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Thema: Diskussionskultur

  1. #201
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Tatsächlich fällt auch mir auf, dass Du für fast jedes Wirken eines AfD-Mitgliedes eine wohlwollende Interpretation findest. Das ist zunächst sogar sehr gut so, ich persönlich begrüsse es sehr, wenn man andere wohlwollend beurteilt; dennoch muss man natürlich irgendwann einmal eine rote Linie ziehen und sich fragen, ob das AfD-Mitglied, um das es ging, diese rote Linie überschritten hat oder nicht. Wobei wir hier gar nicht von einmaligen Ausrutschern reden, wie sie jedem mal passieren können. Wenn diese roten Linien also regelmässig überschritten werden, dann stellt sich schon die Frage, wie man mit so etwas umgeht. Wobei das auch ein Lernprozess ist, für den man erst sensibilisiert werden muss.
    Ich denke ein wesentlicher Unterschied zwischen Dir/TomS und mir ist, dass Ihr ein Neuaufkommen des Nationalsozialismus für wesentlich wahrscheinlicher haltet als ich. Und ich denke diesen Unterschied werden wir in diesem Gespräch auch nicht auflösen können.

    Zitat Zitat von ralfkannenberg
    Nur weil Herr Massen Mitglieder des Koalitionspartners als linksextreme Kräfte bezeichnet hat heisst das nicht, dass Herr Maassen mit dieser Aussagen recht hätte. Zumindest hat er sie mit seinem Job bezahlt. Entsprechend ist auch galileo2609 keine "radikal linke Kraft", sondern lediglich eine klar analysierende Kraft.
    TomS hatte weiter vorne die Definition von Radikalismus verlinkt:

    Als radikal (von lateinisch ''radix'' = Wurzel, Ursprung) werden politisch-ideologische Grundeinstellungen beziehungsweise Bestrebungen bezeichnet, die gesellschaftliche Fragen und Probleme von deren Ursprüngen bis in die letzten Details, also mit besonderer Konsequenz und einseitiger Kompromisslosigkeit, zu lösen suchen. Radikale Strömungen verstoßen nicht zwangsläufig gegen die Prinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung.
    https://www.bpb.de/politik/extremism...tsextrem?p=all

    Gerade im Punkt der einseitigen Kompromisslosigkeit gibt er meines Erachtens hier ein gutes Beispiel ab.

    Aber es gibt auch andere Indizien, z. B. dass er den SPD-Politiker Gustav Noske, der die im Werden befindliche Weimarer Republik gegen den linksradikalen bis linksextremen Spartakus-Aufstand verteidigte, und später im Schattenkabinett der Hitler-Attentäter vom 20. Juni vertreten war, in die rechtsextreme Ecke rückt. Aber die Hitler-Attentäter waren aus seiner Sicht wahrscheinlich auch Rechtsextremisten.

    Und sein Vorwurf gegenüber Sarah Wagenknecht, sie betreibe eine Querfront, ist typisch für antideutsche Linksradikale.

    Und nochmal zu Maaßen: Er sprach übrigens von linksradikalen Kräften in der SPD, nicht von linksextremen.

    Zitat Zitat von ralfkannenberg
    Frage: sind Darstellungen, die kompetent begründet sind, "Propagandadarstellungen" ?
    Nein. Aber bei ihm ist alles in Agitation eingebettet.

    Zitat Zitat von galileo2609
    ich liebe harte Diskussionen mit Leuten, die rechts im politischen Spektrum verortet sind. Das spezifische Angebot an dich liegt vor. Muss aber auch nicht sein ...
    Was willst Du denn diskutieren? Deinen Beitrag finde ich jetzt nicht so interessant.

  2. #202
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    Aries,

    deinen waghalsigen Versuch dieser Geschichtsklitterei werde ich noch aufnehmen ...

    Diskutieren wir zunächst deine weitere rechtsextreme Agitation:
    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    typisch für antideutsche Linksradikale.
    Erkläre den Begriff antideutsch, woher du ihn bezogen hast und in welchem nicht-rechtsextremistischen Zusammenhang du ihn für dich verwenden willst.

    Grüsse galileo2609
    RelativKritisch | Pseudowissenschaft auf dem Sezierteller

  3. #203
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    Also darüber kann ich jetzt nur noch lachen. Ein Blick auf Wikipedia hilft: https://de.wikipedia.org/wiki/Antideutsche

  4. #204
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    Die Grüne Jugend z.B. definiert sich durchaus auch als linksextrem und vertritt antideutsche Positionen. Aber was soll man von denen auch anderes erwarten, sie fordern auch nicht nur die Aufhebung des Inzestverbots zwischen Geschwistern sondern auch zwischen Eltern und Kindern da das Verbot ja die sexuelle Selbstbestimmung behindere. Sie sind organisiert und rücken irgendwann nach.
    meine Signatur

  5. #205
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    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Ich denke ein wesentlicher Unterschied zwischen Dir/TomS und mir ist, dass Ihr ein Neuaufkommen des Nationalsozialismus für wesentlich wahrscheinlicher haltet als ich.
    Unabhängig davon, wie wahrscheinlich das ist, lehne ich Positionen ab, die dem Nationalsozialismus nahestehen, ihn verharmlosen, umdeuten oder in Teilen für relativierbar oder diskutierbar halten.

