu. Der Vergleich mit der NSDAP geht da wirklich zu weit und auch ein Björn Höcke ist nicht Adolf Hitler. Aber wenn hierüber Uneinigkeit herrscht, dann warten wir doch einfach die Prüfung durch den Verfassungsschutz ab.

  5. #175
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    Hallo TomS,
    Zitat Zitat von TomS Beitrag anzeigen
    Ja, der Versailler Vertrag hat zum Erstarken radikaler Kräfte beigetragen, die Gaskammern er nicht verursacht.
    passt zum 11. November 1918. Die radikalen, ich bevorzuge auch in diesem historischen Szenario, rechtsextremen Kräfte waren zum Zeitpunkt der militärischen Niederlage Deutschlands bereits in der Deutungshoheit dieser von Preussen verursachten Katastrophe. Die OHL um Hindenburg und Ludendorff hatte in den letzten Kriegsmonaten eine Militärdiktatur errichtet, gegen die die Revolution der Soldaten und Arbeiter von 1918 in der historischen Rückschau einen nahezu unhaltbaren Stand hatte. Insbesondere da die MSPD um Ebert bereits den Schulterschluss mit den Monarchisten und der entfesselten Soldateska um die Völkischen geschlossen hatte. Gustav Noske müsste eigentlich Ehrenmitglied der AfD sein ...

    Grüsse galileo2609
    Geändert von galileo2609 (11.11.2018 um 23:58 Uhr)
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  6. #176
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    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Es geht nicht darum Kompromisse mit Extremisten zu machen sondern innerhalb des demokratischen Spektrums, und da gehört auch die AfD größtenteils noch dazu. Der Vergleich mit der NSDAP geht da wirklich zu weit und auch ein Björn Höcke ist nicht Adolf Hitler. Aber wenn hierüber Uneinigkeit herrscht, dann warten wir doch einfach die Prüfung durch den Verfassungsschutz ab.
    Der deutsche Verfassungsschutz hat sich als untauglich in der Bewertung rechtsextremistischer Ideologien und Konglomerate erwiesen. Es ist an der Zeit, dass die Regierungsparteien und die demokratischen Oppositionsparteien seine Auflösung entscheiden. Einen nach demokratischen Prinzipien durchorganisierten und kontrollierten Nachfolgedienst kann man sich dann perspektivisch wünschen und einsetzen.

    Grüsse galileo2609
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  7. #177
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    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Es geht nicht darum Kompromisse mit Extremisten zu machen sondern innerhalb des demokratischen Spektrums, und da gehört auch die AfD größtenteils noch dazu.
    Genau, größtenteils noch. Also möge sie sich klar und nachvollziehbar von extremistischen Kräften befreien, danach sehen wir weiter.

    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Aber wenn hierüber Uneinigkeit herrscht, dann warten wir doch einfach die Prüfung durch den Verfassungsschutz ab.
    Der Verfassungsschutz - dessen Einschätzung seitens galileo2609 leider nicht ganz von der Hand zu weisen ist - ist die letzte rote Linie für eine Partei. In der Wahrnehmung vieler demokratisch gesinnter Bürger, die die AFD nicht wählen, sind jedoch schon genug andere rote Linien überschritten worden - siehe diverse o.g. Zitate und die offenbar dahinterstehende Gesinnung einiger maßgeblichener Vertreter.

    Ich hatte das schon mal geschrieben: meine Stimme habe ich nicht für Kompromisse mit der AFD abgegeben.
    Geändert von TomS (12.11.2018 um 09:14 Uhr)
    Gruß
    Tom

    «while I subscribe to the "Many Worlds" theory which posits the existence of an infinite number of Toms in an infinite number of universes, I assure you that in none of them am I dancing»

  8. #178
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    Zitat Zitat von TomS Beitrag anzeigen
    In der Wahrnehmung vieler demokratisch gesinnter Bürger, die die AFD nicht wählen, sind jedoch schon genug andere rote Linien überschritten worden - siehe diverse o.g. Zitate und die offenbar dahinterstehende Gesinnung einiger maßgeblichener Vertreter.
    Aber wenn man wie Du bemängelt, dass die AfD damit die Saat für nationalsozialistisches Gedankengut auslegt, dann frage ich mich, ob die Gegenseite, indem sie diese Zitate zum Kern der Auseinandersetzung mit der AfD macht, nicht ebenfalls eine Verbreitung dieses Saatguts in Kauf nimmt mit dem Ziel, die Gesamt-AfD zu schwächen. Aber ich glaube diese Strategie geht nicht auf: Die AfD ist mit ihrer Sprache recht nah daran, wie einige Leute am Stammtisch reden. Diese Leute wollen, dass über die Probleme geredet wird und sehen diese Nazi-Diskussionen als Ablenkung und teilweise als Diffamierung ihrer selbst. Nazivorwürfe, die als ungerechtfertigt angesehen werden, sind eigentlich das beste, was der AfD propagandistisch passieren kann. Möglicherweise formuliert ein Höcke auch deswegen so zweideutig, weil er es so erreicht, dass seine Anhänger ihn nicht für einen Nazi halten, die politischen Gegner aber sehr wohl und dann die Keule schwingen.

