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Thema: Diskussionskultur

  1. #131
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    Steinkugel ~150Mio KM von gelben Zwergstern entfernt im Orionarm der Milchstraße
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    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    Cem Özdemir der ebenfalls die Islamverbände kritisiert und dem man sicher nicht Nähe zu PI-News vorwerfen kann hat auf dem Parteitag eine Islamdiskussion- und Kritik gefordert, wo bleibt sie?
    Na ja, der Cem ist ja gar nicht mehr der ultimative Flüchtlingsfreund, seitdem seine südamerikanische Frau von einigen Personen in der U-Bahn belästigt wurde. So kam er zu der Feststellung "Es gibt manchmal einen Reflex in unserer Partei, die Realität nicht genau wahrzunehmen."

  2. #132
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    @pauli,

    Du glaubst also, du kannst mit deiner Islamismusstory ´a la PI-News, Pegida, AfD usw. europäische Rechtsextremisten davon ablenken, dass es einen grundlegenden demokratischen und humanistischen Konsens gibt? Den du persönlich in Frage stellen willst?

    Grüsse galileo2609
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  3. #133
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    Protuberanz,
    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Na ja, der Cem ist ja gar nicht mehr der ultimative Flüchtlingsfreund, seitdem seine südamerikanische Frau von einigen Personen in der U-Bahn belästigt wurde. So kam er zu der Feststellung "Es gibt manchmal einen Reflex in unserer Partei, die Realität nicht genau wahrzunehmen."
    du scheinst ein ernsthaftes Problem zu haben. Zum Hetzen geboren, beim Denken verloren?

    galileo2609
    RelativKritisch | Pseudowissenschaft auf dem Sezierteller

  4. #134
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    Zitat Zitat von TomS Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um Argumente sondern um extrem rechte, völkische und menschenverachtende Tiraden.
    Ja, in Bezug auf Tiraden kann man tatsächlich diesen Vorwurf erheben. Ich würde es allerdings nicht so deuten, dass die AfD damit absichtlich nationalsozialistisches Gedankengut stärken will, sondern dass sie beim Versuch, durch Provokation Aufmerksamkeit zu erzielen, einfach über das Ziel hinausschießt.

  5. #135
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    Um bezüglich des Grundkonsenses mal etwas Anregung zum Nachdenken zu geben, verlinke ich auf dieses Interview, wo einige Punkte angesprochen werden, die hier auch schon zur Sprache gekommen sind. Die Dinge sind halt komplex, so dass man darüber auch nur komplex - also differenziert - sprechen kann und nicht platt und nivelliert. Wenn man es unbedingt auf einen Wert herunterbrechen will, um den es hier geht, dann ist es die Freiheit, die uns mit der Einschränkung und dem Verlust der Menschenwürde abhanden kommen wird, wenn wir nicht aufpassen. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind Methoden und Instrumente, die unabdingbar sind, dem Wert der Freiheit Geltung zu verschaffen. Ohne Freiheit ist Humanität nicht möglich.

    Konsens ist also das, worauf man sich 1948 in der UNO-Menschenrechtsdeklaration geeinigt hat. Dieser Konsens schlug sich sowohl im Grundgesetz von 1949 nieder wie auch in der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 1950. Wer diesen Konsens in Frage stellt, ihn relativieren oder aufweichen will, spielt im eigentlichen Wortsinn mit dem Feuer. Das sollte man bei dieser Debatte nicht vergessen.

  6. #136
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    Hallo Aries,

    Ich würde es allerdings nicht so deuten, dass die AfD damit absichtlich nationalsozialistisches Gedankengut stärken will, sondern dass sie beim Versuch, durch Provokation Aufmerksamkeit zu erzielen, einfach über das Ziel hinausschießt.
    Die Frage ist dann, worauf dieses "über das Ziel hinausschießen" eigentlich abzielt, denn jenseits der Absicht, lediglich durch Provokation Aufmerksamkeit zu erreichen, liegen Ziele, die mit der Absicht nur insofern etwas zu tun haben, dass die Absicht Katalysator für diese Ziele sind, die darauf hinauslaufen, die freiheitlich demokratische Grundordnung zu diskreditieren, um sie letztlich abzuschaffen. Und damit erweisen sich die Provokateure - wenn nicht als nützliche Idioten - als aktive rechtsextreme Zündler zur Sprengung des Grundkonsenses.