    Eine Partei wie die AFD - und natürlich andere weit extremistischere Parteien und Gruppierungen - greifen unsere etablierten Werte an. Insbs. die AFD steht dafür, rechtsextremistisches Gedankengut zu enttabuisieren, sozusagen weil dies ja von demokratischen Kräften vorgebracht wird. Das ist nicht wahrscheinlich, das ist Fakt, das kann man anhand diverser Äußerungen konkret nachvollziehen. Aus Sicht der Auswirkungen auf unsere Werteordnung ist eine Partei wie die AFD viel schädlicher als z.B. die NPD.

    Das alleine ist für mich ausreichend, diese und andere Parteien strikt abzulehnen.
    Gruß
    Tom

    «while I subscribe to the "Many Worlds" theory which posits the existence of an infinite number of Toms in an infinite number of universes, I assure you that in none of them am I dancing»

  6. #206
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    Zitat Zitat von TomS Beitrag anzeigen
    Unabhängig davon, wie wahrscheinlich das ist, lehne ich Positionen ab, die dem Nationalsozialismus nahestehen, ihn verharmlosen, umdeuten oder in Teilen für relativierbar oder diskutierbar halten.
    Das ist auch richtig und gut so. Der Nationalsozialismus hat seine Wurzeln ja im deutsch/östereichischen und zT ungarischen Raum. Du hast es zwar nicht explizit gesagt, aber ich gehe davon aus, das Du auch diejenigen einbeziehst, die an Hitlers Erfolgen partizipierten. Also die komplette Klientel von á la Mussolini, Hirohito und Co, einschließlich Franco. Kein Mensch mit einigermaßen Grips im Oberstübchen, will sowas wie dieses Konsortium noch mal wiedersehen.
    Trotzdem vermisse ich in Deiner Aussage und überhaupt in den überwiegenden Beiträgen zu dieser Diskussion die Hinweise, das die Ablehnung nicht nur einseitig auf Rechtsextremismus abgelegt werden kann. Was ist denn mit den Linksextremen, oder den religiösen Fanatikern á la IS? Verbrechen gab es von diesen Gruppierungen ebenfalls genug.
    Ich für meinen Teil lehne jede Form von Extremismus ab. Es macht keinen Unterschied, von welcher Seite er kommt.