    Zitat Zitat von TomS Beitrag anzeigen
    Ich hatte das schon mal geschrieben: meine Stimme habe ich nicht für Kompromisse mit der AFD abgegeben.
    Das ist natürlich eine legitime Position, ich halte sie allerdings nicht für klug. Damit dass ich sie als nicht klug bezeichne, entschuldige ich aber mitnichten Verfehlungen auf der anderen Seite.

  9. #179
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    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Derartiger Neusprech erinnert sehr an George Orwell.
    Hallo Aries,

    ich habe Orwell anders in Erinnerung. Kannst Du mir ein konkretes Beispiel aus "1984" oder meinetwegen aus der "Animal Farm" geben ?


    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Entschuldige wenn ich mich nicht politisch korrekt ausgedrückt habe. Ich meinte damit lediglich, dass für die Dauer einer Wahlperiode Minderheitenmeinungen einfach komplett übergangen werden können.
    Was die Rechte von Minderheiten anbelangt, so gibt es gesetzliche Schutzbestimmungen für diese. Was politische Meinungsbildungen anbelangt so geht es in einer Demokratie darum, mehrheitsfähige Meinungen zu erlangen und diese dann umzusetzen. Da die AfD im Parlament sitzt ist sie an diesem Meinungsbildungsprozess angemessen beteiligt.


    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Im Vergleich dazu gibt es in der Schweiz, wo die SVP immer eingebunden wurde, eben nicht diese Tendenzen.
    Das ist ungenau, denn der sogenannte "Zürcher Flügel" um Christoph Blocher war damals nicht eingebunden, sondern lediglich der wesentlich liberalere Berner Flügel der SVP. Tatsächlich gelangte aber die Schweizer Vereinigte Bundesversammlung zur Ansicht, dass man nach den Wahlerfolgen Blochers diesen in die politische Verantwortung nehmen müsse und hat ihn gewählt.

    Da er sich nicht benommen hat wurde er dann wieder abgewählt und durch eine Parteifreundin ersetzt, worauf Blocher durchgesetzt hat, dass diese Parteikollegin aus der Partei ausgeschlossen wird. Und da der Ausschluss einer Einzelperson in dieser Form nicht vorgesehen ist, hat Blocher dafür gesorgt, dass die gesamte Kantonssektion der SVP, in der auch Eveline Widmer-Schlump Mitglied war, aus der SVP ausgeschlossen wurde, worauf auch die Berner SVP austrat und die BDP als neue Partei gegründet wurde.

    Zwar versuchte Blocher ein "Comeback", jedoch setzte die Partei durch, dass zwei Kandidaten zur Auswahl standen, mit der Folge, dass die Vereinigte Bundesversammlung den anderen Kandidaten, der ebenfalls aus dem Zürcher Flügel stammte, der aber das Kollegialitätsprinzip im Gegensatz zu Blocher achtet, gewählt wurde. Nun baut Blocher seine Tochter als künftigen Bundesrat auf, auch wenn diese (wie früher auch Blocher selber) damit kokettiert, dass sie kein Interesse am Amt habe.


    Freundliche Grüsse, Ralf
    Geändert von ralfkannenberg (12.11.2018 um 14:22 Uhr)

  10. #180
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    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Dass Du mich nicht für diskussionsfähig hältst, sagtest Du bereits. Warum hältst Du Dich dann nicht dran?

    Ich bin übrigens nicht Mitglied der AfD und zu vielen Fragen hat die AfD in der Tat nur mangelhaftes anzubieten. Ich bin aber nicht Dein Erklärbär in Bezug auf die AfD.
    Hallo Aries,

    zu diesem Disput eine Frage: wird Deine Aussage dadurch richtig, dass Du Dich der konkreten Diskussion verweigerst, oder wird sie eher dadurch richtig, indem Du die genannten Einwände reflektierst und in Deine Meinungsbildung integrierst ?


    Freundliche Grüsse, Ralf

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