  7. #137
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    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Ja, in Bezug auf Tiraden kann man tatsächlich diesen Vorwurf erheben. Ich würde es allerdings nicht so deuten, dass die AfD damit absichtlich nationalsozialistisches Gedankengut stärken will, sondern dass sie beim Versuch, durch Provokation Aufmerksamkeit zu erzielen, einfach über das Ziel hinausschießt.
    Einige kokettieren aber schon recht heftig mit den Naziparolen, so zB der von TomS zitierte Bernd Höcke. Wenn man die Pegidabewegung quasi als Wurzeln der AFD sieht wird es sogar noch extremer. Deren Mitbegründer Lutz Bachmann zB, hat sogar mit Hitlerbildern posiert und wurde unter anderem auch rechtskräftig wegen Volksverhetzung verurteilt.
    Aber nicht nur das ist ein Argument gegen die AFD, sondern auch deren Haltung gegenüber Frauen. Denn das was sie an der islamischen Gesellschaft kritisieren, haben sie sich sich selbst auf die Fahnen geschrieben. Die Gleichbehandlung von Mann und Frau.
    Überhaupt hat deren Richtlinie einige Dellen und Löcher. So haben sie zB keinen Europaplan.
    Alles in allem ist es keine Partei, die man ernsthaft zur Führung des Landes in Betracht ziehen könnte.
    Der aktuelle Erfolg fußt nur auf den Parolen, der die mit der Politik der anderen Parteien unzufriedenen Mitbürger anlockt. Der Rest geht zu den Linken.
    Beginnen die regierenden Parteien wieder Politik für alle Menschen zu machen, dann verschwinden AFD und Linke ganz schnell wieder in der Versenkung, bzw. werden prozentual zur Bedeutungslosigkeit verdammt.

  8. #138
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    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Ja, in Bezug auf Tiraden kann man tatsächlich diesen Vorwurf erheben. Ich würde es allerdings nicht so deuten, dass die AfD damit absichtlich nationalsozialistisches Gedankengut stärken will, sondern dass sie beim Versuch, durch Provokation Aufmerksamkeit zu erzielen, einfach über das Ziel hinausschießt.
    Wie tröstlich, das zu wissen, dann kann ja nichts passieren.

    Widdewiddewitt
    und Drei macht Neune !!
    Ich mach' mir die Welt
    Widdewidde wie sie mir gefällt ....

    Geändert von TomS (11.11.2018 um 09:00 Uhr)
    Gruß
    Tom

    «while I subscribe to the "Many Worlds" theory which posits the existence of an infinite number of Toms in an infinite number of universes, I assure you that in none of them am I dancing»

  9. #139
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Beginnen die regierenden Parteien wieder Politik für alle Menschen zu machen, dann verschwinden AFD und Linke ganz schnell wieder in der Versenkung, bzw. werden prozentual zur Bedeutungslosigkeit verdammt.
    Hallo Protuberanz,

    das ist ein heikler Punkt, denn an dieser Stelle wirfst Du den regierenden Parteien und stillschweigend auch den anderen Mitte-Parteien vor, sie würden keine Politik für alle Menschen machen. Und dieser Vorwurf ist in dieser Pauschalität unzutreffend.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  10. #140
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Beginnen die regierenden Parteien wieder Politik für alle Menschen zu machen, dann verschwinden AFD und Linke ganz schnell wieder in der Versenkung, bzw. werden prozentual zur Bedeutungslosigkeit verdammt.
    Zum Einen muss man konstatieren, dass mit der AFD zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik eine rechte Partei mit in Teilen nationalsozialiszischen Thesen existiert, die ein konstant hohes, teilweise zweistelliges Wahlergebnis einfährt. D.h. dass es nicht nur die Höckes gibt, sondern auch die Wähler der Höckes. Die AFD hat dies teilweise selbst erreicht, teilweise hat sie die Früchte anderer geerntet. Jedenfalls hat sie der Gesellschaft den Schleier vom Gesicht gerissen und nachprüfbar bewiesen, dass nationalsozialistisches Gedankengut für einige Millionen Menschen in Deutschland zumindest tolerierbar ist.

    Zum Zweiten zeigt die AFD, dass dies - trotz gewisser Häufungen in einzelnen Bundesländern sowie in sozialen Schichten - doch quer durch alle Bevölkerungsgruppen geht. Rein statistisch läuft man Anhängern oder Verharmlosern überall über den Weg.

    Zum Dritten zeigt die AFD, dass vielen Menschen in unserem Lande nicht klar ist, dass Verbrechen nicht immer damit beginnen, dass sie begangen werden, sondern damit, dass sie ausgesprochen werden. Verbrechen gegen Ausländer, jüdische Mitbürger und andere entstehen - zumindest zum Teil - nicht spontan im Affekt sondern wachsen sozusagen vom Gedanken über die ausgeformte Idee bis zur Tat heran.

    An dieser Stelle sei an den 9. November 1938 und die Reichspogromnacht erinnert, die ebenfalls keine Spontanaktion war.

    Wie zerbrechlich die Freiheit, wie fragil die zivile Gesellschaft ist: Das ist die Lehre aus unserer Geschichte. Die Menschenwürde ist verletzlich. Gerade deshalb postuliert unser Grundgesetz in seinem Artikel 1: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Daran haben wir uns zu messen - in unserem Land und als verantwortungsbewusster Partner in Europa und in der Weltgemeinschaft.
    (aus der Rede des Bundestagspräsidenten Schäuble am 31. Januar 2018 zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus)

    Jeder, der heute politisch aktiv ist - und politisch aktiv sind alle Menschen, die offen politisch diskutieren und handeln - muss sich überlegen, in wie weit er / sie das beherzigt und dazu beiträgt, unsere freiheitliche und demokratische Gesellschaft und ihre Werte zu bewahren - oder in wie weit er mit denen gemeinsame Sache macht, die beginnen, sie zu zerstören.
    Geändert von TomS (11.11.2018 um 10:03 Uhr)
    Gruß
    Tom

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