  7. #207
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Das ist auch richtig und gut so. Der Nationalsozialismus hat seine Wurzeln ja im deutsch/östereichischen und zT ungarischen Raum.
    Nun mag man das so verstehen und sehen, weil konkret die jeweils Hauptverantwortlichen des Faschismus der 30-iger vor allen aus diesen Ländern kamen. Doch Du sprichst die spanischen, italienischen und japanischen Faschisten bereits mit an. Ist also keine gesellschaftliche Entwicklungsstufe, die nur auf ein Land beschränkt ist - und ist das heute erst recht nicht. Wir sollten auch nicht vergessen, wer hinter den Apothekersöhnchen (Tatsache und Synonym für kleinbürgerliche Herkunft) stand. Die Rolle des Großkapitals ist nicht unbekannt und z.T. saßen diese Geldgeber zu Recht in Nürnberg mit als Angeklagte auf der Bank. Faschismus entwickelt sich nicht aus der Laune irgendwelcher bekloppter und durchgeknallter Typen, sondern ist die vom Kapital gewollte Entwicklung der Gesellschaft in einer extrem krisenhaften Wirtschaftssituation (damals Weltwirtschaftskrise). Oder mit Herrn Uljanow (genannt Lenin) gesagt: Der Faschismus ist die letzte Entwicklungsstufe des Imperialismus.
    Das Ergebnis von 12 Jahren Faschismus und des menschenverachtenden und verbrecherischen Wirkens der Nazis waren fast 60 Millionen Tote inkl. von Millionen ermordeter Juden und total zerstörte Länder von Moskau bis Spanien. Die politisch Hauptverantwortlichen waren die deutschen Nazis, ihre Anhänger und alle ihre Mitläufer. Doch bekanntlich ist Politik der Überbau der Basis. Die Basis ist die Wirtschaft. Wenn sich die Verwertungsbedingungen für das Kapital erneut extrem verschlechtern (Wirtschaftskrise, in der Regel durch eine Finanzkrise eingeleitet und Trump & Co. arbeiten darauf hin), dann wird das Finanz- und Wirtschaftskapital erneut die Karte des Faschismus ziehen. Genau das erleben wir die letzten Jahre verstärkt. Natürlich sind die Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft keine Idioten, die nicht denken können. Sie haben aus den für sie negativen Ergebnissen am Ende des letzten deutschen Reiches ihre Schlussfolgerungen gezogen. Hat man noch bis Ende der 90ziger Neonazis mit kahlrassiertem Schädel, Bomberjacke und Springerstiefeln mit Schlagwerkzeugen auf die Straße geschickt, gibt es die letzten 20 Jahre eine erkennbare Strategieänderung. Die Neonazi-Schlägertypen kamen bei der Mehrheit der Menschen nicht gut an und die Ziele waren zu offensichtlich. So etablierte sich die neue Rechte (III. Weg, AfD, ... https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Rechte). Dort findet man viel klügere Leute als in der Neonaziszene bisher. Doch heißt das nicht, dass die Leute politisch ungefährlicher wären. Sie verstehen es nur besser, die wahren Ziele geschickt zu kaschieren und eine große Zahl Menschen derart zu manipulieren, dass sie diesen Rattenfängern auf den Leim gehen. Am letztendlichen Ziel, die demokratisch gewählte Regierung zu stürzen und eine neue faschistische Diktatur zu errichten, hat sich aber nichts geändert - wenn es auch noch so sehr von Gauland und Co. geleugnet wird. Das klar zu erkennen und den Menschen offen und ehrlich zu erklären ist Aufgabe aller aufrechter Demokraten. Nur so kann Humanismus und Frieden in dieser Welt gerettet werden. Deshalb mein Dankeschön an Bernhard, Tom, Ralf und Galileo2609 für ihr geduldiges Wirken und die klaren Worte in diesem vorrangig nicht mit gesellschaftspolitischen Themen unterwegs seienden Forum.

    Grüße, Astrofreund
    Geändert von astrofreund (14.11.2018 um 09:37 Uhr)

  8. #208
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    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Und nochmal zu Maaßen: Er sprach übrigens von linksradikalen Kräften in der SPD, nicht von linksextremen.
    Hallo Aries,

    danke für diese Richtigstellung. Sogar ich pedantische Type habe das übersehen ... - ich denke, dass Herr Maassen diese Worte durchaus sehr sorgfältig gewählt hat, damit er missverstanden wird.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  9. #209
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    Zitat Zitat von astrofreund Beitrag anzeigen
    Deshalb mein Dankeschön an Bernhard, Tom, Ralf und Galileo2609 für ihr geduldiges Wirken und die klaren Worte in diesem vorrangig nicht mit gesellschaftspolitischen Themen unterwegs seienden Forum.
    Vielen Dank zurück. Nach der verbalen "Kaltdusche" durch Galileo2609 ist das doch sehr ermutigend.
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  10. #210
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Nach der verbalen "Kaltdusche" durch Galileo2609 ist das doch sehr ermutigend.
    Hallo Bernhard,

    alles andere was Du schreibst ist selbstverständlich korrekt, nur Deine Nazi-Definition ist "verquer". Zwar drückt sie Deine Verabscheuung der damaligen Verbrechen und das Wegschauen weiter Teile der Bevölkerung nachvollziehbar und deutlich aus, was auch sehr gut und nicht minder wichtig ist, dass Du das so offen mitteilst, ändert aber nichts daran, dass diese Definition so nicht korrekt ist.

    Gerade in einem Umfeld, in der sich die neuen Agitatoren auf ganz subtile Art und Weise der Rhetorik bedienen und mit "gezielten Ungenauigkeiten" die Bevölkerung in ihrem Sinne zu beeinflussen versuchen, sind klar formulierte Definitionen vonnöten. Auch wenn das leider zur Folge hat, dass vorgenannte Agitatoren diese natürlich als willkommene Plattform zu nutzen verstehen, mit Spitzfindigkeiten auf den Definitionen herumzureiten (Beispiel "Hetzjagd"), und dann gleich weiter ablenkt und die Echtheit der Videos, auf denen die Vorfälle zu sehen sind, in Zweifel zieht, mit dem Ergebnis, dass man nun über die Echtheit von Videos und die Definition von Hetzjagden spricht, aber nicht mehr über die Straftat selber.

    Das wiederum hat zur Folge, dass die Straftat selber als nicht mehr so "wichtig" empfunden wird, denn wäre sie nach wie vor wichtig, so würde man über sie und nicht über Definitionen und Videos sprechen.


    Freundliche Grüsse, Ralf

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